AT251584B - Verfahren zur Herstellung von neuen 4(3H)-Chinazolinon-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen 4(3H)-Chinazolinon-Derivaten

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AT251584B
AT251584B AT325964A AT325964A AT251584B AT 251584 B AT251584 B AT 251584B AT 325964 A AT325964 A AT 325964A AT 325964 A AT325964 A AT 325964A AT 251584 B AT251584 B AT 251584B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vertahren zur Herstellung von neuen   4 ( < ! M)-L. huiazolinon-Uerlvaten   
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen, hypnotisch wirkenden   4 (3H)-Chinazolinon-Abkömmlingen   der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in welcher Y für eine niedrige Alkyl-Gruppe oder ein Halogen-Atom, insbesondere Chlor oder Brom, und Z für ein Wasserstoff-Atom, eine niedrige Alkylgruppe oder ein Halogen-Atom stehen, und R einen niedrigmolekularen Alkylrest, vorzugsweise den Methylrest, darstellt, sowie deren nicht giftigen Säureadditionssalzen. 



   Beispiele für Säureadditionssalze sind :
Hydrochloride, Hydrobromide, Sulfate, Phosphate und Salze starker organischer Säuren. 



   Die Herstellung dieser neuen Chinazolinon-Abkömmlinge erfolgt dergestalt, dass man eine niedere   N-Acylanthranilsäure   oder ein inneres Anhydrid derselben mit einem primären Amin der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 umsetzt und danach in dem so gebildeten N-Acylanthranilsäureamid durch Einwirkung eines wasserentziehenden Mittels, insbesondere eines Phosphorhalogenids oder Phosphoroxyhalogenids, den ChinazolinonRing schliesst. 



   An Stelle der freien N-Acylanthranilsäure lässt sich also ihr inneres Anhydrid der allgemeinen Formel 
 EMI1.3 
 als Ausgangsmaterial einsetzen. Dieses lässt sich sogar ohne besonderes Kondensationsmittel mit einem Amin der allgemeinen Formel 
 EMI1.4 
 zum gewünschten Chinazolinon-Abkömmling umsetzen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Ausbeute ist jedoch höher, wenn ein Kondensationsmittel, wie z. B. ein Phosphor-, Aluminiumoder Bor-halogenid, zweckmässigerweise in Gegenwart einer tertiären Base oder eines inerten Lösungsmittels, angewendet wird. Gut bewährt als Kondensationsmittel haben sich Phosphor- und Phosphoroxy-halogenide. Besonders gute Ausbeuten und einheitliche Produkte werden erzielt durch Anwendung von Phosphortrichlorid oder Phosphortribromid in Pyridin oder einem Pyridin-homologen. 



   Einige   4 (3H)-Chinazolinon-Abkömmlinge   der allgemeinen Formel I lassen sich auch herstellen durch Umsatz eines Metallsalzes eines   2-Alkyl-4 (3H) -chinazolinons   mit einem reaktiven 2-Halogen-pyridinDerivat der Formel VI, beispielsweise gemäss 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 Jod steht, und den Symbolen Y und Z die eingangs definierte Bedeutung zukommt. 



   Die vorliegenden neuen Chinazolinon-Abkömmlinge zeichnen sich im allgemeinen durch eine gute sedative und hypnotische Aktivität und durch gute Verträglichkeit aus. Sie sollen daher vorwiegend als Arzneimittel, insbesondere als Beruhigung-un Schlafmittel, Verwendung finden. 



   Die besondere Eignung der   erfindungsgemäss   gewonnenen Verbindungen als Beruhigung-un Schlafmittel wurde an Hand zahlreicher Vergleichsuntersuchungen nachgewiesen. 



   Es wurde dabei gefunden, dass die Verträglichkeit einiger der typischen erfindungsgemäss zugänglichen Verbindungen mit der Einwirkungszeit bedeutend weniger stark absinkt als beispielsweise bei dem am Tier hypnotisch gleich wirksamen bekannten 2-Methyl-3- (o-tolyl)-4 (3H)-chinazoIinon. 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 



