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Selbstentwicklereinrichtung (Selbstentwicklerkamera oder
Selbstentwickleradapter) für Filmverbände
Die Erfindung betrifft eine Selbstentwicklereinrichtung (Selbstentwicklerkamera oder Selbstentwick- leradapter) für Filmverbände, von denen jeder aus einem lichtempfindlichen Negativblatt und einem Po- sitivbildblatt besteht, die beim Herausziehen des Filmverbandes aufeinandergelegt und in dieser Lage zwischen zwei druckausübenden Teilen, z. B. Walzen hindurchgezogen werden, um eine Behandlungs- flüssigkeit zwischen den beiden Blättern zu einer Schicht auszubreiten, wobei jeder Filmverband mit einer
Zuglasche zum Erfassen beim Wegziehen versehen ist.
Um die Zuglaschen der Filmverbände zum Wegziehen derselben richtig erfassen zu können, sind be- reits verschiedene Massnahmen bekannt. Hiebei wird bei Verwendung einzelner Filmverbände beim Ein- setzen des Filmverbandes in die Kamera oder in eine an die Kamera ansetzbare Selbstentwicklereinrichtung die Zuglasche zwischen den druckausübenden Teilen, z. B. Druckwalzen, so eingelegt, dass sie ge- nügend weit nach aussen ragt. Bei Verwendung von aus mehreren Filmverbänden bestehenden Filmpacks werden entweder die Zuglaschen aller Filmverbände gemeinsam zwischen den Druckwalzen eingelegt, wobei dann Vorsorge getroffen werden muss, dass beim Wegziehen eines Filmverbandes nicht durch Reibungsschluss Zuglaschen anderer Filmverbände mitgezogen werden können.
Es sind aber auch Filmpacks bekannt, bei denen beim Wegziehen eines Filmverbandes dieser die Zuglasche des nächsten Filmverbandes erfasst, zwischen den Druckwalzen einzieht und so weit nach aussen mitnimmt, dass diese Zuglasche wieder richtig erfasst werden kann. Bei einer bekannten Selbstentwicklereinrichtung, die als an eine Kamera ansetzbare Kammer ausgebildet ist, ist in dieser Kammer eine Zugstange mit einer Zange zum Erfassen der Zuglasche ausgestattet.
In allen Fällen muss jedoch die Zuglasche des Filmverbandes, mindestens aber die Zuglasche des ersten Filmverbandes beim Einsetzen in die Kamera oder eine andere Selbstentwicklungseinrichtung zwischen den Druckwalzen so eingelegt werden, dass die Zuglasche genügend weit nach aussen ragt. Dabei besteht nun stets die Möglichkeit, dass unbeabsichtigt an der Zuglasche gezogen wird und hiebei ein noch unbelichteter Filmverband verdorben wird. Bei Filmpacks, bei denen die Zungen aller Filmverbände nach aussen ragen, kann ebenso gleichzeitig mit der gewünschten Zuglasche die Zuglasche eines noch nicht belichteten Filmverbandes mit erfasst werden.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Selbstentwicklereinrichtung der einleitend beschriebenen Art so auszugestalten, dass die Zuglasche eines Filmverbandes erst dann zwischen den Druckwalzen eingeführt und nach aussen vorgeschoben wird, wenn der betreffende Filmverband weggezogen werden soll.
Dieses Ziel wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass bei einer Selbstentwicklereinrichtung der eiläuterten Art ein zum Einführen der Zuglasche eines Filmverbandes zwischen den druckausübenden Teilen und zum Vorschieben der Zuglasche nach aussen dienenden Schieber vorgesehen ist, der mittels eines von aussen betätigbaren Griffstückes aus einer in der Zugsrichtung des Filmverbandes von den druckausübenden Teilen liegenden Ausgangsstellung mit einem an der Zuglasche des Filmverbandes angeord- neten Mitnehmer in Eingriff versetzbar ist und anschliessend mit der Zuglasche zwischen den Druckwalzen bis zu einem vorbestimmten Abstand von der Entnahmeöffnung für den Filmverband nach aussen verschiebbar ist.
Diese Ausbildung bietet gegenüber den bekannten Einrichtungen ähnlicher Art mehrere wichtige Vor-
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teile, insbesondere bei Verwendung von Filmverbänden, die zu Filmpacks vereinigt sind. Vor allem wirkt bei der erfindungsgemässen Selbstentwicklereinrichtung der Zuführungsteil formschlüssig mit der Zugla- sche des Filmverbandes zusammen und nicht durch Reibungsschluss, wie bei bekannten Einrichtungen, bei denen infolgedessen auf eine Zuglasche nur eine beschränkte Zugkraft ausgeübt werden kann, um sie zwi- schen den Druckwalzen vorzuschieben.
