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Einrichtung zum Heizen oder Kühlen von Räumen
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fläche besitzen und dass das Spannelement in der Länge veränderbar ist und an den Schenkeln an Stellen angreift, die von den Verbindungsstellen zwischen Schenkel und Mittelstück einen Abstand haben, so dass durch Verändern der Länge des Spannelementes die Schenkel so weit gegeneinander gebogen werden können, bis die beiden Lamellenflügel in einer gemeinsamen Ebene liegen und die Wärmeaustauschfläche i mit ihrer ganzen Auflagefläche berühren.
Auf diese Weise wird, unter der Voraussetzung, dass für die raumbegrenzende Konstruktion ein Auf- bau gewählt wird, der es ermöglicht, vor der Herstellung der tragenden Decke oder Wand die Wärme- leitbleche bezüglich der Wärmetauschfläche zu montieren, erreicht, dass die Wärmeleitbleche, welche an sich eine definierte Auflagefläche besitzen, bei ihrer Befestigung an den Heizrohren ohne zusätzli- I chen Aufwand zugleich so eingerichtet werden können in bezug auf die Wärmeaustauschfläche, dass die ganze Auflagefläche am Wärmeübergang teilnimmt. Die vorgenannte Voraussetzung ist beispielsweise bei der in der österr. Patentschrift Nr. 237 251 beschriebenen Konstruktion erfüllt.
Bei der Bodenheizung strebt man eine absolut ausgeglichene Bodentemperatur an. Gemäss einem be- kannten Vorschlag werden zu diesem Zweck Strahlungslamellen angewendet, welche im Gegensatz zu den bereits erwähnten Wärmeleitblechen die Wärmeaustauschfläche nur mit den Enden der Lamellen- flügel berühren und den Wärmeübergang zu dieser im wesentlichen durch Strahlung vermitteln. Sie wer- den in einer im voraus bestimmbaren Verteilung auf die Heizrohre aufgesetzt,
Bei einer kombinierten Boden- und Deckenheizung ergeben sich jedoch hinsichtlich der Verteilung der genannten Strahlungslamellen Schwierigkeiten, weil die Heizrohre auch mit Wärmeleitblechen für die Deckenheizung belegt sind, deren Anzahl und Verteilung in der Regel von denen der Bodenheizung verschieden sind.
Um auch bei der kombinierten Boden-und Deckenheizung das Ziel der Erfindung zu erreichen, wird deshalb vorgeschlagen, zwischen den Wärmeleitblechen für die Deckenheizung Distanzstücke auf den
Heizrohren vorzusehen, welche den gleichen Aussendurchmesser wie das runde Mittelstück der Wärme- leitbleche aufweisen, und aus einem runden Mittelstück und zwei daran anschliessenden geschweiften
Lamellenflügeln bestehende Strahlungslamellen für die Bodenheizung auf die Mittelstücke der Wärme- leitbleche und die Distanzstücke aufzupressen. Auf dièse were gelingt es, die Wärmeleitbleche und die
Strahlungslamellen je in vorbestimmter, voneinander unabhängiger Anzahl und Verteilung anzuordnen.
An Hand der Zeichnungen wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigen Fig. 1 per- spektivisch zwei auf einem Heizrohr montierte Wärmeleitbleche, Fig. 2 perspektivisch zwei bekannte, auf ein Heizrohr aufgepresste Strahlungslamellen und Fig. 3 in entsprechender Darstellung eine gemein- same Anordnung von Wärmeleitblechen und Strahlungslamellen. Die Fig. 4 und 5 veranschaulichen in
Grund-und Aufriss eine auf einer unvollendeten Deckenkonstruktion angebrachte Heizeinrichtung nach der Erfindung.
In Fig. 1 ist ein Heizrohr 1 dargestellt, auf dem zwei Wärmeleitbleche 2 anliegen. Diese
Wärmeleitbleche 2 weisen je ein das Heizrohr 1 umfassendes rundes Mittelstück 3 und zwei durch Schenkel 4 mit diesem verbundene Lamellenflügel 5 auf. Die Lamellenflügel 5 besitzen eine ebene, durch eine scharfe Biegekante gegen den zugehörigen Schenkel 4 abgegrenzte Auflage- fläche. Unmittelbar unterhalb des Mittelstückes 3 befindet sich ein Loch 6 in den Schenkeln 4 der Lamellenflügel 5. Durch diese Löcher sind Schlossschrauben 8 gesteckt, die zusammen mit einer Unterlegscheibe 9 und einer Flügelmutter 7 die Schenkel 4 zusammenziehbar haltern.
Mit dieser Halterung können sowohl die Wärmeleitbleche 2 an das Heizrohr 1 gepresst als auch die Lamellenflügel 5 gegenüber einer Auflage eingestellt werden.
Die Strahlungslamellen 22 nach Fig. 2 sind an sich und auch in der gezeichneten Ausführung be- kannt. Sie sind mit ihrem runden Mittelstück 23 auf das Heizrohr 1 aufgepresst, so dass die an das
Mittelstück 23 anschliessenden geschweiften Lamellenflügel 24 mit ihren Enden gegen eine Wär- meaustauschfläche drücken.
