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Um selbsttätig ein Warnsignal ertönen zu lassen, wenn der Inhalt des Rohres 6 nahezu aufgebraucht ist, ist gemäss der Erfindung eine mit einem Gegengewicht versehene oder unter Federwirkung stehende Klappe 24 vorgesehen, die um eine wagercchte Achse 25 verschwenkbar ist. Die Klappe, die sich in der Normalstellung, also im unbelasteten Zustand, quer im Rohr 6 einstellt, wird von den abwärts sich vorbeibewegenden Reagensstücken nach unten gedrückt, so dass sie so lange vertikal steht, als eine gewisse Mindestzahl von Stücken noch in dem Rohr vorhanden ist. Die Achse 25 der Klappe ist z.
B. in solcher Entfernung oberhalb des Netzes 19 angebracht, dass die Klappe solange nicht in ihre horizontale Normalstellung zurückschwingen kann, als. noch drei Stücke auf dem Netz liegen. Sobald jedoch das oberste Stück 26 die Klappe passiert hat, schwingt diese in die Normalstellung der Fig. 1 ; dabei wird das Alarmsignal ausgelöst. Zu diesem Zwecke ist das Gegengewicht 27 an einem Arm der Klappe angeordnet, der in einen Raum 28 eines Rohres 29 hineinragt, das sich längs des Rohres 6 erstreckt und mit diesem durch eine Öffnung 30 in Verbindung steht. Das Rohr 29 reicht mit seinem oberen Ende in den Deckel 2 bzw. den Raum 8 und ist immer mit Gas aus der Glocke f5 gefüllt. An das Rohr 29 ist unter Einbau eines Ventiles 32 eine Pfeife 31 angeschlossen.
Das Ventil ist durch einen Draht 33 oder dgl. mit dem Arm 27 verbunden und durch den Gasdruck durch die Wirkung einer Feder 34 verstärkt, auf seinem Sitz gehalten, solange die Klappe 24 niedergedrückt ist. Sobald jedoch die Klappe nach dem Vorbeigehen des drittletzten Stückes unter der Wirkung des Gewichtes 27 nach oben schwingt, wird durch den das Gewicht 27 tragenden, niedergehenden Arm der Draht 33 angezogen und so das Ventil vom Sitz abgehoben, worauf durch das ausströmende Gas die Pfeife
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erforderlich ist.
Das Unterdrucksetzen der Flüssigkeit geschieht gemäss der Erfindung durch ein von dem sich entwickelnden Gas unabhängiges Druckmittel, z. B. durch Druckluft. Zu diesem Zweck ist der Behälter des Entwicklers mit einem Stutzen 35 für den Anschluss, z. B. einer Handpumpe versehen, mittels welcher Luft in den Raum 1a oberhalb der Flüssigkeit 1b eingepumpt wird.
Ein Manometer 36 und Sicherheitsventil 37 dienen zum Ablesen bzw. Aufrechterhalten des normalen Druckes, da der Überdruck durch Entweichen des als pneumatisches Kissen dienenden Mediums behoben wird, ohne dass hiebei ein Gasverlust aus der Glocke 5 eintreten kann.
Der Entwickler kann statt mit einem Reagensbehälter auch mit mehreren Behältern ausgestattet sein und der bzw. die Behälter mit dem Verschlussdeckel ein Stück bilden, um das Heraus-
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Hei dem in Fig. 4-6 dargestellten Gasentwickler sind mehrere Behälter vorgesehen, deren Sichböden in verschiedenen HÖhenlagen angeordnet sind, so dass die Flüssigkeit unter der Glocke zuerst mit dem Boden des am tiefsten herabreichenden Behälters in Berührung kommt und erst nach Aufzehrung des gesamten Inhaltes dieses Behälters infolge Sinkens des Gasdruckes unter
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Austritt des Gases und an dem unteren Ende mit je einem Sieb 41 versehen sind. Die Behälter können an dem oberen und unteren Ende mit Abreissstreifen ausgestattet sein, welche vor Ingebrauchsetzung abgerissen werden, um die Öffnungen bzw. das Sieb freizugeben.