Bei diesen bekannten Einrichtungen wird deshalb die Zuglasche mit einer Z-Faltung versehen, die eine Bewegung eines Teiles des Führungsabschnittes zwischen die druck- ausübenden Teile gestattet, während ein weiterer Teil als Führungsabschnitt, der mit dem lichtempfind- lichen und zweiten Blatt gekuppelt ist, ortsfest verbleibt. Dieser Führungsabschnitt kann erst durch kräf- tigen manuellen Zug an der Zuglasche zwischen den Walzen durchgezogen werden. Diese Z-Faltung kann bei der erfindungsgemässen Selbstentwicklereinrichtung entfallen, weil bei der formschlüssigen Verbindung des Zuführungsteiles mit der Zuglasche die ausgeübte Zugkraft vollkommen ausreicht, auch den ganzen
Filmverband jedenfalls soweit vorzuziehen, bis die Zuglasche zum Erfassen bereit steht. Der Entfall der
Z-Faltung vereinfacht auch den Aufbau der Filmverbände.
Die erfindungsgemässe Selbstentwicklereinrichtung kann in verschiedener Weise weiter ausgestattet werden. Die Erfindung sieht ausserdem einen in der erfindungsgemässen Selbstentwicklereinrichtung mit
Vorteil verwendbaren Filmverband vor, der mit einer Rücklaufsperre zum Festhalten der vorgeschobenen
Zuglasche ausgestattet ist.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, in der unter Be- zugnahme auf die Zeichnungen einige Ausführungsbeispiele näher erläutert sind. In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 eine teilweise aufgerissene Seitenansicht einer in einer Kamera angeordneten Selbstentwick - lereinrichtung gemäss der Erfindung, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines in Verbindung mit der Ka- mera nach Fig. 1 benutzbaren Filmpacks von hinten betrachtet, Fig. 3 einen Schnitt des in Fig. 2 dargestellten Filmpacks, wobei die Schnittlinie im wesentlichen in der Mitte zwischen den Seitenkanten ver- läuft, Fig. 4 eine teilweise perspektivische Ansicht eines einen Bestandteil des Filmpacks gemäss Fig. 2 bildenden Filmverbandes, Fig. 5 eine perspektivische Teilansicht, welche verschiedene Bauteile des Apparates gemäss Fig. 1 zeigt, Fig.
6,7 und 8 Teilschnittansichten der in Fig. 1 dargestellten photographischen Kamera in verschiedenen Betriebsstellungen, Fig. 9 eine Schnittansicht einer andern Ausführungs- form der erfindungsgemässen Zuführungseinrichtung, Fig. 10 und 11 eine Schnittansicht einer weiteren Aus- führungsform der erfindungsgemässen Zuführungseinrichtung.
In Fig. 1 ist als Ausführungsbeispiel ein photographischer Apparat 10 in Form einer mit der erfindungsgemässen Selbstentwicklereinrichtung ausgestatteten Kamera dargestellt. Die Kamera weist ein Gehäuse mit einem Vorderabschnitt 12 auf. Dieser Vorderabschnitt 12 hat eine Vorderwand 14, die einen zurückspringenden Abschnitt 16 mit einer Belichtungsöffnung 18 aufweist, durch welche die Belichtung des lichtempfindlichen Materials bewirkt wird, das in der Kamera eingesetzt wird. Zur Abdeckung des zurückspringenden Abschnittes 16 und als Bett für eine übliche Linsen- und Verschlussanordnung 22 dient eine schwenkbar angelenkte Klappe 20.
Die Linsen- und Verschlussanordnung 22 ist mit dem zurückspringenden Abschnitt 16 über einen zusammendrückbaren Balg 24 verbunden, der an einem Ende an der Linsen-und Verschlussanordnung und mit dem andern Ende an dem zurückspringenden Abschnitt, die Öffnung 18 umgebend, befestigt ist. Gemäss der Zeichnung ist die Selbstentwicklereinrichtung in einer Kamera eingebaut. Die Selbstentwicklereinrichtung kann aber auch in Form eines Kamerarückwandteiles oder eines Filmpackadapters gestaltet sein, der an der Rückseite einer Kamera befestigt oder. mit dieser gekuppelt werden kann.
In diesem Falle entfallen die Klappe, das Linsen- und Verschlusssystem samt dem Balg und die Vorderseite des Gehäuses wird dann in der Weise ausgebildet, dass eine Befestigung an der Kamera oder einer andern Belichtungseinrichtung möglich wird, mit welcher der Filmpack bzw. der Adapter benutzt werden soll. Das Kameragehäuse weist ferner einen rückwärtigen Abschnitt 26 mit einer Rückwand 28 und Seitenwänden 30 auf. Dieser rückwärtige Gehäuseabschnitt 26 wirkt mit dem vorderen Gehäuseabschnitt zusammen und bildet mit diesem eine Kammer 32 hinter der Belichtungsöffnung 18, welche zur Aufnahme des Filmpacks dient, u. zw. in einer solchen Lage ; dass eine Belichtung durch die Öffnung 18 möglich wird.
Der Filmpack wird in der Kammer 32 derart eingefügt, dass der Vorderabschnitt des Packs der rückwärtigen Oberfläche des zurückspringenden Abschnittes 16 anliegt. Der hintere Gehäuseabschnitt 26 ist schwenkbar an dem vorderen Gehäuseabschnitt 12 an einem Ende des Gehäuses angelenkt, welches gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel als oberes Ende bezeichnet werden soll. Die Anlenkung erfolgt über ein Scharnier 34 derart, dass die beiden Gehäuseabschnitte aufgeklappt werden können, um einen Filmpack in die Kammer 32 einzufügen. Am unteren Ende des Kameragehäuses ist zwischen dem vorderen und hinteren Gehäuseabschnitt eine Öffnung 36 vorgesehen, welche das Herausziehen eines Filmverbandes aus dem Gehäuse ermöglicht.