  Toxizität <SEP> LD <SEP> 50 <SEP> mg/kg <SEP> Maus
<tb> Verbindung <SEP> nach <SEP> 3 <SEP> Tagen <SEP> nach <SEP> 12 <SEP> Tagen
<tb> 2-Methyl-3fo-tolyl)-4 <SEP> (3H)-chinazolinon <SEP> Gujral <SEP> etal
<tb> C. <SEP> A. <SEP> 51 <SEP> (1957), <SEP> 15787 <SEP> h <SEP> 750 <SEP> 560
<tb> 2- <SEP> Methyl- <SEP> 3- <SEP> (3' <SEP> -methyl-pyridyl[2']) <SEP> -4 <SEP> (3 <SEP> H) <SEP> -chinazoli- <SEP> 
<tb> non <SEP> (siehe <SEP> Beispiel <SEP> l)......................... <SEP> 970 <SEP> 940
<tb> 2-Methyl-3- <SEP> (5'-brom-pyridyl[2'])-4(3H)-chinazolinon <SEP> (siehe <SEP> Beispiel <SEP> 6) <SEP> ......................... <SEP> 625 <SEP> 610
<tb> 
 
Einige der erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen sind auch gegenüber der durch Excitantia hervorgerufenen Motilität wirksam, während 2-Methyl-3(o-tolyl)-4(3H)-chinazolinon unter denselben Bedingungen inaktiv ist. 



   Die besten der erfindungsgemäss erhältlichen Verfahrensprodukte weisen überdies eine etwas stärkere sedative und anticonvulsive Wirksamkeit auf als   2-Methyl-3 (0-tolyl) -4 (3H) -chinazolinon.   



   Mindestens bei einigen der erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen tritt nach deren Verabreichung die den meisten Hypnotika eigene sehr unerwünschte initiale Erregungsphase nicht auf. 



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen erwiesen sich gegenüber dem vorbekannten im PyridylRest unsubstituierten   2-Methyl-3 (pyridyl [2'])-3 (4H)-chinazolinon   bei etwa derselben Toxizität als wesentlich wirksamer. Sie haben sich im Vergleich zu dem letzteren auch in der Klinik als brauchbar erwiesen und gut bewährt. 



   Für die medizinische Anwendung werden die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen allein oder im allgemeinen zusammen mit einem pharmazeutischen Träger verabreicht. Sie können oral in Form von Tabletten oder Kapseln, welche neben der Wirksubstanz noch Excipientia, wie Stärke, Tonerde (Bolus alba) od. ähnl., enthalten, oder als orale Suspensionen verwendet werden. 



   Der Wirkstoffgehalt der Zubereitungen kann zwischen etwa 1% und 95% variieren. Gewöhnlich liegt er etwa zwischen 10 und   80%.   



   Beispiel1 :2-Methyl-3-(3'-methyl-pyridyl[2']-4(3H)-chinazolinon. 



   54 g   2-Amino-3-methylpyridin   (95%ig) (0, 47 Mol) werden in 50 cm3 Pyridin gelöst. Die gekühlte Lösung wird unter Rühren portionenweise mit 82 g Acetylanthranil   [2-Methyl- (4H) 3, 1-benzoxazinon- (4) ]   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Hypnotische <SEP> Anticonvulsive <SEP> Wirksamkeit
<tb> Aktivität <SEP> Sedative <SEP> DE <SEP> 50 <SEP> (mg/kg) <SEP> beim
<tb> Verbindung <SEP> Aktivität
<tb> DH <SEP> 50(mg/ <SEP> Pentamekg) <SEP> :

   <SEP> , <SEP> lektroschock <SEP> thylentetrazolschock
<tb> 2-Methyl-3(pyridyl[2'])-4(3H)-chinazolinon <SEP> 610 <SEP> 67 <SEP> 295 <SEP> 60
<tb> Klosa, <SEP> J. <SEP> prakt. <SEP> Chemie <SEP> 286 <SEP> (1961) <SEP> S. <SEP> 84
<tb> 2-Methyl-3- <SEP> (5'-chlor-pyridyl[2'])-4(3H)-chinazolinon.....................................

   <SEP> 250 <SEP> 37 <SEP> 128 <SEP> 29
<tb> siehe <SEP> Beispiel <SEP> 4
<tb> 2-Äthyl-3-(5'-chlor-pyridyl[2'])-4(3H)-chinazolino <SEP> 158 <SEP> # <SEP> 50 <SEP> 133 <SEP> 63
<tb> siehe <SEP> Beispiel <SEP> 5
<tb> 2-Methyl-3- <SEP> (3'-methyl-pyridyl[2'])-4(3H)-chinazolinon <SEP> 157 <SEP> 70 <SEP> 128 <SEP> 26
<tb> siehe <SEP> Beispiel <SEP> 1
<tb> 2-Methyl-3- <SEP> (5'-brom-pyridyl[2'])-4(3H)chinazolinon <SEP> 167 <SEP> 55 <SEP> 100 <SEP> 31
<tb> siehe <SEP> Beispiel <SEP> 6
<tb> 
 DH 50 therapeutische Dosis zur Erzeugung hypnotischer Wirkungen an der weissen Maus. 



