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Verfahren zur Herstellung von neuen ss-Dimethylaminoäthyläthern von Alkylphenyl- (2-pyridyl)-carbinolen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von neuen ss-Dimethylaminoäthyläthern von Alkylphenyl- (2-pyridyl)-carbinolen mit psychotroper Wirkung, welche der allgemeinen Formel I :
EMI1.1
entsprechen, in der R eine Alkylgruppe mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen und die Symbole R-Rg je ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen darstellen, während die Gruppen R1-Rszusammen mindestens 3 Kohlenstoffatome enthalten, sowie von deren Salzen.
Diese Verbindungen gehören zu der Klasse der Arylpyridylcarbinoläther. Verschiedene Vertreter dieser Klasse von Verbindungen sind schon aus der Literatur bekannt. So sind in der USA-Patentschrift Nr. 2, 606, 193 Verbindungen der allgemeinen Formel II :
EMI1.2
beschrieben, in der Ar eine Phenylgruppe darstellt, welche durch Alkyl- oder Alkoxygruppen substituiert sein kann, n eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist und X u. a. eine Mono- oder Dialkylaminogruppe bedeutet. Im Beispiel 1 dieser Patentschrift wird als Ausgangsprodukt für die Herstellung von Äthern 2, 4-Dimethylphenyl-2-pyridylcarbinol genannt. Die Äther werden als wertvolle Antispasmodica, Antihistaminica und Antiallergica bezeichnet.
Die brit. Patentschrift Nr. 651, 710 bezieht sich auf Verbindungen der allgemeinen Formel III :
EMI1.3
in der R u. a. eine Arylgruppe und R'ein Wasserstoffatom darstellen können, während m eine ganze Zahl von 2 bis 4 und R" eine Alkylgruppe sein kann. In dieser Literaturstelle werden u. a. p-Isopropylphenyl- (2-pyridyl)-(ss-dimethylaminoäthoxy)-methan und p-Methylphenyl- (2-pyridyl)- (ss-dimethylaminoäthoxy)- methan beschrieben. Auch in dieser Patentschrift wird erklärt, dass die beschriebenen Verbindungen eine antiallergische Wirkung haben.
Aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 606, 195 sind Verbindungen der allgemeinen Formel IV :
EMI1.4
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bekannt, in der R ein Wasserstoffatom, Ar einen Tolylrest und die freien Valenzen am StickstoffatomAlkylgruppen mit höchstens 3 Kohlenstoffatomen symbolisieren können. Auch in dieser Patentschrift wird angegeben, dass sich die betreffenden Verbindungen zur Bekämpfung und Verringerung physiologischer Effekte von Histamin u. a. Allergenen anwenden lassen.
Ferner sind noch in den USA-Patentschriften Nr. 2, 662, 891, Nr. 2, 606, 190 und Nr. 2, 534, 238 mehr oder weniger ähnliche Verbindungen als Antiallergica beschrieben.
Tatsächlich zeigt die im Phenylkern nicht substituierte Verbindung, der ss-Dimethylaminoäthyläther des Phenyl- (2-pyridyl)-carbinols, eine starke Antihistaminwirkung. Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass diese Antihistaminwirkung und sogar die spasmolytische Wirkung praktisch verschwinden, wenn der Phenylkern durch Alkylgruppen substituiert wird (was somit den Aussagen in obiger Patentschriften widerspricht), während andere therapeutische Effekte in starkem Masse in den Vordergrund treten.
Insbesondere hat sich gezeigt, dass die gemäss der Erfindung hergestellten neuen Verbindungen, welche eine Alkylgruppe mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen an der o-Stelle des Phenylrestes und gegebenenfalls noch weitere Alkylgruppen mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen enthalten, wobei die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome in den mit dem Phenylkern verbundenen Alkylgruppen mindestens 3 beträgt, eine bestimmte analgetische Wirkung haben, den Blutdruck erhöhen und bzw. oder eine diuretische Wirkung aufweisen. Sehr wichtig ist jedoch, dass sie einen starken Einfluss auf den Metabolismus von Hirngewebe haben, und dass besonders der Aminosäurestoffwechsel im Hirngewebe durch diese Verbindungen beeinflusst wird.
