AT30249B - Verfahren zur Gewinnung von Pech aus Teer und schweren Teerölen. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Pech aus Teer und schweren Teerölen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Gewinnung von Pech aus Teer und schweren Teerölen.
In den Patenten Nr. 24658 und nr. 30248 ist die Gewinnung eines festen Pro- duktes aus Buchenholzteer bzw. Birlonholztoer mit Luft oder Sauerstoff oder Ozon beschrieben. Das vorliegende Verfahren bezweckt nun dieselbe Bohandtungsweise für die anderen Teerarten und für die schweren Tecröle anzuwenden, nachdem Versuche ergeben haben, dass diese Rohstoffe bei derselben Behandlungsweise ebenfalls feste Rückstände liefern, welche sich jedoch mit Ausnahme der Produkte aus Holzteerölen und anderen
EMI1.1
das Jahr 1903 ergibt, den grossen Terdestillationen zuzeiten kaum mehr möglich war, der grossen Nachfrage nach Pech zu genügen,
weil sich bei der bisher üblichen Methode der Teerdestillation in den Werken zu grosse Mengen von schwer absetzbaren Teerölen
EMI1.2
Bindemittel in der Brikettfabrikation, als Isolier- und Imprägniermittel in der Lackfabrikation usw. verwendet werden kann.
EMI1.3
die flichtigen Stoffe abdestilliert. Dieses Verfahren ist aber nicht allein von dem or- liegenden wesentlich verschieden, sondern auch wegen des Schwefelsäureverbrauchs und der prfordrr1ichen. Apparatur kompliziert und kostspielig.
Ohne Behandlung mit Säuren, mit einfacherer Apparatur und bei niedriger Temperatur
EMI1.4
teerölen, wenn man diese Stoffe auf die in dem Patente Nr. 24658 angegebene Art in der Wärme mit Luft, Sauerstoff oder ozonisierter Luft behandelt, bis der Rückstand in der Kälte pechartigo Konsistenz besitzt.
Durch Kondensation der übergehenden Dämpfe gewinnt man ausserdem beträchtliche
EMI1.5
erzielt werden, während hei ersterem die Öle nur so weit eingedickt worden, dass sie bei gewöhnlicher Temperatur noch vollkommen flüssig und streichfähig sind.
Ebenso verhält es sich bei den Produkten des in dem D. R. P. Nr. 13 !) 441 beschriebenen Verfahrens, die ebenfalls bei gewöhnlicher Temperatur flüssig und streichfähig
EMI1.6
wichtigen, kondensierbaren, flüchtigen Produkte ist in den beiden genannten Patentschriften nicht die Rede.
*) Erstes Zusatz-Patent Nr. 30248.
<Desc/Clms Page number 2>
Gegenüber dem bisher üblichen Vorfahren der Gewinnung von Pech durch trockene Destillation des Teers hat das vorliegende Verfahren der Destillation im Luftstrom ausserdem den technischen Vorzug, dass bei letzterem nicht nur bei wesentlich niedrigen Temperaturen gearbeitet werden kann, als bei ersterem, sondern dass auch durch den Luftstrom Körper in das Destillat mit übergerissen worden, deren Siedepunkt unter normalem Druck weit über der bei der Destillation eingehaltenen Temperatur liegt und endlich dadurch, dass die Destillationsdauer wesentlich verkürzt wird,
Hiefür folgendes Beispiel :
Destillation von Gastoor (spezifisches Gewicht 1'2) :
Es destillieren :
EMI2.1
<tb>
<tb> im <SEP> Luftstrom <SEP> : <SEP> bei <SEP> der <SEP> trockenen <SEP> Destillation <SEP> :
<tb> von <SEP> 35-1600...... <SEP> 270/0 <SEP> bs <SEP> 200 . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 7%
<tb> von <SEP> 200-3000. <SEP> - <SEP> 169/0
<tb> zusammen.. <SEP> 230/0
<tb> über <SEP> 3000 <SEP> etwa <SEP> 220/0
<tb> Pechausbeute. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 70% <SEP> Pechausbeute <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 55%
<tb>
EMI2.2
mongen mit der Menge des im Luftstrom bis 1600 Destillierten schon genügend die
Erniedrigung der Dostillationstemperaturen bewiesen war.