  DS 50 = therapeutische Dosis zur Erzeugung sedativer Wirkungen an der weissen Maus. 
 EMI3.2 
 und hierauf innerhalb etwa 30 min tropfenweise mit einer Mischung von 10 cm3 Phosphortrichlorid in 10 cm3 Pyridin versetzt, wobei die Temperatur der Reaktionsmischung durch Kühlen auf 10   C gehalten 
 EMI3.3 
 100   C gerührt. Die Reaktionsmischung wird nun in eine Lösung von 110 g Natriumcarbonat-Dekahydrat in 1100 cm3 Wasser eingerührt. Das rohe Produkt scheidet sich aus und wird allmählich kristallin. Es wird abgenutscht, getrocknet und aus Isopropanol, Äthylacetat oder wässerigem Äthanol umkristallisiert. 



   Ausbeute : 67 g, das sind   60%   der Theorie. 



   Das so erhaltene   2-Methyl-3- (3'-methyl-pyridyl[2']) -4 (3H) chinazolinon   schmilzt bei   136-137  C.   



  Es ist löslich in siedendem Wasser, kaltem Isopropanol und warmer, verdünnter Essigsäure, leicht löslich in Methanol, Äthanol und Benzol und sehr leicht löslich in Aceton, Chloroform, Eisessig, warmem Methanol Äthanol, Isopropanol, Äthylacetat und Benzol. 



   Mit Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure, Milchsäure, Citronensäure und Weinsäure bildet die Verbindung die entsprechenden Säureadditionssalze. Die Salze der anorganischen Säuren sind bereits in der Kälte in Wasser leicht löslich ; diejenigen der ogranischen Säuren sind besonders in der Wärme gut wasserlöslich. 



   Hydrochlorid : Dieses wird erhalten durch Lösen von 1, 5 g der obigen Base in 20 cm3 heissem Äthanol und Zugabe von 0, 5 cm3 konz. wässeriger Salzsäure. Nach Zusatz von Diäthyläther und Abkühlen kristallisiert das gebildete Hydrochlorid praktisch quantitativ aus. Es kann aus wenig Äthanol umkristallisiert werden. 



   Schmelzpunkt: 242-245  C (Zersetzung). Das Hydrochlorid ist leicht löslich in Wasser, Methanol und warmem Äthanol und in Chloroform, dagegen praktisch unlöslich in Äthern und Benzinen. Die wässerige Lösung reagiert sauer (PH 1, 5-2). Sie ist nicht stabil und scheidet schon nach kurzer Zeit durch Salzhydrolyse freigesetzte Base aus. Beim Erwärmen einer wässerigen Lösung des Hydrochlorides tritt bald Verseifung des Chinazolinon-Ringes und Bildung von   N-Acetyl-anthranilsäure-N- (3'-methyl-pyridyl   [2'])-amid ein. 



   Beispiel 2 : 2-Methyl-3-(4'-methyl-pyridyl[2']-4(3H)-chinazolinon. a) Herstellung aus Acetylanthranil und 2-Amino-4-methylpyridin. 



   Eine Mischung von 48, 3 g Acetylanthranil (0, 3 Mol) und 32, 4 g 2-Amino-4-methyl-pyridin werden unter Rühren und Kühlen portionenweise in 45 cm3 Pyridin eingetragen. Zur entstehenden Reaktionsmischung wird bei   5-10   C   im Laufe von etwa 30 min eine Lösung von 6 cm3 Phosphortrichlorid in 10 cm3 Pyridin eingetropft. Hierauf wird langsam und vorsichtig auf etwa 80   C erwärmt, wobei unter mässig exothermer Reaktion Auflösung und Umsatz eintritt. Nach Abklingen der sichtbaren Reaktion wird noch während 2 h bei 100   C gerührt. Die Reaktionslösung wird nun in eine Lösung von 40 g Natriumcarbonat in 1000 cm3 Wasser eingerührt. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Das rohe Produkt scheidet sich fest aus, wird abfiltriert, gewaschen, getrocknet und aus wenig Isopropanol, wässerigem Äthanol oder Äthylacetat/Petroläther umkristallisiert. Ausbeute : 54, 2 g, das sind etwa 72% der Theorie. 