Es wird die Atmung gehemmt, wie aus der Verringerung des Sauerstoffverbrauches beim Metabolismus von Rattengehirn unter aeroben Bedingungen hervorgeht, während die Gesamtkonzentration an y-Aminobuttersäure bzw. Glutaminsäure zunimmt. Eine Erhöhung der Konzentration dieser beiden Aminosäuren im Hirngewebe ist deshalb von ausserordentlich grosser Bedeutung, weil diese Verbindungen eine äusserst wichtige Rolle im zentralen Nervensystem spielen. Das geht auch daraus hervor, dass andere pharmazeutische Mittel, die grosse Bedeutung für die Heilkunde erlangt haben, einen ähnlichen Einfluss auf den Aminosäurestoffwechsel ausüben wie die neuen gemäss der Erfindung hergestellten Verbindungen.
Als Beispiele können erwähnt werden : ss-Dimethylaminoäthyl-2-methylbenzhydryläther und 10- (3'Dimethylaminopropyl)-3-chlorphenothiazin, welche gemäss Nauta c. s. (The Lancet, 1958, Seiten 591 bis 592) eine siebenfache Zunahme der Menge Glutaminsäure und eine mehr als zehnfache Zunahme der Menge an y-Aminobuttersäure im Inkubationsmedium bewirken. Obgleich der Zusammenhang zwischen Beeinflussung des Aminosäurestoffwechsels und der psychotropen Wirkung bestimmter Heilmittel noch nicht ganz geklärt ist, scheint es doch überhaupt keinem Zweifel zu unterliegen, dass ein Zusammenhang besteht.
Die Untersuchungsmethode, die angewendet wurde, um den Einfluss der erfindungsgemäss hergestellten neuen Verbindungen auf den Metabolismus von Rattengehirn und insbesondere auf die Konzentration an y-Aminobuttersäure und Glutaminsäure zu prüfen, ist im wesentlichen jene, welche von Ernsting c. s.
(J. of Neurochem., 5, Seiten 121-127, 1960) beschrieben wird.
Die in nachstehender Tabelle angegebenen wurden mittels spezieller chromato- graphischer Methoden ermittelt. Als Inkubationsflüssigkeit wurde der auch von Ernsting (a. a. 0.) benutzte Puffer gewählt. Als Substrat wurde D-Glukose in einer Endkonzentration von 0, 02 Mol benützt. Die Endkonzentration der neuen Verbindungen wurde mit 0, 002 Mol festgesetzt. Kontrollwerte sind mit aufgenommen worden.
Tabelle I
EMI2.1
<tb>
<tb> T-Aminobutters ure <SEP> je <SEP> Glutaminsäure
<tb> 100 <SEP> mg <SEP> Gewebe <SEP> mit <SEP> Kontrolle <SEP> je <SEP> 100 <SEP> mg <SEP> Gewebe <SEP> mit <SEP> Kontrolle
<tb> Substituent
<tb> bemmenden <SEP> Stoffen <SEP> in <SEP> γbemmenden <SEP> Stoffen <SEP> in <SEP> γ
<tb> im <SEP> Phenylkern <SEP>
<tb> Insge- <SEP> Insge- <SEP> Insge- <SEP> Insge
<tb> Medium <SEP> Gewebe <SEP> Medium <SEP> Gewebe <SEP> Medium <SEP> Gewebe <SEP> Medium <SEP> Gewebe
<tb> samt <SEP> samt <SEP> samt <SEP> samt
<tb> Keiner <SEP> .......... <SEP> 1 <SEP> 20 <SEP> 21 <SEP> 1 <SEP> 20 <SEP> 21 <SEP> 31 <SEP> 158 <SEP> 189 <SEP> 21 <SEP> 131 <SEP> 152
<tb> 2-Methyl <SEP> 1 <SEP> 21 <SEP> 22 <SEP> 2 <SEP> 20 <SEP> 22 <SEP> 40 <SEP> 142 <SEP> 186 <SEP> 23 <SEP> 141 <SEP> 164
<tb> 3-Methyl <SEP> 3 <SEP> 22 <SEP> 25 <SEP> 1 <SEP> 20 <SEP> 21 <SEP> 21 <SEP> 166 <SEP> 187 <SEP> 16 <SEP> 143 <SEP> 159
<tb> 4-Methyl <SEP> 3 <SEP> 28 <SEP> 31 <SEP> 1 <SEP> 29 <SEP> 30 <SEP> 39 <SEP> 140 <SEP> 179 <SEP> 28 <SEP> 154 <SEP> 182
<tb> 2, <SEP> 3-Dimethyl........
