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Die Erfindung bezieht sich auf einen Satz von Formsteinen für einen Mauerwerksverband, der aus Vollsteinen und Hohlsteinen, deren Länge geringfügig geringer als die halbe Länge der Vollsteine ist
Einer solcher Satz wurde z. B. durch die US-PS 4 069 633 bekannt. Bei diesem Satz sind quaderförmige Vollsteine vorgesehen. Aus diesem Grunde ist es nur möglich, die Halbsteine in einer bestimmten Lage in den Verbund einzusetzen. So kann ein Halbstein lediglich entlang einer eine Vertikalfuge des Verbundes begrenzenden Wand eines Vollsteines verlegt werden. Dadurch ergibt sich aber der Nachteil, dass z. B. nicht zwei Halbsteine statt eines Vollsteines nebeneinander verlegt werden können, ohne das Fugenbild zu stören.
Dies führt aber dazu. dass an eine Baustelle die Voll-und Halbsteine in einem auf den jeweiligen Bedarf relativ genau zugeschnittenen Verhältnis angeliefert werden müssen. Dies erfordert einen entsprechend hohen Planungsaufwand.
Ziel der Erfindung ist es, einen Satz von Formsteinen vorzuschlagen, bei dem diese Nachteile vermieden sind.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Vollsteine im wesentlichen eine würfelförmige Gestalt aufweisen.
Dies ermöglicht es, Mauerwerksverbände voll auf Fug in sehr vielerlei Varianten zu verlegen, ohne die müheund zeitaufwendige Bearbeitung von Vollsteinen oder die Verwendung von Ausgleichselementen. So können z. B. statt eines Vollsteines zwei Halbsteine eingesetzt werden, wobei die Trennfuge zwischen den beiden Halbsteinen in der Mitte der Mauer verläuft.
Darüberhinaus können die Halbsteine auch zur Gestaltung von Mauerwerksnischen, Tür- und Fenstergewänden sowie zur Anpassung der Mauerwerkshöhe an vorgegebene Masse verwendet werden.
Mit besonderen Vorteilen lässt sich die Erfindung auf die Gestaltung von Formsteinen anwenden, die-in an sich bekannter Weise-an zwei einander gegenüberliegenden Stirnseiten, die im Verband vertikale Stossfugen des Mauerwerkes begrenzen, zum Formschluss mit den Stirnseiten jeweils benachbarter, gleichartiger Formsteine geeignete, zueinanderpassende Vorsprünge und Ausnehmungen, insbesondere Federn und Nuten, aufweisen.
Es können dann die Halbsteine sowohl an zumindest einer Stirnseite als auch an ihren beiden Aussenseiten (Sichtflächen) solche Vorsprünge bzw. Ausnehmungen (Federn und Nuten) aufweisen, um fugendichte, formschlüssig verriegelte Mauerwerksverbände anzufertigen, in denen solche Halbsteine bedarfsweise, z. B. in Ecken und Anschlüssen, sowohl mit ihrer Stirnseite als auch mit ihren Flanken formschlüssig an Stirnseiten benachbart verlegter Formsteine anschliessen.
Weitere Merkmale erfindungsgemässer Formsteine hinsichtlich ihrer Ausbildung und Anordnung solcher Vorsprünge und Ausnehmungen sind der besseren Verständlichkeit wegen nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist eine Gestaltung der zum Satz gehörigen Formsteine, die sie befähigt, zu einem Mauerwerksverband mit hoher Schalldämmfahigkeit verlegt zu werden.
Wie oben schon dargelegt, besteht der wesentlichste Vorteil der erfindungsgemässen Formsteine darin, dass die Normalsteine nicht geteilt werden brauchen. Dieser Vorteil ist besonders wertvoll bei massiv gestalteten Formsteinen, deren Teilung in Halbsteine auf Schwierigkeiten stossen würde, die jedoch anderseits im Interesse der Schalldämmung gegenüber dünnwandigen Hohlformsteinen zu bevorzugen sind.
Die Erfindung erschliesst nun die Möglichkeit der Verwendung solcher weitgehend massiver Formsteine ohne hiefür die Schwierigkeiten einer Teilung in Halbsteine in Kauf nehmen zu müssen
Um jedoch das Gewicht solcher weitgehend massiver Formsteine zu verringern (ohne die Schalldämmfähigkeit hiebei zu beeinträchtigen), weisen diese massiven Formsteine erfindungsgemäss eine vergleichsweise geringe Anzahl zueinander paralleler, vorzugsweise kreisförmig profilierter, sich durch den massiven Steinkörper von einer zur anderen Lagerfläche erstreckender Hohlräume auf. Diese Hohlräume dienen nicht nur der Gewichtsersparnis, sondern es lassen sich ihre Mündungen auch vorteilhaft als Grifflöcher bei der Handhabung, insbesondere bei der Verlegung der Formsteine verwenden.
