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Verfahren und Vorrichtung zum nachträglichen Verkleinern der Querschnitte von Schornsteinen bzw. Schornsteinzügen
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Schornsteins ausfüllt, diesem eine Rüttelbewegung in seitlicher Richtung erteilt wird, so dass seine
Seitenwandungen eine Verdichtung der eingegossenen ihn umgebenden Betonmasse vornehmen, dann der Formkörper unter Fortsetzung der Rüttelbewegung nach oben gezogen und weitere Betonmasse seitlich des Formkörpers eingegeben wird, bis das obere Ende des Schornsteins erreicht ist.
Es ist zwar bereits ein Verfahren zum Verputzen der Innenwände von Schornsteinen bekannt, bei dem ein Formkörper unter der Wirkung eines Rüttlers im Schornstein hochgezogen wird und bei dem von oben her eine verhältnismässig dünnflüssige Mörtelmasse eingebracht wird, die beim Hochziehen des
Formkörpers an den Innenwänden des Schornsteins eine neue Verputzschicht bildet. Durch dieses bekannte Verfahren konnte jedoch das Verfahren nach der Erfindung nicht nahegelgt werden, da bei dem bekannten Verfahren der Rüttler in erster Linie den Zweck hat, oberhalb des Formkörpers das
Eindringen der Mörtelmasse in die Fugen des bestehenden Schornsteins zu bewirken und ausserdem der
Formkörper elastisch ausgebildet und somit zum Verdichten erdfeuchter Betonmassen im Sinne der
Erfindung nicht geeignet ist.
Nach einer praktischen Ausführungsform des Verfahrens der Erfindung kann der eine
Rüttelbewegung ausführende Formkörper als Leitkörper für die einzubringende Füllmasse verwendet werden. Zu diesem Zweck kann als Formkörper ein Körper zylindrischen Querschnittes verwendet werden, der sich nach oben kegelartig verjüngt.
Die Erfindung ist weiterhin auf Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens abgestellt.
Bei einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung ist der Formkörper mit einem Träger eines elektrischen Unwuchtmotors verbunden.
Um den gleichen Formkörper für verschieden grosse Querschnittsverminderungen eines bestehenden Schornsteins verwenden zu können, ist nach einer weiteren Ausführungsform der Mantel des Formkörpers auswechselbar.
Bei einer weiteren Vorrichtung gemäss der Erfindung, bei der der Formkörper mit einem elektrischen Unwuchtmotor verbunden ist, ist es vorteilhaft, den Formkörper am Boden mit einer elektrischen Stromspeiseleitung zu versehen, so dass von unten her bzw. vom Boden des Schornsteins die elektrische Energie zugeführt werden kann.
Durch die neu gewählte Querschnittsfläche und die runde Querschnittsform und das entstandene wärmedämmende Futter werden die Abgastemperaturen kaum einem Abfall unterworfen, und der Druck im Schornstein erhöht sich dadurch ausreichend, so dass er selbst bei niedrigen Eintrittstemperaturen der Abgase noch voll funktionsfähig ist. Auch Versottungen treten bei Abgasen mit geringem Taupunkt (Abgase aus mit öl gefeuerten Öfen) nicht mehr auf. Auch bereits versottete Schornsteine können nach dem Verfahren der Erfindung erhalten bleiben, indem die neue Schale einen neuen Schornstein bildet, während das angegriffene Mauerwerk nur noch den Mantel bildet. Dadurch wird der Versottungsvorgang selbst gestoppt, so dass das versottete Mauerwerk nunmehr austrocknen kann.
Nach einer Ausführungsform des Verfahrens der Erfindung ist es weiterhin möglich, auch nicht senkrecht hochgeführte Schornsteine oder Schornsteine, die im Verlauf ihres Weges eine Abschrägung aufweisen und sich dann senkrecht wieder fortsetzen, mit einer Auskleidung gemäss der Erfindung zu versehen. Dies kann auf eine einfache Weise nach einer Ausführungsform des Verfahrens der Erfindung erreicht werden, indem an den Stellen, an denen der Schornstein beginnt, schräg zu laufen, in dem Mauerwerk ein Loch hergestellt und provisorisch eine Rolle eingeführt wird und ebenfalls eine entsprechende öffnung an derjenigen Stelle hergestellt und eine Rolle eingebracht wird, an der der schräggeführte Schornsteinquerschnitt wieder in den senkrechten Schornstein übergeht.