<SEP> 11 <SEP> 20 <SEP> 31 <SEP> 2 <SEP> 24 <SEP> 26 <SEP> 80 <SEP> 151 <SEP> 231 <SEP> 14 <SEP> 124 <SEP> 138
<tb> 2, <SEP> 4-Dimethyl........ <SEP> 5 <SEP> 16 <SEP> 21 <SEP> 1 <SEP> 16 <SEP> 18 <SEP> 39 <SEP> 112 <SEP> 151 <SEP> 13 <SEP> 111 <SEP> 124 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 5-Dimethyl........ <SEP> 4 <SEP> 25 <SEP> 30 <SEP> 2 <SEP> 21 <SEP> 23 <SEP> 59 <SEP> 139 <SEP> 197 <SEP> 23 <SEP> 127 <SEP> 150
<tb> 2, <SEP> 6-Dimethyl........ <SEP> 10 <SEP> 20 <SEP> 30 <SEP> 2 <SEP> 25 <SEP> 27 <SEP> 43 <SEP> 143 <SEP> 186 <SEP> 19 <SEP> 151 <SEP> 170
<tb> 3, <SEP> 5-Dimethyl........ <SEP> 5 <SEP> 23 <SEP> 28 <SEP> 2 <SEP> 21 <SEP> 23 <SEP> 59 <SEP> 149 <SEP> 208 <SEP> 23 <SEP> 127 <SEP> 150
<tb> 2-tert.-Butyl........ <SEP> 32 <SEP> 8 <SEP> 40 <SEP> 2 <SEP> 24 <SEP> 26 <SEP> 235 <SEP> 41 <SEP> 276 <SEP> 16 <SEP> 143 <SEP> 159
<tb> 2, <SEP> 4, <SEP> 6-Trimethyl.....
<SEP> 24 <SEP> 11 <SEP> 35 <SEP> 1 <SEP> 29 <SEP> 30 <SEP> 229 <SEP> 79 <SEP> 308 <SEP> 28 <SEP> 154 <SEP> 182
<tb> 2, <SEP> 3, <SEP> 5, <SEP> 6-Tetramethyl. <SEP> 38 <SEP> 2 <SEP> 40 <SEP> 2 <SEP> 25 <SEP> 27 <SEP> 238 <SEP> 50 <SEP> 288 <SEP> 19 <SEP> 151 <SEP> 170
<tb> 2, <SEP> 6-Diäthyl......... <SEP> 22 <SEP> 4 <SEP> 26 <SEP> 2 <SEP> 20 <SEP> 22 <SEP> 286 <SEP> 34 <SEP> 320 <SEP> 23 <SEP> 140 <SEP> 164
<tb> 2, <SEP> 6-Diisopropyl...... <SEP> 26 <SEP> 1 <SEP> 27 <SEP> 1 <SEP> 20 <SEP> 21 <SEP> 273 <SEP> 13 <SEP> 286 <SEP> 21 <SEP> 131 <SEP> 152
<tb>
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Aus der Tabelle geht hervor, dass das Medium bei Anwendung der neuen gemäss der Erfindung hergestellten Verbindungen mehr y-Aminobuttersäure und Glutaminsäure enthält als bei Anwendung der verschiedenen Monomethyl- und Dimethylverbindungen.