Die beidon anderen Zahlen der im Beispiel beschriebenen trockenen Destillation, speziell die Pechausbonte sind aus Lunge- Köliler-Die Industrie des Steinkohlenteers" 4. Aufl., Bd. I., Seite 386 u. ff. entnommen.
Das vorliegende Verfahren der Destillation und Pochgewinnung ist ferner wesentlich verschieden von dem bei Lunge ("Industrie des Steinkohlenteers", 4. Aufl. 1900, 13d. 1,
Seite 352 oben) angegebenen Verfahren, wonach bei der Gewinnung von hartem Pech aus weichem Pech die Beendigung der Destillation durch Einleiten von Luft erleichtert worden soll. Denn dort wird die Luft nicht bei der Destillation von Teer oder Teerölen, sondern am Ende der Destillation von bereits einmal abdestilliertem, weichem Pech angewandt, "um die schweren Dämpfe besser abzuleiten", und zwar soll die Luft unmittelbar tlber der Ober- fläche des siedenden Pechs oder in das Pech einströmen.
Hier wie auch bei anderen Ver- fahren, die gleichfalls von Lunge beschrieben sind, soll die Luft erst im letzten Stadium, am Ende der Operation, nachdem bei sehr hohen Temperaturen (Sieden des Teors) die
Dämpfe bereits gebildet sind, und zwar als Beförderungsmittel in Wirkung treten. Hei vor- liegendem Vorfahren wirkt dagegen die Luft von Anfang der Destillation an auf die ah- destillierenden Stoffe (Teeröl und Teer) ein und ermöglicht es, die Destillation ähnlich wie im Vakuum bei überraschend niedrigen Temperaturen, nämlich unterhalb 160- 1í () o {' bzw.
bei Temperaturen, die etwa 100"unterhalb der normalen Siedepunkte der betreffenden
Substanzen liegen, in vollkommenster'Weise und unter Vermeidung tiefgehender Zersetzungen und Kondensationen des Destillationsrückstanders (ohne Koks- und Graphitbildung) und der l) Hate vorzunehmen. Das gebildete Pech enthält infolgedessen keine unlöslichen, seine spatere Verwendung beeinträchtigenden Bestandteile, wie das bei dem durch trockene Destination enthaltenen Pech der Fall ist.
Bei Ausführung des Verfahrens, dessen Resultate das oben bereits gegebene Beispiel zeitz arbeitet man beispielsweise folgendermassen :
Gewöhnlich rohes Kreosotöl wird in einer Destillierblase mit vorliegendem Kühlgcfass auf etwa 100 C erwärmt und nunmehr Luft hindurchgeblasen, wobei man die Temperatur allmählich bis auf 16)'" ('ansteigen lässt und das Öt so lange auf dieser Temperatur halt, ats noch Destillate übergehen bzw. bis eine aus der Blase entnommene Probe in der Kälte
EMI2.3
verwenden kann.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Weitere Ausbildung des durch das Patent Ni. 24658 und das Zusatz-Patent Nr. 30248 geschützten Verfahrens als Verfahren zur Gewinnung von Pech aus Teer unter 'gleichzeitiger Gewinnung von öligen und wässerigen Destillaten bei Temperaturen, welche unterhalb der bei der trockenen Destillation der betreffenden Rohmaterialien unter normalem Druck erforderlichen Arbeitstemperaturen liegen, dadurch gekennzeichnet, dass Teer (mit Ausnahme des gemäss Patent r. 24658 benutzten Buchenholzteeres und des gemäss Zusatz- EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3> Strom von Luft, Sauerstoff oder ozonisierter Luft behandelt wird, bis der Rückstand die gewünschte Konsistenz besitzt, während die bei der Behandlung mit Luft usw.entweichenden Kämpfe beaufs Gewinnung öliger und wasseriger Destillate kondensiert werden.2. Eine Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle von Teer schwere Teeröle verwendet werden.
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