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Die Erfindung bezieht sich auf eine Rakelvorrichtung für eine Rotationssiebdruckmaschine,. bestehend aus einem innerhalb einer Zylinderschablone angeordneten Rakelhalter für ein biegsames dünnes Rakelblatt, wobei der Rakelhalter an beiden Enden durch Aufhängeglieder getragen ist, die eine Höhen- und damit
Winkeleinstellung des'Rakelblattes bezüglich der Zylinderschablone ermöglichen.
Solche Maschinen sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Dabei ist man aber immer bestrebt, die
Maschine möglichst breit auszuführen, damit sehr breite Bahnen oder Bögen bedruckt werden können. Bisher begrenzt jedoch die Durchbiegung der Rakel diese Breite, indem die Durchbiegung nämlich einen ungleichmässigen Rakeldruck verursacht, insofern, als dieser in den Endbereichen der Rakel anders ist als in ihrem mittleren Bereich. Eine zweite Schwierigkeit besteht darin, dass bei grosser Länge der Rakel ihr Gewicht derart zunimmt, dass das unvermeidliche Herausziehen der Rakelvorrichtung aus der Zylinderschablone sowie das
Einschieben in diese auf Schwierigkeiten stösst.
Die Erfindung beschäftigt sich mit der Aufgabe, eine Rakelvorrichtung für eine Rotationsdruckmaschine zu schaffen, bei welcher zur Erzielung einer möglichst grossen Druckbreite die Rakelvorrichtung trotz einfacher baulicher Gestaltung ein sehr geringes Gewicht aufweist. Diese Forderung lässt sich im Prinzip dadurch erfüllen, dass das Rakelblatt als dünner Metallstreifen ausgebildet ist, dessen Dicke maximal 1% seiner frei aus seinem
Halter ragenden Breite ist. Die Erfindung gibt einige vorteilhafte konstruktive Lösungen der Aufgabe an, die darin besteht, den Halter eines solchen Rakelblattes aufzuhängen.
Es hat sich erfahrungsgemäss gezeigt, dass ein solches Rakelblatt sich in der Drehrichtung der
Zylinderschoblone leicht verformen lässt, wobei ein niedriger Reibungswiderstand zwischen dem Rakelblatt und der Schabloneninnenseite auftritt. Die gewünschte Umbiegung des Rakelblattes wird schon bei einer geringen
Andruckkraft erzielt, so dass die Durchbiegung des Rakelhalters infolge dieser geringen Andruckkraft auf ein
Mindestmass beschränkt wird. Die Erfindung zielt nach einer Rakelaufhängung die sichert, dass die ideale
Verformung des Rakelblattes einen Winkel von 900 bis etwa 3 bis 50 zu wählen erlaubt.
Es ist aus der Literatur allgemein bekannt, bei Siebdruckmaschinen mit steifem Rakelblatt eine
Höhenverstellung durchzuführen, wodurch jeder beliebige Rakeldruck eingestellt werden kann. Eine solche Ausführung ist beispielsweise aus der deutschen Patentschrift Nr. 1260424 bekannt. Wie oben eingehend ausgeführt, betrifft hingegen die Erfindung eine Höhenverstellung im wirksamen Bereich der Rakelvorrichtung, u. zw. bei Anwendung eines biegsamen Rakelblattes.
Ausgehend daher von einer Rakelvorrichtung für eine Rotationssiebdruckmaschine der eingangs genannten Art kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, dass der Rakelhalter drehbar und/oder parallel zur Achse der Zylinderschablone seitlich verstellbar mit den Aufhängegliedern verbunden ist, wobei während der Höheneinstellung des Rakelblattes die Berührungszone des Rakelblattes mit der Zylinderschablone im wesentlichen dieselbe bleibt.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Rakelvorrichtung wird das gesetzte Ziel zur Gänze erreicht.
Der als Aufhängeglied verwendete pneumatische oder hydraulische Zylinder gestattet, wie an sich bekannt, dem Rakelhalter erfindungsgemäss eine drehbare und/oder parallel zur Achse der Zylinderschablone seitliche Verstellung während der Höhenverstellung" so dass die Berührungszone des Rakelblattes mit der Zylinderschablone im wesentlichen konstant bleibt. Dieser Umstand ist deswegen von Bedeutung, weil dadurch auch der auf die Zylinderschablone ausgeübte Druck unverändert gehalten wird, unabhängig davon, welchen Winkel das biegsame Rakelblatt einnimmt.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass der Rakelhalter an mindestens einem Ende, wie an sich bekannt, einen Arm aufweist, der an seinem freien Ende in einem Schiebegelenk gelagert ist. Bei dieser Ausführung erlauben die Aufhängeglieder ausschliesslich eine vertikale Verstellung des Rakelhalters.
Eine andere, gleichfalls erfindungsgemässe Ausführung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängeglieder pendelnd angeordnet sind, und dass der Rakelhalter einen ausserhalb mindestens eines Endes der Zylinderschablone endenden Arm aufweist, der an seinem einen Ende gelenkig in einem festen, jedoch in Richtung des Armes einstellbaren Stützpunkt gelagert ist, während das andere Ende am Zapfen des Rakelhalters angelenkt ist. In diesem Fall bringt die senkrechte Verstellung des Rakelhalters eine geringfügige seitliche Verstellung desselben mit sich.
