AT165588B - Verfahren und Vorrichtung zum Verputzen der Innenwandungen von Schornsteinen unter Anwendung des Mörtelspritzverfahrens - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verputzen der Innenwandungen von Schornsteinen unter Anwendung des Mörtelspritzverfahrens

Info

Publication number
AT165588B
AT165588B AT165588DA AT165588B AT 165588 B AT165588 B AT 165588B AT 165588D A AT165588D A AT 165588DA AT 165588 B AT165588 B AT 165588B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
mortar
nozzle body
chimneys
inner walls
outlet channel
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Geiger
Original Assignee
Josef Geiger
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Josef Geiger filed Critical Josef Geiger
Application granted granted Critical
Publication of AT165588B publication Critical patent/AT165588B/de

Links

Landscapes

  • On-Site Construction Work That Accompanies The Preparation And Application Of Concrete (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren und Vorrichtung zum Verputzen der Innenwandungen von Schornsteinen unter Anwendung des Mörtelspritzverfahrens   
Es ist bekannt, dass der zwischen den Ziegeln der Innenwände von Schornsteinen befindliche Mörtel nach längerer Benutzungsdauer, insbesondere bei Heizung der angeschlossenen Öfen mit Koks, infolge der zersetzenden Einwirkung der Rauchgase zerfällt und aus den Fugen rieselt, so dass die abströmenden Gase in benachbarte Kamine und durch diese in an sie angeschlossene Wohnräume gelangen können. 



  Es sind daher, um diesem Übelstand abzuhelfen, bereits wiederholt Vorrichtungen vorgeschlagen worden, mittels welcher die   Schomsteininnen-   wände zwecks Verschliessung der mörtelfrei gewordenen Fugen mit Mörtel überstrichen werden. Diese Vorrichtungen bestehen gewöhnlich aus einem mittels eines Schlauches in den Schornstein einzulassenden Körper, welchem der Mörtel von oben her durch den Schlauch zugeführt wird und dessen allseitig elastische Wände sich an die Schornsteinwandungen anlegen. Beim Hochziehen dieses Körpers wird der auf seine elastischen, z. B. aus Gummi bestehenden Platten gelangte Mörtel an den Schornsteininnenwänden abgestrichen. 



   Dieses bisher angewendete Verfahren hat aber den Nachteil, dass durch das Überstreichen nur eine oberflächliche Abdeckung der bis in   beträchtliche   Tiefe vom Mörtel freigewordenen
Fugen erzielt werden kann, dass aber eine Wieder- ausfüllung der leeren Fugenräume mit Mörtel nicht oder nur in sehr unvollkommenem Masse stattfindet. 



   Es ist zwar demgegenüber auch schon vor- geschlagen worden, den Mörtel beim Einfliessen in den Schlauch unter Druck zu setzen in der
Absicht, ihn aus dem Düsenkopf unter Druck zu verspritzen und gegen die Kaminwandungen zu schleudern. Doch konnte der beabsichtigte
Erfolg nicht erzielt werden, weil ein in dieser
Weise angewendeter Druck eine Anpressung des Mörtels an die Schlauchwände bewirkt, wodurch erhöhte, dessen Fortbewegung im
Schlauch hemmende Reibungswiderstände ent- stehen. Die aufgewendete Druckleistung wird also bereits ganz oder zum grössten Teil auf dem
Wege bis zum Düsenkörper verbraucht, so dass der Mörtel aus diesem überhaupt nicht mehr unter Druck ausgeschleudert wird, sondern 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Objektes aufzustellen, auf welches dessen Inhalt aufzubringen war.

   Es lag in diesen Fällen also nicht die Notwendigkeit vor, das in   breiförmigem   Zustand befindliche Schleudergut auf längerem Wege zur Austrittsdüse zu befördern. Bei dem in Frage stehenden Verfahren zur Auskleidung der Wände von engen, nicht begehbaren Kaminen kann jedoch der Mörtelbehälter nur ausserhalb der letzteren angeordnet werden und hat der Mörtel bei hohen Wohnhausbauten und dementsprechend langen Kaminen einen beträchtlichen Weg bis zur Austrittsdüse zurückzulegen. 



