AT120408B - Verfahren zur Erhöhung der Destillationsausbeute bei der Vakuumdestillation von Schmierölen. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Destillationsausbeute bei der Vakuumdestillation von Schmierölen.

Info

Publication number
AT120408B
AT120408B AT120408DA AT120408B AT 120408 B AT120408 B AT 120408B AT 120408D A AT120408D A AT 120408DA AT 120408 B AT120408 B AT 120408B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
oil
distillation
lubricating oils
increasing
crude oil
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Red River Refining Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Red River Refining Co Inc filed Critical Red River Refining Co Inc
Application granted granted Critical
Publication of AT120408B publication Critical patent/AT120408B/de

Links

Landscapes

  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Erhöhung der   Destillationsausbeute   bei der   Vakuumdestillation von     Schmierölen.   



   Zur kontinuierlichen Vakuumdistillation von Flüssigkeiten und insbesondere von Erdölen unter vermindertem Druck, wird zur Zeit im allgemeinen eine Anlage mit einer Anzahl in Reihe geschalteter, von dem zu destillierenden Öl nacheinander durchströmter Destillationsblasen benutzt, die auf verschiedene Temperaturen geheizt sind, so dass in jeder dieser Blasen je eine Fraktion aus dem Rohöl ausgetrieben wird. Diese Anlagen haben den Nachteil, dass der Betrieb der einzelnen Destillationsblasen voneinander nicht unabhängig ist, und selbst geringfügige Betriebsstörungen an der einen Blase auf die gesamten Betriebsresultate auswirken. Insbesondere lässt es sieh schwer bewerkstelligen, dass trotz des konstanten Zu-und Abflusses in jeder Blase stets die Gesamtmenge der durch die Temperatur der Blase bestimmten Fraktionen abgetrieben werden.

   Ein weiterer Nachteil solcher Anlagen besteht in der grossen Menge des in den einzelnen Blasen befindlichen Öles, der äusserst langen Zeitdauer, während welcher das Öl die Blasen passiert und dementsprechend sich in hocherhitzte Zustande befindet und die Umständlichkeit der E nstellung verschiedener Vakua in den einzelnen Destillierblasen. 



   Die Erfindung behebt diese Nachteile und besteht dem Wesen nach darin, dass der zu destillierenden Flüssigkeit vorerst innerhalb einer kurzen Zeitdauer, z. B. von 5 bis 15 Minuten, in verhältnismässig dünnem Strom und unter stetiger Bewegung unter einem Drucke, der dem Destillationsdruck um wenigstens 700 mm Hg abs. übersteigt, eine solche Wärmemenge mitgeteilt wird, die bei dem Destillationsdrucke zur völligen Verdampfung der zu verdampfenden Anteile praktisch vollkommen ausreicht, wonach das Öl ohne Zerstäubung in dünner Schicht in einem unter vermindertem Druck stehenden Destillierbehälter 
 EMI1.1 
 während der Rückstand in dünner Schichte den Verdampfungsflächen entlang abwärts rieselt und am tiefsten Punkte des Behälters fortlaufend abgeführt wird. 



   Zweckmässig wird der Zufluss des Öles zu den Verdampfungsflächen so geregelt, dass die Schichtstärke an der Verteilungsstelle nicht mehr als 1 mm betragen soll. 



   Es sei bemerkt, dass das Erhitzen von Rohöl unter Druck und Bewegung in einem in eine Feuerung eingebauten Rohrsystem bei der Zersetzungsdestillation von Ölen bereits bekannt war. Hiebei wurde aber das Öl absichtlich auf die Zersetzungstemperatur erhitzt und sodann in Druckbehälter übergeführt, in welchen die pyrogene Zersetzung des hocherhitzte Öles beendet wurde. 



   Anderseits wurde auch schon vorgeschlagen, Flüssigkeiten und insbesondere heisse Öle in dünner Schichte auf   Verdampfungsflächen   zur völligen oder teilweisen Verdampfung zu bringen, hiebei wurden aber die Flüssigkeiten nie mit einer die Verdampfungstemperatur übersteigenden Temperatur auf die Verdampfungsflächen gespeist, vielmehr dienten zumeist die   Verdampfungsflächen   gleichzeitig auch als Heizflächen. 



