AT312667B - Vorrichtung zur Ableitung einer elektrostatischen Ladung eines bewegbaren Behälters - Google Patents
Vorrichtung zur Ableitung einer elektrostatischen Ladung eines bewegbaren BehältersInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 durchsetzt. Beim Füllen eines bewegbaren Behälters mit einer Flüssigkeit, beispielsweise eines Eisenbahnkesselwagens mit einem Erdölprodukt, entsteht durch die mit grosser Geschwindigkeit einströmende Flüssigkeit eine elektrostatische Aufladung des Behälters. Diese Aufladung konzentriert sich im wesentlichen auf der Innenwandung des Behälters und wird auch bei auf Schienen stehenden Kesselwagen nur in unzureichendem Masse über dessen Fahrgestelle bzw. Räder gegen den Erdboden abgeleitet. Bei Tankwagen für den Strassenverkehr ist die Möglichkeit der Ableitung ohne besondere Vorkehrungen auf Grund der allgemein üblichen Gummibereifungen noch weiter verringert. Diese während des Füllvorganges entstehende Aufladung des Behälters birgt jedoch insoweit eine grosse Gefahr in sich, als es bei einer plötzlichen Entladung, insbesondere beim Füllen von Erdölprodukten, zu einer Entzündung bzw. Explosion der oberhalb der Flüssigkeit befindlichen Dämpfe bzw. Gase kommen kann. Diese Gefahr ist bei Erdölprodukten besonders gross und muss auf Grund der durch eine derartige Explosion auftretenden Gefährdung des Bedienungspersonals bzw. der entstehenden Schäden und Brände entsprechend bestehender Vorschriften so weit als möglich reduziert werden. In der Praxis findet daher eine Anordnung Verwendung, bei der eine Bedienungsperson vor dem Füllvorgang ein Ende eines Erdungskabels, welches neben dem Kesselwagen auf einer Rolle aufgewickelt ist, mit einer Zangenverbindung am Kesselwagenrahmen befestigt und diese Verbindung nach dem Füllen wieder löst. EMI1.2 notwendig ist, welche ausserdem ungeschützt im Freien arbeiten muss, ist weiters keine einwandfreie Garantie für die Durchführung der Erdung gegeben. Ein Sicherheitsschalter kann zwar den Beginn des Füllvorganges, d. h. das Einströmen von Flüssigkeit bei fehlender Erdung verhindern, doch kann es nach dem Füllen bei nicht abgeklemmtem Erdungskabel zum Abreissen desselben durch das Verfahren des Kesselwagens kommen. Der Einsatz einer eigenen Bedienungsperson zum An- und Abldemmen des Erdungskabels ist ausserdem kostspielig und äusserst unwirtschaftlich. Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine wirtschaftlichere und gleichzeitig die Sicherheit erhöhende Vorrichtung zu schaffen, welche die Bedienungsperson entbehrlich macht. EMI1.3 am Füllrohr ein während des Füllvorganges am Füllstutzen des Behälters elektrisch leitend anliegender Erdungsteil angeordnet ist, an dem das freie Ende des Erdungskabels befestigt ist. Infolge dieser Ausbildung wird gleichzeitig und automatisch mit dem Einschieben des Füllrohres eine Erdung des zu befüllenden Behälters erzielt. In Ausgestaltung der Erfindung weist der Erdungsteil auf seiner gegen den Füllstutzen gerichteten Aussenfläche mindestens zwei, vorzugsweise einander radial gegenüberliegende, in Längsrichtung des Füllrohres verschwenkbare, elektrisch leitende Zungen auf, wodurch auch bei aussermittiger Lage des Füllrohres zur Einfüllöffnung eine gute Erdung gesichert ist. Eine einfache Ausbildung des Erdungsteiles wird erzielt, wenn die Zungen vorzugsweise federbelastet sind und um ihre aussenliegende, in Umfangsrichtung verlaufende Kante schwenkbar angeordnet sind. In Weiterbildung der Erfindung