DE449233C - Verfahren und Vorrichtung zum Glasspinnen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Glasspinnen

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DE449233C
DE449233C DEH105980D DEH0105980D DE449233C DE 449233 C DE449233 C DE 449233C DE H105980 D DEH105980 D DE H105980D DE H0105980 D DEH0105980 D DE H0105980D DE 449233 C DE449233 C DE 449233C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B37/00Manufacture or treatment of flakes, fibres, or filaments from softened glass, minerals, or slags
    • C03B37/01Manufacture of glass fibres or filaments
    • C03B37/02Manufacture of glass fibres or filaments by drawing or extruding, e.g. direct drawing of molten glass from nozzles; Cooling fins therefor
    • C03B37/03Drawing means, e.g. drawing drums ; Traction or tensioning devices

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Glasspinnen. Glasgespinst wird in der Regel in der Weise industriell hergestellt, daß zunächst das Glas in Stabform gebracht und dann der Glasstab an der Spitze erwärmt und erweicht wird; damit sich ein einen Faden nach sich ziehender Glastropfen -ablöst.
  • Man hat statt dessen vorgeschlagen, die flüssige Glasmasse unmittelbar aus Bodenöffnungen eines Behälters mit geschmolzenem Glase, z. B. einer Wanne, ausfließen und hier nach Tropfenbildung in Fäden ausspinnen zu lassen. Unter der Wanne ist dann unmittelbar in gewissem Abstand eine Haspelvorrichtung angeordnet, auf die das Glas in freiem Fall auftropfen und anschließend einen fortlaufenden Faden bilden soll.
  • Vorliegende Erfindung gibt nun eine praktisch brauchbare und neuartige Lösung des Problems, Glasfäden aus den Bodenöffnungen der Wanne zu spinnen. Gemäß der Erfindung tritt die flüssige Glasmasse nicht mehr unmittelbar aus den Bodenöffnungen aus, sondern muß zunächst eine in den Wannenboden eingesetzte Ausflußröhre oder Düse durchfließen, welche in regelbarer Weise beheizt wird und deren feine Bohrung der Stärke des Tropfens und nachfolgenden Fadens angepaßt ist. Diese enge Düse bewirkt eine gleichmäßige Bewegung der Glasflüssigkeit mit entsprechend geringer Fließgeschwindigkeit und dadurch eine zuverlässige Bildung gleichmäßig runder Tropfen von der für die Fadenbildung. besten und regelbaren Temperatur und Zähigkeit. Auch wird die Tropfengröße praktisch unabhängig vom Glasstand im Behälter. Durch Schrägstellung der Ausflußdüse wird der Reibungswiderstand, der dem Durchfluß des flüssigen Glases entgegengesetzt wird, noch erhöht und somit die Strömungsgeschwindigkeit noch mehr verlangsamt. Außerdem wird durch die schräg stehende Düse die Tropfbildung selbst wie das Ablösen des Glastropfens von dem Düsenende gefördert.
  • Gemäß der Erfindung wird nun die schräge Ausflußdüse durch einen Heiz- oder Feuerraum (z. B. Feuerkanal des Wannenofens) geleitet, dessen Temperatur geregelt werden kann. Die von den Feuer- oder Abgasen umspülte Ausflußdüse, welche aus geeignetem feuerfesten Material (Porzellan, Schamotte) besteht, wird auf solcher Temperatur gehalten, daß das darin herunterfließende Glas einen bestimmten beschränkten Temperaturabfall.,erleidet und sich beim Verlassen der Düse in einem nicht mehr ganz flüssigen, aber tropfbaren, spinnfähigen Zustand befindet.
  • Die Ausflußdüse, welche als eigentliches Spinnorgan anzusprechen ist, steckt mit ihrem unteren Ende in einem erweiterten Rohr, das sich gleichfalls durch den Feuerraum. ,erstreckt und ebenso wie die Düse regelbar erwärmt wird. Das Innere des erweiterten Führungsrohres wird so warm gehalten, daß der sieh ablösende Tropfen und nachziehende Faden bis zum Auftreffen auf den Haspel in einem teigig viskosen Zustand gehalten werden.
  • Die Düse und das Führungsrohr gewähren gleichzeitig dem Glas einen abgeschlossenen Durchgang durch den unter der Wanne befindlichen Feuerkanal. Das Führungsrohr kann das Düsenende mit einem Flansch dicht umschließen, so daß hierdurch eine vollkommene Abdichtung des Rohrinneren gegen den Feuerraum erreicht wird. Düse und Führungsrohr können aber auch nur so ineinanderstecken, daß letzteres keinen oberen Abschluß hat.
  • Gemäß der Erfindung kann auch das Führungsrohr bis zu der Haspeltrommelverlängert sein.
  • In der Zeichnung ist eine nach dem neuen Glasspinnverfahren arbeitende Vorrichtung in beispielsweiser Ausführung veranschaulicht.
  • Abb. i ist ein Längsschnitt durch einen. Teil der Wanne mit einer Spinnvorrichtung in. schematischer Darstellung.
  • Abb.2 zeigt insbesondere die feuerdichte Verbindung zwischen Ausflußdüse und Führungsrohr.
  • Abb.3 zeigt eine besondere Ausbildung des Führungsrohres.
  • In dem Boden a der Glaswanne b ist eine enge Ausflußröhre oder Düse c schräg eingesetzt, die mit ihrem unteren Ende d in einem erweiterten Führungsrohr e steckt. Düse c und Führungsrohr e durchdringen den unten durch eine Wand f abgeschlossenen Feuerkanal g, dessen Temperatur regelbar ist. Wie Abb. -i zeigt, ist das Führungsrohr e oben offen, so daß zwischen letzterem und der Düse ein Ringspalt h gelassen ist.
  • Gemäß Abb.2 kann aber auch das Führungsrohr oben durch einen Flansch L abgeschlossen sein.
  • Wie Abb. 3 zeigt, kann das Führungsrohr h bis an die Haspeltrommel L reichen. Die Haspeltrommel 1 ist in bekannter Weise mit einer Mulde m versehen, in welcher der Glastropfen fällt, so daß der nachziehende Glasfaden an der Haspeltrommel L zur Anlage und Aufwicklung kommt.
  • Die beschriebene Vorrichtung arbeitet in der Weise, dä.ß das Glas in der Düse c einen Temperaturabfall von beispielsweise ioo° C erleidet und in noch gut tropfbarem, spinnfähigem Zustand sich befindet. Von der schrägen Ausflußöffnung d der Düse c löst sich ein fadenz%ehender Glastropfen leicht los und durchfällt zunächst den von dembeheizten Führungsrohr e gebildeten Hohlraum, ohne wesentlich abgekühlt zu werden. Der teigig viskose Zustand des Glases bleibt bis zum Aufwinden auf die Trommell erhalten.

