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Der Gegenstand der Erfindung soll die Aufgabe erfüllen, jede Bewegung eines einem Chauffeur anvertrauten Mietautos selbsttätig zu registrieren.
Hierdurch wird es einerseits dem Autobesitzer ermöglicht, eine genügende Kontrolle über seine in den Verkehrsdienst gestellten Autos zu erlangen und andrerseits wird es dem Chauffeur unmöglich gemacht, "Besetzt" gemachte Fahrten zu verheimlichen und dadurch seinen Arbeitsgeber zu schädigen.
Der Apparat besteht aus zwei Rollenpaaren (Fig. III), die untereinander angeordnet gelagert sind, von denen die rückwärtigen Rollen von einem Uhrwerk gleichmässig derart getrieben werden, dass innerhalb eines Zeitabschnittes von zehn Minuten anfangs 12 m1n des Registrierstreifens abrollen.
Diese Rollen tragen beiderseits eine Metallplatte mit den Kupplungseinschnitten und sind (Fig. Ic) leicht drehbar gelagert, durch eine einfache Auslösevorrichtung an der dem Zahnrad entgegengesetzten Seite (Fig. II c) aus dem Apparat entnehmbar.
Die vorderen, durch Zusammendrücken der Federlager ebenfalls entnehmbaren Rollen sind"spielend"gelagert, bewegen sich also bei der geringsten Erschütterung in der Richtung der Längsachse nach rechts und links.
Diese Rollen haben einen massiven Eisenkern (es kann auch ein mit Blei gefülltes Eisenrohl sein), der an beiden Enden durch die Kupplungsscheiben abgeschlossen ist.
Der Ausschlag beträgt beiderseits 3 MM. Dieser Ausschlag ist so bemessen, dass ein stossweiser, zu harter Zug an den vorderen Rollen ausgeschlossen ist und die Längsbewegung durch die Drehbewegung nicht gehindert wird.
Über beide Rollenpaare läuft je ein mittels Druckfedern festgelegter Papierstreifen (Registrierstreifen, Fig. IV), der eine Zeiteinteilung nach 24 Stunden trägt.
Der federnd angebrachte Registrierstift (Fig. III c) wird durch ein Gestänge je nach der Stellung"Frei"oder"Besetzt"entweder mit der Spielrolle"Frei"oder"Besetzt"in Berührung gebracht.
Das Lockerwerden des Registrierstreifens (Fig. IV) wird durch beiderseits an-den Spulenrändern angebrachte, leicht aufliegende Federn verhindert, welche aufklappbar montiert sind.
Der Registrierstreifen muss aus dünnem, aber zähem Papier (pergamentartig) hergestellt sein.
Die Zeiteinteilung am Registrierstreifen trägt auch dem Umstande Rechnung, dass durch das Abrollen des Streifens von einer Rolle auf die andere die Drehgeschwindigkeit der vorderen Rollen eine zwar wenig, jedoch stetig wachsende ist, weshalb der Abstand der Teilstriche dem Ablaufe entsprechend zunimmt. Die Einteilung wird durch Versuche auf empirischem Wege festgestellt.
Der Registrierstift hat nur zwei Stellungsmöglichkeiten, d. h. er ruht entweder auf der vorderen Frei-oder Besetztrolle.
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Zeit des Freistandes und kommt das Auto in Bewegung, so wird das spielende, vordere Rollenpaar auf jedem Fall in Bewegung geraten und so die Zeit des Beginnens der Fahrt angezeigt und die ganze Fahrtdauer durch eine Zickzacklinie festgelegt. Kommt das Fahrzeug
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wieder zur Ruhe, so wird auch die Rolle durch die beiderseitigen leichten Federn in die Mittellage gedrückt und der Strich auf der Rolle wird ein gerader. So zeigt sich also am Streifen jeder Freistand und jede Freifahrt in Tageszeitabschnitten ablesbar.
Da aber beide Rollenpaare gleichzeitig von einem und demselben Uhrwerk getrieben werden, so entspricht jeder Zeitmoment auf der Freirolle dem gleichen auf der Besetztrolle.
Wird also auf Besetzt gestellt, so wird die Registrierung auf der Freirolle unter- brochen, muss aber im fast gleichen Zeitmoment auf der Besetztrolle beginnen. Solange also auf Besetzt gestellt ist, wird jeder Besetztstand oder Fahrt auf dieser Rolle erscheinen.
Wurden beim Verlassen der Garage die Rollenpaare entsprechend der Zeit eingestellt, so muss beim Rückkehren des Wagens die momentane Zeit am Apparat ablesbar sein. Es wird demnach beim Auslösen der Rollen und Abnahme der Streifen die Tätigkeit des Wagens vom Verlassen der Garage bis zur Rückkehr in dieselbe festgelegt sein, d. h. der Chauffeur muss über jeden Freistand. oder Freifahrt Auskunft geben können und für die Zeit des Besetztstandes und der Besetztfahrt die entsprechende Erlössumme abführen. Als Anbringungsstelle ist eine Seitenwand gedacht, nicht die Wagenmitte, :
Dieser Apparat ist auch bei allen anderen Lohnfahrzeugen anwendbar.
PATENT-ANSPRÜCHE ; : I. Fahrtkontrollapparat für Mietfuhrwerk mit zwei auf Rollenpaaren ablaufenden Registrierstreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die vorderen Rollen zwischen leicht empfindlichen Federn lagern, so dass sie bei den Erschütterungen des Wagens während der Fahrt geringe axiale Verschiebungen erfahren, welche von einem in ungefährer Rollenmitte wirkenden Schreibstift auf dem Registrierstreifen in Form einer Wellenlinie verzeichnet werden.