Eine geeignete Klinkenanordnung üblicher Bauart, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, kann im unteren Teil des Gehäuses vorgesehen wer-
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den, um die beiden Gehäusehälften in der geschlossenen Stellung oder in der Betriebsstellung, die in der
Zeichnung dargestellt ist, zusammenzuhalten.
Die Kamera 10 ist, wie bereits erwähnt, in der Weise ausgebildet, dass sie in Verbindung mit einem
Filmpack benutzt werden kann, d. h. mit einer Zusammenstellung einzelner Filmverbände, von denen jeder belichtet und zwecks Erzeugung eines sichtbaren Bildes behandelt wird. Die dargestellte Kamera kann insbesondere mit einem Filmpack der in der USA-Patentschrift Nr. 2,991, 702 beschriebenen Bauart verwendet werden. Der beispielsweise in den Fig. 2 - 4 dargestellte Filmpack enthält mehrere in bekann- ter Weise aufgebaute Filmverbände, die zwecks Erzeugung eines positiven photographischen Abzuges be- lichtet und behandelt werden und in einem lichtdichten Behälter eingeschlossen sind, der eine Belichtung der Filmverbände in richtiger Reihenfolge gewährleistet.
Jeder Filmverband hat einen Führungsabschnitt, der die beiden Blätter miteinander verbindet und die
Blätter übereinanderliegend aus der Kamera zwischen den druckausübenden Teilen wegzieht. Nach Be- lichtung jedes lichtempfindlichen Blattes wird der das lichtempfindliche Blatt enthaltende Filmverband aus dem Behälter zwischen den druckausübenden Teilen der Kamera weggezogen, um die Behandlungs- flüssigkeit aus dem aufreissbaren Behälter des Filmverbandes zwischen dem lichtempfindlichen und zwei- ten Blatt auszubreiten.
Der Filmpack 108 weist einen Behälter 110 im wesentlichen von der Gestalt eines Parallelepipedes auf, welcher eine Vorderwand 112, eine Rückwand 114, Stirnwände 116 und 118 und Seitenwände 120 hat. Der Behälter, kann aus irgend einem steifen Material hergestellt sein, das gegenüber dem im Behäl- ter angeordneten lichtempfindlichen Material aktinischen Licht undurchlässig ist. Der Behälter kann z. B. aus Karton, steifem Papier, Metall, organischem Plastikmaterial u. dgl. bestehen. Beim dargestellten
Beispiel weist der Behälter einen ersten oder Vorderabschnitt mit einer Vorderwand 112, Stirnwänden 116 und 118 und Seitenwänden 120 und einen zweiten oder rückwärtigen Abschnitt mit der Rückwand 114 auf.
Der Vorderabschnitt ist vorzugsweise aus organischem Plastikmaterial hergestellt und weist seitlich vor- springende Flansche 122 längs der Hinterkanten der Seitenwände 120 auf. Die Rückwand 114 des hinteren
Gehäuseabschnittes des Behälters besteht vorzugsweise aus Blech und weist Kanäle 124 an den Seitenkanten auf, welche mit den Flanschen an den Seitenwänden 120 zusammenwirken. Ausserdem ist ein
Flansch 126 an einer Kante vorgesehen, der mit der Stirnwand 118 zusammenwirkt und eine Gleitbewegung des rückwärtigen Gehäuseabschnittes in Richtung auf das andere Ende zu gegenüber dem Vorderabschnitt verhindert und einen lichtdichten Abschluss des Behälters an der Verbindung zwischen Stirnwand 118 und Rückwand 114 gewährleistet.
Die Rückwand ist in der Nähe des Flansches 126 mit nach innen gerichteten Einprägungen 128 versehen, die als Anschlag dienen und mit dem Flansch in der Weise zusammenwirken, dass eine Bewegung des hinteren Gehäuseabschnittes gegenüber dem vorderen Gehäuseabschnitt verhindert wird. Die Vorderwand 112 ist mit einer rechteckigen Belichtungsöffnung 130 ausgestattet, durch welche Licht auf das lichtempfindliche Material auftreffen kann, das zwecks Belichtung in dem Behälter hinter der Vorderwand liegt. Der Behälter weist eine zweite oder Wegzugsöffnung 132 auf, die von der rückwärtigen Kante der Stirnwand 116 und der Rückwand 114 begrenzt wird. Die Stirnwand erstreckt sich zu diesem Zweck nur teilweise über diese Stirnseite auf die Rückwand hin.
Der Filmpack weist wenigstens einen, jedoch vorzugsweise mehrere Filmverbände 138 auf, die vollständig im Behälter 110 eingeschlossen sind und durch die Öffnung 132 aus dem Behälter weggezogen werden können. Jeder Filmverband 138 besteht aus einem ersten oder lichtempfindlichen Negativblatt 140 und einem zweiten oder Positivbildblatt 142. Das lichtempfindliche Blatt trägt eine Schicht lichtempfindlichen Materials, z. B. eine Silberhalogenschicht.