Claims (1)

  1. PA T INTÄNSPRÜCHL.: i. Verfahren zum Glasspinnen durch Ausfiießenlassen der geschmolzenen Masse aus von außen beheizten Bodenöffnungen des Glasbehälters, dadurch gekennzeichnet, daß das geschmolzene Glas durch an die Bodenöffnungen anschließende und in regelbarer Weise beheizte Leitkanäle nach unten fließt und dadurch auf den Tropfen bildenden und Faden ziehenden Flüssigkeitszustand .gebracht wird. ' 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d:aß ein in den Wannenboden (a) eingesetztes Düsenrohr (c) mit dem unteren Ende (d) in einem ° Führungsrohr (e) von zur freien Tropfenbildung ausreichender Weise steckt und- beide #von einem Heizraum (g) regelbarer Temperatur umgeben sind. -3. Vorrichtung nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß das aus geeiao-neteT feuerfester Masse bestehende Düsenrohr (c) schräg gestellt ist. q.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Führungsrohr (e) oberhalb - der Düsenmündung (d) mit einem Flansch (i) an das Düsenrohr dicht anschließt. 5. Vorrichtung nach Anspruch i - bis 3,: dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenmündung frei im offenen oberen Ende des Führungsrohres steckt. 6. Vorrichtung nach Anspruch i .bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Führungsrohr (h) außerhalb des Heizraumes bis an die bekannte Ha?peltromm-el (L) verlängert ist.
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Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742168C (de) * 1938-11-03 1943-11-24 Glas Wolle Kom Ges W Schuller Verfahren und Vorrichtung zum Abschmelzen von Glasstaeben
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