ist der Erdungsteil am Innenrohr des in an sich bekannter Weise als Teleskoprohr ausgebildeten Füllrohres in dessen Längsrichtung verschiebbar angeordnet und besteht aus einer am Füllrohr geführten Gleitmuffe und daran befestigten radialen Abstützarmen zur Aufnahme der Zungen. Dadurch ist ein Füllen von Behältern unterschiedlicher Grösse bei gleichzeitiger einwandfreier Erdung ohne besondere Vorkehrungen oder Einstellvorgänge möglich. Oberdies ist eine solche Vorrichtung sehr robust. Vorteilhaft erweist es sich, wenn am Erdungsteil ein vom Füllstutzen durch Anschlag betätigbarer Schalter zur Steuerung des Füllvorganges angeordnet ist, wodurch eine grösstmögliche Sicherheit gegen ein Füllen eines ungeerdeten Behälters erreicht wird. In Ergänzung der Erfindung ist für das Erdungskabel ein Längenausgleich, beispielsweise eine am Aussenrohr des Füllrohres befestigte, vorzugsweise federbelastete, Rolle, Trommel od. dgl. zum Aufwickeln des Erdungskabels vorgesehen, wodurch sich das Erdungskabel jeder Stellung des Erdungsteiles anpassen kann. Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen : Fig. l einen Schnitt durch einen fahrbaren Behälter während des Füllvorganges, Fig. 2 einen EMI1.4 in Fig. 2 dargestellten Erdungsteil. In Fig. l der Zeichnungen ist ein fahrbarer Behälter --1--, beispielsweise ein Kesselwagen, dargestellt, welcher auf einem Eisenbahngleis --2-- geführt ist. Neben dem Eisenbahngleis--2--ist (auf einem kurzen Teil seiner Länge) eine nicht dargestellte Verladeanlage bzw. Füllstation für Flüssigkeiten angeordnet, welche ein in Längsrichtung der Eisenbahngleise --2-- bewegbares, als Teleskoprohr ausgebildetes Füllrohr--3-- <Desc/Clms Page number 2> aufweist. Das Füllrohr --3-- besitzt ein mit der Füllstation über eine Verschiebevorrichtung verbundenes Aussenrohr --4-- und ein im Aussenrohr verschiebbares Innenrohr--5--und ist in Gleismitte lotrecht angeordnet. Das Innenrohr --5-- ist von oben lotrecht in einen obenliegenden Füllstutzen --6-- des EMI2.1 --1-- einschiebbar.- und zwei an der Gleitmuffe --10-- befestigte, radial einander gegenüberliegende Abstützarme - -11-- auf. An jedem Abstützarm --11-- ist auf der gegen den Füllstutzen --6-- gerichteten Aussenfläche --12-- eine Zunge --13-- angeordnet, die an ihrer aussenliegenden, in Umfangsrichtung verlaufenden Kante --14-- schwenkbar am jeweiligen Abstützarm --11-- befestigt ist. Vorzugsweise bestehen die Zungen --13-- aus einem elektrisch gut leitfähigem Werkstoff, beispielsweise Kupferblech, und werden mittels Federn von der Aussenfläche --12-- der Abstützarme --1-- weggedrückt. Am Erdungsteil--7--ist ein von dem Füllstutzen --6-- betätigbarer Schalter --15-- vorgesehen, nach dessen Betätigung der Füllvorgang erst begonnen werden kann. Für den Längenausgleich des Erdungskabels --9-- ist dieses auf einer am Aussenrohr --4-- befestigten, vorzugsweise federbelasteten Rolle-16--, Trommel od. dgl. aufwickelbar. Das auf der Rolle-16befestigte Ende des Erdungskabels --9-- ist über die Rolle und eine Erdungsleitung--17-mit dem Erdboden--18--leitend verbunden. Der Längenausgleich des Erdungskabels kann auch in anderer Form durchgeführt werden, beispielsweise nach dem Flaschenzugprinzip mit Gewichtsbelastung oder durch Aufhängung an einer Zugfeder. Vor dem Füllvorgang befindet sich das Innenrohr --5-- des als Teleskoprohr ausgebildeten Füllrohres EMI2.2 unterste Endstellung erreicht hat. Bei Anlage der Zungen --13-- an den Füllstutzen --6-- wird weiters der