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Elektrischer Kondensator-Schweissautomat
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Kondensator-Schweissautomat für mehrteilige Zuleitungen für Glühlampen und andere Lichtquellen, der mit mechanischer Betätigung aller Arbeitsteile, mit zwei
Getriebegehäusen zum Antrieb der Mechanismen für das Vorschieben der beiden Enddrähte der mehrtei- ligen Zuleitungen und gleichzeitig mit einem Nockenweg und einer Schaltvorrichtung zum Umschalten der Arbeitskondensatoren ausgestattet ist.
Die Glühlampenzuleitung dient zur elektrischen Verbindung des Sockels und des Glühfadens. Da der
Glühfaden innerhalb des evakuierten bzw. gegebenenfalls gasgefüllten Raumes der Glühlampe angebracht ist, muss die Zuleitung durch die Glaseinschmelzung durchgehen und alle Bedingungen einer hermeti- schen Abdichtung erfüllen. Aus diesem Grunde ist die Zuleitung aus etlichen verschiedenen Teilen zu- sammengestellt.
Der Teil innerhalb der Glashülle, der als Träger des Glühfadens dient, ist gewöhnlich aus Nickel oder vernickeltem Eisen hergestellt. Der durch die Glaseinschmelzung durchgehende Teil (der nur 4 bis
8 mm lang ist), der als"Manteldraht"bezeichnet ist, ist durch einen an der Oberfläche mit einem Kup- fermantel versehenen Eisenkern gebildet. Diese Kombination von Metallen hat ungefähr den gleichen
Ausdehnungskoeffizienten wie Glas. Ausserdem wird dann dieser Draht noch mit einem Boraxüberzug versehen, da Borax bei der Einschmelzung vollkommen mit dem Glas zusammenfliesst und dadurch zur Erhöhung der Vakuumdichte beiträgt.
Der Teil ausserhalb der Glashülle ist aus Kupfer und dient zur Verbindung des Sockels mit dem Glühsystem. Für den elektrischen Schweissvorgang ist dem Kupfer noch Mangan als Zusatzstoff beigefügt.
Bisher werden zu diesem Zweck meistens Gasschweissautomaten angewendet. Das Schweissen mit diesen Maschinen wird unter Anwendung von orientierten, hochheizkräftigen Flammen ausgeführt. Diese
Automaten benötigen zu ihrer Tätigkeit ein Sauerstoff-Wasserstoffverteilungssystem, ihre Kapazität ist ziemlich niedrig (1000-1800 Stück/h) und durch die Einwirkung der Wasserstoffflamme kommt es manchmal bei den Kupferteilen der Zuleitungen zur Mürbigkeit der Schweissverbindung, die auch als "Wasserstoffkrankheit" bezeichnet wird.
Die Kondensatorenschweissautomaten beseitigen eine ganze Reihe von Nachteilen der Gasschweissautomaten, einerseits dadurch, dass sie keine Gasverteilung erfordern und anderseits dadurch, dass zum Verlauf des elektrischen Schweissvorganges eine verhältnismässig kürzere Arbeitszeit erforderlich ist, was im Vergleich mit Gasschweissautomaten eine vielfache Leistungssteigerung ermöglicht. Die gefälligen und festen Schweissverbindungen sind bei diesen Maschinen einerseits durch chemische Zusammensetzung des Metalls, sowie auch durch ein koaxiales Zusammenschweissen der verarbeiteten Zuleitungsdrähte bedingt. Diese elektrischen Automaten erfordern aber ein Pressluftvertei- lungssystem zum Ausblasen von nichtzusammengeschweissten Teilen der Zuleitungen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die mechanische Konzeption eines eingangs erwähnten KondensatorSchweissautomaten dahingehend zu verbessern, dass die Zahl der pro Zeiteinheit hergestellten Schweissverbindungen gegenüber allen bekannten Anordnungen wesentlich gesteigert wird, wobei zusätzlich noch eine Verbesserung der Qualität der mit dem erfindungsgemässen Automaten hergestellten Schweissverbindung erzielt wird.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Arbeitskondensatoren über eine durch Kurbelscheiben betätigte Schaltvorrichtung vom Ladevorgang auf den Entladevorgang umschaltbar sind, wobei
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diese Kurbelscheiben auf den Ausgangswellen der zum Artrieb des Mechanismus zum Vorschieben der End- drähte der Zuleitungen bestimmten Getriebegehäuse sitzen und Pleuelstangen tragen, die mit Gleitbacken gekoppelt sind, welche in einer Führung einfallen, wobei an den Gleitbacken mechanische Zubringer für die beiden Enddrähte der Zuleitung und der Mechanismus zum Abschneiden der zusammengeschweissten
Zuleitungen befestigt sind, wobei die Kurbelscheiben mit einer Einrichtung zur Hubänderung versehen sind.