   Das so erhaltene 2-Methyl-3- (4'-methyl-pyridyl [2'])-4 (3H)-chinazolinon schmilzt bei   97-98      C,   ist leicht löslich in heissem Wasser und den meisten organischen Lösungsmitteln, mit Ausnahme von   Ben7inen.   



   Der Chinazolinon-Ring lässt sich leicht aufspalten :
20 g des obigen 2-methyl-3-(4'methyl-pridyl-[2']-4(3H)-chinazolinons werden in einer Mischung von 160 cm3 normaler wässeriger Salzsäure und 600 cm3 Wasser bis zum Eintritt der völligen Auflösung auf 50-60  C erwärmt. Nach dem Abkühlen wird die Lösung mit einem Überschuss von Natriumcarbonat versetzt, worauf sich 18, 7 g eines bei 185-186  C schmelzenden Produktes ausscheiden. Dieses Produkt lässt sich aus Äthanol umkristallisieren. Aus seinem Verhalten und seiner Analyse ergibt sich seine Identität als N-Acetyl-anthranilsäure-N'(4'-methyl-pyridyl-[2'])-amid. 



  Mikroanalyse : Berechnet für   CHigONg.   
 EMI4.1 
 getrocknet und aus wenig Isopropanol umkristallisiert. 



   Das so erhaltene Produkt schmilzt bei   97-98   C   und erweist sich völlig identisch mit dem nach Vorschrift a) erhaltenen Produkt. 



   Mikroanalyse : Berechnet für   CigHgNgO.   



   Berechnet :   C 71, 21%,   H   5, 21%,   N   16, 72%.   



   Gefunden :   C 71, 71%,   H   5, 42%, N 16, 54%.   



   Beispiel3 :2-Methyl-3-(6'-methyl-pyridyl[2'])-4(3H)-chinazolinon. 



   22 g 2-Amino-6-methyl-pyridin (0, 2 Mol) und 32, 5 g Acetylanthranil (0, 2 Mol) werden in 25 cm3 Pyridin eingerührt. Nun fügt man 4, 4 cm3 Phosphortrichlorid in 10 cm3 Pyridin zu und erhitzt das Reaktionsgut während 2 h auf 100   C. Nach dem Abkühlen wird die Reaktionsmasse in eine Lösung von 30 g Natriumcarbonat in 700 cm3 Wasser eingerührt. Das ausgeschiedene rohe Produkt wird nach einiger Zeit abgenutscht, mit Wasser gewaschen, getrocknet und anschliessend aus Isopropanol, wässerigem Äthanol, Methylacetat oder Wasser umkristallisiert. 



   Ausbeute : 31, 2 g, d. s. etwa 62% der Theorie. 



   Die so erhaltene Verbindung schmilzt bei   131-132   C.   Sie ist wenig löslich in Wasser, Diäthyläther, Di-isopropyläther und verdünnter Essigsäure, dagegen leicht löslich in verdünnten Mineralsäuren (Salzsäure, Salpetersäure) unter Salzbildung und ebenfalls leicht löslich in Methanol, Äthanol, Aceton, Chloroform und Eisessig. 



   Beispiel4 :2-Methyl-3-(5'-chlor-pyridyl[2'])-4(3H)-chinazolinon. 



     28, 7   g   2-Amino-5-chlor-pyridin   (0, 22 Mol) und 32 g Acetylanthranil (0, 2 Mol) werden unter Rühren in 36 cm3 Pyridin eingetragen. Die entstehende Suspension wird bei   100 C mit 3, 2 cm3   Phosphortrichlorid versetzt und hierauf 2-3 h bei   100-105   C   gerührt, wobei Auflösung und vollständiger Umsatz stattfindet. 



   Die noch heisse Reaktionsmasse wird nun in etwa 700 cm3 10% ige Sodalösung eingerührt. Es entsteht eine ölige Ausscheidung, die allmählich kristallisiert. Sie wird zerkleinert, abgenutscht, gewaschen, getrocknet und aus Isopropanol oder wässerigem Äthanol umkristallisiert. 



   Man erhält 44, 1 g Produkt (81% der Theorie), welches bei 151-152  C schmilzt und sich in Wasser, Diäthyläther und Benzinen wenig, in heissem Äthanol, in Chloroform und Eisessig dagegen gut löst. 