Das zweite Blatt 142 kann nur dazu dienen, die Ausbreitung der Behandlungsflüssigkeit als dünne Schicht auf dem lichtempfindlichen Blatt zu bewirken, vorzugsweise ist es jedoch gleichzeitig als Träger eines positiven Übertragungsbildes ausgebildet, das z. B. durch ein Silberhalogen-Diffusions-Übertragungs- Umkehrverfahren entsprechend den USA-Patentschriften Nr. 2, 543, 181 und 2,662, 822 hergestellt werden kann. Die Trägerblätter, welche das lichtempfindliche oder zweite Blatt bilden, sind entweder undurchlässig oder weisen Schichten auf, die gegenüber aktinischer Strahlung für das lichtempfindliche Material undurchlässig sind.
Das lichtempfindliche Blatt 140 ist an der Vorderkante mit einem ersten Trägerblatt 144 verbunden, das einen Endabschnitt 146 von annähernd gleicher Breite wie das lichtempfindliche Blatt aufweist und mit dem lichtempfindlichen Blatt verbunden ist. Das Trägerblatt 144 weist ferner einen mittleren, sich verjüngenden Abschnitt 148 und einen schmalen Streifenfortsatz 150 auf, der als Zuglasche dient. Das zweite Blatt 142 ist auf einem zweiten Trägerblatt 152 befestigt, das einen Nachlaufendabschnitt 154, einen Mittelabschnitt 156, der sich über die gleiche Länge wie das zweite Blatt erstreckt, und einen Füh-
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rungsendabschnitt 158 mit einem verjüngten Endabschnitt aufweist.
Das Positivbildblatt 142 ist auf dem Mittelabschnitt 156 in der Weise befestigt, dass die Bildaufnahmeschicht des Blattes dem Trägerblatt152 benachbart liegt. Der Mittelabschnitt 156 ist mit einer im wesentlichen rechteckigen Öffnung 160 ausgestattet, welche die Fläche auf dem Bildaufnahmeblatt definiert, über welche die Behandlungsflüssigkeit ausgebreitet und auf welcher ein Übertragungsbild erzeugt wird. Die Seitenkanten des Mittelabschnittes 156, die benachbart zu den Seiten der Öffnung 160 liegen, bewirken eine Begrenzung der Behandlungsflüssigkeit zwischen den Blättern und dienen dazu, die Dicke der Flüssigkeitsschicht zwischen den Blättern zu steuern.
Der Nachlaufendabschnitt 154 des zweiten Trägerblattes 152 steht über die Nachlaufkante des zweiten Blattes vor, um überschüssige Behandlungsflüssigkeit aufzunehmen und zurückzuhalten.
Die Trägerblätter 144 und 152 bewirken die Ausbreitung der Behandlungsflüssigkeit als Lage vorbestimmter Dicke und bestimmen darüber hinaus die zu behandelnde Fläche und die Abmessungen des Übertragungsbildes und nehmen überschüssige Behandlungsflüssigkeit auf.
Díe lichtempfindlichen und zweiten Blätter werden durch eine Behandlungsflüssigkeit 0behandelt, die in einem aufreissbaren Behälter 162 enthalten ist, der auf dem Endabschnitt 146 des ersten Trägerblattes 144 befestigt ist. Der Behälter ist im wesentlichen entsprechend den Lehren der USA-Patentschrift
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die an den Rändern miteinander verbunden sind und einen länglichen Behälter für die Behandlungsflüssig- keit zu schaffen. Die Längsabdichtung ist schwächer als die Abdichtung der Stirnseiten und dient als Soll- bruchkante, die aufgebrochen wird, wenn im Inneren des Behälters durch Anwendung eines kompressiven
Druckes auf diesen Behälter ein hydraulischer Druck erzeugt wird. Der Behälter 162 ist auf dem Endab- schnitt 146 derart befestigt, dass die Sollbruchkante nach dem lichtempfindlichen Blatt hinweist.
Die
Einzelteile des Filmverbandes 138 nehmen in der Belichtungsstellung innerhalb des Filmpacks die in Fig. 3 gezeigte Stellung ein. In dieser Stellung liegen die lichtempfindlichen und bildaufnehmenden Blätter 140 und 142 übereinander, wobei die lichtempfindlichen und bildaufnehmenden Schichten in die gleiche
Richtung weisen und wobei die lichtempfindliche Schicht zur Belichtung in der äussersten Stellung liegt.
Die Führungs-und Nachlaufkanten eines jeden Blattes liegen neben der Nachlauf- bzw. Führungskante des jeweils andern Blattes. Das erste Trägerblatt 144 ist in der Nähe der Führungskante des lichtempfind- lichen Blattes 140 so gefaltet, dass es sich zwischen dem lichtempfindlichen und zweiten Blatt nach dem
Nachlaufende des lichtempfindlichen Blattes zu und nach dem Führungsende des zweiten Blattes zu erstreckt.
Das zweite Trägerblatt 152 ist in der Nähe des Führungsendes des zweiten. Blattes 142 so gefaltet, dass es sich nach dem Nachlaufende des zweiten Blattes und dem Führungsende des lichtempfindlichen Blattes nach einem Punkt hin erstreckt, der etwa in der Mitte zwischen den Enden des lichtempfindlichen und zweiten Blattes liegt, wo der sich verjüngende Führungsendabschnitt 158 gefaltet und mit dem sich verjüngenden Abschnitt 148 des ersten Trägerblattes 144 verbunden ist.