Sowohl durch Erhöhung der Anzahl der Alkylgruppen, wie durch Auswahl grösserer Alkylreste werden die Ergebnisse besser. Der Gehalt an y-Aminobuttersäure und Glutaminsäure erweist sich in dem Kontrollversuch für Medium und Gewebe als etwa demjenigen gleich, der sofort nach der Sektion gefunden wurde.
Die neuen Äther werden gemäss der Erfindung dadurch hergestellt, dass man ein Carbinol der allgemeinen Formel V :
EMI3.1
mit ss-Dimethylaminoäthanol oder einem ss-Dimethylaminoäthylhalogenid veräthert und gegebenenfalls den erhaltenen Äther in ein Salz umwandelt.
Eine vorzugsweise Ausführungsform dieses Verfahrens besteht darin, dass man das betreffende Carbinol mit ss-Dimethylaminoäthylchlorid reagieren lässt.
In der Literatur werden verschiedene Methoden beschrieben, nach denen Carbinole dieser Art erhalten werden können. Es können z. B. erwähnt werden die Reduktion der entsprechenden Ketone nach Tschitschibabin (Ber. 37, Seite 1371,1904), die Reaktion eines Arylaldehyds mit 2-Pyridylmagnesium- bromid nach Overhoff und Proost (Rec. Trav. chim., 57, Seiten 179-189, 1938) und die Reaktion von Pyridin mit einem aromatischen Aldehyd unter Einfluss eines Katalysators nach Emmert und Assendorf [Ber. 72 B, Seite 1188 (1939)]. Vorzugsweise wird nachstehende Methode angewendet :
In einen 2-l-Dreihalskolben mit Tropftrichter, Rückflusskühler und Rührer bringt man 0, 55 Grammatom Magnesiumspäne ein. Daraufhin setzt man 0, 05 MolArylbromid, gelöst in 30 mlwasserfreiemÄther, zu.
Nachdem die Reaktion in Gang gesetzt ist, werden 0, 45Mol Arylbromid in 150 ml wasserfreiem Äther zugetropft.
Das Gemisch wird auf einer solchen Temperatur gehalten, dass der Äther kräftig am Sieden bleibt.
Nach Ablauf der Reaktion wird das Gemisch bis aufO C gekühlt, worauf in einem Zeitraum von 1 h 0, 5 Mol frisch destilliertes 2-Pyridinaldehyd zugetropft wird. Das Reaktionsgemisch wird kräftig gerührt. Nach Ablauf der Reaktion wird noch etwa 1 h am Rückflusskühler gekocht. Darauf wird gekühlt und das Reaktionsprodukt durch Ausgiessen in 200 ml Wasser, das 60 g Ammoniumchlorid enthält, zersetzt. Die Ätherschicht wird von der Wasserschicht getrennt, und die letztere wird zweimal mit Äther extrahiert. Die ätherischen Lösungen werden kombiniert und dreimal mit 50 ml 10% iger Salzsäure extrahiert. Der Salzsäureextrakt wird mit Natriumcarbonat neutralisiert und dreimal mit Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wird mit Wasser gewaschen und über wasserfreiem Kaliumcarbonat getrocknet.
Er wird daraufhin eingedampft und das Carbinol wird zur Kristallisation gebracht. Gegebenenfalls kann eine Reinigung durch Kristallisation aus einem Äther-Petroläther-Gemisch vorgenommen werden.
Tabelle II enthält Daten über die in dieser Weise erhaltenen, als Zwischenprodukt dienenden Alkyl- phenyl- (2-pyridyl)-carbinole, wobei vollständigkeitshalber auch die Carbinole aufgenommen sind, aus denen die in Tabelle I als Vergleichssubstanzen gewählten Äther hergestellt wurden.
Tabelle II
EMI3.2
<tb>
<tb> Analyse <SEP> (%) <SEP>
<tb> Alkylsubstituent <SEP> Aus-Schmelzpunkt <SEP> Schmelzpunkt <SEP> Siedepunkt
<tb> im <SEP> Phenylkern <SEP> beute <SEP> C <SEP> e <SEP> C/mm <SEP> e <SEP> C <SEP> H <SEP> H <SEP> N <SEP> N <SEP>
<tb> ber. <SEP> gef. <SEP> her. <SEP> gef. <SEP> ber. <SEP> gef.