Der mittlere Behälter bzw. das Rohr 6 desselben ist unmittelbar an das mit einem Absperrorgan 10 versehene Ausströmrohr 9 angeschlossen, während die anderen Behälter durch OS- nungen 11a in der Wand des Rohres 6 mit diesem in Verbindung stehen. Die Behälter werden
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Erschöpfung des Inhaltes der Behälter die Flüssigkeit infolge des Gasdruckes in das Ausström- rohr 9 tritt. Zu diesem Behute ist in dem Rohr 9 ein Schwimmerventil 39, 40 eingebaut, welches sich für gewöhnlich vermöge seines Gewichtes in der Offenstellung befindet (Fig. 4), durch die emporsteigendé Flüssigkeit dagegen im geeigneten Zeitpunkt geschlossen wird. Das Ventil ist mittels einer Stange 49 in der Wand 46 geführt.
Die Unterdrucksetzung der Flüssigkeit kann mittels einer Handpumpe 50 bewirkt werden, die mit dem Entwickler verbunden ist und in die Flüssigkeit hineinragt.
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gehalten, der drehbar an dem Gassustrittsrohr sitzt ; die Enden der Arme des Bügels sind mit Schlitzen versehen, die mit Schraubenbolzen in der Gefässwand in Eingriff kommen können.
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Um den Behälter 1 bequem reinigen zu können, ist ein Hahn 52 in der Nähe des Bodens vorgesehen. Man kann in der Weise verfahren, dass man den Behälter mit Flüssigkeit füllt und dann in dem Raum la einen überdruck herstellt, durch welchen nach Öffnen des Hahnes 52 die Flüssigkeit ausgetrieben wird. Dieses Verfahren wiederholt man so oft als notwendig.
An dem Behälter 1 sind Handgriffe 53 vorgesehen, um ihn leicht transportieren zu können.
Der Gasentwickler ist z. B. als transportabler Feuerlöscher für Wohnungen, Fabriken usw. verwendbar, in welchem Falle die Reagenzien Kohlensäure oder dgl. entwickeln müssen, Auch wird, falls Wasser als Reaktionsflüssigkeit verwendet wird, das Schwimmerventil 39 zweckmässig weggelassen oder entfernt, so dass die Reaktionsflüssigkeit nach der Erschöpfung des festen Reagens unter dem pneumatischen Druck ausströmt und gleichfalls zur Lösung des Feuers benutzt wird. Wird der Entwickler zur Erzeugung eines Gases von geringer Spannung benutzt (wie z. B. wn Sauerstoff für therapeutische Zwecke), dann wird von einer Unterdrucksetzung überhaupt abgesehen und die Flüssigkeitsoberfläche ausserhalb der Glocke unter atmosphärischem Druck gelassen.
Bei einer Ausführungsform des Verfahrens gemäss der Erfindung kann die Unterdrucksetzung der Flüssigkeit auch durch ein bei Berührung mit der Flüssigkeit gasbildendes Reagens bewirkt werden, welches in den Raum oberhalb der Flüssigkeit eingeführt wird. Dabei ist es zweckmässig, ein und dasselbe Reagens für die Gaserzeugung und für die Unterdrucksetzung zu verwenden, wodurch auch die Bildung zweier verschiedener Gase bzw. die eventuell gefährliche Mischung derselben ausgeschlossen ist. Zur Ausführung dieses Verfahrens kann der Gasentwickler mit einer pneumatischen Schleuse 54 nach Art der vorhin erwähnten ausgestattet sein, durch welche die Reagensstücke in den Entwickler eingeführt werden.
Eine solche Anordnung kann entweder an Stelle einer Pumpe oder in Verbindung mit einer solchen benutzt werden (Fig. 4-6). Die Pumpe selbst kann auch dazu dienen, um die Flüssigkeit in das Gefäss 1 einzuführen, wenn ein Nachfüllen derselben erforderlich wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung von hochgespanntem Gas durch Einwirkung von unter Druck stehender Flüssigkeit auf ein festes Reagens, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit unter den Druck eines vom ausströmenden Gas unabhängigen Druckmittels gesetzt wird.