Der einen Teil des Filmpacks bildende Filmverband ist um eine Trennwand in Form einer Druckplatte 164 herum angeordnet, die innerhalb des Behälters 110 liegt. Die Druckplatte 164 weist eine annähernd gleiche Breite wie der Behälter 110 auf und besteht aus einem im wesentlichen flachen oder ebenen Abschnitt, der unter der Belichtungsöffnung 130 liegt und sich über die Ränder der Belichtungsöffnung hin erstreckt. Die Druckplatte weist einen sich nach hinten erstreckenden eingerollten Abschnitt 166 an der Nachlaufkante auf und ist mit Flanschen 168 an den Seitenkanten ausgestattet. Die Druckplatte weist ferner einen Führungsabschnitt 172 auf, der einen ersten Abschnitt 174 und einen zweiten Abschnitt 176 besitzt.
Der erste Abschnitt 174 liegt im wesentlichen in einer Ebene, die parallel zu dem ebenen Abschnitt der Druckplatte angeordnet ist, u. zw. befindet sich dieser erste Abschnitt 174 hinter der Druckplatte. Der Endabschnitt 176 erstreckt sich im rechten Winkel zu dem Mittelabschnitt nach vorne. Die Druckplatte 164 liegt innerhalb des Behälters, wobei die Flansche 168 an den Seitenwandungen 120 liegen und der Endabschnitt 174 sich nach der Vorderwand in der Nähe der Stirnwand 116 erstreckt. Teile der Rückwand 114 sind ausgeschnitten und nach innen gebogen, wodurch Federn 180 gebildet werden, welche mit den Flanschen 168 zusammenwirken und die Druckplatte 164 nach vorne gegen die Vorderwand 112 drücken.
Jeder Filmverband 138 des Filmpacks liegt in der Weise innerhalb des Behälters 110, dass das lichtempfindliche Blatt 140 vor der Druckplatte zwischen der letzteren und der Vorderwand 112 liegt. Der Endabschnitt 146 des ersten Trägerblattes 144 erstreckt sich um den gerollten Endabscbnitt 166 der Druckplatte. Das zweite Blatt 142, der sich verjüngende Abschnitt 144 und der Zuglasche 150 des ersten Trägerblattes und des zweiten Trägerblattes 152 befinden sich sämtlich hinter der Druckplatte zwischen dieser und der Rückwand 114.
Das zweite Trägerblatt und die zuletzt erwähnten Teile des ersten Träger-
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kuppelten Führungsabschnitt 184 zwischen die Walzen zu führen, wobei ein Teil des Führungsabschnittes durch die Öffnung 36 aus dem Kameragehäuse vorsteht. Es soll angenommen werden, dass die Walze 40 mit ihrer Achse fest im rückwärtigen Gehäuseabschnitt angeordnet ist, während die Walze 42 im vorde- ren Gehäuseabschnitt derart gelagert ist, dass sie sich auf die Walze 40 hin und von dieser weg bewegen kann. Das Lager für die Walze 42 kann z. B. zwei Auslegerfedern aufweisen, die im vorderen Gehäuse- abschnitt befestigt sind und sowohl die Walze 42 tragen als auch diese gegen die Walze 40 vorspannen.
Die Befestigung der Walzen kann auch in der Weise gestaltet sein, dass sie aufeinander einwirken und einen kleinen anfänglichen Spalt zwischen den Eingriffsoberflächen der Walzen zwischen sich belassen.
Weitere Einzelheiten der Konstruktion und Anordnung der Walzen und Lagerung der Walzen sind in der
USA-Patentschrift Nr. 2,991, 702 beschrieben.
Gemäss der Erfindung ist die Kamera mit einem manuell betätigbaren Schieber (Fig. 5 - 8) ausge- stattet, mit welchem der Mitnehmer 188 erfasst und dadurch die Zuglasche 150 eines Filmverbandes zwi- schen den druckausübenden Walzen und aus dem Gehäuse vorgeschoben werden kann, wo dann die Zug- lasche ergriffen werden kann, um den betreffenden Filmverband aus dem Kameragehäuse zwischen den druckausilbenden Walzen herauszuziehen. Dieser manuell betätigbare Schieber besteht aus einem dün- nen länglichen Streifen oder einer Zunge 50 aus flexiblem Blech, das wenigstens eine etwas grössere Stei- figkeit als das Blattmaterial aufweist, aus welchem der Filmverband besteht.
Die Zunge 50 weist vor- zugsweise die Form einer flachen Auslegerfeder auf, die deformiert werden kann, jedoch immer wieder ihre flache Gestalt anzunehmen sucht.
