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Es wurde bereits vorgeschlagen, in Eisenbahnfahrzeugen Kilometerzähler einzubauen und mit diesen die während eines bestimmten Zeitabschnittes zurückgelegten Wegkilometer zu zählen und auf diese Weise die durchgeführte Leistung eines belasteten aber auch unbelasteten Fahrzeuges zu ermitteln.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Einrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, die Laufzeiten und die Wegkilometer von belasteten bzw. unbelasteten Gleisfahrzeugen zu messen, so dass die Fahrleistung innerhalb eines Zeitabschnittes (z. B. eines Jahres) auf einfache Weise bestimmt werden kann.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Bestimmung der Fahrleistung aus in einem Zeitabschnitt zurückgelegten Wegkilometers von Eisenbahnfahrzeugen, insbesondere Güterwagen ist dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu mindestens einem an sich bekannten, zum Zählen der zurückgelegten Wegkilometer des Wagens vorgesehen und durch eine Wagenradachse angetriebenen Kilometerzähler zum Anzeigen der gefahrenen Zeit mindestens eine Uhr vorgesehen ist, deren Federwerk eine Laufzeit von höchstens einigen Minuten, zweckmässig 1 bis 2 min, aufweist und durch eine Wagenradachse aufziehbar ist.
Die erfindungsgemässe Einrichtung kann den verschiedensten, durch die Art der Gleisfahrzeuge bedingten Anforderungen durch eine entsprechende Anzahl von Kilometerzählern und Uhren angepasst werden. Bei bestimmten Fahrzeugen, z. B. Lokomotiven, genügt es die zurückgelegten Fahrkilometer in einem Zeitabschnitt zu messen, daher wird in einem solchen Fall die Einrichtung nur mit einem Kilometerzähler und einer Uhr ausgestattet. Bei Güterwagen ist es jedoch von grosser wirtschaftlicher Bedeutung, das Verhältnis der Leistungen des belasteten und unbelasteten Wagens zu kennen. Eine für diese Messungen geeignete Einrichtung weist je einen Kilometerzähler und eine Uhr für den Last- und Leerlauf des Wagens auf.
Die erfindungsgemässe Einrichtung kann aber auch für andere Messergebnisse mit zwei Kilometerzählern für den belasteten und unbelasteten Zustand und mit einer Uhr zur Messung der Gesamtzeit oder mit einem Kilometerzähler und einer Uhr für den Lastlauf und einem Kilometerzähler für die Gesamtwegstrecke ausgerüstet sein.
Da der Antrieb der Uhr bzw. das Aufziehen der Uhrfeder selbsttätig durch eine Wagenradachse erfolgt, ist das Uhrwerk nur für kleine Zeitspannen, z. B. für 2 min ausgelegt, die durch die mit der Uhr zusammenwirkende Zählvorrichtung gezählt werden. Durch die Wahl der kleinen Zeitspanne ist ein Abstellen der Uhr bei Stillstand des Fahrzeuges nicht erforderlich, da, wenn das Fahrzeug stehen bleibt, die Uhr höchstens um die kleine Zeitspanne weiterlaufen kann. Eine zwischen Uhrwerk und Antrieb vorgesehene Vorrichtung, z. B. eine Rutschkupplung, verhindert ein Überdrehen der Uhrfeder. Beginnt das Fahrzeug zu fahren, so wird die Feder wieder aufgezogen und das Uhrwerk beginnt wieder zu laufen.
Erfindungsgemäss wird das Übersetzungsverhältnis vom rollenden Rad zur Uhrwerksfeder so gewählt, dass das Uhrwerk nach Zurücklegung von 500 bis 1000 m Wegstrecke durch das Fahrzeug wieder voll aufgezogen ist. Die Mehrzeit, bedingt durch das Auslaufen der Uhr bei Stillstand des Fahrzeuges, wird somit weitestgehend kompensiert, so dass mit einer sehr exakten Zeitmessung gerechnet werden kann.
Die Uhr selbst muss im wesentlichen stosssicher konstruiert sein, da bei Eisenbahnfahrzeugen lotrechte Achsbeschleunigungen bis zu 30 g und darüber auftreten. Zweckmässig wird daher eine einfache Uhrenkonstruktion verwendet, die robust ist und den Ansprüchen standhält. Um eine Beschädigung der erfindungsgemässen Einrichtung durch die Achsbeschleunigungen zu vermeiden, können Gummipuffer zwischen dem Achslager und dem Gehäuse, in dem die Uhr- und die Zählwerke eingebaut sind, angeordnet sein.
