AT93658B - Verfahren zur Zerlegung von Emulsionen. - Google Patents
Verfahren zur Zerlegung von Emulsionen.Info
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Description
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Verfahren zur Zerlegung von Emulsionen.
Es ist bekannt, Emulsionen, die aus gegeneinander chemisch indifferenten Komponenten bestehen, beispielsweise von Mineralöl und Wasser, unter Überdruck auf über 100 zu erhitzen, wobei die Zerlegung der Emulsion in ihre Bestandteile ohne die Gefahr des Überschäumens bedeutend rascher und mit einem kleineren Aufwand an Heizmaterial vor sich geht. Nach der amerikanischen Patentschrift Nr. 890762 (Dubbs) erfolgt die Erhitzung im geschlossenen Gefäss (wobei die Verdampfung durch den im Gefäss entstehenden Druck vermieden wird), worauf man das Gemisch abkühlen und im Druckgefäss selbst eine Scheidung der sieh in Schichten trennenden Komponenten eintreten lässt.
Dieses Verfahren ist also notwendig ein diskontinuierliches, weshalb Dubbs selbst bestrebt war, einen anderen Weg zu finden, der eine kontinuierliche Arbeitsweise ermöglicht. Diese zweite Methode ist in der amerikanischen Patentschnft Nr. 1123 502 beschrieben. Sie beruht im Wesen darauf, das Gemisch von Mineralöl und Wasser beim kontinuierlichen Durchfliessen durch erhitzte Rohre unter solchen Verhältnissen zu behandeln, dass die leichter siedenden Anteile der Emulsion unter Druck fa ? t vollkommen verdampfen. Hierauf werden
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unten das Wasser in ununterbrochenem Arbeitsgang abgezogen werden kann.
Das Restprodukt (aus dem in dieser Weise das Wasser mit den leichter flüchtigen Öldämpfen beim Durchfliessen durch das erhitzte Rohr abgetrieben wurde), wird aus der Heizschlange durch einen Kühler hindurch in ein De-
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gang von der unterbrochenen zur kontinuierlichen Arbeitsweise durch einen sehr grossen Mehrverbrauch an Dampf, da fast alles Wasser verdampft wird, und durch den Übelstand, ein nicht ganz wasserfreies Restprodukt zu gewinnen, das zum Schluss erst recht dekantiert werden muss.
Auch das vorliegende Verfahren bewirkt die Zerlegung der Emulsion durch Erhitzen unter Überdruck und auf Temperaturen über 1000, unterscheidet sich aber dadurch sehr wesentlich von den früheren Verfahren, dass die bei niedrigerer Temperatur siedende Emulsionskomponente (z. B. Wasser), aus dem Erhitzungsgefäss bei ständigem Weitererhitzen unter Entspannung abgeblasen wird, wobei die Zufuhr der Emulsion und die Ausbringung der getrennten Komponenten zweckmässig kontinuierlich erfolgt.' Während also gemäss der amerikanischen Patentschrift Nr.
1123 502 unter Druck abdestilliert und ebenso unter Druck kondensiert wird, wobei ein Rest des Wassers in dem schwer flüchtigen Öl verbleibt und aus diesem nach dem Absitzenlassen durch Abtrennen entfernt werden muss, wird nach dem vorliegenden Verfahren die wässerige Emulsion zwar anfangs gleichfalls unter Druck erhitzt, darauf das Wasser aber unter allmählicher Entspannung und ununterbrochener Weitererhitzung als Dampf ausgebracht, u. zw. bis zur völligen Entwässerung des Restproduktes. Hiebei kann vor dem Entspannen ein Teil des Wassers, soweit es sich beim Erhitzen unter Druck als Schicht abscheidet, durch einfaches Abdrücken aus dem Autoklaven entfernt werden. Hiedurch wird zunächst die Apparatur wesentlich vereinfacht.
Das komplizierte System mit mehreren druckfesten Schlangenrohren und ebenfalls druckfesten Auffanggefässen für das Destillat wird im vorliegenden Falle durch eine einfache Destillationsvorlage, bei der nur der Destillationskessel selbst druckfest zu sein braucht, ersetzt. Es kann ein gewöhnlicher Kühler verwendet werden, da die Dämpfe erst nach der Entspannung in diesen eintreten. Auch kann erheblich an Kühlwasser gespart werden ; denn bei der Entspannung wird bereits ein grosser Teil der abzuführenden Wärme verbraucht. Der Hauptvorteil des Verfahrens besteht jedoch in seiner besonderen Wirkung.
Während
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beim Arbeiten nach dem amerikanischen Patent Nr. 1123 502 die erhaltenen Öle stets noch einen gewissen Wassergehalt aufweisen, ist durch das erfundene Verfahren die Gewinnung vollkommen entwässerter Produkte gewährleistet. Sowohl die Entfernung gerade der letzten Wasserreste, die sich gemäss der amerikanischen Patentschrift zwar nachträglich als Schicht absondern sollen, jedoch auf rein mechanische Weise nicht quantitativ abgetrennt werden können, wie auch deren Anwesenheit bei der weiteren Verarbeitung der Öle und Teere bietet praktisch grosse Schwierigkeiten. Es liegt also schon darin, dass es das Verfahren ermöglicht, auch die letzten Anteile des Wassers als Dampf abzublasen, ein besonders wertvoller technischer Fortschritt.
Noch wichtiger aber ist, dass das neue Verfahren eine kontinuierliche Durchführbarkeit gestattet, wobei die zugeführte Wärme zur Vorwärmung ausgenützt werden kann.
Hiedurch steigt die'Wirtschaftlichkeit noch erheblich. Zu diesem Zweck müssen die Kessel in entsprechenden Niveaus angeordnet sein. Die Ablassleitungen, die Leitungen der Sicherheitsventile und Stutzen werden über Vorwärmer bzw. über Kühler geführt.
Ausführungsbeispiel : Generator-und Braunkohlenteer, der 5% Wasser gebunden hält, wird in einem geschlossenen Gefäss möglichst schnell auf 5 Atm. und 150 C erhitzt. Beim Erreichen dieser Temperatur und dieses Druckes wird, ohne das Heizen zu unterbrechen, der Lüftungsstutzen soweit geöffnet, dass der entstehende Wasserdampf mit den leichten Destillaten durch einen Kühler entweichen kann, der Überdruck von 4 Atm. jedoch nicht sinkt. Nachdem der grösste Teil des Wassers in Dampfform entwichen ist, beginnt der Überdruck langsam zu sinken, bis er auf Null kommt. Die Temperatur wird indessen durch Fortsetzen der Heizung auf 250'erhöht. Bei dieser Temperatur ist der Teer vollkommen wasserfrei und kann ohne Schwierigkeiten weiter destilliert werden.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Zerlegung von Emulsionen, die aus gegeneinander chemisch indifferenten Kompoponenten bestehen,'beispielsweise der Emulsionen von Mineralölen, pflanzliehen und tierischen Fetten und Ölen und deren Derivaten, von Teer, Harz u. dgl. durch Erhitzung unter Druck und hierauffolgendes Abblasen der bei niedrigerer Temperatur siedenden Emulsionskomponente (z. B. des Wassers) durch Entspannung, dadurch gekennzeichnet, dass diese beiden Operationen in demselben Behälter unter ständigem Weitererhitzen während der Entspannung vorgenommen werden, wobei durch terassenförmige Anordnung mehrerer Behälter, nach Art der kontinuierlichen Rohöldestillationsanlagen, zweckmässig ein kontinuierliches Ein-und Ausbringen erfolgen kann.
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|---|---|---|---|
| AT93658T | 1917-06-20 |
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