Im Kameragehäuse sind an der Rückwand 28 Führungen für die Zunge 50 angeordnet, um diese längs der Rückwand 28 hinter dem in der Kammer 32 angeordneten Filmpack und dann nach unten und vorn in den Filmpack durch dessen Öffnung 194 hineinzuführen, um schliesslich mit dem Mitnehmer 188 in Ein- griff zu kommen und diesen zwischen die Walzen 40 und 42 vorzuschieben und durch die Öffnung 36 aus dem Kameragehäuse herauszuschieben. Gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Füh- rung aus einem Trägerteil 52, deren Tragoberfläche innerhalb des Kameragehäuses nach vorn gerichtet ist. Die Trägeroberfläche weist einen ersten mit 54 bezeichneten Abschnitt auf, der von der inneren Ober- fläche der Rückwand 28 nach der Vorderseite der Kamera geneigt ist.
Ein zweiter Abschnitt 56, der in den ersten Abschnitt 54 übergeht und in einer Ebene im wesentlichen parallel zur Brennebene der Kame- ra liegt, erstreckt sich in Richtung zum Spalt zwischen den druckausübenden Walzen. Eine gekrümmte Deckplatte 58 mit einem darin angeordneten Kanal ist an der Rückwand 28 und dem ersten und zweiten Abschnitt 54 bzw. 56 der Trägerfläche der Führung 52 befestigt und bildet mit der inneren Oberfläche der Rückwand 28 und der Trägeroberfläche einen Kanal, in welchem die Zunge 50 in Längsrichtung beweglich ist. Um eine manuelle Bewegung der Zunge zu ermöglichen, ist die Rückwand 28 mit einem Schlitz 60 ausgestattet, der über dem Streifen 50 liegt. Ein Griffstück 62 ist am oberen Endabschnitt der Zunge 50 mittels eines Stiftes 64 befestigt, der durch den Schlitz 60 durchsteht.
Dieser Schlitz 60 ermöglicht es, das Griffstück 62 ausserhalb der Rückwand 28 anzuordnen, wo es zwecks Bewegung der Zunge in ihrer Längsrichtung innerhalb des Kanals bewegt werden kann, der von der Rückwand 28 der Führung 52 und der Abdeckplatte 58 gebildet wird.
Die Zunge 50 hat einen breiten Basisabschnitt 65 und einen schmalen Vorderabschnitt 66. Die Deckplatte 58 weist in jenem Teil, der über dem zweiten Abschnitt 56 der Führung 52 liegt, einen Schlitz 68 auf, der schmäler als der Basisabschnitt 65 der Zunge 50 und etwas breiter als der Endabschnitt 66 der Zunge ist, so dass die Abdeckplatte mit dem zweiten Abschnitt der Führungsoberfläche des Teiles 52 in der Weise zusammenwirkt, dass der Basisabschnitt 65 der Zunge 50 in Richtung zum Spalt zwischen den druckausübenden Walzen und durch diesen hindurchgeführt wird.
Es ist jedoch erforderlich, dass der Vorderabschnitt der Zunge, welcher mit dem Mitnehmer 188 in Eingriff kommt, sich in den Filmpack hinein und zu den Zuglaschen 150 hin bewegt, die vom ersten Abschnitt 172 des Führungsendabschniites der Druckplatte 164 getragen werden, um zu gewährleisten, dass die Mitnehmer 188 mit dem Endabschnitt 66 in Eingriff kommen. Der Schlitz 68 beginnt in jenem Bereich, in dem der erste Abschnitt 54 der Führungsoberfläche sich zu krümmen beginnt und in den zweiten Abschnitt 56 der Führungsfläche übergeht.
In diesen Bereich erstreckt sich die Zunge sowohl nach vorn als auch zu den druckausübenden Walzen hin, so dass bei Bewegung der Zunge nach vorn und zu den druckausübenden Walzen der Endabschnitt 66 durch den Schlitz 68 hindurchsteht und während eines kurzen Abschnittes seiner Bewegung in einer Ebene verläuft, die nach vorn und unten durch die Öffnung 194 gerichtet ist und in den Filmpack auf den Führungendabschnitt 170 der Druckplatte 164 zu gerichtet ist.
Wenn der Basisabschnitt der Zunge 50 mit den Abschnitten der Abdeckplatte 58, die den Schlitz 68 begrenzen, in Berührung kommt, wird die Zunge nach hinten gebogen, derart, dass die Führungskante des Endabschnittes 66 dann einem gekrümmten Pfad folgt,
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bis der Endabschnitt in der Ebene des zweiten Abschnittes 56 der Führungsoberfläche liegt, wonach die restliche Bewegung des Endabschnittes 66 in der Ebene des Spaltes zwischen den druckausübenden Walzen stattfindet.
Der Bewegungspfad des Endabschnittes 66 verläuft demgemäss von einer ersten in Fig. 6 darge- stellten Stellung in einer Ebene nach vorn und auf die druckausübenden Walzen nach einer zweiten Stel- lung, die in Fig. 7 dargestellt ist und dann längs einer Kurve nach hinten in die Ebene des Spaltes zwi- schen den Walzen und schliesslich in einer Ebene zwischen den Walzen nach der in den Fig. 5 und 8 dar- gestellten Stellung. Während der Bewegung des Endabschnittes 66 zwischen den Stellungen gemäss Fig. 6 und 7 wirkt der Endabschnitt mit dem Mitnehmer 188 zusammen, um diesen und die Zuglasche 150, durch die Öffnung 132 durch die druckausübenden Walzen 40 und 42 und durch die Öffnung 36 hindurch aus der Kamera herauszuschieben.