   Im folgenden werden einige Ausführungsbeispiele des Verfahrens in Verbindung mit zur Ausführung des Verfahrens geeigneten Einrichtungen beschrieben. 



   Die ein einziges Rohr bildende Rohrschlange 1 ist in eine Feuerung   zweckmässig   derart eingebaut, dass die Wärme der Feuerung nur durch Strahlung und durch die gutvermischten Brennprodukte, nicht aber durch direkte Flamme auf die Schlange übertragen wird. Durch die Schlange 1 wird die zu behandelnde Flüssigkeit derart mit einem Druck von z. B. 5 bis 15 Atm. stetig durch die Schlange getrieben, dass das Öl während seinem (z. B. 10 Minuten dauernden) Aufenthalte in der Schlange eine solche Wärmemenge aufnimmt, die für sich zum Abtreiben der abzudestillierenden Anteile nahezu oder vollkommen 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   genügt   Falls z.

   B. aus einem abgetriebenen Rohöl alle destillierbaren Anteile unter   Zurücklassung   eines harten Asphaltes abdestilliert werden sollen und der Siedepunkt der höchstsiedenden abzutreibenden Anteile bei dem in der Destillationsblase herrschenden Vakuum   330  ist,   so genügt im allgemeinen eine Erhitzung des Öles in der Schlange auf ungefähr 400 bis 450 , um die Verdampfung aller gewünschten Anteile zu sichern. 



   Das in der Schlange erhitzte Öl tritt nun durch die die Fortsetzung der Schlange bildende Rohrgabel 2 in die Destillierblase   3,   in welcher ein Druck von z. B. 7 mm Hg. abs. aufrechterhalten wird. Die Rohre 2 sind an ihren, der Blasenwand zugewendeten Seiten mit Düsen versehen, deren   Gesamtdurch-   messer derart bemessen ist, dass der oben bezeichnete, zur Verhinderung der vorzeitigen Verdampfung der leichten Bestandteile in der Schlange 1 dienende Überdruck aufrechterhalten werden kann. Gegebenenfalls kann in das Verbindungsrohr 4 auch ein Ventil eingeschaltet werden. 



   Das aus den Düsen 5 austretende Öl rieselt auf den Seitenwänden der praktisch leeren Destillierblase 3 abwärts, wobei ohne gewaltsames Kochen alle zu verdampfenden Teile verdampfen, während der verbleibende Asphalt vom Boden der Blase : z. B. durch die Leitung   5,   in an und für sich bekannter Weise fortlaufend abgeführt wird. Gemäss der Annahme enthalten die Dämpfe sowohl die   Leuehtöle,   als auch die schwersten   Schmierölfraktionen   und werden durch mehrere sehr geräumige Dampfleitungen 6 aus der Blase abgeführt.

   Obwohl im Verhältnis zum Rauminhalte der Blase die Menge und dementsprechend die Geschwindigkeit des Öldampfes in der Blase sehr gering ist, kann es zweckmässig erscheinen, über den Rohren 2 und unterhalb der Abführleitungen 6 Prallflächen 7 und 8 anzuordnen, um selbst die geringsten unverdampften Anteile sicher zurückzuhalten.   Selbstverständlich kann   die Blase z. B. mit den Rauchgasen der die Schlange 1 heizenden Feuerung warm gehalten bzw. erwärmt werden. 



   Der in die Leitungen 6 eintretende Öldampf kann nun in an und für sich bekannter Weise entweder einheitlich oder aber fraktioniert kondensiert werden. Wird der Dampf fraktioniert kondensiert, so sind zumeist die   Ölfraktionen ohne   weitere Behandlung marktfähig. Falls die gesamte   Ölmenge   gemeinsam kondensiert wird, so wird das Kondensat in an und für sich bekannter Weise   redestilliert   und hiebei dem Bedarf entsprechend fraktioniert. 