   Hydrochlorid : Dieses wird erhalten durch Umsatz von   2-Methyl-3- (5'-chlor-pyridyl [2'])-4 (3H]-   chinazolinonmitSalzsäureinderKälte. DasHydrochloridschmilztbeieta265-269 CunterZersetzung. 
 EMI4.2 
 dampfrückstand wird in Petroläther (Kp.   60-90   C)   eingerührt, wobei sich Propionylanthranil kristallin ausscheidet. Dieses wird abgenutscht und aus einer   Äthylacetat/Petroläther-Mischung   umkristallisiert. 



   Ausbeute : 61, 7 g reines Propionylanthranil vom Schmelzpunkt 84  C. b)   2-Äthyl-3- (5'-chlor-pyridyl [2'])-4 (3 H)-chinazolinon.   



     26, 3   g Propionylanthranil (0, 15 Mol) und 19, 3 g 2-Amino-5-chlor-pyridin (0, 15 Mol) werden unter Rühren und Kühlen in 30 cm3 Pyridin eingetragen. Danach tropft man 3, 1 cm3 Phosphortrichlorid in 5 cm3 Pyridin zu und erhitzt die Reaktionsmischung während 2 h auf etwa 100   C, rührt sie in 700 cm3 

 <Desc/Clms Page number 5> 

   5%ige Sodalösung   und nutscht das ausgeschiedene Produkt ab, wäscht und trocknet es und kristallisiert es aus Isopropanol, Methylacetat, Äthylacetat/Petroläther, wässerigem Äthanol oder viel Benzin um. 



   Ausbeute : 35 g, d. s. etwa 81% der Theorie. 



   Die so erhaltene Verbindung schmilzt bei   112-113   C,   sie ist wenig löslich in Wasser, dagegen leicht löslich in Methanol, Äthanol, Aceton, Äthylacetat, Benzol, Chlorofolm und Eisessig. 



   Beispiel   6 : 2-Methyl-3- (5'-brom-pyridyl [2'])-4 (3H)-chinazolinon.   



   Eine Mischung von 17, 5 g   5-Brom-2-amino-pyidin   (0, 1 Mol) und 16, 1 g Acetylanthranil (0, 1 Mol) wird unter Eiskühlung und Rühren in 20 cm3 Pyridin eingetragen. Danach werden vorsichtig 2 cm3 Phosphortrichlorid in 5 cm3 Pyridin in die Reaktionsmischung getropft. Nun wird die Kühlung entfernt, die schwach exotherme Reaktion kommt in Gang und wird durch 30 min Erhitzen auf 100   C vervollständigt. Das Reaktionsgemisch wird in etwa 350 cm3 10% ige wässerige Sodalösung eingerührt. Das rohe Produkt scheidet sich allmählich kristallin aus. Nach 60 min wird es abgenutscht, gewaschen, getrocknet und aus Isopropanol, Äthylacetat, Methylacetat oder wässerigem Äthanol umkristallisiert. 



   Ausbeute : 25, 5 g, d. s. etwa 81% der Theorie. 



   Das auf diese Weise erhaltene Produkt schmilzt bei   146-147   C.   Es ist wenig löslich in Wasser, Diäthyläther,   Diisopropyläther   und Benzin, löslich in Methanol, Äthanol, Aceton und warmem Äthylacetat und sehr leicht löslich in Eisessig und Chloroform. 



   Hydrochlorid : Dieses wird durch Zusatz von   0, 5 cm3 konz.   Salzsäure zu einer Lösung von 1, 9 g der obigen Base in 30 cm3 heissen Äthanol erhalten. Es ist wenig löslich in Wasser und den meisten organischen Lösungsmitteln. Bei etwa   275-280   C   schmilzt es unter Zersetzung. 



   Das Lactat und Citrat der obigen Verbindung sind ebenfalls wenig löslich in Wasser. 



    Beispiel 7 : 2-Methyl-3- (3', 5'-pyridyl [2'])-4 (3H)-chinazolinon.    