Die Erfindung wird nun an Hand der einige Ausführungsformen der erfindungsgemässen Rakelvorrichtung darstellenden Zeichnungen erläutert. Dabei zeigen : Fig. l einen Querschnitt der mit einer Rakelvorrichtung nach miner ersten Ausführungsform versehenen Zylinderschablone, Fig. 2 in kleinerem Massstab eine Seitenansicht der ganzen Rakelvorrichtung, Fig. 3 einen Querschnitt entsprechend der Fig. l bei einer andern Ausführungsform der Rakelvorrichtung, Fig. 4 eine Einzelheit der Rakelvorrichtung nach einer dritten Ausführungsform, Fig. 5 und 6 Vorderansichten der Aufhängepunkte der Rakel an dem Rakelhalter gemäss der Ausführung nach Fig. 4, und Fig. 7 bis 9 den Einfluss der Stelle der Druckzone der Rakel.
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B.Stützglieder für die Enden einer entsprechenden Anzahl Zylinderschablonen. Dies ist einfachheitshalber nicht in den Zeichnungen dargestellt.
Wie z. B. aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist die Maschine mit Aufhängegliedern --1-- für die sich innerhalb jeder Zylinderschablone befindlichen Rakelvorrichtung --2-- verschen. Diese besteht aus einem Rakelhalter --3--, der mit einer Fassung --4-- für ein biegsames Rakelblatt --5-- versehen ist.
Die Maschine ist weiters mit Führungen, z.B. Sttzrollen --6-- für ein zu bedruckendes Gut versehen.
Wenn das Gut selbst eine genügende Festigkeit aufweist, (z. B. bei Papier- oder Kunststoff-Folien) kann es unmittelbar auf den Stützrollen-6--ruhen, bei einem andern Gut, wie z. B. Textilien, kann in üblicher Weise ein Stützband --7-- Anwendung finden.
Bei den bisher bekannten Maschinen besteht das Rakelblatt meist aus Gummi oder aus einem andern derartig elastischen Werkstoff. Das Rakelblatt--5--ist ein dünner Metallstreifen, dessen Dicke weniger als 1% der frei aus der Fassung--4--herausragenden Breite ist. Es kann auch ein Streifen aus Kunststoff angewendet werden, wenn nur dieser Werkstoff eine ähnliche elastische Biegsamkeit wie Metall zeigt.
Die Aufhängeglieder --1-- bestehen aus einem pneumatischen (oder hydraulischen) Zylinder (siehe Fig. 2) zum Heben und Senken der Rakelvorrichtung --2-- in bekannter Weise, wobei das Rakelblatt-S-- von der Zylinderschablone --8-- gelöst oder mit derselben wieder in Berührung gebracht wird.
Mit Hilfe der Einstellmutter --9-- wird die niedrigste Stellung der Rakelvorrichtung --2-- und somit der Winkel, unter dem das Rakelblatt --5-- seine Rakelwirkung ausübt, eingestellt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, wird jedes Rakelblatt --5-- über seine Fassung --4-- an zwei Stellen-10
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Rakelhalters praktisch immer im gleichen Bereich der Zylinderschablone liegt, d. h. im Bereich, in dem das Rakelblatt --5-- das zu bedruckende Gut berührt, oder in einem Bereich wenig davor oder dahinter. Die Steuerteile --12-- weisen einen Arm --14-- auf, der ausserhalb mindestens eines Endes der Zylinderschablone--8--angeordnet ist. Der Arm--14--ist am Ende --15-- fest mit dem Rakelhalter --3-- verbunden und ist mit seinem andern freien Ende --16-- in einer Knosole --17-- gelenkig gelagert.
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sind über einen Zapfen--20--am Arm--21--angelenkt.
Jeder Arm--21--hat an seinem freien Ende --22-- einen festen, jedoch über die Mutter --23-- einstellbaren Stützpunkt --24--. Diese Glieder-19 bis 24-bilden das Äquivalent zu den Steuerteilen-12--, wie mit Bezug auf Fig. 1 beschrieben ist.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform einer der in Fig. 5 bzw. 6 näher zu beschreibenden Stellen-10 oder 11--, von denen die Fassung --4-- des Rakelblattes --5-- vom Rakelhalter --3-- getragen wird. Fig. 5 zeigt eine Ansicht der Unterstützungsstelle --10--, in welcher die Fassung --4-- drehbar, jedoch nicht verstellbar gelagert ist. Die in Fig. 6 dargestellte Stelle-11-weist Verbindungslaschen-26-mit einem Langloch --25-- auf, so dass eine beschränkte Verstellmöglichkeit vorhanden ist. Dies ist von Bedeutung, weil
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(ZufuhrrohrFig. 7 zeigt die Situation in Übereinstimmung mit den Fig. 1 und 3, wobei auf der zu bedruckenden Bahn --27-- ein Farbaufdruck-28-entsteht, der sich teilweise auf und teilweise innerhalb der Bahn befindet (siehe Fig. 7A). Wenn man die Farbschicht ganz auf der Bahn haben will und die Farbe so wenig wie möglich eindringen soll, (siehe Fig. 8A) wird die Druckzone des Rakelblattes --5-- entspre chend Fig.8 etwas verlegt, d. h. hinter den Punkt gemäss Fig. 7. Diese Situation wird durch Drehen der Mutter --23-- in der Konstruktion gemäss Fig. 3 erreicht. Wünscht man, dass die Farbe zur Gänze in die Bahn eindringt, so verkürzt man die Arme - -21-- gemäss Fig. 3 um ein geringes Mass, so dass der Zustand nach Fig. 9 bzw. 9A entsteht.