AT286025B - Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Anregung des zentralen Nervensystems bei Säugetieren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Anregung des zentralen Nervensystems bei Säugetieren

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AT286025B AT950368A AT950368A AT286025B AT 286025 B AT286025 B AT 286025B AT 950368 A AT950368 A AT 950368A AT 950368 A AT950368 A AT 950368A AT 286025 B AT286025 B AT 286025B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Anregung des zentralen Nervensystems bei Säugetieren 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 der Ribonucleinsäure im zentralen Nervensystem anzuregen. 



   Es scheint, dass die   Ribonucleinsäure   ein Träger genetischer Informationen ist. Insbesondere wird angenommen, dass   Ribonucleinsäure     das Makromolekül darstellt,   das beim Lernprozess beteiligt ist. Diese Ansicht wurde durch die Tatsache unterstützt, dass beim Altern der Zellen gleichzeitig in allen Teilen des Körpers ein Verlust an Ribonucleinsäure in den Zellen eintritt. Nun wurde festgestellt, dass die neuen Anlagerungssalze aus substituiertem Ammoniak und Ribonucleinsäure eine Anregung der Ribonucleinsäuresynthese im Gehirn bewirken. Daher sind diese Verbindungen besonders geeignet, die Funktionen des Gedächtnisses bei Individuen, die an organischen Gedächtnisschäden u. ähnl. Krankheiten leiden, zu verbessern.

   Zusätzlich sind diese Verbindungen dazu geeignet, die geistige Konzentrationsfähigkeit von Säugetieren zu vergrössern, die Lerngeschwindigkeit zu erhöhen und die geistigen Fähigkeiten solcher Individuen zu verbessern, die wegen einer verzögerten Entwicklung des zentralen Nervensystems unter dem normalen Funktionsniveau zurückgeblieben sind. 



   Die Verbindungen sind ferner dazu geeignet, Verhaltensstörungen zu verbessern. Ferner sind die Substanzen geeignet, besonders bei senilen oder depressiven Individuen ein allgemeines Wohlbefinden hervorzurufen. 



   Die neuen, erfindungsgemäss erhältlichen Mittel können gewöhnlich in Lösung durch intravenöse Spritzen verabreicht werden. Eine Dosis von 300 mg bis zu 5 g der Salze in wässeriger Lösung pro Tag und pro Individuum ist die bequemste Art der Verabreichung. Die Mittel können aber auch oral oder auf andere Weise, die den Fachleuten geläufig ist, eingenommen werden. Ein typischer Dosierungsplan besteht in der Verabreichung von 0, 25 g, bezogen auf die Wirksubstanz, über Zeiträume von 3 bis 6 h und einer Häufigkeit von etwa 14- bis 28mal pro Woche. Beide, die Geschwindigkeit der Verabreichung und die Häufigkeit, hängen vom Grad der Nebenerscheinungen ab. 



   Die Wirksamkeit der neuen Mittel im Hinblick auf die Verbesserung der Gedächtnisfunktionen bei Tieren wird durch die folgenden Versuche demonstriert. 



   Die folgenden Beispiele werden lediglich zur   Illustrationgebracht   und sollen den Bereich der Erfindung in keiner Weise beschränken. 



    Beispiel 1 : Der Einfluss von Diäthyl-2-hydroxyäthylammoniumribonucleitat auf das Lern-und    Erinnerungsvermögen von Ratten :
Die Experimente wurden mit dem"Jump-Out"-Apparat von Cook et al. (Science 141   [1963],   S.   268),   in der Anwendungform von Plotnikoff   (Science 151 [1966], S.   703), durchgeführt. Die Tie-   re wurden   am Tag 1 durch drei Versuche vorgetestet und dann entsprechend ihrer"Jump-Out"-Zeit paarweise eingeteilt.

   Am Tag 2 wurde einem Tier jedes Paares eine Injektion von Diäthyl-2-hydroxyäthylammoniumribonucleitat (100 mg/kg) in physiologischer Kochsalzsäure intraperitoneal (in das Bauchfellgewebe) verabreicht, während dem andern Tier nur die physiologische Kochsalzlösung injiziert wurde. 1 h nach der Injektion wurden die mit der Substanz und mit der Kontrollösung behandelten Tiere abwechselnd hinsichtlich des Erlernens der"Jump-Out"-Reaktion getestet. Der Test bestand in einer Folge 
 EMI2.1 
 denfolge, bis das Tier auf die Ausfluchtplattform sprang, wurde notiert. 



   Bei 9 von 12 Paaren von langsamen Lernern   (d. h.   bei Tieren,   deren "lump-Out" -Zeit   am Tag 1 30, 4 sec betrug) zeigten die mit Diäthyl-2-hydroxyäthylammoniumribonucleitat behandelten Tiere beim 1. Versuch eine stärkere Verbesserung   (schnellere"Jump-Out"-Reaktion)   als die Kontrolltiere (Vergleichstiere). 