  Durch die Anwendung des an sich bekannten Verfahrens, bei welchem der Mörtel erst an der Austrittsstelle unter Druck gesetzt wird, wird daher im vorliegenden Sonderfall ein grosser Vorteil gegenüber dem anderen bekannten Verfahren erzielt, bei welchem man diesen Druck bereits auf den von der Austrittsstelle weit entfernten Behälter wirken lässt, wobei seine Wirkung aber an dieser Austrittsstelle aus den angegebenen Gründen kaum noch oder überhaupt nicht mehr zur Geltung kommt. Denn erst durch das neue Verfahren ist es überhaupt möglich geworden, den beabsichtigten Zweck einer tatsächlichen Ausfüllung der leer gewordenen Mörtelfugen in ihrer vollen Tiefe mit Mörtel zu erzielen. 



   In der Zeichnung ist die zur Durchführung des Verfahrens dienende Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Fig. 1 zeigt einen axialen Längsschnitt durch   die Verrichtung   und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie   lI-lI   der Fig. 1. Der an den Mörtelschlauch   1   mittels des Rohrstückes 2 und der Überwurfmutter 3 angeschlossene Oberteil 4 des   Düsenkörpers   ist an seiner abwärtsgerichteten Seite entsprechend der nach der Linie 5, 6, 7 verlaufenden Erzeugendcn trichterförmig ausgedreht. Mit ihm ist der Unterteil 8 durch einen eingeschraubten 
 EMI2.1 
 Verbindungswege 9'zwischen Zapfen 10 und   Rmg   9 sind im Querschnitt zur Verringerung des Widerstandes gegen die Mörtelbewegung keilförmig ausgebildet.

   Durch die dem Oberteil 4 zugekehrte Oberfläche des Unterteils 8 wird der ununterbrochen ringförmige Austrittskanal 11 für den durch das Rohrstück 2 zufliessenden Mörtel gebildet. Durch diesen Kanal wird der Mörtel aus seiner lotrechten Abwärtsbewegung in wesentlich waagrechter Richtung abgelenkt. Nahe dem Austrittsende des ringförmigen Düsenkanals 11 münden in diesen die im Kreis im   Oberteil 4 angeordneten Kanäle 12 für die Zuführung der Druckluft. Zu diesen Kanälen   gelangt letztere durch den konzentrisch den Mörtelschlauch 1 im Abstand umgebenden, den   Düsenkörper   tragenden Schlauch 13 und die an den Oberteil 4 mittels der   Überwurf mutter 14   angeschlossene Kappe 15. 



   Die Wirkungsweise des Düsenkörpers ist hienach folgende : Durch den in der Kappe 15 und den   Kanälen 12   in voller Höhe herrschenden Druck der eingepressten Luft ist nur die im kurzen Endstück des Austrittskanales 11 enthaltene Mörtelmenge in Bewegung zu setzen und   auszuschleudern.   Der nach allen Seiten in wesentlich waagrechter Richtung mit grosser Geschwindigkeit   ausgesch1euderte   Mörtel dringt daher beim langsamen Hochziehen des Düsenkörpers im Kamin bis in das Innerste der Icergewordenen Kaminfugen ein und füllt sie in ihrer ganzen Tiefe aus. Das Entweichen von Rauchgasen durch das   Kaminmauerwerk   wird nach dem neuen Verfahren und durch die entsprechend demselben durchgebildete Vorrichtung in wirksamster Weise unterbunden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Verputzen der Innenwandungen von Schornsteinen unter Anwendung des Mörtelspritzverfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass der Mörtel und die Druckluft dem in den Kamin abzusenkenden Düsenkorper durch je eine besondere Leitung zugeführt werden und die Einleitung der Druckluft in den mit Mörtel gefüllten Austrittskanal des Düsenkörpers nahe von dessen Mündung erfolgt 2. Düsenkörper zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Austrittskanal (11) des in an sich bekannter Weise zweiteilig ausgeführten Düsenkörpers in seiner ganzen Länge durch den ringförmigen Zwischenraum zwischen seinem Oberteil (4) und dem mit diesem durch ein Zwischenstück (9) zentral verbundenen Unterteil (8) gebildet wird.
    3. Düsenkörper nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sein Oberteil (4) eine Mehrzahl von zweckmässig im Kreis angeordneten Luftzuführungskanälen (1 enthält, die iü den wesentlich rechtwinkelig zur Düsenkörperachse verlaufenden Austrittskanal (11) nahe dessen Mündung (7) einmünden.
    4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Zuführung der Druckluft zum Düsenkörper ein den Mörtelzuführungsschlauch (1) konzentrisch in kurzem Abstand umgebender zweiter Schlauch (13) dient.
AT165588D 1946-09-25 1946-09-25 Verfahren und Vorrichtung zum Verputzen der Innenwandungen von Schornsteinen unter Anwendung des Mörtelspritzverfahrens AT165588B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT165588T 1946-09-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT165588B true AT165588B (de) 1950-03-25