Schalter --15-- betätigt, der ein Füllen des Behälters --1-- ohne Anlage des Erdungsteiles --7-- an dem Füllstutzen verhindert. Die beiden Zugen --13-- sind uanbhängig voneinander schwenkbar, so dass bei einer aussermittigen Stellung des Füllrohres-3-zum Füllstutzen-6-eine Zunge um einen grösseren Winkel als die andere verschwenkt werden kann und in der Anlagestellung des Erdungsteiles --7-- beide Zungen --13-- am Rand des Füllstutzens --6-- anliegen. Nach Beendigung des Füllvorganges wird das Innenrohr --5-- aus dem Behälter --1-- gezogen, wobei EMI2.3 --19-PATENTANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur Ableitung einer elektrostatischen Ladung eines bewegbaren Behälters für Flüssigkeiten, insbesondere eines schienengebundenen Kesselwagens für Erdölprodukte, mit einem vorzugsweise aufwickelbaren Erdungskabel, wobei während des Füllvorganges des Behälters das freie Ende des Erdungskabels mit dem Behälter leitend in Verbindung steht und ein Füllrohr eine Einfüllöffnung des Behälters durchsetzt, d g e k e n n z e i c h n e t , dass am Füllrohr (3) ein während des Füllvorganges am Füllstutzen (6) des Behälters elektrisch leitend anliegender Erdungsteil (7) angeordnet ist, an dem das freie Ende (8) des Erdungskabels (9) befestigt ist. EMI2.4
Claims (1)
- gegen den Füllstutzen (6) gerichteten Aussenfläche (12) mindestens zwei, vorzugsweise einander radial gegenüberliegende, in Längsrichtung des Füllrohres (3) verschwenkbare, elektrisch leitende Zungen (13) aufweist. EMI2.5 federbelastet sind und um ihre aussenliegende, in Umfangsrichtung verlaufende Kante (14) schwenkbar angeordnet sind. EMI2.6 Innenrohr (5) des in an sich bekannter Weise als Teleskoprohr ausgebildeten Füllrohres (3) in dessen Längsrichtung verschiebbar angeordnet ist und aus einer am Füllrohr (3) geführten Gleitmuffe (10) und daran befestigten radialen Abstützarmen (11) zur Aufnahme der Zungen (13) besteht. <Desc/Clms Page number 3>5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass am Erdungsteil (7) ein vom Füllstutzen (6) durch Anschlag betätigbarer Schalter (15) zur Steuerung des Füllvorganges angeordnet ist. EMI3.1
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT370872A AT312667B (de) | 1972-04-27 | 1972-04-27 | Vorrichtung zur Ableitung einer elektrostatischen Ladung eines bewegbaren Behälters |
Applications Claiming Priority (1)
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| AT370872A AT312667B (de) | 1972-04-27 | 1972-04-27 | Vorrichtung zur Ableitung einer elektrostatischen Ladung eines bewegbaren Behälters |
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| AT312667B true AT312667B (de) | 1974-01-10 |
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ID=3554298
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| AT370872A AT312667B (de) | 1972-04-27 | 1972-04-27 | Vorrichtung zur Ableitung einer elektrostatischen Ladung eines bewegbaren Behälters |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1992005107A3 (en) * | 1990-09-26 | 1992-08-06 | Robert G Wilson | Safety hand pump |
| CN112298838A (zh) * | 2020-09-22 | 2021-02-02 | 滁州兴邦聚合彩纤有限公司 | 一种化纤原料存储装置 |
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1972
- 1972-04-27 AT AT370872A patent/AT312667B/de not_active IP Right Cessation
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|---|---|---|---|---|
| WO1992005107A3 (en) * | 1990-09-26 | 1992-08-06 | Robert G Wilson | Safety hand pump |
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