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Asbestzement oder Beton hergestellt ist und dessen beide Stirnseiten verschiedene Formen aufweisen.
Bei den bekannten Drainagerohren dieser Art ist die eine Stirnseite des Rohres eben abgeschnitten und die andere Stirnseite konisch nach innen abgesetzt, so dass aussen eine Ringschneide entsteht und sich bei stossend verlegten Rohren der zwischen ihnen bestimmte Durchtrittsspalt konisch nach innen erweitert.
Eintrittsöffnungen in diesen Spalt sind hier nur im Bereich von in den Rohrmantel eingeformten hinterschnittenen Längsnuten vorhanden.
Ein derartig ausgebildetes Rohr wird sich in der Praxis nicht bewähren, weil es zu einer Verstopfung der
Längsnuten und der nur einen kleinen Querschnitt aufweisenden Eintrittsöffnungen kommen wird. Ferner lässt sich ein Rohr der beschriebenen Art nur schwer herstellen, da die Nuten und die Hinterschneidung des einen
Rohrendes angebracht werden müssen, wobei bei der Anfertigung der Hinterschneidung Verformungen der
Nutwandungen im einen Endbereich des Rohres auftreten. Wird das Rohr aus Ton hergestellt, besteht eine hohe
Bruchgefahr beim Brennen des Rohres wegen der starken Wandstärkenänderungen im Nut- und
Hinterschneidungsbereich. Überdies wird durch die Nuten das Verziehen des Rohres beim Brennen begünstigt.
Ein Rohr der eben beschriebenen Art ist grundsätzlich für eine Verlegung in der Weise bestimmt, dass es mit stumpfem Stoss seiner Stirnseiten mit weiteren, gleichen Rohren verlegt wird.
Andere bekannte Drainagerohre weisen grundsätzlich untereinander gleich geformte Stirnseiten auf, wobei die Stirnseiten eben ausgebildet sein oder eine in Rohrlängsrichtung vor-und zurückspringende Profilierung aufweisen können. Eine Profilierung kann zackenförmig oder wellenförmig sein, wobei auch eine Profilierung mit mehreren parallel verlaufenden Wellen, welche bei Tonrohren durch Abscheiden des aus einem Extruder austretenden Rohrstranges besonders leicht herstellbar ist, vorgesehen werden kann. Bei allen bekannten profilierten Rohren passt die Profilierung des einen Rohrendes möglichst genau in die Profilierung des andern Rohrendes eines gleichartigen Rohres.
Rohre mit gleich ausgebildeten Rohrenden werden so verlegt, dass zwischen aufeinanderfolgenden, miteinander einen Leitungsstrang bildenden Rohren Spalte freigelassen werden, durch die das abzuführende Wasser in die Rohre eintreten kann. Die Einhaltung der richtigen Abstände zwischen aufeinanderfolgenden Rohren stösst dabei auf Schwierigkeiten. Werden nur zu kleine Spalte eingehalten, dann werden diese nach kurzer Zeit zugeschlämmt und die Drainagierung verliert ihre Wirkung.
Werden genügend grosse Abstände zwischen den Enden aufeinanderfolgender Rohre eingehalten, ist es schwierig, die Rohre in der richtigen Fluchtstellung zu verlegen, wozu als weiterer Nachteil kommt, dass vielfach nach dem Verlegen durch Setzungen des umgebenden Bodens Lageveränderungen der bei der richtigen Verlegung sich nicht aneinander abstützenden Rohre vorkommen, so dass dann aufeinanderfolgende Rohre der Höhe oder der Seite nach voneinander abweichen und grössere Teilbereiche der Rohröffnung nicht gegen das folgende Rohr, sondern gegen das umgebende Erdreich gerichtet sind. Es treten dann Stauungen im Wasserablauf bzw. sogar Verstopfungen der einzelnen Rohre auf, so dass die Drainage wieder ganz oder teilweise wirkungslos wird.
Es wurde schon versucht, die aufgezeigten Nachteile dadurch zu vermeiden, dass man zwischen aufeinanderfolgenden Rohren Muffen aus Blech oder Kunststoff anbringt, welche die Rohrenden aufnehmen, innen mit Distanzhaltern zur Einhaltung des richtigen Rohrabstandes versehen sind und überdies in den Spalt zwischen aufeinanderfolgenden Rohren mündende, kiemenartige Eintrittsöffnungen für Sickerwasser besitzen.