Gemäss einem weiteren Kennzeichen der Erfindung sind die beiden Getriebegehäuse mit einer
Nockenwelle verbunden, auf welcher mehrere Nocken angeordnet sind, die kinematisch mit den Mecha- nismen zur Erregung der Schwingbewegung der Zangen, für das Zubringen des Manteldrahtes, zum Ab- schneiden, Stampfen und Zuhalten der beiden Enddrähte der Zuleitungen, sowie zum Ein-und Ausschal- ten des Elektromagneten, welcher den Ziehstein des Manteldrahtes ausschwenkt, verbunden sind. Der obere Kontakt der Manteldrahtzangen ist mit einer Bohrung versehen, in der eine keilförmig zugeschlif- fene Nadel zum Durchhacken der Boraxschichte des Manteldrahtes angebracht ist, wobei dieser obere
Kontakt zwecks leichtem Einführen und Zentrieren des Manteldrahtes prismatisch ausgebildet ist.
In den
Antrieb der Drahtvorratsspulen sind zweckmässigerweise magnetische Kupplungen eingereiht, die durch einen Quecksilberschalter betätigbar sind, welcher mit einem in Abhängigkeit von der Grösse der zuge- brachten Zuleitungsdraht-Vorratslänge ausgeschwenkten Schwingarm gekoppelt ist.
Die Wirkungsweise des erfindungsgemässen Automaten ist folgende : Anstatt des bei bekannten Ma- schinenarten üblichen Rotationskopfes ist der erfindungsgemässe Schweissautomat mit Vorschubzangen für den Manteldraht ausgestattet, welche eine Schwingungsbewegung ausüben und den abgeschnittenen Man- teldraht zwischen die Enden der beiden Enddrähte zuschieben. Nach dem Einstampfen zuerst eines der
Drähte und unmittelbar darauf in einer Zeitdifferenz von ungefähr 0, 05 sec des zweiten auf den Mantel- draht, kommt das Zusammenschweissen der beiden Enden des Manteldrahtes fast gleichzeitig zustande, die Vorschubzangen werden gelöst und bewegen sich in die Ausgangsstellung, um den Zyklus zu wiederholen. Nach dem Zusammenschweissen wird die Zuleitung an beiden Enden in der Abwärtsrichtung abgeschnitten und fällt in eine Förderrutsche für fertige Zuleitungen hinein.
Die automatische Vorwickeleinrichtung für die beiden Enddrähte verhindert bei einer schnellen Spieldauer der Maschine das Reissen der Drähte. Anstatt der Vorschubnocken wird ein Pleuelstangensystem verwendet, welches ein Vielfaches der Leistung der Maschine, sowie auch ein leichtes und schnelles Einstellen der erforderlichen Länge der vorgeschobenen Drähte infolge der kontinierlichen Hubänderung gestattet, wodurch jeder Austausch der Vorschubnocken vermieden wird. Ein genaues Zentrieren der beiden Endteile der Zuleitungen wird mittels besonderen prismatischen Zangen automatisch ausgeführt. Die erfindungsgemässe Maschine ist mit einer Niederspannungsquelle ausgestattet und betrieben, wodurch eine völlige Betriebssicherheit gegeben ist.
Zum Betrieb der Maschine wird keine Pressluftverteilungsanlage beansprucht und die eventuell nicht zusammengeschweissten Teile fallen automatisch in die Förderrutsche hinab.