<tb>
Keiner <SEP> 47 <SEP> 73 <SEP> 182-184 <SEP> 163/9 <SEP> 77, <SEP> 81 <SEP> 77, <SEP> 7 <SEP> 5, <SEP> 99 <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> 7, <SEP> 56 <SEP> 7, <SEP> 7 <SEP>
<tb> 2-Methyl <SEP> 48 <SEP> 60 <SEP> 179-180 <SEP> 178-180/9 <SEP> 78, <SEP> 36 <SEP> 78, <SEP> 4 <SEP> 6, <SEP> 58 <SEP> 6, <SEP> 6 <SEP> 7, <SEP> 03 <SEP> 7, <SEP> 1 <SEP>
<tb> 3-Methyl <SEP> 52 <SEP> 102 <SEP> 180-181 <SEP> 78, <SEP> 36 <SEP> 78, <SEP> 0 <SEP> 6, <SEP> 58 <SEP> 6, <SEP> 5 <SEP> 7, <SEP> 03 <SEP> 7, <SEP> 0 <SEP>
<tb> 4-Methyl <SEP> 51 <SEP> 96 <SEP> 178-180 <SEP> 178-180/9 <SEP> 78, <SEP> 36 <SEP> 78, <SEP> 6 <SEP> 6, <SEP> 58 <SEP> 6, <SEP> 5 <SEP> 7, <SEP> 03 <SEP> 7, <SEP> 0 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 3-Dimethyl.........
<SEP> 63 <SEP> 114-115 <SEP> 160-162/2 <SEP> 78, <SEP> 84 <SEP> 79, <SEP> 0 <SEP> 7, <SEP> 09 <SEP> 7, <SEP> 1 <SEP> 6, <SEP> 57 <SEP> 6, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 4-Dimethyl......... <SEP> 46 <SEP> 57 <SEP> 178-179 <SEP> 78, <SEP> 84 <SEP> 79, <SEP> 17, <SEP> 09 <SEP> 7, <SEP> 1 <SEP> 6, <SEP> 57 <SEP> 6, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 5-Dimethyl......... <SEP> 50 <SEP> 85-86 <SEP> 170-172/6 <SEP> 78, <SEP> 84 <SEP> 78, <SEP> 5 <SEP> 7, <SEP> 09 <SEP> 7, <SEP> 1 <SEP> 6, <SEP> 57 <SEP> 6, <SEP> 6 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 6-Dimethyl......... <SEP> 43 <SEP> 63 <SEP> 192-194 <SEP> 175-176/7 <SEP> 78, <SEP> 84 <SEP> 79, <SEP> 17, <SEP> 09 <SEP> 7, <SEP> 2 <SEP> 6, <SEP> 57 <SEP> 6, <SEP> 4 <SEP>
<tb> 3, <SEP> 5-Dimethyl.........
<SEP> 44 <SEP> 92 <SEP> 78, <SEP> 84 <SEP> 78, <SEP> 7 <SEP> 7, <SEP> 09 <SEP> 7, <SEP> 1 <SEP> 6, <SEP> 57 <SEP> 6, <SEP> 8 <SEP>
<tb> 2-tert.-Butyl <SEP> 51 <SEP> 111 <SEP> 79, <SEP> 62 <SEP> 79, <SEP> 9 <SEP> 7, <SEP> 94 <SEP> 7, <SEP> 9 <SEP> 5, <SEP> 81 <SEP> 5, <SEP> 9 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 4, <SEP> 6-Trimethyl....... <SEP> 40 <SEP> 65 <SEP> 188-190 <SEP> 79, <SEP> 26 <SEP> 79, <SEP> 0 <SEP> 7, <SEP> 54 <SEP> 7, <SEP> 5 <SEP> 6, <SEP> 16 <SEP> 6, <SEP> 2 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 3, <SEP> 5, <SEP> 6- <SEP> Tetramethyl.... <SEP> 20 <SEP> 104 <SEP> 187-188 <SEP> 69, <SEP> 24 <SEP> 69, <SEP> 3 <SEP> 7, <SEP> 21 <SEP> 7, <SEP> 3 <SEP> 5, <SEP> 04 <SEP> 4, <SEP> 9 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 6-Diäthyl............
