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W chterkontrolluhr.
Die gebräuchlichen Wächterkontrolluhren beruhen zumeist auf der Voraussetzung, dass der Wächter eine ihm vorher vorgeschriebene Runde abzuschreiten hat, wobei Weg, Richtung und Zeit durch die Uhr registriert werden. Auf diesem Wege ist er verpflichtet, an gewissen Punkten auf geeignete Weise seinen Besuch zu markieren. Nach Beendigung der Wachzeit. ist eine Kontrolle über die von dem Wächter zurückgelegte Tour durch die täglich in der Uhr zu befestigenden Streifen oder Scheiben möglich. Die meisten bekannten Kontrolluhren setzen aber voraus, dass entweder eine Vorherbestimmung der Postenfolge erfolgt oder dem Wächter selbst die Wahl der Reihenfolge der Posten überlassen wird.
Hierin liegt ein grosser Nachteil insofern, als diese Reihenfolge dem Wächter selbst schon vorher bekannt ist. Auch wenn sie von Tag zu Tag verändert wird, ist es hierbei nicht ausgeschlossen, dass sie auswärtsstehenden Personen zur Kenntnis gelangt und dass demzufolge von letzteren bestimmt werden kann, wo der Wächter sich in einem gegebenen Zeitpunkt
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wird, besonders wenn der Wächter selbst mit aussenstehenden Personen in Verbindung steht.
Im allgemeinen sucht man diesen Missstand dadurch zu vermeiden, dass man, wie schon erwähnt, die Tour täglich verändert, was zum minderten die Verschwiegenheit des Wächtors voraussetzt, jedoch völlig zwecklos wird, wenn dieser irgend wie selbst an Unredlichkeiten teilnehmen will, oder man ist gezwungen, die Stationenzahl und die Zahl der Wl1chtcr zu vergrössern, wobei jedoch ebenfalls Verschwiegenheit der Wächter erfordertich ist und ausserdem die Kosten ganz erheblich steigen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung sollen die erwähnten Nachteile dadurch beseitigt werden, dass dom Wächter die Reihenfolge der abzuschreitenden Posten überhaupt nicht
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z. B. durch eine in der Uhr sichtbar werdende Nummer oder Bezeichnung oder durch ein Schlagwerk nach Art der Repetieruhren usw. Beim zweiten Posten erfährt er in gleicher Weise den dritten usw. Die Reihenfolge kann täglich willkürlich abgeändert werden, nötigen-
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In derselben Art wie täglich ein neuer Papierstreifen oder eine Papierscheibe zur Feststellung der Zeit in die Kontrolluhr eingelegt wird, wird gleichzeitig, sei es auf. demselben Papier, gedruckt oder geschrieben, oder mittels eines besonderen Zifferblattes oder Streifens, die gewünschte Postenfolge eingelegt.
Durch eine geeignete Konstruktion der Vorrichtung, die herzustellen ohne weiteres im Bereich fachmännischen Könnens liegen dürfte, wird bei jedesmaligem Schiessen oder Stechen immer die nächbtfolgende Nummor oder der nächstfolgende Posten der Runde sichtbar gemacht.
Durch eine derartige Vervollkommnung an den vorhandenen und gebräuchlichen Kontrolluhren bleibt der während der Wachzeit abzuschreitende Weg selbst dem Wächter gegen- über ein Geheimnis, während es für unbefugte Personen oder Betreter eines Grundstückes
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gezeichnet sein kann, einen Posten, den er eben verlassen hat, sofort wieder besuchen zu müssen. Auf diese Weise kann durch eine Wache mehr Sicherheit gewährt werden, als durch viele Wächter bei regelmässiger gleichbleibender Runde.
Die praktische Ausführung der Erfindung kann natürlich in der mannigfaltigsten Art und unter engster Anlehnung an die in Betracht kommenden Gattungen der Kontrolluhren ausgeführt werden, z. B. kann durch mehrmalige Benutzung oder Umdrehung der Schlüssel eine im Kontrolluhrgehäuse angebrachte Scheibe um einen bestimmten Teil ihres Umfanges gedreht und auf dieser Scheibe kann die für den betreffenden Tag ausgewählte Tourenfolge ebenfalls in Form einer Scheibe oder eines Streifens befestigt werden. Die Zeichen dieser Scheibe oder dieses Streifens werden natürlich in einer Öffnung des Uhrgehäuses sichtbar und ablesbar.
