AT28204B - Verfahren zur Haltbarmachen von Wasserstoffsuperoxydlösungen. - Google Patents

Verfahren zur Haltbarmachen von Wasserstoffsuperoxydlösungen.

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AT28204B
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Walter Dr Phil Heinrici
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Walter Dr Phil Heinrici
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Haltbarmachen von Wasserstoffsuperoxydlösungen. 
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 zwar versucht diesen   Prozess   durch Zusatz von Konservierungsmitteln aufzuhalten und für diesen Zweck Alkohol, Äther, Borsäure,   Karbolsäure,   Thymol,   Menthol, Kampfer, -Naphthol,   schwefelsaures Chinin, Glyzerin, Chlorzink, Formalin usw. zu verwenden. 



   Meine Erfahrungen gehen aber dahin, dass die Wirksamkeit aller dieser Stoffe eine geringe ist ; die einzigen brauchbaren Konservierungsmittel sind bisher einige starke Mineralsauren und einige starke organische Sauren, z.   B.   Essigsäure. Für viele   Zwecke, namentlich   zur Verwendung in der Medizin, sei es, dass das   Wasserstoffsuperoxyd   innerlich, oder als   Mundwasser,   oder für chirurgische Zwecke verwendet werden soll, ist ein Wasserstoff-   superoxyd,   welches durch Säurezusatz haltbar gemacht worden ist, nicht verwendbar.

   Speziell für medizinische Zwecke befindet sich allerdings ein chemisch reines, aber hochkonzentriertes   Wasserstoffsuporoxyd im Handel   ; jedoch erscheint dieses hochkonzentrierte Wasserstoffsuperoxyd wegen seines hohen Preises von einer allgemeinen Verwendung ausgeschlossen. 



   Ich habe nun gefunden, dass es gelingt verdünnte wässrige Wasserstoffsuperoxyd- 
 EMI1.2 
   z.   B.   Azetamid, Benzamid   ; Imide, z. B. succinimid, Phthalimid; Azylderivate aromatischer Basen, z. B. Azetxylidid, Azetanilid, Phenazetin, Laktophenin, Thymazetin, Toluolsulfosäure-   phf-netidid   ; Harnstoffderivate, z. B.   Bcnzylharnston',   Phenylharnstoff, methylurazil. 



   Beispiele : 1. Eine ans   käuflichem,     chemisch   reinem, 30 Gewichtsprozente H2 O2 enthaltendem Wasserstoffsuperoxyd hergestellte Wasserstoffsuperoxydlösung von annähernd 
 EMI1.3 
 nach Ablauf von 8 - 14 Tagen der Gehalt auf etwa die Hälfte zurückgeht. 



   Fügt man aber pro Liter   0-.')-l Benzamid   hinzu, so verbraucht 1 cm3 dieses 
 EMI1.4 
   enthaltenden   Lösung 60 cm3 Kaliumpermanganat (1 : 1000) verbraucht hatte. 



   2. Dieselbe Wasserstoffsuperoxydlösung verbrauchte nach Zusatz von   0#5   g Phthalimid 
 EMI1.5 
 permanganat (1 : 1000) verbraucht. 



   3. Phcnazotin   und Laktophenin, in Dosen von 0#2 g   pro   I. iter zugesetzt, wirken   bereits stark   konservierend. Mit Phenazetin (0#2) geschütztes Wasserstoffsuperoxyd verbraucht   
 EMI1.6 
 

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 schützt selbst noch in Mengen von   0'1     9   pro Liter und werden nach Zusatz dieser Menge noch 52   cm3   Kaliumpermanganatlösung (1 :   1000)   verbraucht. 



   Die Erfindung besteht also darin, dass die verdünnten   Wasserstoffsuperoxydlösungen,   die bisher nur durch starke Säuren in Wirklichkeit konserviert werden konnten, auch durch kleine Mengen neutraler Stoffe aus der Klasse der Amide, Imide und   Harnstcff-   derivate haltbar werden und dass dadurch die Anwendung der Wasserstoffsuperoxydlösungen als Desinfektionsmittel für zahlreiche neue Zwecke ermöglicht wird, so z. B. für Reinigung der Mund-und Nasenhöhle, sowie der Zähne. 



   Es ist zwar bekannt, dass die katalytische Zersetzung von Wasserstoffsuperoxyd durch Zusatz von Harnstoff und dessen Derivaten, Anilin usw. gehemmt oder verhindert werden kann, allein hieraus konnte nur geschlossen werden, dass durch vorliegende Zusätze das Wasserstoffsuperoxyd in seiner desinfizierenden oder dgl. Wirkung mindestens erheblich geschwächt werden würde. Die vorliegende Erfindung beruht auf einer hiezu im Gegensatz stehenden, d. h. neuen Erkenntnis. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :   
1. Verfahren zum Haltbarmachen verdünnter wässriger Lösungen von Wasserstoff-   supssroxyd, darin bestehend,   dass diesen Lösungen geringe Mengen solcher neutraler organischer Verbindungen zugesetzt werden, die als Derivate des   Ammoniaks   aufzufassen sind.

Claims (1)

  1. 2. Das Verfahren nach Patent-Anspruch 1, in der Weise ausgeführt, dass den haltbar zu machenden wässrigen Lösungen von Wasserstoffsuperoxyd geringe Mengen von Körpern aus der Klasse der Azidylamide, Azidylimide, Azidylderivate der aromatischen Basen und der. Azidylharnstoffe, welche organische Verbindungen Derivate des Ammoniaks sind, zugesetzt werden.
AT28204D 1905-08-08 1905-08-08 Verfahren zur Haltbarmachen von Wasserstoffsuperoxydlösungen. AT28204B (de)

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