AT230266B - Verfahren zur Herstellung von selbstzerfallendem Dikalziumsilikatklinker oder von Materialien, die Dikalziumsilikat enthalten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von selbstzerfallendem Dikalziumsilikatklinker oder von Materialien, die Dikalziumsilikat enthalten

Info

Publication number
AT230266B
AT230266B AT235860A AT235860A AT230266B AT 230266 B AT230266 B AT 230266B AT 235860 A AT235860 A AT 235860A AT 235860 A AT235860 A AT 235860A AT 230266 B AT230266 B AT 230266B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
calcium silicate
self
clinker
production
Prior art date
Application number
AT235860A
Other languages
English (en)
Inventor
Jerzy Dr Ing Grzymek
Original Assignee
Jerzy Dr Ing Grzymek
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jerzy Dr Ing Grzymek filed Critical Jerzy Dr Ing Grzymek
Application granted granted Critical
Publication of AT230266B publication Critical patent/AT230266B/de

Links

Landscapes

  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von selbstzerfallendem
Dikalziumsilikatklinker oder von Materialien, die Dikalziumsilikat enthalten 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 in die   y-Form   des 2 CaO.    Si02   begleitenden vollkommenen Zerfall noch in dem zerfallenen Stoff Staubteilchen mit Dimensionen ab   0,   5-20 Mikron zu erhalten. 



   Auf Grund durchgeführter wissenschaftlicher Forschungen, unterstützt durch Versuche im Grossbetrieb, wurde festgestellt, dass man einen geeigneten Zerfall erlangen kann, wenn während des Sinterns aus den Rohstoffen Oxyde entfernt werden, in denen das auftretende Zentralion ein hohes   lonenpotential   bei gleichzeitigem sehr kleinem Ionenradius besitzt. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von selbstzerfallendem Dikalziumsilikatklinker aus einem Rohstoffgemisch aus Mineralien oder Industrieabfällen, das   SiO, ALO, CaO   und Kohle enthält, 
 EMI2.1 
 kat bildet, Wasser auf den im Ofen bei Sintertemperatur sich befindenden Gemisch eingespritzt wird, um mit Kohle Kohlenoxyd und Wasserstoff in statu nascendi zu bilden, worauf das Sintergut schnell auf eine Temperatur von etwa 7000 gekühlt und auf dieser eine kurze Zeit verbleibt, wonach ein schnelles Sinken der Temperatur bis auf die etwa   200 - 3000G betragende Zerfalltemperatur   erfolgt, wodurch innerhalb von 30 min ein vollkommener Selbstzerfall des Sintergutes zu aktiven Staubteilchen mit Dimensionen von 0, 5 bis 20 Mikron erfolgt. 



   Zu der oben erwähnten Art Stabilisatoren gehören unter anderem die erwähnten Grundstoffe mit Höchstoxydation, z.   B. :   
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Zentralion <SEP> lonenpotential <SEP> Ionenradius <SEP> 
<tb> (Symbol) <SEP> e/Ä <SEP> A <SEP> 
<tb> Cr6+ <SEP> 11, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 52 <SEP> 
<tb> As <SEP> 10, <SEP> 8 <SEP> 0, <SEP> 46 <SEP> 
<tb> Mn7+ <SEP> 15, <SEP> 2 <SEP> 0, <SEP> 46 <SEP> 
<tb> Te6+ <SEP> 10, <SEP> 7 <SEP> 0, <SEP> 56 <SEP> 
<tb> p <SEP> 14, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 35 <SEP> 
<tb> Ge+ <SEP> 7, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 53 <SEP> 
<tb> y5+ <SEP> 8, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 59 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI2.3 
 Verlauf des Selbstzerfalles und vermindern in dem zerfallenen Klinker den Anteil von sehr feinen, am meisten effektvollen Orthokalziumsilikatteilchen mit Dimensionen unterhalb 20 Mikron.

   Die Beseitigung der Wirkung derartiger Stabilisatoren wird durch Reduzierung von Oxydverbindungen höherer Wertigkeit zu niedrigerer Wertigkeit der Oxyde durch Zugabe von Kohle zu den Rohstoffen und Einwirkung auf dieselbe mit Wasser bei hoher Temperatur der Sinterzone durchgeführt. Das durch die Einwirkung von Wasser auf die im zu brennenden Rohstoff befindliche Kohle bei einer Temperatur von 12500C in statu nascendi erhaltene, aus CO und Wasserstoff bestehende Gas bewirkt eine schnell verlaufende Reduktion der hochoxydierten Stabilisatoren, was eine Vergrösserung ihrer Ionenradien bei gleichzeitiger Verringerung ihres Ionenpötentiales zur Folge hat und somit ihre stabilisierende Wirkung in dem dem Ausbrennen unterworfenen Rohstoff vernichtet. 



