AT28614B - Papiervorschubvorrichtung für Telegraphenapparate. - Google Patents

Papiervorschubvorrichtung für Telegraphenapparate.

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AT28614B
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Inventor
Maximilien Kotyra
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Maximilien Kotyra
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Description


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  Papiervorschubvorrichtung für Telegraphenapparate. 



   Es sind Telegraphenapparate mit Klaviatur für Morse-Schrift bekannt, bei denen die Morse-Zeichen nicht durch den Taster gegeben werden, sondern als längere oder kürzere Kontakte auf einer durch das   Triebwerk bewegten Vorrichtung ausgebildet   sind, die ihrerseits beim Drucke auf eine Taste   über feste Kontakte hinbewegt wird.   



   Bei diesen Apparaten, wie überhaupt bei allen in praktischer Verwendung stehenden Morse-Apparaten, wird der Papierstroifen durch das Uhrwerk vorgeschoben ; so ist vorgeschlagen worden, dieses Uhrwerk bei Beginn der Abgabe der ein Zeichen bildenden Reihe von   Stromstössen   selbsttätig auszulosen und nach   Beendigung dieser Reihe   von Stromstössen durch   Anschlagen   einer besonderen Taste an der Geberstelle still zu setzen. Diese Einrichtung führt keinesfalls die zur leichten   Lesbarkeit der Depeschen erforderliche   Regelmässigkeit der Zwischenräume zwischen den aufeinanderfolgenden Zeichen herbei. 



   Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun eine Anordnung, bei welcher der Vorschub des   Papierstreifens   auf dem   Empfänger   nicht   nur durch Anschlagen einer     Gebertaste eingeleitet, sondern auch beim Loslassen derselben selbsttätig unterbrochen wird.   



  Es wird   nämlich   hei Anschlagen einer Gebertaste ein Strom durch die Linie gesendet und bis zum Loslassen der Taste aufrecht erhalten,   während die Zeichenstromstösse durch Ver-   stärkung dieses   Linienstromes erzeugt werden. Das Resultat dieser Anordnung ist eine   absolute Gleichmässigkeit in bezug auf die Zwischenräume zwischen den einzelnen Zeichen. 



   In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung zur Darstellung gebracht, u. zw. ist als   Beispiel die Anwendung der   neuen Vorrichtung auf einen bekannten Morse-Telegraphengeber mit Klaviatur gewählt. Bei diesem SApparate ist für jedes Morse- 
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 einem dauernd umlaufenden   Triebwerke   zum Eingriffe und werden durch dieses in ihrer   Längsrichtung   in das Gehäuse hineingezogen. Dabei schleift eine an der Taste   befestigte   
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 dos betreffenden Morse-Zeichens entsprechenden Hervorragungen versehen ist.

   Hiebei werden   Strolllschliessungen und-Unterbrechungen   in der Hauptleitung hervorgebracht, die den   Empfänger   sinngemäss beeinflussen, Nach Abgabe des Zeichens werden dann die Tasten selbsttätig von dem $Triebwerke losgekuppelt und wieder in ihre   Lage zurückgeführt.   



   In den   Zeichnungen 7. c : 6t   Fig. 1 das Schaltungsschema einer Geber- und einer Empfängerstation, die mit den neuen Vorrichtungen ausgerüstet sind. Fig. 2   stellt einen   
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   Linienleitung. Der Geber T umfasst den mit längeren und kürzeren Hervorragungen ver-   sehenen Kontakt und die Kontaktfeder F, die zur Abgabe des betreffenden Zeichens   über   den Kontakt C hinweggeführt wird. Der Kontakt C ist an den einen I'ol   einer Orts-   batterie P3 angeschlossen, deren anderer Pol über den Elektromagneten M mit der Kontaktfeder F verbunden ist.

