AT29878B - Verfahren zur Erzeugung von Anilinschwarz auf tierischen und Gemischen aus tierischen und pflanzlichen Fasern. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Anilinschwarz auf tierischen und Gemischen aus tierischen und pflanzlichen Fasern.

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AT29878B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zur Erzeugung von Anilinschwarz auf tierischen und Gemischen aus tierischen und pflanzlichen Fasern.   



   Beim Färben von Oxydationsschwarz auf Stoffe aus tierischen Fasern oder aus Gemischen von tierischen und pflanzlichen Fasern bieten sich Schwierigkeiten dar, welche auf dem   verschiedenen-Charakter   der beiden Faserarten beruhen. Die bis jetzt bekannt gewordenen Methoden suchen die reduzierenden Eigenschaften der tierischen Faser und besonders die Fähigkeit der Wolle, Säuren   zn   absorbieren, entweder vor dem eigentlichen Oxydationsschwarzprozess durch Behandeln mit Säuren oder Oxydationsmitteln bzw. beiden Körpern   zusammen   zu beseitigen, oder es wird nach vorausgegangener Behandlung mit Säure durch den   Oxydationsprozess mit   einem   Fberschuss   von Säure und   Oxydationsmittel   
 EMI1.1 
 bzw.   Herlinerblau anfärbt, u. zw.

   dadurch, dass man   das   Cyanoisenbiau   auf der   tierischen   Faser in einem Bade aus Ferricyankalium und   Schwefelsaure erzeugt. Die Erzeugung eines   
 EMI1.2 
   Gemischen   aus tierischen und pflanzlichen Fasern tritt dabei nicht ein, wenn   man   nicht mehr Säure verwendet, als zur Zersetzung des Ferricyankaliums nötig ist. 



   Ein Zusatz von Zinnsalz kann geschohen, biete jedoch keinen Vorteil. Man kann 
 EMI1.3 
   physikalisch zur Verstärkung und Nuancierung des schwarzen Farblackes beizutragen, sondern     vielmehr chemisch   eine sehr wichtige Rolle bei dem Oxydationsschwarzprozess zu spielen. 
 EMI1.4 
 

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   DasAnilinsalzoderAnilinölkanndurchdieäquivalentenMengenDiphenylaminsalz und Base und ebenso durch andere organische Amine und deren Salze ersetzt werden ; durch diese werden die Nuancen des Schwarz verändert. 



   Von dem bekannten, im übrigen für Wolle und Halbwolle nicht geeigneten Verfahren der deutschen Patentschrift Nr. 73667, bei welchem behufs Bewahrung der Festigkeit der Faser und Erzielung eines   unvergrünlichen   Anilinschwarz auf Baumwolle vermittels Kupfervitriol aus   Ferrocyanl {a1ium   unlösliches Ferrocyankupfer auf der Baumwollfaser niedergeschlagen wird, wobei das Ferrocyankulium durch   Åalluivalente   Mengen der Ferro-oder   Ferricyansalze   der Alkalien oder alkalischen Erden und auch durch die verschieden zusammengesetzten CyanUre und Cyanide, wie die des Mangans, Chroms, Nickels, Kobalts   usw.,.   ersetzt werden kann, unterscheidet sich das vorliegende Verfahren dadurch wesentlich, dass mittels Säure (Schwefelsäure)

   aus Ferri- oder Ferrocyankalium und den übrigen auf-   gezählten   Cyanüren und Cyaniden   Berliner- bzw. Williamsonblau   oder eine ähnliche Verbindung auf der Wollfaser erzeugt wird, während die Baumwollfaser in der gemischten Ware durch diese Behandlung entweder gar nicht oder nur in äusserst geringer gar nicht in Betracht kommender Weise blau gefärbt wird. 
 EMI2.1 
 weichem mit Chlor vorbehandelte und daher chemisch veriinderte Wolle mit Ferro-und   Ferricyanverbindungen behandelt   wird, wobei diese durch Umsetzung mit dem Anilinsalz ferro- bzw. ferricyanwasserstoffsaures Anilin bilden und die beim Dämpfen freiwerdende Ferro- bzw.

   Ferricyanwasserstoffsäure aus dem chlorsauren Natron   Chlorsäure   entwickelt, welche die Oxydation des Anilins bewirkt, unterscheidet sich das vorliegende Verfahren 
 EMI2.2 
 diese in ihrem   ursprünglichen unveränderten Zustande   mit Oxydationsanilinschwarz durch   Hängen   und nachfolgendes Chromieren färben will ; auch verlangt es keine   Dampfschwarz-     mischung,   bei deren Anwendung ein Dämpfen der Ware notwendig ist.

   Von dem Dämpfen der Ware ist hier nur für den Fall die Rede, dass das Verfahren auch für reinwollene Waren anwendbar ist und in diesem Falle das Chromieren durch kürzeres Dämpfen ersetzt   werden kann.   
 EMI2.3 
 Stelle genannten Cyanverbindungen nicht an die äquivalenten Mengen zu halten, sondern kann auf 6% Schwefelsäure ebenfalls 5% der betreffenden Cyanverbindung anwenden. 
 EMI2.4 
 4. Entwickeln mit Natriumbichromat. 



    11. Waschen   und Trocknen. 
 EMI2.5 
 L Ansieden der Wolle mit 5% Ferricyankalium und 6% Schwefelsäure 66  Bé. 2. Beizen mit Diphenylschwarzbase I (nach Vorschrift der Farbwerke Höchst a.   M..   
 EMI2.6 
 4. Dämpfen auf dem Zylinder. 



  5. Wfaschen und Trocknen. 

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   AusführungsboispiotD   (für reinwollene Ware). 
 EMI3.1 
 



   5. Waschen und Trocknen. 



   Je reiner das Anilinsalz ist, desto schöner wird das Schwarz ; die übrigen aufgeführten organischen Basen liefern ein verschieden nuanciertes Schwarz ; ebenso entstehen verschiedene Nuancen des Schwarz bei Verwendung verschiedener Cyanverbindungen.

Claims (1)

  1. EMI3.2 Verfahren zur Erzeugung von Anilinschwarz auf tierischen und Gemischen aus tierischen und pflanzlichen Fasern und den daraus dargestellten Waren, dadurch gekennzeichnet, dass diese mit Ferricyankalium oder ähnlichen Eisen-, Mangan-, Chrom-, Nickel-, Kupfer-, Kobalt-, Uran-Cyan-Verbindungen, Nitroprussidnatrium usw. und Säure vor oder nach dem Vergrünen (Oxydieren) gefärbt werden, wodurch sie die Eigenschaft annehmen, sich nach dem Chromieren oder Dämpfen gleichmässig echtschwarz zu färben.
AT29878D 1903-12-08 1903-12-09 Verfahren zur Erzeugung von Anilinschwarz auf tierischen und Gemischen aus tierischen und pflanzlichen Fasern. AT29878B (de)

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