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Die Erfindung geht von einem Hohlformstein aus mit einem aus einer Vielzahl regelmässig angeordneter vertikaler Hohlräume bestehenden Hohlraumnetz und mit einer an den beiden zu diesen Hohlräumen parallelen vertikalen Stirnseiten ausgebildeten, der formschlüssigen Verbindung mit den in einer Formsteinschar benachbarten Formsteinen dienenden, aus mindestens einer Nut und mindestens einer Feder bestehenden
Profilierung, die von den Hohlräumen des sich über die Stirnseiten des Formsteines mit gleichbleibendem System und gleichbleibender Dichte erstreckenden Hohlraumnetzes durchsetzt wird.
Hohlformsteine dieser vorbekannten Gattung, wie sie etwa in der österreichischen Patentschrift
Nr. 195617 beschrieben sind, zeichnen sich dadurch aus, dass im Bereich der Vertikalfugen eines
Mauerwerkverbandes keinerlei Diskontinuität im Hohlraumnetz und somit auch keine örtliche Änderung der
Struktur und der Isolierfähigkeit des Mauerwerkes eintritt, weil sich die gegen die vertikalen Stirnseiten hin offenen Hohlräume der in einer Schar benachbart verlegten Hohlformsteine zu Hohlräumen ergänzen, die zumindest annähernd gleich gross sind wie die im Formstein-Inneren befindlichen, untereinander ebenfalls gleich grossen Hohlräume, deren Profil umfanggeschlossen ist.
Bei den bisher vorbekannten Hohlformsteinen der eingangs bezeichneten Gattung verlaufen jedoch die
Flanken jener Nuten bzw. Federn, mit denen in der Schar benachbarte Hohlformsteine formschlüssig ineinandergreifen, im Bereich der dort mündenden, gegen die Stirnseiten hin offenen Hohlräume dieser
Hohlformsteine. Dadurch, dass bei diesen bekannten Hohlformsteinen jeweils eine Wandung eines Hohlraumes der mittig verlaufenden Hohlraumschar mit der zwischen Nut und Feder gebildeten Flanke der Stirnseite des
Hohlformsteines zusammenfällt, gibt es an dieser Stelle der formschlüssigen Verbindung zwischen benachbarten
Hohlformsteinen kein abdichtendes Aneinanderliegen der Stirnseiten bzw. Nut-Feder-Flanken, sondern eine solche Abdichtung fehlt gerade in der Mitte der Stirnseiten, weil sich eben dort in der Stossfuge (Vertikalfuge) ein Hohlraum befindet.
Ziel der Erfindung ist eine Behebung dieses Nachteiles und die Erfindung beruht im wesentlichen auf der
Erkenntnis, dass der durch die Nut-Feder-Flanken in der Vertikalfuge des Mauerwerkes gebildete Knick vorteilhaft für eine Verbesserung der Dämmfähigkeit des Mauerwerkes in diesem Bereich herangezogen werden kann, wenn man diese Flanke im vollen, massiven Material der Hohlformsteine vorsieht statt in deren
Hohlräumen.
Erfindungsgemäss sind also die Flanken von Nut bzw. Feder im vollen Steinmaterial ausgebildet, wogegen die Stirnseiten durchsetzende Hohlräume innerhalb der Nut bzw. Feder, vorzugsweise in deren Breitenmitte, münden.
Beim Erstellen eines Mauerwerkes aus erfindungsgemässen Hohlformsteinen bleiben also die Vorteile des einheitlichen Hohlraumnetzes, das sich mit gleichbleibender Dichte auch über die Vertikalfugen des
Formsteinverbandes erstreckt, voll gewahrt ; darüber hinaus wird aber durch die Ausbildung der vertikalen
Stirnseiten und deren Profilierung dafür gesorgt, dass in den Vertikalfugen des Hohlformsteinverbandes eine optimal hohe Dämmfähigkeit erzielt wird, u. zw. durch Abstimmung der Profilierung auf das Hohlraumnetz.