Der Antrieb des bzw. der Kilometerzähler und des bzw. der Uhrwerke kann durch eine einzige Wagenachse erfolgen. Es kann aber der Antrieb für die Kilometerzähler von einer Wagenachse und der Antrieb für die Uhrwerke von der andern Wagenachse abgenommen werden, wenn z. B. bei einem mit einem Lastwegmesser versehenen Güterwagen nachträglich ein Uhrwerk eingebaut werden soll.
Eine bevorzugte Ausführung der erfindungsgemässen Einrichtung mit mindestens zwei Kilometerzählern bzw. Uhrwerken ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Schaltvorrichtung vorgesehen ist, mittels welcher die beiden Kilometerzähler bzw. die beiden Uhrwerke zur getrennten Messung der Last- bzw. Leerkilometer sowie der diesbezüglichen Fahrzeiten wechselweise einschaltbar sind.
Diese Schaltvorrichtungen können durch eine lastabhängige Umsteuerungsvorrichtung, die nicht Gegenstand der Erfindung ist, ein-bzw. ausgeschaltet werden. Das bzw. die Uhrwerke und der bzw. die Kilometerzähler können in einem einzigen Gehäuse angeordnet sein.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 und 2 zeigen eine Einrichtung zum Messen der Fahrleistung eines Güterwagens im belasteten und unbelastetem Zustand in Draufsicht bzw. im Schnitt nach der Linie lI-li in Fig.
1.
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--1, 2-- gelagerte--3, 4--vorgesehen. Auf der Welle-3-ist für die Messung des Weges und der Zeit des unbeladenen Wagens ein Kilometerzähler-5--und ein Uhrwerk--6--mit einem Zeitzähler-7--und auf der Welle --4-- four die Weg- und Zeitmessung des beladenen Wagens ein Kilometerzähler-8-und ein Uhrwerk --9-- mit einem Zeitzähler --10-- angeordnet. Die Schaltung der Kilometerzähler und das Aufziehen der Uhrfedern erfolgt durch Schaltvorrichtungen, die durch eine nicht dargestellte, lastabhängige Umsteuervorrichtung abwechselnd ein-bzw. ausschaltbar sind und deren Antrieb von einer Radachse des Wagens abgeleitet wird.
Zu diesem Zweck ist ein Schneckengetriebe vorgesehen, dessen von der Radachse angetriebene
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Schnecke--11--des auf einer zu den Wellen --3, 4-- parallelen Welle --12-- sitzende Schneckenrad - antreibt. Auf der Welle --12-- ist eine Kurbelscheibe-25-aufgekeilt, an deren Zapfen - -26-- zwei Klinken --14, 15-- gelagert sind. Diese Klinken werden durch Federn-16, 17--mit Klinkenrädern --18, 19-- im Eingriff gehalten, die auf den Wellen--3, 4--zwischen den Kilometerzählern und den Uhrwerken angeordnet sind, um ein Überdrehen der Uhrfeder zu verhindern, sind zwischen den Uhrwerken und den Klinkrädern Rutschkupplungen--20, 21--geschaltet.
In die Klinkräder greifen noch Sperrklinken--22, 23--ein, so dass die Räder sich nicht zurückdrehen können.
Die gleiche Anordnung der Uhrwerke und Zählwerke sowie der Schaltvorrichtungen kann auch zum Bestimmen der gesamten Fahrleistung eines Güterwagens und der Fahrleistung in seinem beladenen Zustand verwendet werden, wobei z. B. mit den Zählwerken --5, 7-- der zurückgelegte gesamte Weg und die Gesamtzeit und mit den Zählwerken--8, 10--der Lastweg und die Zeit gemessen werden. In diesem Fall muss nur die mit den letztgenannten Zählwerken zusammenwirkende Schaltvorrichtung ein- und abschaltbar sein.
Die Abschaltung kann durch das auf der Welle --4-- lose sitzende, in Fig. 2 strichpunktiert dargestellte
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breiter als das Klinkrad, damit es über das Rad ragend mit dem Segment in Eingriff kommen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Bestimmen der Fahrleistung aus in einem Zeitabschnitt zurückgelegten Wegkilometern
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mindestens einem an sich bekannten, zum Zählen der zurückgelegten Wegkilometer des Wagens vorgesehenen und durch eine Wagenradachse angetriebenen Kilometerzähler (5 bzw. 8) zum Anzeigen der gefahrenen Zeit mindestens eine Uhr (6 bzw. 9) vorgesehen ist, deren Federwerk eine Laufzeit von höchstens einigen Minuten, zweckmässig 1 bis 2 min, aufweist und durch eine Wagenradachse aufziehbar ist.
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