Derartige Distanzierungsmuffen sind im Verhältnis zu den verwendeten Rohren teuer, besitzen meist eine wesentlich geringere Festigkeit als die Rohre selbst, so dass sie durch den Erddruck beschädigt werden können, wobei ihre Durchlassöffnungen ganz oder teilweise geschlossen werden, sind bei der Herstellung aus Metallblech meist nicht ausreichend korrosionsbeständig und können überdies, wenn sie die angestrebte Wirkung voll erfüllen sollen, nur in Verbindung mit exakt runden Rohren verwendet werden, so dass z. B. für gebrannte Tonrohre nur schwer einhaltbare, enge Herstellungstoleranzen gefordert werden.
Alle aufgezeigten Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt. Diese betrifft ein Drainagerohr der eingangs genannten Art und besteht im wesentlichen darin, dass die eine Stirnseite des Rohres, in an sich bekannter Weise, eine in Rohrlängsrichtung vor-und zurückspringende Profilierung, insbesondere eine wellenförmige Profilierung mit mehreren, parallel verlaufenden Wellen aufweist und die andere Stirnseite in ebenfalls an sich bekannter Weise eben ausgebildet ist, so dass bei mit seiner profilierten Stirnseite stumpf an die ebene Stirnseite eines folgenden Rohres stossendem Rohr Spalte für den Wasserdurchtritt freibleiben.
Bei dem erfindungsgemässen Drainagerohr werden die zwischen den Enden aufeinanderfolgender Drainagerohre vorzusehenden Durchtrittsspalte durch die verschiedene Endenform der Rohre bestimmt, wobei die Rohre unter stumpfem Stoss ihrer Enden verlegt und daher leicht untereinander ausgerichtet werden können.
Durch den stumpfen Stoss der Rohrenden wird ferner die Gefahr von Verlagerungen einzelner Rohre eines Rohrstranges durch Bodensetzung weitgehend herabgesetzt. Durch entsprechende Auswahl der in der Rohrlängsrichtung zu messenden Höhe der Profilierung des einen Rohrendes und durch die Querschnittsgebung der Profilierung kann man jeweils die Grösse der freibleibenden Spalte in Abhängigkeit vom Rohrdurchmesser bzw. den Erfordernissen der Drainagierung wählen. In der Praxis hat sich eine Profilierung besonders bewährt,
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bei der die Wellenlängen der Profilierung in der Grössenordnung von 1 cm und die Amplituden mit etwa 3 bis 5 mm gewählt sind.
In den Zeichnungen ist der Erfmdungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. l und 2 ein Drainagerohr in Ansicht von der profilierten Stirnseite und in Draufsicht und Fig. 3 einen aus mehreren Drainagerohren gebildeten Rohrstrang in Draufsicht.
Ein Drainagerohr --1--, das vorzugsweise aus gebranntem Ton hergestellt ist, eine meist genormte Länge von vorzugsweise 33 cm und einen Durchmesser zwischen 8 und 20 cm aufweist, besitzt am einen Ende eine ebene Stirnseite-2-. Die zweite Stirnseite --3-- ist wellenförmig profiliert, wobei die Wellenkämme - 4-und die Wellentäter-5-jeweils in einer Richtung parallel zueinander verlaufen. Wie Fig. 3 zeigt, werden derartige Rohre so verlegt, dass jeweils die profilierte Stirnseite --3-- eines Rohres an die ebene Stirnseite --2-- des folgenden Rohres anstösst, wobei wegen der Profilierung trotz des stumpfen Stosses Durchtrittsöffnungen bzw. Spalte freibleiben, über die Wasser von aussen ins Innere des Rohrstranges gelangen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Drainagerohr, insbesondere aus Ton, dessen beide Stirnseiten verschiedene Formen aufweisen,
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Rohrlängsrichtung vor-und zurückspringende Profilierung (4), insbesondere eine wellenförmige Profilierung mit mehreren parallel verlaufenden Wellen aufweist und die andere Stirnseite (2) in ebenfalls an sich bekannter Weise eben ausgebildet ist, so dass bei mit seiner profilierten Stirnseite stumpf an die ebene Stirnseite eines folgenden Rohres stossendem Rohr Spalte für den Wasserdurchtritt freibleiben.
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