Die von solchen im Verband fluchtenden Hohlräumen gebildeten vertikalen Kanäle können mit Schüttgut, wie Sand, Magerbeton u. dgl. gefüllt werden, um die Schalldämmfähigkeit des Mauerwerksverbandes noch zu erhöhen. Zusätzlich können in der Breitenmitte der profilierten Stirnseiten angeordnete, in den Stossfugen eines Mauerwerksverbandes mit offenen Seiten einander gegenüberliegende Hohlräume vorgesehen sein.
Der Hohlraumanteil solcher Formsteine bzw. des daraus hergestellten Mauerwerkes soll nicht mehr als etwa 20 % betragen. Infolge der vergleichsweise grossen Masse und des Fehlens schwingungsfähiger hohlraumbegrenzender dünner, plattenartiger Wandungen wird-bei gleichmässiger Verteilung dieser Hohlräume einheitlichen Querschnittes - ein massiver Mauerwerksverband mit hohem Schalldämmvermögen geschaffen werden können, der überdies dank der stirnseitigen formschlüssigen Verbindung seiner Elemente ein sehr kompaktes Gebilde verkörpert.
Die Zeichnungen zeigen eine beispielsweise Ausführungsform eines erfindungsgemässen Formsteinsatzes, und zwar zeigt Fig. 1 und 2 je einen Waagschnitt durch einen Normal- und einen Halbstein. Fig. 3 und 4 zeigen in kleinerem Massstab eine Draufsicht bzw. einen Vertikalschnitt durch einen Mauerwerksverband.
Fig. 1 zeigt einen Formstein voller Länge (t) seiner beiden Aussenseiten (2), also einen Normalstein (A), und Fig. 2 einen zum Formsteinsatz gehörigen Formstein halber Länge 1/2 seiner Aussenseiten (2'), also einen Halbstein (B).
Die Breite (b) beiderlei Formsteine (A) und (B) ist einheitlich und entspricht der vollen Länge (t) des Normalsteines (A), somit der doppelten Länge 1/2 des Halbsteines (B). Darüber hinaus entspricht diese Breite
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(b) auch der Höhe (h) der Formsteine (A) und (B), so dass die Normalsteine (A) sowohl im Grundriss als auch im Aufriss quadratisch gestaltet sind.
Ein Normalstein (A) kann somit durch ein Paar (liegend oder stehend verlegter) Halbsteine (B) ersetzt werden.
Halbsteine (B) benötigt man an den Mauerenden eines voll auf Fug verlegten Verbandes, ferner an den Türund Fenstergewänden, bei vertikalen Mauerabschlüssen und-anschlüssen, sowie sowie auch bei horizontalen Mauerabschlüssen, und zur Herstellung von Installationsnischen u. dgl. Mauerwerkshohlräumen.
Dabei können diese Halbsteine nach Bedarf mit ihren Aussenseiten (2') parallel oder quer zur Mauerwerksebene verlegt werden, so dass sich hieraus eine Fülle von Verlegungsmöglichkeiten zu verschiedenen Verbänden ergibt, wie sie in den Fig. 3 und 4 nur beispielsweise angedeutet sind.
Die Formsteine (A) und (B) besitzen an zumindest einer ihrer im Verband die vertikalen Stossfugen begrenzenden Stirnseiten (3) angeordnete, zum Formschluss mit den Stirnseiten (3) benachbarter gleichartiger Formsteine (A) oder (B) geeignete, zueinander passende Vorsprünge und Ausnehmungen in Form von Federn (4) und Nuten (5) mit schrägen Flanken.
Der Normalstein (A) besitzt diese Profilierung beim dargestellten Ausführungsbeispiel an beiden einander gegenüberliegenden Stirnseiten (3), der Halbstein (B) nur an einer Stirnseite (3), die andere (3') ist eben und kann beispielsweise am Abschluss eines freistehenden Mauerwerksverbandes als Sichtfläche benutzt werden oder man kann diese Halbsteine (B) - wie Fig. 4 zeigt-mit dieser glatten Stirnseite als oberen horizontalen Abschluss (Krone) auf die Lagerflächen der obersten Schar eines Mauerwerksverbandes auflegen.
Vorteilhafterweise besitzen die Halbsteine (B) solche Federn (4) und Nuten (5) aber auch an zumindest einer ihrer beiden Aussenseiten (2'), bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel an beiden einander gegenüberliegenden Aussenseiten (2'). Im Mauerwerksverband stören diese Profilierungen der Aussenseiten (2') nicht, weil diese Aussenseiten ohnehin mit einer Verputzschicht od. dgl. verkleidet werden.
