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Papiersackmaschine oder dgl. mit selbsttätiger Aus-und Einrückvorrichtung des
Klebstoffapparates bei mangelndem oder wieder zugeführtem Papierbogen.
Die meisten der bisher verwendeten Klebstoffapparate für Papiersackmaschinen u. dgl. haben den Missstand, dass, wenn aus irgendeinem Grunde ein Papierbogen nicht zugeführt wird, die Bewegung des Klebstempels von Hand abgestellt werden muss. Wird dies aus irgendwelchem Grunde versäumt, so tindet der Kiebstoffauftrag auf die Unterlage des
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nachträglich einen Stillstand der Maschine herbeiführt und ein (gründliche Reinigung derselben bzw. der betreffenden Kiebstoffstelle bedingt. Hiedurch wird Ausschussware erzeugt und ausserdem viel Zeit vergeudet, bis die Maschine wieder in Gang gesetzt werden kann.
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empfindliche Teile derselben beschädigt werden können.
Stets aber bedarf es bei solchen Maschinen einer steten und ermüdenden Aufmerksamkeit seitens der die Maschine bedienenden
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wird. Diese Vorrichtungen haben aber den Nachteil, dass die Maschine dann wieder \on Hand in Gang gesetzt werden muss und dass die während des Stillstandes auf den verselhiedfnen Bearbeitungsstationen befindlichen Werkstücke (Papiersäcke) sich in einem
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erhalten wird.
DenGegenstanddervorliegendenErfindungbildetnuneinebesondereArteienr Tastervorrichtung, durch welche die vorerwähnten Missstände beseitigt werden. Findet keine
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Teile der Maschine weiter arbeiten. Sobald wieder ein Bogen zugeführt wird, hndet auch sofort und selbsttätig wieder ein Ktebstoffauftrag auf diesen statt. Da auch nach A 11-
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der Maschine nicht statt.
Im wesentlichen besteht der Gegenstand vorliegender Erfindung aus einem durch den
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lagcplatte des Papierbogens, wodurch eine Auslösung der Arretiervorrichtung des Kl'bstoff- stempels, d. h. ein Klebstoffauftrag verhindert wird. Diese Tastervorrichtung kann für
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Auflegotisch für den Papierbogen dar und sind ans derselben ferner drei verschiedene Lagen des Tasters ersichtlich ; nämlich in ausgerücktem Zustande (ausgezogene Linien) auf dem Papierbogen aufsitzend (strichpunktiert) und in die Aussparungen des Tisches greifend (strichliert).
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiele ist angenommen, dass die Zufuhrung des Papierbogens 1 auf den schräg liegenden, am Arme 2 gehaltenen Tisch 4 mittels rotierender Zuführwalzen 3 bewirkt wird. Hernach wird der Bogen durch, an endloser intermittierend
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und auf der nächsten Haltestelle der Klebstoff für dein Längsfalz dieses Bogens aufgetragen.
Es wird als selbstverständlich betrachtet, dass der Klebstoffapparat samt seiner selbsttätigen Arretiervorrichtung an einer beliebig anderen Haltestelle einer Maschine zur Herstellung : von Papiersäeken angeordnet oder für beliebig analere Zwecke verwendet werden kann.
Der Klebstoffstempel 6 ist bei dem gezeichneten Beispiel mittels Arme 9 an einer . Achse 10 festgehalten, welche zwecks Aufnahme von Klebstoff durch den Stempel an einem horizontal verschiebbaren Schlitten 11 drehbar gelagert ist. Die Vorwärtsbewegung des Klobstoffstempels erfolgt in bekannter Weise durch Verschiebung des Schlittens 11 auf seiner Führungsstange 12 mittels einer Schubstange 30, eines Winkelhebels 31 und eines Exzenters a.
Zum Zwecke, einen Klebstoffauftrag herbeizuführen bzw. diesen zu verhindern, wenn kein Papierbogen zugeführt wird, dient folgende Vorrichtung : In eine Aussparung 80S am Schiebarm 30 des Klebstoffschlittens 11 greift der eine Arm 36 einer winkelförmigen Sperrklinke, an deren anderem Arme 55, je nachdem ein Auftrag von Klebstoff erfolgen soll
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bzw. diese unterbleibt. In einem Lagerständer 45 ist in der oberen Platte derselben verschiebbar ein Schieber 4. 3 gelagert und gelenkig mit einem Winkelhebel 45 verbunden, der durch eine Feder 44 in einer bestimmten Position gehalten und aus derselben durch einen, auf der Antriebswelle 32 sitzenden Exzenter b verschoben wird.
