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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen 3-Aminoalkyl-4-phenyl-2 (lH)-chinolon- - derivaten der allgemeinen Formel
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sowie deren Salzen mit physiologisch verträglichen Säuren, worin R undR gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Halogen, Alkyl, Alkoxy, Trifluormethyl, Cyan, Nitro oder Alkylthio bedeuten, n eine Zahl von 1 bis 9 darstellt und R-und R. gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Alkyl, Aralkyl, Cycloalkyl, Hydroxyalkyl, Acyloxyalkyl oder Dialkylaminoalkyl bedeuten oder zusammen einen heterocyclischen Ring bilden, der noch ein weiteres Heteroatom (wie 0, N oder S) enthalten kann, welches im Falle von Stickstoff, an eine Alkyl-, Hydroxyalkyl- oder Acyloxyalkylgruppe gebunden sein kann.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein 2-Acylamido-benzophenon der Formel
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worinR1, R2undndieobenangegebeneBedeutunghabenundXHalogenodereineSulfonyloxygruppierungdarstellt, mit einem Amin der allgemeinen Formel
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worin Rund R die obige Bedeutung haben, vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel umsetzt und dabei entweder die entstehenden neuen Zwischenverbindungen der allgemeinen Formel
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worin R, R R " R und n die obige Bedeutung haben, isoliert und anschliessend durch Behandeln mit Alkali oder mit wasserabspaltenden Mitteln, z. B.
Essigsäureanhydrid, zu den Chinolonderivaten der allgemeinen For-
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Verbindungen der Formel (I) Acyloxyalkylgruppen vorhanden sein sollen, so können diese durch nachträgliche Acylierung aus Hydroxyalkylgruppen hergestellt werden.
Die Zwischenverbindungen der allgemeinen Formel (IV) sind gleichfalls neue Substanzen.
Die Ausgangsprodukte der allgemeinen Formel (II) können durch Umsetzung von-gegebenenfalls mit
R1 oder R2 obiger Bedeutung kernsubstituierten - 2-Aminobenzophenonen mit solchen geradkettigen aliphatischen #-Halogen- oder #-Sulfonyloxy-Carbonsäuren bzw. deren Halogeniden oder Anhydriden erhalten werden, die zwei bis zehn Methylengruppen enthalten.
In Tabelle A sind neue Ausgangsprodukte der allgemeinen Formel (II) zusammengestellt.
Tabelle A
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<tb>
<tb> Derivate <SEP> der <SEP> Formel <SEP> II
<tb> R <SEP> R <SEP> n <SEP> X <SEP> Schmelzpunkt <SEP> ( C)
<tb> Cl <SEP> H- <SEP> 1 <SEP> J <SEP> 96 <SEP> - <SEP> 98 <SEP>
<tb> Cl <SEP> H <SEP> 3 <SEP> Br <SEP> 95 <SEP> - <SEP> 97 <SEP>
<tb> Cl <SEP> H <SEP> 9 <SEP> Br <SEP> 64 <SEP> - <SEP> 66
<tb>
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bekannt,gen.
Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen zeichnen sich im Tierversuch durch eine starke Beeinflus-
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vergleichbarer Dosis die Motilität um 136%. Die Messung der Spontanmotilität erfolgte während einer 15stUn- digen Beobachtungsdauer imAnimex-Gerät. Darüber hinaus wurde durch den Kampfmaus-Test nach Yen und den Drehstab-Test nach Dunham und Myia festgestellt, dass besonders die Derivate der Formel (I) stark sedierende Eigenschaften haben, ohne aber die Bewegungs-Koordination zu beeinträchtigen. In Form der üblichen galenischen Zubereitungen eignen sich die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen zur therapeutischen Verwendung als Sedativa.
Die nachfolgenden Beispiele beschreiben das erfindungsgemässe Verfahren, ohne es jedoch hierauf zu beschränken.