Der erfindungsgemässe Schweissautomat wird nun an Hand der Zeichnungen näher beschrieben. Darin zeigen Fig. l in schematischer Weise die Gesamtanordnung der erfindungsgemässen Maschine, Fig. 2 schematisch die Schwingungsbewegung der Manteldrahtzangen, Fig. 3 das mechanische Öffnen der Manteldrahtzangen, Fig. 4 das Abschneiden der beiden Enddrähte der Zuleitungen, Fig. 5 das mechanische Stampfen der beiden Enddrähte der Zuleitungen, Fig. 6 das mechanische Öffnen der mechanischen Stampfzangen, Fig. 7 das Abschneiden des Manteldrahtes, Fig. 8 den Mechanismus für das mechanische Zuhalten des Manteldrahtes, Fig. 9 das mechanische Vorschubgerät des Manteldrahtes, Fig. 10 das mechanische Zuhalten der beiden Endteile der Zuleitungen, Fig. 11 den automatischen Vorwickelvorgang, Fig. 12 die Ausschwenkung des Führungssteines des Manteldrahtes und Fig.
13 ein Schaltungsschema für Schweissen mit Niederspannung.
Fig. 1 stellt in schematischer Weise die Gesamtanordnung der erfindungsgemässen Maschine und die daraus folgenden Funktionen von einzelnen Mechanismen dar. Die Maschine ist grundsätzlich mit einer mechanischen Betätigung aller Arbeitsteile mittels Nocken, Hebelmechanismen und Riemenantrieben ausgestattet. Diese Methode weist gegenüber den bisher angewendeten automatischen Systemen bedeutende Vorteile auf, denn die Mechanismen von diesen Systemen, die durch Elektromagnete betrieben sind, besitzen eine bestimmte Trägheit, sowie eine Abhängigkeit von den Drehungen der Maschine. Eine solche Methode wäre mit dem schnellen Arbeitszyklus der erfindungsgemässen Maschine unvereinbar, so dass die hier gewählte mechanische Methode eine Geschwindigkeitssteigerung des Arbeitszyklus ermöglicht.
Am Grundbrett 164 sind die Hauptmechanismen und die Verteilung angebracht. Die Maschine ist annähernd symmetrisch zur Achse 165 angeordnet. Der Antriebsmechanismus besteht aus zwei Getriebegehäusen 166, 167 mit Konuszahnrädem 168,169, welche zum Antrieb der Kurbelscheiben 180 dienen, die die Vorschubbewegung der beiden Enddrähte der Zuleitungen 171,172 besorgen. In den Getriebegehäusen befinden sich auch noch die Stirnzahnräder 173,174 für den Antrieb der automatischen Vorwickel-
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einrichtung 175,176 (Fig. 11) für die beiden Enddrähte, was mit Hilfe der Keilriemen 177,178 geschieht. An den Wellen 179, die senkrecht zu der Nockenwelle 188 angeordnet sind und durch die Konuszahnräder 168 angetrieben werden, sind die Kurbelscheiben 180 mit den Pleuelstangen 181 befestigt.
Die Kurbelscheiben sind mit einer Hubregulation 182 versehen, sowie mit einem Nockenweg 144 zum Umschalten der Schalter 145,150 (Fig. 13) zum Aufladen und Entladen der Arbeitskondensatoren. Die auf den Kurbelscheiben 180 angeordneten Pleuelstangen 181 sind mit Gleitbacken 119 versehen, welche sich in der Führung 120 bewegen. Auf den Gleitbacken sind die mechanischen Zubringer 185 (Fig. 10) für die beiden Enddrähte der Zuleitung 171,172 befestigt, sowie auch der Abschneidemechanismus 186 (Fig. 4) für die bereits zusammengeschweissten Zuleitungen, welche in die Förderrutsche 187 abfallen.
Die beiden Getriebegehäuse 166,167 sind mit der Nockenwelle 188 mittels einer geteilten Kupplung 189 verbunden, was ein leichtes Herausnehmen der Nockenwelle ermöglicht. Auf der entgegengesetzten Seite bildet die Antriebsriemenscheibe 191 die zweite Hälfte der Kupplung 190. Der Antrieb wird durch einen Elektromotor über einen Vorgelegezahnradblock senkrecht hinauf ausgeführt. Auf der Nockenwelle
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zum Vorschieben des Manteldrahtes 192 (Fig. 9). Der Manteldraht wird von einer, mit Bremse versehenen
Spule 107 abgewickelt, geht zuerst durch einen Glühofen durch, wo er ausgeglüht wird, dann durch die
Drahtrichtvorrichtung 110, um ausgerichtet zu werden, wonach er von dem Vorschubmechanismus 192 in den Schneidestein 79 (Fig. 7) vorgeschoben wird.