Dadurch wird der die Rüttelbewegungen ausführende Formkörper bis zur Schrägabweichung in senkrechter Richtung wirksam geführt und wird weiterhin durch die beiden Rollen in der Schräglage geführt. Dies kann beispieslweise dadurch unterstützt werden, dass an dem Hinterende des Formkörpers ein Seil, ein Kabel od. dgl. angebracht wird, durch dessen Gewicht der Formkörper auch bei Hindurchbewegung durch einen schräg gerichteten Zug etwa zentrisch geführt wird. In der Praxis hat sich jedoch herausgestellt, dass eine solche zentrische Führung in dem schräg verlaufenden Abschnitt des Schornsteins nicht unbedingt erforderlich ist. Wesentliche Funktion der Rollen ist, dass der zu rüttelnde Formkörper während seiner Aufwärtsbewegung durch die Rolle bzw. Rollen zentrisch geführt wird.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise zur Darstellung gebracht.
Fig. l zeigt einen Teillängsschnitt durch einen Schornstein mit einer Vorrichtung gemäss der Erfindung. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1.
Mit-3-ist allgemein ein Schornstein bezeichnet, der an seinem unteren Ende durch einen
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Verschluss in üblicher Weise zugänglich ist. Von oben her wird vermittels eines Zugseiles --4-- ein allgemein mit --5-- bezeichneter Formkörper eingelassen, der bei-6-an seinem oberen Ende kegelförmig zuläuft und bei-7-mit dem Zugseil --4-- verbunden ist. Am Boden des Formkörpers --5-- ist ein mit --8-- bezeichnetes Stromkabel angebracht, das zu einem Netzanschluss führt. --9-- bezeichnet allgemein das einzubringende bzw. eingebrachte Füllmaterial.
Der Formkörper-5-besteht aus einem Formmantel mit einem eingebauten Unwuchtmotor, der über das Stromkabel --8-- mit elektrischer Energie gespeist wird und der bei seiner Rotationsbewegung eine Rüttelbewegung des Formkörpers-5-verursacht.
Der Formkörper-5--wird zu Beginn des Arbeitsvorganges am Boden des Schornsteininneren angeordnet, und von oben her wird Füllmaterial, insbesondere in der Form einer Betonmischung eingelassen, die den Formkörper allseitig umgibt und die durch die Rüttelbewegung allmählich verfestigt wird. Unter allmählicher Aufwärtsbewegung des Formkörpers --5-- wird weiteres Füllmaterial kontinuierlich oder diskontinuierlich eingelassen, bis der gesamte Schornsteinquerschnitt mit dem Füllmaterial ausgefüllt ist. Dadurch wird dann ein neuer Schornstein mit verringertem Querschnitt hergestellt, der vorzugsweise, wie bei --10-- in Fig. 2 angedeutet ist, kreisförmigen Querschnitt hat, der jedoch auch einen andern, ovalen od. dgl. Querschnitt annehmen kann, sofern dies gewünscht sein sollte.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren, um bei fertigen Schornsteinen bzw. Schornsteinzügen den Querschnitt nachträglich
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Formkörper aufgesetzt wird, dessen Querschnitt in etwa dem neuen kleineren Querschnitt des Schornsteins entspricht, eine Füllmasse in Form einer erdfeuchten Betonmasse eingebracht wird, die den Zwischenraum zwischen dem Formkörper und der Innenwandung des Schornsteins ausfüllt, diesem eine Rüttelbewegung in seitlicher Richtung erteilt wird, so dass seine Seitenwandungen eine Verdichtung der eingegossenen ihn umgebenden Betonmasse vornehmen, dann der Formkörper unter Fortsetzung der Rüttelbewegung nach oben gezogen und weitere Betonmasse seitlich des Formkörpers eingegeben wird bis das obere Ende des Schornsteins erreicht ist.
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