Zum Bewegen des Schiebers ergreift der Benützer das Griffstück 62 und drückt dieses zu den druck - ausübenden Walzen nach unten, bis eine Zuglasche 150 zwischen den Walzen aus der Kamera heraustritt, worauf der Benutzer das Griffstück 62 zurückführt, wobei die damit gekuppelte Zunge 50 in ihre ursprüng- liche Stellung gemäss Fig. 6 zurückkehrt uad zur Zuführung einer weiteren Zuglasche bereit ist. Der Be- nützer kann dann die Zuglasche 150 mit dem daran befestigten Mitnehmer ergreifen, um einen Filmver- band zwischen den druckausübenden Walzen aus der Kamera herauszuziehen.
Auf den Zuglaschen 150 sind Vorsprünge vorgesehen, welche eine Rückbewegung des Führungsab- schnittes in die Kamera hinein zusammen mit der Zunge 50 verhindern, wenn die letztere in die Kamera zurückgezogen wird. Diese Vorsprünge bestehen beim dargestellten Ausführungsbeispiel aus Abstands- stücken 196, die an jeder Zuglasche 150 in der Nähe des Mitnehmers 188 angeordnet sind. Die Dicke der
Abstandsstücke 196 ist so gewählt, dass die kombinierte Dicke der Abstandsstücke und der Zuglasche an- nähernd gleich oder etwas grösser ist als die festgelegte Minimalbreite des Spaltes zwischen den druck- ausübenden Walzen.
Die Abstandsstücke widerstehen demgemäss einer Bewegung der Zuglasche zwischen den druckausübenden Walzen hindurch und verhindern eine Bewegung des Führungsabschnittes durch die
Walzen hindurch nach innen, was infolge der zwischen Führungsabschnitt und Zunge 50 auftretenden Reibungskräfte bewirkt werden könnte, wenn die Zunge in die Kamera zwischen die Walzen zurückgezogen wird. Die Führungskanten der Abstandsstücke 196 können abgeschrägt oder verjüngt ausgebildet sein, um eine Bewegung der Abstandsstücke zwischen den Walzen in Richtung aus der Kamera heraus zu erleichtern.
Die Führung 52 ist gemäss der dargestellten Ausführungsform mit nach aussen vorstehenden Seitenabschnitten 70 ausgestattet, die nach vorn weisende Anschlagelemente 72 tragen, die beidseitig der Zunge 50 liegen. Diese Anschlagstücke 72 stehen über die Öffnung 132 in dem Filmpackbehälter vor und liegen im Bewegungspfad der Filmverbände ausserhalb des Behälters derart, dass die Führungsenden der zweiten Blätter 142 erfasst und die Bewegung der zweiten Blätter aus dem Behälter verhindert wird, wenn die Zuglasche 150 aus dem Behälter zwischen die druckausübenden Walzen hindurchgezogen wird.
Wenn der Benützer die Zuglasche 150 ergreift und zwischen den druckausübenden Walzen der Kamera herauszieht, wird zunächst das mit dem Führungsabschnitt des Filmverbandes gekuppelte lichtempfindliche Blatt um den gerollten Abschnitt 166 der Druckplatte 160 herumgeführt und zur Deckung mit dem zweiten Blatt 142 des gleichen Filmverbandes gebracht und dann werden die beiden Blätter des Filmverbandes zwischen den druckausübenden Walzen 40 und 42 an den Anschlagstücke 72 vorbei geführt und durch die Öffnung 36 aus dem Kameragehäuse herausgezogen. Das lichtempfindliche Blatt eines jeden Filmverbandes wird infolge derReibungsverbindung mit dem lichtempfindlichen Blatt der andern Filmverbände durch ein Nachlaufblatt 176 gegen Bewegung gesichert gehalten.
Dieses Nachlaufblatt 176 ist an jedem lichtempfindlichen Blatt an dessen Hinterkante befestigt und mit einem ersten Abschnitt 172 des Führungsendabschnittes 170 der Druckplatte 164 gekuppelt. Diese Kupplung kann z. B. durch Heftklammern 178 bewirkt werden, die durch den ersten Abschnitt 172 und die Nachiaufblätter 176 an den Ecken der Nachlaufblätter hindurchstehen. Die Ecken eines jeden Nachlaufblattes sind in der Weise ausgebildet, dass sie abreissen, wenn das mit dem Nachlaufblatt gekuppelte lichtempfindliche Blatt nach der Hinterkante des Filmpacks um den aufgerollten Kantenabschnitt 166 der Druckplatte geführt wird.
Bei einem weiteren in Fig. 9 dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Zuführungseinrichtung eine Rückholfeder 74 auf, welche eine Rückführung der Zunge 50 in die Ausgangsstellung innerhalb der Kamera selbsttätig bewirkt, nachdem eine Zuglasche zwischen die druckausübenden Walzen geführt worden ist. Die Rückholfeder 74 ist von der üblichen Bauart und auf Einrollen vorgespannt. Sie ist in einer Kammer 80 angeordnet, die zu diesem Zweck in dem Führungsteil 52 angeordnet ist. Das eine Ende der Rückholfeder ist am Vorderende der Zunge 50 befestigt.
