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Schädlingsbekämpfungsmittel
Die Erfindung betrifft Schädlingsbekämpfungsmittel, die durch einen Gehalt an einer Verbindung der allgemeinen Formel
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in der R ein Wasserstoffatom oder einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, der durch ein oder mehrere Halogenatome substituiert sein kann, und n für Ooderl steht, oder ihrer Salze als wirksamen Bestandteil gekennzeichnet sind.
Die als Wirkstoff enthaltenen Verbindungen können nach einem noch nicht zum Stand der Technik gehörenden Verfahren dadurch hergestellt werden, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel R-CO-NH-CHX-CC1, (H) in der X ein Halogenatom oder eine Alkyl-, Aryl- oder Aralkylsu1fonyloxygruppe bedeutet und R die obige Bedeutung hat, bei Temperaturen zwischen etwa 0 und etwa 60 C, vorzugsweise bei Raumtemperatur, in einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch, z. B. in Aceton, Tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylformamid oder Wasser, vorzugsweise in Gegenwart eines zusätzlichen Säureakzeptors, z.
B. eines tertiären Amins oder eines Alkalicarbonats, mit einem Piperazin der allgemeinen Formel
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in der n die obige Bedeutung besitzt, umsetzt und die zunächst erhaltene Base gewünschtenfalls in ein Säureadditionssalz überführt.
Die erfindungsgemäss vorgesehenen Verbindungen sind bei guter Pflanzenverträglichkeit in hohem Mass gegen phytopathogene Pilze, besonders bei prophylaktischer, jedoch auch bei curativer Behandlung
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die gute systemische Wirkung der neuen Verbindungen. Einige von ihnen sind auch gegen Schimmelpilze wie z. B. Aspergillus niger wirksam, einige eignen sich als Wirkstoffe für Anthelmintica.
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N'-Bis-[ (1-formamido-2, 2, 2-trï-chlor) äthyll-piperazin ausgezeichnet.
Die erfindungsgemäss vorgesehenen Substanzen werden zur Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln in üblicher Weise mit den gebräuchlichen Hilfs-und Trägerstoffen formuliert, z. B. zu Emulsionskonzentraten, Stäubemitteln, Suspensionspulvern und Sprays. Der Wirkstoffgehalt dieser Mittel beträgt etwa 0,05 bis etwa 85je, vorzugsweise bis 500/0. Sie werden für die Anwendung nötigenfalls bis zu einer Wirkstoffkonzentration von im allgemeinen 1 bis 0, 0001% verdünnt ; insbesondere die Stäubemittel können auch einen höheren Wirkstoffgehalt aufweisen. Die obere Grenze für die Anwendungskonzentration ist durch die relativ geringe Phytotoxizität gegeben.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen die folgenden Beispiele :
Beispiel 1 : Stäubemittel
Zusammensetzung :
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<tb> 1% <SEP> Wirkstoff <SEP> gemäss <SEP> Formel <SEP> I <SEP>
<tb> 98% <SEP> Talkum
<tb> 1% <SEP> Methylcellulose
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Die Bestandteile werden zur Herstellung des Stäubemittels homogen vermahlen.
Beispiel 2 : Suspensionspulver Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> 25% <SEP> Wirkstoff <SEP> gemäss <SEP> Formel <SEP> I
<tb> 65% <SEP> Kaolin
<tb> 9% <SEP> Ligninsulfonat <SEP> (Dispergiermittel)
<tb> 1% <SEP> Natriumtetrapropylenbenzolsulfonat <SEP> (Netzmittel)
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(Statt 25% Wirkstoff und 65% Kaolin können auch 50% Wirkstoff und 405o Kaolin verarbeitet werden.)
Die Bestandteile werden vermahlen und das Mittel für die Anwendung in Wasser so suspendiert, dass eine Wirkstoffkonzentration von 0, 001 bis 0, lja erhalten wird.
Beispiel 3 : Emulsionskonzentrat
Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> 5% <SEP> Wirkstoff <SEP> gemäss <SEP> Formel <SEP> I
<tb> 90% <SEP> Dimethylformamid
<tb> 5% <SEP> Nonylphenolpolyglykoläther <SEP> (Emulgator)
<tb>
Die Bestandteile werden in üblicher Weise verarbeitet. Das Emulsionskonzentrat wird für die Anwendung mit Wasser auf den gewünschten Wirkstoffgehalt, etwa 0, 0001 bis 0, 10/0, verdünnt.
Beispiel 4 : Spray
Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> 0, <SEP> 05% <SEP> Wirkstoff <SEP> gemäss <SEP> Formel <SEP> I
<tb> 0, <SEP> 10% <SEP> Sesamöl
<tb> 10, <SEP> 00% <SEP> N-Methylpyrrolidon
<tb> 89, <SEP> 85% <SEP> Frigene
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Die Mischung der Bestandteile dient zur Anwendung der erfindungsgemässen Mittel in Form von Aerosolen.
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Als Wirkstoff der in den Beispielen 1 bis 4 beschriebenen Mittel dient vorzugsweise N, N'-Bis- [ (l- -formamido-2,2,2-trichlor) ähyl]-piperazin.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schädlingsbekämpfungsmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einer Verbindung der allgemeinen Formel
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in der R ein Wasserstoffatom oder einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, der durch ein oder mehrere Halogenatome tubstituiert sein kann, und n für 0 oder 1 steht, oder ihrer Salze als wirksamen Bestandteil.