<SEP> 67 <SEP> 42 <SEP> 140-145/2 <SEP> 79, <SEP> 62 <SEP> 79, <SEP> 5 <SEP> 7, <SEP> 94 <SEP> 7, <SEP> 9 <SEP> 5, <SEP> 81 <SEP> 5, <SEP> 9 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 6-Diisopropyl....... <SEP> 47 <SEP> 102 <SEP> 80, <SEP> 25 <SEP> 80, <SEP> 48, <SEP> 65 <SEP> 8, <SEP> 6 <SEP> 5, <SEP> 20 <SEP> 5, <SEP> 3 <SEP>
<tb>
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EMI4.1
gegeben.
Beispiel :
In einen Dreihalskolben mit Rührer, Rückflusskühler und Tropftrichter werden 0, 140 Mol des Carbinols, gelöst in 200 ml wasserfreiem Toluol, eingebracht, wonach 15 ml Toluol durch Destillation entfernt werden. Darauf wird bis auf0 C gekühlt und 5, 7 g (0, 146 Mol) Natriumamid werden zugesetzt. Während mässig schnell gerührt wird, wird das Gemisch langsam bis auf 1000 C erwärmt. Dabei tritt eine kräftige Ammoniakentwicklung auf. Die ursprünglich farblose Lösung wird tiefbau bis rotbraun. Die Temperatur wird 4 h auf 100 C gehalten, worauf die Ammoniakentwicklung beendet ist. Es werden nochmals 5, 7 g (0, 146 Mol)
EMI4.2
trichter werden dann 100 ml Wasser zugegeben.
Die Toluolschicht wird abgetrennt und noch einmal mit Wasser gewaschen, auf wasserfreiem Kaliumcarbonat getrocknet und destilliert.
Nachdem durch Titrieren die Menge des Äthers im Destillat bestimmt worden ist, wird dieses in wasserfreiem Äthylacetat gelöst und die berechnete Menge alkoholischer Salzsäure, welche zur Bildung des Monohydrochlorids erforderlich ist, zugegeben. Der Äther kann leicht in kristallinischer Form isoliert werden. Statt des Hydrochlorids können auch andere für therapeutische Anwendung geeignete Salze hergestellt werden, wie das Hydrobromid, Sulfat, Oxalat, Citrat, Maleinat u. dgl.
In Tabelle III werden verschiedene physikalische Konstanten der erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen sowie der als Vergleichssubstanz benutzten Äther aufgeführt.
Für therapeutische Anwendung können die Verbindungen nach üblichen pharmazeutischen Methoden zu den üblichen Verabreichungsformen verarbeitet werden.
Tabelle III
EMI4.3
EMI4.4
<tb>
<tb> (2-pyAus- <SEP> Mono-HCl- <SEP> Analyse <SEP> (%)
<tb> Alkylsubstituent <SEP> beute <SEP> Salz, <SEP> Base,
<tb> im <SEP> Phenylkern <SEP> (%) <SEP> F. <SEP> in <SEP> C <SEP> Kp. <SEP> in <SEP> C/mm <SEP> C <SEP> C <SEP> H <SEP> H <SEP> N <SEP> N
<tb> ber. <SEP> gef. <SEP> ber. <SEP> gef. <SEP> ber. <SEP> gef.