     21, 5   g   2-Amino-3, 5-dichlor-pyridin (0, 145   Mol) und 23, 5 g   Acetylanthranil (0, 145   Mol) werden in 50 cm3 Pyridin eingetragen. Bei   5-10   C   werden 2, 9 cm3 Phosphortrichlorid in 5 cm3 Pyridin zur entstandenen Suspension getropft. Anschliessend wird diese während 2 h auf 100   C erhitzt. Die entstandene Lösung wird in eine   5-10%igue   wässerige Sodalösung eingerührt. Der dabei entstehende kristalline Niederschlag wird abgenutscht, gewaschen, getrocknet und aus Isopropanol, Methylacetat, Äthylacetat oder wässerigem Äthanol umkristallisiert. 



   Ausbeute : 30, 7 g, d. s. etwa   70%   der Theorie. 



   Die so erhaltene Verbindung schmilzt bei   179-180   C.   Sie ist wenig löslich in Wasser, Diäthyläther 
 EMI5.1 
 standenen Suspension getropft. Hierauf wird das Reaktionsgut 30 min bei Raumtemperatur und anschliessend   2-2t   h bei 100   C gerührt. Nach dem Abkühlen auf etwa 50   C wird die Reaktionsmischung in eine etwa 7% ige Sodalösung eingerührt. Es entsteht eine ölige Ausscheidung, die nach Stehenlassen über Nacht kristallisiert. Sie wird zerkleinert, genutscht, gewaschen, getrocknet und aus Äthanol, Isopropanol, Methylacetat, Äthylacetat oder wenig Eisessig umkristallisiert. 



   Ausbeute : 33 g, das sind   83, 5%   der Theorie. 



   Das so erhaltene Produkt schmilzt bei   183-184   C.   Es ist wenig löslich in Wasser, Diäthyläther und Benzinen, dagegen leicht löslich in siedenden Alkoholen (Methanol, Äthanol, Isopropanol, heissem Äthylacetat, Benzol und in Chloroform. 



    Beispiel 9 : 2-Methyl-3 (4', 6'-dimethyl-pyridyl [2'])-4 (3H)-chinazolinon.    



   Eine Mischung von 49 g   2-Amino-4, 6-dimethyl-pyridin (0, 4   Mol) und 65 g Acetylanthranil (0, 4 Mol) in 60 cm3 Pyridin wird, analog wie im Beispiel 6 beschrieben, mit 8, 8 cm3 Phosphortrichlorid umgesetzt und aufgearbeitet. 



   Ausbeute : etwa 70 g, d. s. 66% der Theorie. 



   Die so erhaltene Verbindung schmilzt bei   153-154   C.   Sie ist wenig löslich in Wasser, Diäthyläther und Benzinen, löslich in Aceton und Benzol und leicht löslich in Chloroform und Eisessig. In verdünnten Mineralsäuren und Milchsäure löst sie sich unter Salzbildung. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen 4 (3H)-Chinazolinon-Derivaten der allgemeinen Formel EMI5.2 in welcher Y für eine niedere Alkylgruppe oder ein Halogenatom, insbesondere ein Chlor- oder Bromatom, und Z für ein Wasserstoffatom, eine niedere Alkylgruppe oder ein Halogenatom stehen, und R einen niede- <Desc/Clms Page number 6> ren Alkylrest, vorzugsweise den Methylrest, darstellt, sowie von deren Säureadditionssalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine niedere N-Acylanthranilsäure oder ein inneres Anhydrid derselben mit einem primären Amin der allgemeinen Formel EMI6.1 umsetzt und danach in dem so gebildeten N-Acylanthranilsäureamid durch Einwirkung eines wasserentziehenden Mittels, insbesondere eines Phosphorhalogenids oder Phosphoroxyhalogenids,
    den ChinazolinonRing schliesst.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung der niederen acylierten Anthranilsäure, die gegebenenfalls in Form ihres inneren Anhydrids vorliegen kann, mit dem primären Amin in Gegenwart eines Kondensationsmittels, wie etwa eines Phosphorhalogenids oder Phosphoroxyhalogenids, erfolgt, wobei Amidbildung und danach direkt Cyclisierung eintritt.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Phosphortrichlorid oder Phosphortribromid in Pyridin oder einem Pyridinhomologen gleichzeitig als Kondensationsmittel und Reaktionsmedium dienen.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Cyclisierung des N-Acylanthranilsäureamides in Gegenwart einer tertiären Base, wie etwa Pyridin, oder eines inerten Lösungsmittels, insbesondere eines aromatischen Kohlenwasserstoffes, vorgenommen wird.
AT325964A 1963-04-25 1964-04-14 Verfahren zur Herstellung von neuen 4(3H)-Chinazolinon-Derivaten AT251584B (de)

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