Dadurch, dass jede vertikale Stirnseite jedes Formsteines sowohl eine Nut als auch eine Feder aufweist, gibt es insgesamt an jeder Formsteinstirnseite drei im vollen Material der Formsteine gebildete Nut-Feder-Flanken, mit denen in der Schar benachbarte Formsteine satt und flächig aneinanderliegen. Die von diesen Flanken solcherart gebildeten wirksamen Abdichtungen, welche die Dämmfähigkeit des Mauerwerkes im Vertikalfugenbereich erheblich vergrössern, ergeben sich also an zumindest drei Stellen der Fuge.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes sind von den sich innerhalb der Nuten bzw. der Federn erstreckenden Hohlräumen die sich in den Bereich der Federn erstreckenden Hohlräume um jenes Mass länger als die Hälfte der übrigen, in Scharen gegeneinander versetzt längsverlaufenden Hohlräume des Hohlraumnetzes, um das die im Bereich der Nut mündenden Hohlräume kürzer als diese Hälfte sind, und von diesen übrigen, im Inneren des Formsteines angeordneten Hohlräumen enden die an den Stirnseiten des Formsteines und den Flanken der Nuten bzw. Federn benachbart angeordneten Hohlräume in einem Abstand von diesen Stirnseiten, welcher ungefähr der Hälfte des einheitlichen Längsabstandes zwischen den jeweils in den Scharen benachbarten Hohlräumen entspricht.
Mit dieser Massnahme wird die völlige Einheitlichkeit des Hohlraumnetzes im Bereich der vertikalen Fugen des Mauerwerkes optimal gewahrt.
Die einzige Zeichnungsfigur stellt die einander benachbarten Bereiche zweier erfindungsgemässer, in einem Mauerwerksverband einander benachbart verlegter Hohlformsteine dar, u. zw. in einer Draufsicht.
Jeder Formstein--l--besitzt an seiner dem benachbart verlegten Formstein zugewendeten, die Stossfuge --2-- begrenzenden Stirnseite eine Nut--3--und eine Feder --4--. Mit dieser in bezug auf die Breitenmitte der Stirnseite zentrisch symmetrischen Profilierung greifen benachbarte Formsteine-l-- formschlüssig ineinander und sind dadurch gegen eine Querverschiebung wirksam gesichert.
Die Hohlräume--5
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einheitlicher Dichte, das sich in seiner Regelmässigkeit und in seinem System unverändert auch über den Bereich der profilierten Stirnseiten, also über die Stossfugen --2-- hinweg, mit völlig einheitlicher Dichte erstreckt und diese einheitliche Dichte ungeachtet der Profilierung der Stirnseiten über die gesamte Länge des Mauerwerksverbandes beibehält.
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Die dargestellten Formsteine besitzen einheitlich ein Hohlraumnetz aus länglichen, in zu den Aussenseiten parallelen Reihen angeordneten und reihenweise gegeneinander versetzten Hohlräumen --5, 6 und 7--. Dabei sind die in den Bereich der Stirnseiten reichenden Hohlräume --6 bzw. 7-des Hohlraumnetzes von diesen Stirnflächen vorzugsweise etwa mittig durchsetzt und sind solcherart gegen die Stirnseiten hin offen. Die
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ganzen Hohlräumen der einheitlichen Grösse.
Die sich in die Bereiche der Nuten Federn--4-erstreckenden, gegen die Stirnseite des Formsteines-l-hin offenen Hohlräume --6 bzw. 7--, deren Breite geringer ist als die der Nut-3-
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Stirnseiten benachbarten Hohlräume --5-- des Hohlraumnetzes enden in einem Abstand von diesen Stirnseiten, welcher ungefähr der Hälfte des einheitlichen Längsabstandes zwischen den in den Reihen benachbarten Hohlräumen --5-- entspricht.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht an die beispielsweise dargestellten und erläuterten Einzelheiten gebunden, sondern sie ist hinsichtlich dieser Einzelheiten mannigfach abwandelbar ohne vom Grundgedanken der Erfindung, d. i. die Ausbildung eines einheitlich dichten Hohlraumnetzes über die Stossfugen eines Mauerwerksverbandes hinweg, abzuweichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hohlformstein mit einem aus einer Vielzahl regelmässig angeordneter vertikaler Hohlräume bestehenden Hohlraumnetz und mit einer an den beiden zu diesen Hohlräumen parallelen vertikalen Stirnseiten ausgebildeten, der formschlüssigen Verbindung mit den in einer Formsteinschar benachbarten Formsteinen dienenden, aus mindestens einer Nut und mindestens einer Feder bestehenden Profilierung, die von den Hohlräumen des sich über die Stirnseiten des Formsteines mit gleichbleibendem System und gleichbleibender Dichte erstreckenden
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(4) im vollen Steinmaterial ausgebildet sind, wogegen die Stirnseiten durchsetzende Hohlräume (6 bzw. 7) innerhalb der Nut bzw. Feder, vorzugsweise in deren Breitenmitte, münden.
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