   Bei 4 von 7 Paaren von schnellen Lernern   (d. h.   bei Tieren,   deren "lump-Out" -Zeit   am Tag 1 23, 2 sec betrug) zeigten die mit   Diäthyl-2-hydroxyäthylammoniumribonucleitat   behandelten Tiere beim 1. Versuch eine stärkere Verbesserung   (schnellere"Jump-Out"-Reaktion)   als die Kontrolltiere. 



   Mischt man die Paare von schnellen und langsamen Lernern, so zeigten bei 13 von 19 Paaren die mit Diäthyl-2-hydroxyäthylammoniumribonucleitat behandelten Tiere beim 1. Versuch eine stärkere Verbesserung als die Kontrolltiere. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Tabelle I 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Anteil <SEP> der <SEP> langsam <SEP> lernenden <SEP> Tiere, <SEP> die <SEP> den <SEP> Schock <SEP> am <SEP> Tag <SEP> 2 <SEP> vermieden.
<tb> 



  Versuch <SEP> 1 <SEP> Versuch <SEP> 2
<tb> Behandelt <SEP> mit <SEP> Diäthyl-2-hydroxy-
<tb> äthylammoniumribonucleitat <SEP> 10/12 <SEP> 7/12
<tb> Vergleichstiere <SEP> 5/12 <SEP> 5/12 <SEP> 
<tb> 
 
Am Tag 3 erhielten die Tiere eine weitere Injektion von Diäthyl-2-hydroxyäthylammoniumribonucleitat bzw. physiologische Kochsalzlösung wie am Tag 2 und wurden dann auf die Erhaltung der "Jump-Our-Reaktion untersucht, indem lediglich 40 sec Stille ohne Klingelzeichen oder Schock benutzt wurden. 



   Tabelle II 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Anteil <SEP> der <SEP> langsam <SEP> lernenden <SEP> Tiere, <SEP> die <SEP> eine"Jump-Out"-Reaktion <SEP> am <SEP> Tag <SEP> 3 <SEP> zeigten.
<tb> 



  Versuch <SEP> 1 <SEP> Versuch <SEP> 2 <SEP> Versuch <SEP> 3 <SEP> Versuch <SEP> 4
<tb> Tiere, <SEP> behandelt <SEP> mit <SEP> Diäthyl-
<tb> -2-hydroxyäthylammonium- <SEP> 10/12 <SEP> 8/12 <SEP> 7/12 <SEP> 5/12
<tb> ribonucleitat
<tb> Vergleichstiere <SEP> 7/12 <SEP> 4/12 <SEP> 4/12 <SEP> 4/12
<tb> 
 
 EMI3.3 
 Abwesenheit von 50 y/mg Diäthyl-2-hydroxyäthylammoniumribonucleitat gemessen. 



   Tabelle III 
 EMI3.4 
 
<tb> 
<tb> Der <SEP> Einfluss <SEP> von <SEP> Diäthyl-2-hydroxyäthylammoniumribonucleitat
<tb> auf <SEP> Einbau <SEP> von <SEP> AMP-P <SEP> in <SEP> RNA <SEP> (ft <SEP> mol/mg <SEP> Protein)
<tb> Vergleichswert <SEP> MitDiäthyl-2-hy-%-Zunahme
<tb> (kein <SEP> Zusatz) <SEP> droxyäthylammoniumribonucleitat
<tb> (50 <SEP> g/ml)
<tb> 4 <SEP> NT <SEP> Reaktion <SEP> 5,7 <SEP> 21, <SEP> 4 <SEP> 270
<tb> 1 <SEP> NT <SEP> Reaktion <SEP> 20, <SEP> 0 <SEP> 27, <SEP> 4 <SEP> 37
<tb> 
   PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Anregung des zentralen Nervensystems bei Säugetieren, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ribonucleinsäure in ein basisches Additionssalz über- geführt und mit einer geeigneten Trägersubstanz, die fest oder flüssig sein kann, vermischt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ribonucleinsäure mit Di- äthyl-2-hydroxyäthylamin umgesetzt und anschliessend mit der geeigneten Trägersubstanzgemischtwird. EMI3.5 <Desc/Clms Page number 4>
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ribonucleinsäure mit Dinatriumglutaminsäure umgesetzt und anschliessend mit der geeigneten Trägersubstanz gemischt wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ribonucleinsäure mit Di- natriumasparaginsäure umgesetzt und anschliessend mit der geeigneten Trägersubstanz gemischt wird.
AT950368A 1966-06-23 1967-06-08 Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Anregung des zentralen Nervensystems bei Säugetieren AT286025B (de)

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