Family

ID=34199947

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT165588D AT165588B (de) 1946-09-25 1946-09-25 Verfahren und Vorrichtung zum Verputzen der Innenwandungen von Schornsteinen unter Anwendung des Mörtelspritzverfahrens

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT165588B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT378399B (de) * 1983-02-08 1985-07-25 Kuenzl Adolf Sen Ing Verfahren und vorrichtung zum einbringen einer waermedaemmschale od. dgl. in einen kaminschacht

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT378399B (de) * 1983-02-08 1985-07-25 Kuenzl Adolf Sen Ing Verfahren und vorrichtung zum einbringen einer waermedaemmschale od. dgl. in einen kaminschacht

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT165588B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verputzen der Innenwandungen von Schornsteinen unter Anwendung des Mörtelspritzverfahrens
DE449233C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Glasspinnen
DE604737C (de) Blasvorrichtung zum Aufschleudern eines Gemisches von Druckluft, Sand und Wasser
AT378399B (de) Verfahren und vorrichtung zum einbringen einer waermedaemmschale od. dgl. in einen kaminschacht
DE396308C (de) Schlusspfropfen fuer Schmelzoefen
DE705953C (de) Verfahren und Einrichtung zum Ausblasen von Formsand aus Behaeltern bei Formmaschinen u. dgl.
DE581532C (de) Vorrichtung zum Auskleiden der Innenflaeche von Schornsteinen und sonstigen Hohlkoerpern
AT340716B (de) Wasserdruck-spritzgerat
DE332047C (de) Verfahren zum UEberziehen von Gegenstaenden durch Aufschleudern zerstaeubten, fluessigen UEberzugsmaterials
DE678762C (de) Vorrichtung zum Verfugen von Schornsteininnenwaenden
DE653798C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verputzen der Innenwandung von Schornsteinen
AT250127B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Innenemaillieren von Hohlgefäßen
CH109584A (de) Feuerlöschverfahren und Einrichtung zur Ausführung desselben.
DE668770C (de) Strahlrohr zum Anschluss an Gartenschlaeuche
AT120281B (de) Beton- oder Mörtelförderpumpe.
DE1072902B (de) Selbsttätig schließende Zapfpistole zur Abgabe von flüssigen Brennstoffen
AT228238B (de) Verfahren und Einrichtung zur Kesselreinigung
DE1601959C (de) Vorrichtung zur Zugabe von rauchgas seitig Korrosionen verhindernden Stauben oder aufgeschlammten Stäuben
AT97724B (de) Mit trockenem Löschpulver arbeitende Feuerspritze.
AT155391B (de) Verfahren zum Aufbringen von Verputz aus Asbestzement.
AT138512B (de) Zerstäuber für zahnärztliche Zwecke.
AT128088B (de) Behälter zum Auspressen flüssigen Schmiermittels durch Druckluft oder Druckgas.
AT200473B (de) Schreibspitze
DE124689C (de)
DE604753C (de) Schutzvorrichtung fuer Rauchgasspeisewasservorwaermer