   Ausser   dem Kontakte   C ist nun für jede Taste noch ein Kontakt C1 angeordnet, mit dem während der Abgabe des Zeichens eine zweite Kontaktfeder F1 in 
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Der in den Stromkreis der Ortsbatterie   p3   gelegte Elektromagnet M wirkt auf ein Relais R, dessen ASnker r geerdet ist und zwischen den Kontakten 2 und 3 schwingt, die ihrerseits an don Linienbatterien P1 und P2 liegen. In der Ruhelage befindet sich der Anker r unter der Wirkung einer Feder   1   in Berührung mit dem Kontakte   2,   so   dass   nur die Linienbatterie P1 mit Erde verbunden ist.

   Zieht Al jedoch den Anker    < 'an und kommt   dieser dadurch in Berührung mit dem Kontakte 3, so wird auch die Linienbatterie P2 an Erde gelegt, u. zw. in Hintereinanderschaltung mit   PI.   Der die Leitung alsdann durch- 
 EMI2.1 
   umgehender   Nebenschlusswiderstand S verhindert, dass während der Tätigkeit des Relais eine vollständige Stromunterbrechung eintritt. 



   Auf der   Empfangerstation B   ist ein polarisierter Elektromagnet N angeordnet, dessen Wicklung in Hintereinanderschaltung mit dem Empfängermagneten O liegt. Wird die Wicklung N von einem Strome durchflossen, so wird der polarisierte Kern derselben entmagnetisiert. Der Anker von   N ist   mit einem Hebel 4 versehen, der bei 5 drehbar gelagert und am anderen Ende mit einer Nase 6 versehen ist. Diese arretiert in der Ruhestellung den Windfang 7 des durch das Rad 9 angedeuteten Uhrwerkes, welches die Papiervorschubrollen I und das Farbrad E antreibt. 



   In der in Fig. 1 gezeichneten Ruhestellung des Hebels 4 also befinden sich 6 und 7 in Eingriff und das Uhrwerk ist festgestellt. Sobald jedoch ein Stromstoss durch die Linie anlangt, wird der Magnet   N entmagnetisiert,   die Feder   4a zieht   die Nase 6 von dem Windfange 7 zurück, und das Uhrwerk setzt sich in Bewegung, um so lange in Bewegung zu bleiben, wie ein Strom durch die Linienleitung bzw. die Wicklung von N fliesst. Der von dem Empfängerelektromagneten 0 beeinflusste Schreibhebel 10 ist mittelst seiner Gegen-   feder   so eingestellt, dass er erst bei einem erheblich stärkeren   Stromstosse anspricht,   als er zur Auslösung des Uhrwerkes erforderlich ist. 



   Die Wirkungsweise ist hienach klar : Wird eine der Tasten des Gebers   niedergedrückt.   so wird der Stromkreis der Linienbatterie Pl bei Cl und F1 über die Linienleitung sogleich geschlossen und bleibt geschlossen während der ganzen Zeit, die zur Abgabe des betreffenden Zeichens notwendig ist. Während dieser Zeit fliesst also über die Linie dauernd ein Strom, der stark genug ist, um den Elektromagneten   N   zu entmagnetisieren und damit das Uhrwerk ausgelöst zu erhalten. Der l'apierstreifen 13 des   Empfängers wird   daher während dieser Zeit mittelst   der Yorschubrolle 7 von   der Rolle 12 abgewickelt und bei dem Schreib-   hebe) vorübergeführt. Der   Strom ist jedoch nicht stark genug, um das Ansprechen des Schreibhebels zu bewirken.

   Das erfolgt vielmehr erst   hei jedesmaligem Eintritte einer Be-   
 EMI2.2 
   dass der Strom   in derselben so verstärkt wird, dass nunmehr der Schreibhebel anspricht und das Zeichen gibt. 



   In Fig. 2 und 3 ist dargestellt, wie sich die Anwendung der Erfindung bei dem bereits kurz beschriebenen telegraphischen Sender nach D. R. P. Nr. 153198 gestaltet. An der   Vorderseite des Apparates   ist, unter   sämtlichen   Tasten hinlaufend, eine Kontaktschiene 15 angeordnet, die durch ein Isolierstück 15a von dem Gestelle isoliert und an einen Pol der 
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 die mit Kontaktfedern versehen sind, die den Kontakten C1 in Fig. 1 entsprechen.