In einem geeigneten Augenblick wird der aus dem Füh- rungsstein herausgeschobene Manteldraht 23 von den Manteldrahtzangen 193 (Fig. 2, 3) gefasst und sobald diese in Bewegung in der Richtung der Drahtachse 171,172 geraten, wird der Manteldraht von einem
Messer 78 (Fig. 7) abgeschnitten. Die Zangen 193 befördern den bereits abgeschnittenen Manteldraht zwischen die Stampfzangen 194 (Fig. 5, 6), in welcher Lage es dann zu dem eigentlichen Zusammenschwei- ssen kommt.
Die Fig. 2 stellt in schematischer Weise die Schwingungsbewegung der Manteldrahtzangen 193 dar, welche von der Nocke 1 abgeleitet ist. Die Bewegung der Nocke 1 wird dann über die Rolle 2 auf den Hebel 3 übertragen, welcher auf den Zapfen 4 drehbar gelagert ist. Der Hebel 3 ist gegen die Rolle 5 auf dem Bügel 6 gestützt, der auf der Nabe 7 des Schwingarmes 8 befestigt ist. Die Bewegung des Armes 8 ist durch zwei Anstossknaggen 9,10 begrenzt ; zu der Anstossknagge 9 werden die Zangen 193 durch eine konstante, von der Sprungfeder 11 abgeleitete Kraft gezogen. Der dargestellten Lage der Zangen, nämlich an der Anstossknagge 10, entspricht das Einschieben des Manteldrahtes 23 zwischen die Backen 12, 13. Der Lage der Zangen an der Anstossknagge 9, das ist in der Achse der beiden Randdrähte 171, 172, entspricht das Stampfen und Schweissen.
Die Fig. 3 stellt das mechanische Öffnen der Manteldrahtzange 193 mittels Einwirkung der Nocke 14 dar. Die Bewegung der Nocke 14 wird auf den am Bolzen 17 drehbar gelagerten Hebel 16 über die Rolle 15 übertragen. Das andere Ende des Hebels 16 wirkt auf die Rolle 18 der Zugstange 19 ein. Die Zugstange 19 wirkt auf die untere Öffnungsbacke 20 der Zangen 193 ein und verursacht deren Schwingungsbewegung um den Bolzen 21. Die untere Öffnungsbacke 20 ist gegen die Zugstange 19 mittels der Sprung- feder ì geprel3t, deren Kraft proportional in bezug zu der Presskrait für den Manteldraht 23 gewählt wird. Der Kontakt 12 der unteren beweglichen Backe 20, sowie auch der Kontakt 13 der festen oberen Backe sind aus Wolfram oder einem andern ähnlichen Metall gefertigt.
Der obere Kontakt 13 ist ausgebohrt und eine Nadel 24 aus Wolfram oder andern geeignetem Metall geht durch ihn, wobei diese Nadel oben mit einem Pressling 25 versehen ist und am Unterteil unter einem Winkel von 70 keilgeschliffen ist ; die Nadel 24 wird auf den Schwinghebel 27 mittels einer Sprungfeder 26 nachgedrückt. In der Lage der Zangen an der Anstossknagge 10 fährt der um den Bolzen 28 schwingende Schwinghebel 27 an die Rolle 29 heran, welche am Gerüst der Maschine befestigt ist, und die von der Sprungfeder 26 gedrückte Nadel 24 wird in der Richtung nach oben hinausgeschoben. In dieser Lage sind die Zangen 193 imstande, den gerichteten Manteldraht 23 zu empfangen. Nach dem Einklemmen des Manteldrahtes 23 infolge der Einwirkung der Nocke 14 geraten die Zangen 193 infolge der Einwirkung der Nocke 1 (Fig. 2) in Bewegung zu der Anstossknagge 9.