Bei der Anordnung nach Fig. 3 trägt das Heizrohr 1 drei Wärmeleitbleche 2 nach Fig. 1. Zwi- schen diesen Wärmeleitblechen befinden sich auf dem Heizrohr l Distanzstücke 34, die den glei- chen Aussendurchmesser aufweisen wie das runde Mittelstück 3 der Wärmeleitbleche 2. Die Wär- meleitbleche sind in Fig. 3 mit drei verschiedenen möglichen Spannelementen dargestellt, nämlich ein- mal mit einer Splintverbindung 35, einmal mit einer Schraubenverbindung 36 und einmal mit einer Nietverbindung 37. Die Einstellung der Lamellenflügel 5 erfolgt im Falle der Splint- und der Nietverbindung durch allmähliches Zusammendrücken des Splints bzw. des vorzugsweise aus zwei ineinandersteckbaren Teilen bestehenden Niets. Über den Wärmeleitblechen 2 sind zwei Strahlung- lamellen nach Fig. 2 montiert.
Die runden Mittelstücke 23 derselben weisen einen derartigen Durch-
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messer auf, dass sie über die runden Mittelstücke 3 der Wärmeleitbleche 2 und die Distanzstücke 34 gepresst werden können.
Mit dieser Anordnung kann die Heiz einrichtung in vorausbestimmter Weise installiert werden. Wäh- rend früher bei kombinierten Boden- und Deckenheizungen jeweils nur abwechselnd ein Wärmeleitblech für die Deckenheizung und eine Strahlungslamelle für die Bodenheizung auf das Heizrohr aufgesetzt wer- den konnte, können bei der beschriebenen Lösung Wärmeleitbleche und Strahlungslamellen unabhängig voneinander in der jeweils erforderlichen Anzahl und Verteilung angeordnet werden.
Dies ist in denFig. 4 und 5 deutlich dargestellt, wobei Fig. 4 den Grundriss einer installierten Heiz- einrichtung für kombinierte Boden- und Deckenheizung im Zustand vor dem Erstellen der tragenden
Decke darstellt. Fig. 5 zeigt in grösserem Massstab den entsprechenden Aufriss dieser Anordnung im
Schnitt.
Das eine Heizschlange bildende Heizrohr 1 wird über den Vorlauf V und den Rücklauf R gespeist. Die Wärmeleitbleche 2 für die Deckenheizung sind beispielsweise mit Splinten 35 am
Heizrohr 1 gehalten. In der linken Hälfte der beiden Fig. 4 und 5 sind ferner Strahlungslamellen 22 für die Bodenheizung sichtbar. Der bereits bestehende, begehbare Teil der Decke besteht aus Fertigträ- gern 41 mit dem Gitterwert 42 und zwischen diesen Fertigträgern 41 eingelegten Schalenstei- nen 43. In den Durchführungen des Heizrohres l durch die Fertigträger 41 sind Schalen 44 aus komprimierbarem Material, wie beispielsweise Wellpappe, vorgesehen.
Die Montage einer derartigen Heizeinrichtung geschieht folgendermassen : Zuerst werden die Fertig- träger 41 in die Wände des Baues eingelassen und die Schalensteine 43 eingelegt. Hierauf wird in bekannter Weise die Heizschlange 1 eingebaut. Gemäss der Heizungsberechnung werden nun die Wär- meleitbleche 2 für die Deckenheizung mit den Distanzstücken 34 montiert. An den erforderlichen
Stellen werden die Strahlungslamellen 22 für die Bodenheizung aufgepresst, die dank der Distanz- stücke ebenfalls gemäss den Berechnungen montierbar sind. Nun werden die Wärmeleitbleche 2 für die Deckenheizung mit den Splinten 35 verspannt, so dass die ebenen Lamellenflügel 5 möglichst plan auf den die Wärmeaustauschfläche bildenden Schalensteinen 43 aufliegen.
Hierauf werden die
Schalensteine beispielsweise mit Hourdi-Steinen bedeckt, worauf die tragende Decke aus Beton darüber gegossen werden kann.
Auf diese Weise sind sowohl die Heizrohre als auch die Wärmeleitbleche für die Deckenheizung und die Strahlungslamellen für die Bodenheizung frei dehnbar eingebaut. Die Wärmeübertragung auf die Wärmeaustauschfläche kann dank dem erreichbaren planen Aufliegen der Lamellenflügel im voraus genau berechnet werden, so dass die Gefahr einer Überhitzung einzelner Stellen eines Raumes vermieden werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Heizen oder Kühlen von Räumen, bei der mit Abstand von einer Decke oder Wand eine raumbegrenzende Konstruktion aus plattenförmigen, eine Wärmeaustauschfläche bildenden Körpern angeordnet ist und bei der die Wärmeleitung zwischen den Heiz- oder Kühlrohren, die sich im Hohlraum zwischen der Decke oder Wand und den plattenförmigen Körpern befinden, und der Wärmeaustauschfläche durch Wärmeleitbleche erfolgt, die je ein das Heiz- oder Kühlrohr umfassendes Mittelstück und zwei durch Schenkel mit diesem verbundene, auf den plattenförmigen Körpern frei aufruhende und mit Rücksicht auf Wärmedehnungen auf den plattenförmigen Körpern frei bewegliche Lamellenflügel aufweisen,
wobei das Mittelstück durch ein die beiden Schenkel gegenseitig verbindendes Spannelement auf dem Rohr festklemmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenflügel (5) eine ebene, durch eine scharfe Biegekante gegen den zugehörigen Schenkel (4) abgegrenzte Auflagefläche besitzen und dass das Spannelement (7,8) in der Länge veränderbar ist und an den Schenkeln an Stellen angreift, die von den Verbindungsstellen zwischen Schenkel und Mittelstück (3) einen Abstand haben, so dass durch Verändern der Länge des Spannelementes die Schenkel so weit gegeneinander gebogen werden können, bis die beiden Lamellenflügel in einer gemeinsamen Ebene liegen und die Wärmeaustauschfläche mit ihrer ganzen Auflagefläche berühren.
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