   Die Kohle selbst, die den grössten Stabilisator des Prozesses bildet, da deren   Ionenradius   aussergewöhnlich klein ist, und 0, 16 Ä beträgt, bei einem Ionenpotential von   C,   der 25   e/Ä   ausmacht, wird aus dem Kristallgitter des Dikalziumsilikates durch die Wassereinwirkung bei erhöhter Temperatur, in der Sinterzone in Form von Kohlenoxyd, abgesondert. 



   Einen weiteren stabilisierenden Faktor bildet der im zu brennenden Klinker anwesende Alit, dessen sogar nur einige Prozent betragende Anwesenheit einen Einfluss sowohl auf die Zerfallgeschwindigkeit als auch auf die Entstehung von weniger aktivem Staub mit bedeutend grösseren Dimensionen als 20 Mikron bewirkt. 



   Auch die Anwesenheit von den eutektischen Punkt des Sinterkörpers herabsenkenden Bestandteilen, wie es das Braunmilerit    (4 CaO. A10 . Fe203)   ist, das die Entstehung der Glasphase bewirkt, verringert den Selbstzerfall und vergrössert die Dimensionen der entstehenden Staubteilchen. 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 4> B.7000C gekühlt und auf dieser eine kurze Zeit verbleibt, wonach ein schnelles Sinken der Temperatur bis auf die etwa 200-300 C betragende Zerfalltemperatur erfolgt, wodurch innerhalb von 30 min ein vollkommener Selbstzerfall des Sintergutes zu aktiven Staubteilchen mit Dimensionen von 0, 5 bis 20 Mikron erfolgt.
AT235860A 1959-12-31 1960-03-28 Verfahren zur Herstellung von selbstzerfallendem Dikalziumsilikatklinker oder von Materialien, die Dikalziumsilikat enthalten AT230266B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
PL230266X 1959-12-31

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT230266B true AT230266B (de) 1963-11-25

Family

ID=19936161

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT235860A AT230266B (de) 1959-12-31 1960-03-28 Verfahren zur Herstellung von selbstzerfallendem Dikalziumsilikatklinker oder von Materialien, die Dikalziumsilikat enthalten

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT230266B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DK155042B (da) * 1978-02-06 1989-01-30 Thaelmann Schwermaschbau Veb Fremgangsmaade til fremstilling af cement

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DK155042B (da) * 1978-02-06 1989-01-30 Thaelmann Schwermaschbau Veb Fremgangsmaade til fremstilling af cement

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2706536A1 (de) Aufreinigung von kohle
DE2742766A1 (de) Verfahren zur entfernung von schwefel aus kohle
DE2652858A1 (de) Umwandlung radioaktiver cyanidverbindungen
DE1471905B2 (de) Verfahren zum Entfernen von Wasser aus Glasschmelzen
DE2547940C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Katalysators für die Ammoniaksynthese
AT230266B (de) Verfahren zur Herstellung von selbstzerfallendem Dikalziumsilikatklinker oder von Materialien, die Dikalziumsilikat enthalten
DE854205C (de) Herstellung von Schwefelsaeure
DE2062656B2 (de) Verfahren zum anreichern von niob und tantal
DE749475C (de) Foerderung des Pflanzenwachstums
DE1295460B (de) Hartstoff aus Bor, Kohlenstoff und Silicium und Verfahren zu seiner Herstellung
DE590854C (de) Verfahren zur Herstellung von hochporoesem Bariumoxyd
AT229048B (de) Verfahren zum Aufschließen von Mineralien
DE2149160C3 (de) Verfahren zur Gewinnung des Zinns aus Zinn enthaltenden glasartigen Materialien
DE3136302C2 (de) Verfahren zur Herstellung von U&amp;darr;3&amp;darr;O&amp;darr;8&amp;darr;-Pulver
DE833493C (de) Verfahren zur Herstellung von hochpermeablem magnetischen Pulver
DE1011594B (de) Verfahren zur Herstellung von Quarzglas
DE515464C (de) Verfahren zur Herstellung von Metallcarbonylen
DE719877C (de) Verfahren, Gegenstaende aus Eisen und Stahl zu chromieren
AT143123B (de) Verfahren zur Herstellung von aus einem einzigen Kristall oder aus Großkristallen bestehenden Metallkörpern (Stäben, Drähten, Glühkörpern usw.) aus hochschmelzenden Metallen.
DE827798C (de) Verfahren zur Herstellung von Nickelcarbonyl
DE565672C (de) Verfahren zur Aufbereitung von Rot- und Brauneisenerzen auf magnetischem Wege
AT239761B (de) Verfahren zur Herstellung von wässerigen Natriummetaboratlösungen aus Kalziumboratmineralien
DE930270C (de) Verfahren zur Herstellung von veredeltem Batteriebraunstein aus niederprozentigem Rohbraunstein
DE654558C (de) Verfahren zur Herstellung von praktisch schwefelfreien Metallcarbonylen
AT224924B (de) Magnetischer Werkstoff