Das Ende des Hebels 27 gleitet von der Rolle 29 herunter und die Sprungfeder 30 drückt die scharfe, keilgeschliffene Nadel 24 in den Manteldraht 1 ein, so dass sie den Boraxüberzug dieses Manteldrahtes durchhackt und dadurch einen sicheren zum Schweissen notwendigen elektrischen Kontakt zustandebringt. In der Lage der Zangen 193 an der Anstossknagge 9 folgen dann die elektrischen Entladungen aus den Kondensatoren, weiterhin das Einstampfen und das nacheinanderfolgende Anschweissen der beiden Enddrähte von den Zuleitungen 171,172, wobei alle diese Vorgänge unmittelba : aufeinanderfolgen. Die Backen der Zangen 193 öffnen sich nach dem erfolgten Schweissvorgang infolge der Einwirkung
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der Nocke 14, und durch die Einwirkung der Nocke 1 (Fig. 2) nehmen sie wieder die Ausgangsstellung an der Anstossknagge 10 ein.
Fig. 4 stellt das Abschneiden der beiden Enddrähte der Zuleitungen 171,172 nach dem Zusammen- schweissen dar. Die Exzentrizität der Nocke 31 ist durch die Einlage 32 verursacht. Die Nocke wirkt über die Rolle 33 auf den Hebel 34 und erteilt ihm eine sehr kurze Schwingung. Diese Schwingung wird durch das andere Ende des Hebels 34 auf den Abschneidemechanismus 186 übertragen. Der Abschneidemecha- nismus wird durch die Führung 35 gebildet, in welcher die Gleitbacke 36 gleitet, die in die obere Lage durch die Sprungfeder 37 hochgedrückt wird. Mit der Gleitbacke 36 ist ein kreisförmiges Messer 38 fest verbunden, welches dicht an dem Ziehstein 39 anliegt, durch den die Drähte 171,172 durchgehen. Der
Abschneidemechanismus 186 ist mit den Gleitbacken 119 (Fig. l) fest verbunden.
Der grosse Vorteil und die Einfachheit des Pleuelstangensystems beruht in einer sehr kurzen Zeitdauer des Schneidens, welche durch den kurzen Weg der Nocke 32 sowie durch den vergrösserten Durchmesser dieser Nocke erreicht wird.
Die Nocke 32 ist derart eingestellt, dass bei der maximal gereichten Drahtlänge 172, d. h. in der oberen
Totlageposition der Kurbelscheibe 180 (Fig. l), die beiden Drähte 171,172 nach dem Zusammenschwei- ssen im Augenblick abgeschnitten werden könnten. Dazu kommt noch ein weiterer Vorteil, nämlich dass die Längen der zusammengeschweissten Zuleitungen genau gleich sind, da das Abschneiden erst nach dem Zusammenschweissen erfolgt.
Fig. 5 stellt das mechanische Stampfen der beiden Endteile der Zuleitungen 171,172 auf den Manteldraht 23 dar. Die Exzentrizität der Nocken 40,41 verursacht durch den Druck auf die Rolle 42 die Bewegung des Hebels 43 um den Bolzen 44. Der Hebel 43 ist mittels der Sprungfeder 45 zu der Nocke 40, 41 herangedrückt. Der Hebel ist an seinem Ende mit dem Bolzen 46 und der Aufschweissung 47 versehen, in welcher sich die Regulierungsschraube 48 für die Arbeitslage des kleinen Hebels 49 befindet. Der Hebel 49 ist an dem Anstoss der Schraube 48 mittels der Sprungfeder 50 gezogen. Das Ende des Hebels 49 wirkt auf die Rolle 51 des Winkelhebels 52 ein, welcher durch sein abgeschrägtes Ende die Bewegung des Armes 53 der Stampfzange 194 in der Pfeilrichtung verursacht. Der Arm 53 wird in die Ausgangsstellung durch die Flachfeder 54 gezogen.
Die Bewegung des Armes 53 in die Pfeilrichtung geschieht durch die Einwirkung des Hebels 52 auf den Hebel 55, welcher an dem Arm befestigt ist. Der Unterteil des Armes 53 ist durch die Stampfzange für das Eingreifen und Einstampfen der gereichten Drähte 171,172 gebildet. Die Manteldrahtzangen 193 (Fig. 1) schieben in der Achse der Drähte 171,172 zwischen die beiden Stampfzangen 194 den Manteldraht 23 ein. Die Grösse der Bewegung in der Pfeilrichtung (d. h., die Grösse des Einstampfens) wird mit der Schraube 48 reguliert.
