AT232787B - Fungizid wirksame Mittel - Google Patents

Fungizid wirksame Mittel

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AT232787B
AT232787B AT347561A AT347561A AT232787B AT 232787 B AT232787 B AT 232787B AT 347561 A AT347561 A AT 347561A AT 347561 A AT347561 A AT 347561A AT 232787 B AT232787 B AT 232787B
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dithiocarboxylic acid
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dimethylhydrazine
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AT347561A
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C H Boehringer Sohn
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Boehringer Sohn Ingelheim
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Fungizid wirksame Mittel 
Die Erfindung betrifft neue fungizid wirksame Mittel, die als Wirkstoff Salze der N, N-Dialkylhydra-   zin-N'-dithiocarbonsäure   enthalten. Diese Salze können durch die Formel 
 EMI1.1 
 wiedergegeben werden ; dabei bedeutet R und   R,   Alkylreste mit 1-6 C-Atomen, die unter sich gleich oder verschieden sein   können.   oder die unter Zwischenschaltung eines weiteren Heteroatoms mit dem tertiären N-Atom zu einem Ring geschlossen sein können. Als Beispiel kann der Piperidin- oder Morpholinring genannt werden. Me bedeutet das Kation eines ein-oder mehrwertigen Metalles, z. B. Na, K, Ca,   Zn,   Hg,   Mn,   Fe. 



   Die erfindungsgemässen Verbindungen werden durch Umsetzung der entsprechenden N, N-disubstituierten Hydrazine mit Schwefelkohlenstoff (oder dieses liefernden Mittels) in Anwesenheit von basischen Metallverbindungen wie   Alkali-oder Erdalkalihydroxyden hergestellt.   Der Umsatz erfolgt in wässeriger Lösung, vorteilhaft bei erhöhter Temperatur (zirka 40-500). 



   Zur Darstellung der Schwermetallsalze werden die wässerigen Lösungen der so erhaltenen Alkalibzw. Erdalkalisalze mit wasserlöslichen Schwermetallsalzen versetzt, wobei die schwerlöslichen Schwermetallsalze der erfindungsgemässen Hydrazin-dithiocarbonsäuren ausfallen. 



   Die erfindungsgemässen Salze zeigen keinen definierten Schmelzpunkt, sie zersetzen sich beim Erwärmen auf Temperaturen zwischen 130 und 150 C. 



   Die Herstellung der als Ausgangsmaterial verwendeten Hydrazine der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 



   Die fungizide Wirksamkeit wurde nach verschiedenen bekannten Methoden getestet. Im Tomatentest (Nachrichtenblatt des Deutschen Pflanzenschutzdienstes 7   [1955],     S. 120-122)   wurde der Befall der mit Phytophthora infizierten Tomatenpflanzen bei unbehandelten Pflanzen (Kontrolle) und bei Verwendung eines Fungizids des Handels (Zinkdimethyldithiocarbamat) und des erfindungsgemässen N, N-dime-   thylhydrazin-N'-dithiocarbonsauren   Zinks verglichen. Die Tabelle zeigt den Phytophthora-Befall in Prozent, bezogen auf die unbehandelte Kontrolle = 100. 

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 EMI2.1 
 
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  Anwendungs- <SEP> unbehandelte <SEP> Zink-dimethyl- <SEP> N, <SEP> N-dimethylkonzentration <SEP> Kontrolle <SEP> dithiocarbamat <SEP> hydrazin-N'-dithiocarbonsaures <SEP> Zink
<tb> 0, <SEP> 2 <SEP> 100 <SEP> 10 <SEP> 0
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> 100 <SEP> 20 <SEP> 1
<tb> 0, <SEP> 05 <SEP> 100 <SEP> 32 <SEP> 8 <SEP> 
<tb> 
 
Bemerkenswert ist die   gute Wirksamkeit der erfindungsgemässen Substanzen gegen Tilletia tritici   beim Aufstrichtest (Nachrichtenblatt Deutscher Pflanzenschutzdienst 3   [1951],   S. 113-117). Hiebei wurde das zu prüfende Präparat mit Sporen von Tilletia tritici vermischt und einmal direkt auf Schlemmerde aufge-   strichen (1),   zum andern aber zuvor mit Wasser wieder ausgewaschen (II). 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Anwendungs- <SEP> II <SEP> 
<tb> konzentra <SEP> don <SEP> Kontrolle <SEP> RTR <SEP> 39 <SEP> Kontrolle <SEP> RTR <SEP> 39 <SEP> 
<tb> 0. <SEP> 2 <SEP> 5 <SEP> 0 <SEP> 5 <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> 5 <SEP> 0 <SEP> 5 <SEP> 0
<tb> 0, <SEP> 05 <SEP> 5 <SEP> 0 <SEP> 5 <SEP> 0
<tb> 
 
 EMI2.3 
 



   Die Keimung von Weizen wird durch die neuen Fungizide nicht gehemmt. Die Prüfung zeigte keinerlei phytotoxische Wirkungen bei Tomaten, Lupinen oder Gurken. 