Zur Beleuchtung kann innerhalb der Uhr ein elektrisches Lämpchen dienen oder die Beleuchtung kann durch selbstleuchtende Körper oder Lampen herbeigeführt werden. Auch kann ein Repetierschlagwerk nach Art der Repetieruhren zur Anwendung kommen, ohne das Wesen der Erfindung zu beeinflussen.
Von den zahlreichen, bei der vorliegenden Erfindung möglichen Ausbildungen ist auf der Zeichnung ein einziges Ausführungsbeispiel dargestellt worden und zwar ist : Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Wächterlcontrolluhr bekannter Art (System Bürck) und Fig. 2 eine Seitenansicht derselben teilweise im Schnitt.
In einem Gehäuse 1 ist im unteren Teil 2 ein Uhrwerk vorgesehen, von welchem aus eine im oberen Teil des Apparates liegende Trommel 3 in Umdrehung versetzt wird, um welche täglich ein graduierter Papierstreifen herumgelegt wird. Auf der Oberseite trägt die Trommel ein Uhrzifferblatt 4. Seitlich zu dieser Trommel zwischen derselben und der gehäusewand sind Übereinander eine Anzahl Federn 5 angeordnet und zwar in der Zahl, a) s Wächter für das zu bewachende Grundstück in Betracht kommen. In der Zeichnung ist angenommen, dass acht solcher Federn Benutzung finden.
Die freien Enden dieser Federn sind mit Nadeln 6 versehen, die unter Wirkung entsprechend ausgestatteter Schlüssel 7 stehen, welche in eine im Deckel des Gehäuses vorgesehene Öffnung 8 eingeführt werden und mit einer Naso 9 den für den jeweilig in Betracht kommenden Wächter vorgesehenen
Stift 6 gegen das graduierte Papierband der Uhrtrommel 3 drücken und so in an sich bekannter Weise in diesem Papierband ein Loch oder einen Schlitz veranlassen. So weit bietet die Kontrolluhr nichts Neues. Um dieselbe nun gemäss vorstehend beschriebener
Erfindung auszugestalten, ist innerhalb des Gehäuses 1 ein loser Ring 10 angeordnet, auf dessen äusserer Peripherie beispielsweise ein Papierband aufgesetzt wird, welches die nach- einander abzuschreitenden Posten angibt. Des weiteren ist in dem Gehäuse 1 eine Öffnung 11 vorgesehen, durch welche jeweilig eine Postenangabe sichtbar wird.
An der inneren Peripherie
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Drehung dossefben zunächst durch den Ansatz 9 die dem jeweiligen Wächter entsprechende Feder vorgedrückt und durch die Nadel 6 ein Einstechen des graduierten Papierbandes der Uhrtt'o'ltnel 3 hervorgerufen. Die Drehung erfolgt hierbei in Richtung des Pfeiles (Fig. 1). Kic Zurückdrehen des Sel) lüssels ist hierbei nicht möglich, da der Ansatz 9 desselben mit dem freien Ende der Feder 5 in Berührung käme.
Der Schlüssel muss somit in der gleichen Richtung weitergedreht werden und hierbei kommt der Ansatz 13 mit einen) der Zähne in Berührung, sodass infolge der Drehung des Schlüssels auch die Trommel 10 um einen gewissen Betrag weitergedreht wird, durch welche dem Wächter in der Schau- öffnung der nächstfolgende zu besuchende Posten bekanntgegeben wird. Erst nach dieser Verstpllung der Trommel 10 kann der Schlüssel 7 herausgezogen werden. Der Ansatz 13 des Schiüssds ist am untersten Ende desselben angeordnet, so dass er bei der Drehung des Schlussels mit keiner Feder 5 in Berührung kommen kann.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in der Zeichnung dargestellte Konstruktion nur eines der zahlreichen Ausführungsbeispielc darstellt und dass weder die Konstruktion der Wächterkontrolluhr noch die in der Zeichnung angegebene Art der Ausbildung zur Bekanntgabe der Posten-
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Abweichungen herbeiführen, ohne das Wesen der vorliegenden Erfindung zu beeinflussen.