Beispiel l : Eine Lösung von 9, 7 g 2-(ss-Chlorpropionylamido)-5-chlorbenzophenon und 6,4 g Pyrrolidin in 50 ml Isopropylalkohol wird 12 h unter Rückfluss gekocht, dann abgekühlt, mit Wasser verdünnt und der Niederschlag abgesaugt. Dieser schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Äthanol/Wasser bei 211 bis 2130C und besteht aus 3- (1'-Pyrrolidino-methyl)-4-phenyl-6-chlor-2(1H)-chinolon.
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Beispiel2 :a)DasalsAusgangsmaterialverwendete2-(ss-Jodpropionylamido)-5-chlor-benzophenonwird auf folgende Weise erhalten :
285 g 2- (ss-Chlorpropionylamido)-5-chlor-benzophenon und 146 g Natriumjodid werden in 3000 ml Isopropanol 28 h unterRückfluss gerührt. Man filtriert heiss und lässt die Lösung abkühlen, wobei das Jodderivat auskristallisiert. Aus Äthanol umkristallisiert, schmilzt das Produkt bei 96 bis 98 C.
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10 g des so erhaltenen Dihydrochlorids werden in Äthanol aufgenommen, mit 61, 4 ml In NaOH versetzt und 30 min unter Rückfluss gekocht. Dann dampft man den Alkohol ab, schüttelt den Rückstand mit Essigester aus, trocknet die Essigesterphase über Na, SO. und dampft sie ein. Der Rückstand kristallisiert beim Anreiben mit Aceton und besteht aus 3-[N1-(ss-Hydroxyäthyl)-N4-piperazino-methyl]-4-phenyl-6-chlor-2(1H)-chinolon, das nach dem Umkristallisieren aus Aceton bei 200 bis 2030C schmilzt.
4 g 3-[N1-(ss-Hydroxyäthyl)-N4-piperazino-methyl]-4-phenyl-6-chlor-2(1H)-chinolon werden in 100 ml siedendem Aceton gerührt. Dazu tropft man eine Lösung von 2,5 g 3,4,5-Trimethoxybenzoylchlorid in 50 ml
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<tb>
<tb> unterR4
<tb> - <SEP> Derivat <SEP> der <SEP> Formel <SEP> IV <SEP> Derivat <SEP> der <SEP> Formel <SEP> I
<tb> (R <SEP> (R1=Cl, <SEP> R2=H, <SEP> n=1) <SEP> (R1=Cl, <SEP> R2=H, <SEP> n=1)
<tb> -NH.CH2CH2OH <SEP> 173-179 <SEP> (HCl) <SEP> 186-190 <SEP> (B)
<tb> - <SEP> NH-185-1880 <SEP> (HCI) <SEP> 227-2300 <SEP> (B)
<tb> -NH.CH2CH2N- <SEP> (CH3)2 <SEP> 198-203 <SEP> (2 <SEP> HCl) <SEP> 157-159 <SEP> (B)
<tb> -NH.CH2CH2N-(C2H5)2 <SEP> 164-167 <SEP> (2 <SEP> HCl) <SEP> 140-142 <SEP> (B)
<tb> -NH.(CH2)3.N(CH3)2 <SEP> 222-226 <SEP> (2 <SEP> HCl) <SEP> 165-167 <SEP> (B)
<tb> -NH.(CH2)3.N(C2H5)2 <SEP> 176-180 <SEP> (2 <SEP> HCl) <SEP> 134-135 <SEP> (B)
<tb> # <SEP> 94-96 <SEP> (B) <SEP> 215-218 <SEP> (B)
<tb> # <SEP> 179-183 <SEP> (HCl) <SEP> 220-230 <SEP> (HCl)
<tb> # <SEP> 197-200 <SEP> (HCl) <SEP> 215-218 <SEP> (B)
<tb> - <SEP> N <SEP> 0 <SEP> 177-181 <SEP> (HCl) <SEP> 230-233 <SEP> (B)
<tb> # <SEP> 208-211 <SEP> (2 <SEP> HCl) <SEP> 220-223 <SEP> (B)
<tb>
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**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.