An Stelle der verschiebbaren Griffstücke 62 können auch andere Handhaben zur Betätigung der Zun-
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ge 50 vorgesehen werden. In den Fig. 10 und 11 ist z. B. ein Schwenkhebel 76 zu diesem Zweck vorge- sehen. Der Hebel 76 ist an einem Ende auf einem Stift 78 schwenkbar gelagert, der in einer Ausneh- mung 80 des Führungsteiles 52 befestigt ist. Mit dem Hinterende des Basisabschnittes 65 der Zunge 50 ist ein flexibler Streifen 82 mit einem Ende befestigt, dessen anderes Ende an einem Stift 84 festgelegt ist, der von Laschen getragen wird, die sich vom Hebel 76 nach vorn erstrecken und im mittleren Teil dieses
Hebels angeordnet sind.
Bei der Betätigung wird der Hebel 76 aus der in Fig. 10 dargestellten Stellung, in welcher er ausserhalb und in der Nähe der Rückwand 28 liegt, im Uhrzeigersinn nach den druckausübenden
Walzen hin in die in Fig. 11 dargestellte Stellung geschwenkt. Bei dieser Schwenkbewegung des Hebels 76 bewirkt der Streifen 82, der mit dem Basisabschnitt der Zunge 50 verbunden ist, eine Bewegung der Zun- ge zu den druckausübenden Walzen hin, wobei der Endabschnitt 66 in Eingriff mit einem Mitnehmer 88 kommt und wobei der Endabschnitt, der Mitnehmer und die Zuglasche 150 gemeinsam zwischen den druckausübenden Walzen und durch die Öffnung 26 hindurch aus der Kamera herausgeführt werden. Eine geeignete Feder kann zur Rückführung des Hebels 76 und der Zunge in die Ausgangsstellung vorgesehen werden, z.
B. eine in der Zeichnung nicht dargestellte Schraubenfeder, die um den Zapfen 78 geschlun- gen ist und am Hebel 76 angreift.
Die in der erfindungsgemässen Selbstentwicklereinrichtung vorgesehene Zuführungseinrichtung bietet mehrere Vorteile, vor allem eine formschlüssige Verbindung mit dem Führungsabschnitt, der aus der Ka- mera herausgestossen werden soll, so dass die Zuführung des Führungsabschnittes in allen Fällen gewähr- leistet ist. Ausserdem wirkt die Zunge 50 auf den Führungsteil an der Vorderkante ein, so dass dieser unter
Spannung den druckausübenden Walzen zugeführt wird und die Zuführung des Führungsteiles zwischen den
Walzen nur von der Steifigkeit der Zunge, nicht aber von der Steifigkeit des Werkstoffes abhängt, aus dem der Führungsteil selbst besteht (im allgemeinen wird dieser aus Papier hergestellt).
Ein weiterer Vor- teil der Erfindung besteht darin, dass keiner der Führungsabschnitte aus der Kamera vorzustehen braucht, bis die Bedienungsperson den Filmverband zwecks Behandlung aus der Kamera herausziehen will. Andern- falls könnte nämlich ein aus der Kamera vorstehender Führungsabschnitt zufällig ergriffen und entweder abgerissen oder herausgezogen werden, so dass das lichtempfindliche Blatt vor seiner Belichtung bewegt würde. Ausserdem wird, wie bereits erwähnt worden ist, durch die Erfindung infolge der formschlüssigen
Verbindung an Stelle der kraftschlüssigen Verbindung zwischen der Zuführungseinrichtung und dem Führungsabschnitt die Z-Faltung in dem Führungsabschnitt überflüssig, die bisher als zweckmässig bei solchen Systemen angesehen wurde, die mit kraftschlüssiger Verbindung arbeiten.
Durch Vermeidung der Z-Faltung kann der Vorschub des Führungsabschnittes aus der Kamera zwischen den druckausübenden Walzen hindurch gleichzeitig einen Vorschub der sich verjüngenden Abschnitte des ersten und zweiten Trägerblattes nach den druckausübenden Walzen bewirken. Es hat sich gezeigt, dass bei manuellem Vorschub der Trägerblätter, um diese mit den Walzen zusammenwirken zu lassen, der Benützer (die Filmverbände unbeabsichtigt um einen Winkel gegenüber den Walzenachsen anstellen kann, anstatt diesen senkrecht zu den Walzenachsen zu führen, was zur Folge hat, dass die Walzen auf die Trägerblätter und den gesamten Filmverhand schräg einwirken, so dass dieser schräg zwischen den Walzen im gleichen Winkel herausgezogen wird.
Hiedurch wird natürlich eine seitliche und eine Längsbewegung der Blätter zwischen den Rollen bewirkt, was dazu führen kann, dass eine Kante des Filmverbandes von den Seitenwänden der Kamera aufgerollt oder sogar zerrissen wird. Wenn die sich verjüngenden Abschnitte der Trägerblätter in Verbindung mit den druckausübenden Walzen mechanisch und nicht manuell bewegt werden, so dass die Trägerblätter in der richtigen Lage erfasst werden, wird die Bewegung des übrigen Filmverbandes zwischen den druckausübenden Walzen hindurch in der exakten Richtung gewährleistet, unabhängig davon, in welcher Richtung die Zuglasche aus der Kamera herausgezogen wird.
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