Auf diesem Schieber 42 sitzt ein zweiter, durch ersteren mitbewegter Schieber 59, welcher mittels durch seine Schlitze 40 ? gehender Schrauben an ersterer quer verschiebbar festgehalten ist. Durch diesen
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letzteren statt, sofern ein Papierbogen 1 auf dem Znführtische 4 liegt, indem durch Anstoss an den Arm 38 die Sperrklinke 36 gedreht wird. derart, dass der Vorwärtsbewegung des Klebstoffstempels liein Hindernis im Wege steht. Ist dagegen kein Bogen auf den Tisch 4 befördert, so findet eine seitliche Verschiebung des Schiebers dz statt, derart, dass bei der Vorwärtsbewegung von Schieber 42 samt Schieber 59 dessen Aussparung 41 gerade vor
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Verschiebung des Klebstempels nicht stattfinden kann.
Die Seitenverschiebung des Schiebers 3. 9 wird durch den auf den Bogen @@etenden Taster 54 bewirkt, sofern kein Bogen auf dem Tische 4. aufgelegt ist. Der Taster 54 ist mittels seines Armes 55 auf einer Achse 50 befestigt, die an den Lagern-1 drehbar festgehalten ist.
Auf der Achse 50 sitzt forner ein Winkelhebel 4 & , dessen hori/ontalerArm mittels einer vertikal vom Exzenter c verschobenen Stange 49 gewöhnlich gehoben ist, wenn der Taster 54 seine Ruhelage einnimmt,
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wird die Achse 50 infolge Einwirkung einer Feder 56 auf den Taster 54 gedreht, bis der Taster auf dem Papierbogen aufsitzt.) In dieser Lage liegt der Hebel 48 nahe an dem Schieber 39, ohne jedoch diesen zu bewegen. Bei aufgelegtem l'apierbogen setzt dieser dem Taster einen solchen Widerstand entgegen, dass er nicht in die Aussparungen 55 des Zuführtisches 4 eintreten kann.
Ist aber kein Bogen aufgelegt, so vollführt der Taster infolge der Wirkung der Feder 56'eine weitere Bewegung in die Aussparungen 51 hinein, wobei die Achse 50 so weit gedreht wird, dass der Hebel 48 den Schieber 59 so weit verschiebt, bis seine Aussparung 41 vor dem Arme 5-s'der Sperrklinke liegt, so dass diese nicht ausgelöst wird.
Da die Betätigung der Sperrklinke stets selbsttätig und nur dann geschieht, wenn ein Bogen zugeführt wird, dagegen ebenso selbsttätig unterbleibt, wenn dies nicht der Fall ist, so ist die Bedienung einer Maschine, die mit Klebstoffapparat gemäss vorliegender Erfindung versehen ist, eine bedeutend einfachere und sind Störungen der Maschine infolge Klebstoffauftrages bei nicht zugeführten Papierbögen vollständig ausgeschlossen.
Es ist klar, dass durch den Taster bei nicht zugeführtem Bogen die Sperrklinke bzw. eine andere Sperrvorrichtung am Freigeben des Klebstempels auch noch in anderer Weise
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als der vorbeschriebenen verhindert werden kann. Als charakteristisch für die Maschine wird die Anordnung eines Tasters in solcher Weise vorgesehen, dass ohne Beeinflussung der anderen Arbeitsstellen der Maschine beim selbsttätigen Abstellen des Klebstoffapparates, dieser auch sofort wieder selbsttätig in Funktion tritt, wenn wieder ein Papierbogen auf
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Papiersackmaschine oder dgl. mit selbsttätiger Ans-und Einrückvorrichtung des Klebstoffapparates bei mangelndem bzw. wieder zugeführtem Papierbogen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Taster mit der Aus- und EiurUckvorrichtung des Klebstoffapparates der Maschine so verbunden ist, dass der bei aufgelegtem Papierbogen eingerückte Klebstoffapparat bei fehlendem Bogen abgestellt wird, während die Tätigkeit der übrigen Arbeitsorgane der Maschine nicht beeinflusst wird, zum Zwecke, die in der Maschine befindlichen anderen Erzeugnisse in ihrer Bearbeitung nicht zu stören bzw. ein neuerliches. Anlassen sowohl des Klebstoffapparates, als auch der anderen Arbeitsorgane überflüssig zu machen.