Paarweise können diese Halbsteine (B) nach jeweiligem Bedarf so zusammengefügt werden, dass sie mit ihren profilierten Stirnseiten (3) einander zugewendet sind, oder auch derart, dass sie mit den glatten Stirnseiten (3') aneinanderliegen. In beiden Fällen entspricht dann die Gesamtabmessung des Paares der Grösse eines Normalsteines (A), so dass sich ein solches Halbstein-Paar jedenfalls in den Verband eingliedern lässt. Wenn - wie in der Praxis üblich - Normalsteine (A) und Halbsteine (B) als Lager-und Transporteinheit in einem bestimmten, gleichbleibenden Zahlenverhältnis zur Baustelle geliefert werden, dann kann die Anzahl der Halbsteine dem Maximalbedarf entsprechend hoch gewählt sein, ohne Gefahr zu laufen, dass überzählige Halbsteine unverwendbar sind.
In jeder Breitenhälfte der profilierten Stirnseiten (3) der Formsteine (A) und (B) ist je eine Feder (4) und je eine Nut (5) ausgebildet, wobei die Federn und Nuten von der einen zur anderen Kante hin abwechseln. An jeder Aussenseite (2') der Halbsteine (B) ist je eine Feder (4') und je eine Nut (5') angeordnet.
Bei beiderlei Formsteinen (A) und (B) ist die Anordnung der Federn (4) bzw. (4') und Nuten (5) bzw. (5') so gewählt, dass jeder Feder (4) bzw. (4') der einen Stirn- oder Aussenseite (3 bzw. 2') an der jeweils anderen Stirn- oder Aussenseite desselben Formsteines eine Nut (5 bzw. 5') exakt gegenüberliegt.
Zur Verringerung ihres Gewichtes und zur Erleichterung ihrer Handhabung können die Formsteine (A) und (B) zueinander parallele, kreisförmig profilierte Hohlräume (6) aufweisen, die den massiven Steinkörper vertikal durchsetzen und sich von einer Lagerfläche zur anderen erstrecken. Die Mündungen der Hohlräume (6) sind als Grifflöcher benutzbar.
Die Querschnittszentren der Hohlräume (6) des Formsteines (A) liegen etwa auf den Diagonalen (7) des quadratischen Formsteinquerschnittes, so dass sich der Hohlraumanteil zentralsymmetrisch über diesen Formsteinquerschnitt verteilt und die Schalldämmfähigkeit der Formsteinmasse kaum verringert. Die Durchmesser der Hohlräume (6) sind (einheitlich) so zu bemessen, dass der Hohlraumanteil des Formsteines womöglich 20 % nicht übersteigt, somit dessen Schalldämmfáhigkeit erhalten bleibt.
Während der Normalstein (A) vier solche Hohlräume (6) aufweist, die voneinander und von den S um-und Seitenflächen (2) bzw. (3) ungefähr gleiche Abstände aufweisen, besitzt der Halbstein (B) nur zwei solche Hohlräume (6'), die von den beiden Stirnseiten (3) und (3') etwa den gleichen Abstand besitzen und von den beiden Aussenseiten (2') etwa gleich weit entfernt sind wie die Hohlräume (6) des Normalsteines (A) von dessen Aussenseiten (2).
In der Breitenmitte der profilierten Stirnseiten (3) der Formsteine (A) und (B) sind etwa halbkreisförmig profilierte Hohlräume (8) angeordnet, die in den Stossfugen eines aus den Formsteinen (A) und (B) errichteten Mauerwerksverbandes exakt einander gegenüberliegen und sich zu einem etwa kreisförmig oder elliptisch profilierten Hohlraum der Stossfuge ergänzen.
Wie die Zeichnungen erkennen lassen, weisen die lichten Querschnitte der Hohlräume (6) und (6') eine vergleichsweise geringe Grösse im Verhältnis zur Gesamtgrösse der Querschnittsfläche des Formsteines auf. Infolge dieses geringen Hohlraumanteiles von 10 bis 20 % sind demnach diese Formsteine (A) und (B) weitgehend als massiv anzusehen und wirken mit ihrer Masse und mit ihrer formschlüssigen Kupplung im Verband vorteilhaft schalldämmend, zumal sie keine schwingungsfähigen hohlraumbegrenzenden Wandungen aufweisen. Werden die Hohlräume (6), (6') und (8) mit Schüttmaterial, Sand, Magerbeton od. dgl. gefüllt, wird hiedurch die Schalldammfähigkeit des Mauerwerksverbandes noch zusätzlich erhöht.
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Wie Fig. 4 zeigt, kann eine vorgegebene Soll-Höhe (hs) eines Mauerwerksverbandes durch Einfügung einer liegenden Schar von Halbsteinen (B) eingehalten werden. Diese Soll-Höhe (hs) kann beispielsweise durch den Abstand zwischen einer Decke (9) und einem Boden (10) vorgegeben sein.