<tb> <SEP>
Keiner <SEP> 60 <SEP> 102-104 <SEP> 155-158/3
<tb> 2-Methyl.......... <SEP> 51 <SEP> 114-115 <SEP> 66, <SEP> 54 <SEP> 66, <SEP> 5 <SEP> 7, <SEP> 56 <SEP> 7, <SEP> 7 <SEP> 9, <SEP> 13 <SEP> 9, <SEP> 0 <SEP>
<tb> 3-Methyl.......... <SEP> 67 <SEP> 103-105 <SEP> 142-146/0, <SEP> 03 <SEP> 66, <SEP> 54 <SEP> 66, <SEP> 4 <SEP> 7, <SEP> 56 <SEP> 7, <SEP> 6 <SEP> 9, <SEP> 13 <SEP> 9, <SEP> 0 <SEP>
<tb> 4-Methyl.......... <SEP> 43 <SEP> 122-123 <SEP> 133-136/0, <SEP> 01 <SEP> 66, <SEP> 54 <SEP> 67, <SEP> 2 <SEP> 7, <SEP> 56 <SEP> 7, <SEP> 5 <SEP> 9, <SEP> 13 <SEP> 9, <SEP> 3 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 3-Dimethyl...... <SEP> 63 <SEP> 164-167 <SEP> 158-160/3 <SEP> 67, <SEP> 38 <SEP> 67, <SEP> 5 <SEP> 7, <SEP> 85 <SEP> 7, <SEP> 9 <SEP> 8, <SEP> 73 <SEP> 8, <SEP> 7 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 4-Dimethyl......
<SEP> 40 <SEP> 113-115 <SEP> 170-175/4 <SEP> 67, <SEP> 38 <SEP> 67, <SEP> 6 <SEP> 7, <SEP> 85 <SEP> 8, <SEP> 0 <SEP> 8, <SEP> 73 <SEP> 8, <SEP> 4 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 5-Dimethyl...... <SEP> 78 <SEP> 140-142 <SEP> 150-155/1 <SEP> 67, <SEP> 38 <SEP> 67, <SEP> 5 <SEP> 7, <SEP> 85 <SEP> 7, <SEP> 9 <SEP> 8, <SEP> 73 <SEP> 8, <SEP> 9 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 6-Dimethyl...... <SEP> 35 <SEP> 146-149 <SEP> 166-167/3 <SEP> 67, <SEP> 38 <SEP> 67, <SEP> 7 <SEP> 7, <SEP> 85 <SEP> 7, <SEP> 9 <SEP> 8, <SEP> 73 <SEP> 8, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 3, <SEP> 5-Dimethyl...... <SEP> 66 <SEP> 139-141 <SEP> 150-153/1 <SEP> 67, <SEP> 38 <SEP> 67, <SEP> 5 <SEP> 7, <SEP> 85 <SEP> 7, <SEP> 9 <SEP> 8, <SEP> 73 <SEP> 8, <SEP> 9 <SEP>
<tb> 2-tert.-Butyl.......
<SEP> 41 <SEP> 186-187 <SEP> 155-160/1 <SEP> 68, <SEP> 84 <SEP> 68, <SEP> 9 <SEP> 8, <SEP> 38 <SEP> 8, <SEP> 4 <SEP> 8, <SEP> 03 <SEP> 7, <SEP> 9 <SEP>
<tb> 2,4,6-Trimethyl <SEP> ... <SEP> 42 <SEP> 173-174 <SEP> 167-174/2 <SEP> 68,15 <SEP> 68,3 <SEP> 8,13 <SEP> 7,9 <SEP> 8,37 <SEP> 8,4
<tb> 2, <SEP> 3, <SEP> 5, <SEP> 6-Tetramethyl <SEP> 48 <SEP> 197 <SEP> 175-180/1 <SEP> 68, <SEP> 84 <SEP> 68, <SEP> 9 <SEP> 8, <SEP> 38 <SEP> 8, <SEP> 5 <SEP> 8, <SEP> 03 <SEP> 7, <SEP> 6 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 6-Diäthyl........ <SEP> 30 <SEP> 151 <SEP> 172-174/2 <SEP> 68, <SEP> 84 <SEP> 68, <SEP> 5 <SEP> 8, <SEP> 38 <SEP> 8, <SEP> 5 <SEP> 8, <SEP> 03 <SEP> 7, <SEP> 9 <SEP>
<tb> 2,6-Diisopropyl <SEP> .... <SEP> 46 <SEP> 156-157 <SEP> 160-168/2 <SEP> 70,09 <SEP> 70,3 <SEP> 8,83 <SEP> 8,7 <SEP> 83,43 <SEP> 7,3
<tb>
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