   Mit diesen Kontaktfedern kommen die einzelnen Tasten, die wie das ganze Gestell, mit dem   einen Pol der Ortsbatterie/   verbunden sind und somit den Kontakt F1 in Fig. 1   re-     priisentieren,   in   Beriihrung und bleiben mit ihnen   in Berührung, während die Tasten durch das Triebwerk in das   Gehäuse   hineingezogen werden und die Kontaktfedorn F über den dembetreffendenZXeichenentsprechendenKontaktCschleifen. 



   Anstatt des polarisierten Elektromagneten N, der gemäss Fig. 1   die Auslösung   des Uhrwerkes bewirkt, kann natürlich auch ein polarisiertes Relais verwendet werden. Die   Wicklung 17 desselben (vg@. Fig. 4) wi   rd dann auf der Empfängerstation an die Linien-   leitung   gelegt,   während Jer Anker beim Anlangen eines Stromstosses   eine   Ortsbatterio l'   
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 Anordnung kann auch für den Betrieb des Hauptmagneten 0 verwendet werden. Die Schaltung ist dann   gemäss Fig. 5   anzuordnen, nach welcher der Hauptmagnet 0 von einer Ortsbatterie betrieben wird. deren Einschaltung durch ein polarisiertes Relais 20 erfolgt. 



    Ks mag noch bemerkt   werden, dass die Anwendung der Erfindung natürlich nicht an den telegraphischen Geber nach D. R. P. Nr. 153198 gebunden ist. Sie könnte vielmehr auch   bei telegraphischen Gebern anderer ähnlicher Konstruktion Verwendung finden, auf den Geber nach der genannten Patentschrift ist nur beispielsweise Bezug genommen.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Papiervorschubvorrichtung für Telegraphonapparate, die mit Gebern für selbsttätige Abgabe von aus einer Reihe aufeinander folgender Stromstösse gebildeten Zeichen nach Anschlagen je einer Taste für jedes Zeichen ausgerüstet sind, während das Papier- EMI3.1 Gebestelle bei Beginn der Zeichenabgabe ausgelöst bzw.
    nach Beendigung derselben angehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anschlagen jeder Gebertaste an der Gebestelle zunächst ein die Linie und eine Stromquelle enthaltender Stromkreis geschlossen und beim Loslassen der Taste selbsttätig unterbrochen wird, so dass während der ganzen Zeit, wo die Taste angeschlagen ist, ein Strom durch die Linie geht, welcher das Laufwerk ausgelöst hält, während die Zeichenstromstösse dadurch gebildet werden, dass bei Herstellung der Zeichenkontakte die Stromstärke in der Linie erhöht wird, beispielsweise durch Steigerung der elektromotorischen Kraft im vorgenannten Stromkreise.
    2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher auf der Empfängerstation die das Laufwerk beherrschende elektromagnetische Vorrichtung und der Hauptmagnet hintereinander geschaltet sind, während die Geberstation mit zwei verschieden starken Batterien ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, dass beim Niederdrucke einer Taste zunächst die schwächere Batterie eingeschaltet wird, deren Strom nur so stark ist, dass er wohl die Auslösung des Laufwerkes bewirkt, nicht aber den Hauptmagneten zum Ansprechen bringt, während bei Herstellung der dem betreffenden Morse-Zeichen entsprechenden Kontakte jedoch die zweite Batterie in Reihe mit der ersten an die Leitung gelegt wird, so dass nun auch der Schreibhebel anspricht.
    3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 21 dadurch gekennzeichnet, dass die Einschaltung der zweiten Batterie auf der Geberstation durch ein Relais erfolgt : das durch eine bei Herstellung der Morse-Kontakte geschlossene Ortsbatterie erregt wird und mit einem Nebenschlusswiderstande versehen ist, durch den während der Schwingungen des Relaisankers ein Strom zur Linienleitung fliesst, der die elektromagnetische Vorrichtung zur Auslösung des Papiervorschublaufwerkes erregt hält.
AT28614D 1905-04-11 1905-04-11 Papiervorschubvorrichtung für Telegraphenapparate. AT28614B (de)

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