   Das Verfahren ist insbesondere bei der Verarbeitung von Ausgangsstoffen, wie abgetriebenes Rohöl oder   Rückstände,   von höchster Wichtigkeit, die sehr schwere aber destillierbare Anteile haben. Der Umstand, dass der Ausgangsstoff nur für eine ganz kurze Zeit in erhitztem Zustande verbleibt, bewirkt, dass die hiebei auftretende Zersetzung minimal ist. Der Umstand aber, dass beim Eintritt des Öles in den   unter   z. B. nur 7 mm Hg. abs. Druck stehenden Verdampfer die leichteren Anteile mit den schwereren praktisch gleichzeitig verdampfen, setzt den für die schwersten Anteile entfallenden Partialdruck so weitgehend herab, dass 5 bis   15%   (auf das Destillat berechnet) mehr Destillat erzielt wird, als bei dem besten, unter gleichem Druck betriebenen bisherigen Verfahren.

   Infolge der Herabsetzung der Zersetzungs-   möglichkeit (durch Abkürzung der Erhitzungsdauer und Erniedrigung   des Partialdruckes) hat aber das auf diese Weise erzeugte Destillat eine weit höhere, gemäss den bisherigen Versuchen die doppelte Durchschnittsviskosität, als die der unter dem gleichen Vakuum bisher erzielbaren Destillate. Das Verfahren   ermöglicht   also auch aus abgetriebenen Asphalten u. dgl. durch Zusatz von z. B. mittleren   Schmierölen   und   erfindungsgemässes   Destillieren solche schwere Öle abzudestillieren, die bisher überhaupt nicht isoliert werden konnten. 



   Es kann aber auch derart verfahren werden, dass man dem Rohöl in der   Schlange 1 nur, eine solche   Wärmemenge mitteilt, die nur zur Verdampfung einer gewissen Fraktion ausreicht. In diesem Falle wird somit in den mit den Abzugsrohren 6 verbundenen Kondensatoren nur die erwähnte leichte Fraktion kondensiert, während alle schwereren Teile des Rohöles durch die Leitung 25 aus der Destillierblase 
 EMI2.1 
 Destillierblase 3.   gedrückt   werden, in welcher z. B. die   nächstschwerere   Fraktion abgetrieben wird usw. 



  In kleineren Betrieben kann aber auch so gearbeitet werden, dass man die Gesamtmenge des Rohöles (z. B. 1000 t) in der oben geschilderten Weise vorerst von der leichteren Fraktion befreit, den Halbrückstand in einem   wärmeisolierten   Grossbehälter speichert, sodann in derselben Apparatur den aus dem Behälter entnommenen heissen Halbrückstand neuerdings durch die nunmehr höher erhitzte Schlange treibt und in der Blase nunmehr eine zweite Fraktion abdestilliert usw. 



   Es ist aber einleuchtend, dass. es vorteilhafter ist, den gesamten abzutreibenden Anteil des- Rohstoffes auf einmal zu verdampfen und fraktioniert zu kondensieren, weil bei dieser Art der Behandlung 
 EMI2.2 
 gesetzt werden,
Sowohl bei der einheitlichen, als bei der fraktionierten Kondensierung des Destillats kann das zu destillierende Rohöl einesteils-als Kühlmittel in den Kondensatoren benutzt und hiedurch vorgewärmt, 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Kondensatoren derart, dass das Rohöl nacheinander mehrere Kondensatoren   durchläuft   und hiebei auf stets höhere Temperaturen erhitzt wird, so kann es zweckmässig sein, die Temperatur des in einem Kondensator bereits erwärmten Rohöles vor seinem Eintritte in den Kühlraum des nächsten Kondensators durch künstliches Kühlen oder Erwärmen auf jene Temperatur einzustellen,

   die im betreffenden Kondensator eben erwünscht wird. 
 EMI3.1 
 kondensatoren darstellen. Das kalte Rohöl tritt bei 14 in den Kühlraum des letzten Kondensators 12 und tritt durch die Leitungen 15 und 16 in die folgenden Kondensatoren 11   und 10 ein,   Aus dem letzten Kondensator 10 tritt das schon stark vorgewärmte Rohöl durch die Leitung 17 in den Wärmeaustausch- 
 EMI3.2 
 



   Um nun die Kondensationstemperaturen der einzelnen Kondensatoren 10, 11 und 12 voneinander unabhängig einstellen zu können, sind die in   Rohölleitungen J   und 16   Wärmeaustauschkörper   21, bzw. 22 eingeschaltet, in welchen die Temperatur des Rohöles auf die im nächstfolgenden Kondensator gewünschte Temperatur eingestellt wird. 