   Die Anwendung der neuen Fungizide erfolgt bevorzugt entweder in wässeriger Lösung (Alkali- bzw. 



  Erdalkalisalze) oder in wässeriger Suspension (Schwermetallsalze) oder als Streupuder. 



   Die folgenden Beispiele beschreiben die Herstellung der Wirkstoffe sowie der fungiziden Mittel. 



   Beispiel 1: N, N-dimethylhydrazin-N'-dithiocarbonsaures Natrium. 



   60 g   (1   Mol) N, N-Dimethylhydrazin wird zu einer Lösung von 40 g   (1   Mol) NaOH in 500 ml Wasser gegeben. Unter Rühren werden 76 g   (l   Mol) CS2 bei   40-50 C   innerhalb 80 min zugetropft. 



     Die Lösung   färbt sich gelb und wird manchmal etwas trüb. Unter Rühren wird noch 1/2-1 h auf   50 C   erwärmt. 



   Beispiel 2: N,N-dimethylhydrazin-N'-dithiocarbonsaures Zink,
Die filtrierte Lösung des N, N-dimethylhydrazin-N'-dithiocarbonsauren Natriums (Beispiell) wird mit einer Lösung von 320 g ZnSO4. 7 H2O (1,1 Mol) in 700 ml Wasser versetzt. Nach Stehen über Nacht wird der hellgelbe Niederschlag abgesaugt, mit Wasser gewaschen, bis das Waschwasser mit   BaC12-Lösung   kei- 
 EMI2.4 
 
3 : N, N-diäthylhydrazin-N'-dithiocarbonsaures Mangan.88 g (1 Mol) N,N-Diäthylhydrazin wird zu einer Lösung von 40 g (1 Mol) Na OH in 500 ml Wasser gegeben. Unter Rühren werden 76 g   (1   Mol) CS2 bei   40-50 C   zugetropft. Die Lösung färbt sich gelb und wird manchmal etwas trüb. Unter Rühren wird noch 1/2-1 h auf   500C   erwärmt.

   Die filtrierte Lösung des N,N-diäthylhydrazin-N'-dithiocarbonsauren Natriums wird mit einer Lösung von 255 g   (l, l   Mol)   MnSO.   5 H20 in 700 ml Wasser gefällt. Nach Stehen über Nacht wird der gelbe Niederschlag abgesaugt, mit Wasser gewaschen, bis das Waschwasser mit   BaCI.-Lösung   keine Trübung mehr gibt, und im Vakuum bei   500C   getrocknet. Ausbeute 171 g (90% der Theorie). 



   In gleicher Weise wurden hergestellt und als wirksame Fungizide befunden :   Beispiel 4 : N. N-dimethylhydrazin-N'-dithiocarbonsaures   Kalium. 



   Beispiel 5 : N,N-dimethylhydrazin-N'-dithiocarbonsaures ManganII. 



   Beispiel 6: N,N-dimethylhydrazin-N'-dithiocarbonsaures EisenII. 
 EMI2.5 
 
 EMI2.6 
 
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 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 men zwischen Temperaturen zwischen 130-1500C. 



   Beispiele für die Anwendung der Substanzen :
1. Suspension. 



   50 Teile N,   N-dimethylhydrazin-N'-dithiocarbonsaures   Zink
24 Teile Kieselkreide
15 Teile Kaolin
5 Teile Natriumsulfat
6 Teile Naphthalinsulfonat
Die Komponenten werden zusammen vermahlen und mit Wasser auf die gewünschte Konzentration verdünnt. 



   2. Lösung. 



   Die   analog Darstellungsbeispiel I. für   N,   N-dimethylhydrazin-N'-dithiocarbonsaures   Natrium gewonnenen Lösungen der Alkali- oder Erdalkalisalze werden mit Wasser auf die gewünschte Konzentration ver-   dünnt.   



   3. Streupuder. 



   5 Teile N,   N-dimethylhydrazin-N'-dithiocarbonsaures   Mangan werden mit 85 Teilen Kaolin vermahlen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Fungizid wirksame Mittel, gekennzeichnet durch den Gehalt an Salzen der allgemeinen Formel EMI3.3 EMI3.4 die unter Zwischenschaltung eines weiteren Heteroatoms mit dem tertiären N-Atom zu einem Ring geschlossen sein können, und Me das Kation eines ein- oder mehrwertigen Metalles, z. B. Na, K, Ca, Zn, Hg, Mn, Fe bedeuten.
AT347561A 1960-05-27 1961-05-03 Fungizid wirksame Mittel AT232787B (de)

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