   Diese Art der Kondensierung und der   Vorwärmung ermöglicht   weitgehende Wärmeersparnisse, da ein sehr beträchtlicher Teil der in den Öldämpfen enthaltenen Wärme wieder gewonnen wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erhöhung der   Destillatal   sbeute bei der Vakuumdestillation von Schmierölen aus 
 EMI3.3 
 und darauffolgend bei Unterdruck expandiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohmaterial innerhalb einer kurzen Zeitdauer von ungefähr 5 bis 15 Minuten auf eine Temperatur von ungefähr 400 bis   4200 unter   einem so hohen Druck erhitzt wird, dass hiebei ein Verdampfen der leichteren Bestandteile praktisch nicht erfolgen kann, wonach der Druck auf weniger als 25 mm, zweckmässig auf weniger als 10 mm Hg. abs. erniedrigt und hiedurch alle verdampfbaren Bestandteile durch die Eigenwärme gleichzeitig verdampft werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das überhitzt 01 in einen praktisch leeren Raum zur Expansion und Verdampfung eingeleitet wird.
    3. Verfahren gemäss Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck im Verdampfungsraume 7 mm nicht übersteigt.
AT120408D 1927-05-02 1927-05-02 Verfahren zur Erhöhung der Destillationsausbeute bei der Vakuumdestillation von Schmierölen. AT120408B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT120408T 1927-05-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT120408B true AT120408B (de) 1930-12-27

Family

ID=3631963

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT120408D AT120408B (de) 1927-05-02 1927-05-02 Verfahren zur Erhöhung der Destillationsausbeute bei der Vakuumdestillation von Schmierölen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT120408B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1768059B1 (de) Verfahren zur Gewinnung von vorgereinigtem Phthalsaeureanhydrid
AT120408B (de) Verfahren zur Erhöhung der Destillationsausbeute bei der Vakuumdestillation von Schmierölen.
DE2552746A1 (de) Einsatz eines duennschichtverdampfers bei kondensations-aufheizanlagen
DE807812C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Destillieren und Kondensieren
DE626962C (de) Verfahren zur Behandlung von zur Herstellung von Schmieroelen dienendem Erdoel
DE571597C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Destillieren von Erdoelen
DE641409C (de) Verfahren zur Behandlung von zur Herstellung von Schmieroel dienendem Erdoel
DE423049C (de) Verfahren zum Destillieren von Mineraloel
DE525333C (de) Verfahren zur Druckwaermespaltung von schweren Kohlenwasserstoffoelen in der Dampfphase
DE558675C (de) Verfahren zur Herstellung von Schmieroelen
DE574677C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spalten von Kohlenwasserstoffoelen
DE611064C (de) Verfahren zur Reinigung von Spaltbenzin
AT20110B (de) Verfahren zum Abscheiden der leicht flüchtigen Produkte aus Spiritus oder vergorener Maische.
DE570446C (de) Verfahren zur Druckwaermespaltung von Kohlenwasserstoffoelen
AT88346B (de) Verfahren zur Gewinnung des Glycerins aus Destillationsrückständen vergorener Massen.
AT82442B (de) Verfahren zur Behandlung von Mineralöl und Destillationsrückständen zur Herstellung niedriger siedender Kohlenwasserstoffe.
DE699900C (de) Vakuumdestillation von Kohlenwasserstoffoelen
AT126429B (de) Verfahren zur Umwandlung schwerer Kohlenwasserstoffe in leichte Kohlenwasserstoffe.
DE574145C (de) Verfahren zur Destillation von hochsiedenden Kohlenwasserstoffoelen, insbesondere von Schmieroelen
AT93658B (de) Verfahren zur Zerlegung von Emulsionen.
AT86433B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Petroleum aus Rohöl.
DE482571C (de) Verfahren zur Trennung von Dampfgemischen bei der Destillation von Fluessigkeiten, deren Daempfe ein hohes spezifisches Gewicht besitzen
DE622016C (de) Verfahren zum Spalten von Kohlenwasserstoffoelen in der Dampfphase
DE553046C (de) Verfahren zur ununterbrochenen Destillation von Kohlenwasserstoffoelen
DE905879C (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff und anderen sauren Verunreinigungenaus Kohlendestillationsagsen oder anderen Gasen