Fig. 6 stellt das mechanische Öffnen der Stampfzangen 194 gleichzeitig für die beiden Enddrähte der Zuleitungen 171,172 mittels der Nocke 56 dar. Die Exzentrizität der Nocke 56 verursacht über die Rolle 57 die Bewegung des Hebels 58 um den Bolzen 59. Das andere Ende des Hebels 58 ist als ein abisolierter kleiner Amboss 60 ausgebildet. Der kleine Amboss 60 wirkt auf die Rolle 61 des Winkelhebels 62 ein, der drehbar um den Bolzen 63 angeordnet ist. Der Hebel 62 wird auf den Amboss 60 durch die Sprungfeder 64 herangedrückt, welche stärker ist als die Sprungfeder 65. Die Schraube 66 dient zur Druckregulierung der Backe 68 in die durch den Pfeil angedeutete Richtung. Das andere Ende des Hebels 62 wirkt auf die Linse 67 ein und öffnet die aus Wolfram (od. ähnl. Material) gefertigten Backen in der Pfeilrichtung.
Der unbewegliche Teil 69 der Stampfzangen 194 ist aus einem Wolframplättchen (oder aus einem andern ähnlichen Material) hergestellt. Bisher ist aber Wolfram das einzige verfügbare Material, welches während des Betriebes keinen von dem die Zuleitung bildenden Drähte anschweisst und stets auch einen fehlerfreien elektrischen Kontakt garantiert. Die Backe 68 hat eine prismatische Form, damit die zwischen die Backen 68 und 69 eingeführten Drähte durch den prismatischen Anlauf automatisch zentriert werden, und infolgedessen jede weitere Hilfszentriervorrichtung entbehrlich wird. Die Lage der Nocke 56 entspricht der geöffneten Backe 68.
Fig. 7 stellt das Schneiden des Manteldrahtes dar, welcher von dem Vorschubmechanismus 192 des Manteldrahtes vorgeschoben wird (Fig. 9). Die Ungleichheit 70 auf der Nocke 71 wirkt ein auf die Rolle 72 des um den Bolzen 77 drehbar gelagerten Hebels 76. Auf dem andern Ende des Hebels 76 ist ein aus Hartmetall gefertigtes Messer 78 befestigt, welches den Manteldraht 23 unter einem Winkel von 400 schneidet. Der Draht 23 geht durch den Führungsstein 79 durch, der gleichfalls unter einem Winkel von 100 geschliffen ist. Die Rolle 72 wird an die Nocke 71 durch die Sprungfeder 80 herangedrückt. Das Messer 78 wird an den Führungsstein 79, welcher mittels eines Elektromagneten (Fig. 12) hinauf und herunter bewegt wird, mittels einer flachen Stahlfeder 81 herangedrückt. Die Regulierung des Messers 78 zum Schneiden geschieht durch die Schraube 82.
Der schräge Schnitt des Manteldrahtes ist unbedingt notwendig für das Zünden des elektrischen Bogens bei der unmittelbaren Berührung der beiden zusammenge-
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schweissten Drähte. Die Drahtenden erwärmen sich so bis auf die Schmelztemperatur und werden bei einem talgfö-migen Zustand der beiden Materialien ineinander gestampft.
Fig. 8 stellt den Mechanismus für das mechanische Zuhalten des Manteldrahtes dar. Durch die Ein- wirkung der Ungleichheit der Nocke 83 auf die Rolle 84 des um den Bolzen 86 drehbar gelagerten Hebels
85 entsteht am andern Ende des Hebels 85 eine Schwingbewegung. Diese Bewegung wirkt auf die schwin- gende Rolle 87 des Vorschubmechanismus 192 ein. Dieser Mechanismus ist an der, in der Führung glei- tenden Gleitbacke 88 befestigt und ist durch eine feste Backe 90 und durch eine um den Bolzen 92 be- wegliche Backe ausgebildet. Die Backe 91 wird an die Backe 90 von der Sprungfeder 93 angedrückt, wel- che auch gleichzeitig die Rolle 84 des Hebels 85 an die Nocke 83 drückt. Die Stellung des Hebels 85 veranschaulicht die Lage in der die Backen 90, 91 geöffnet sind.
Nach dem Einklemmen des Manteldrah- tes zwischen die Backen 90,91 entsteht die Bewegung der Gleitbacke 88 in der Richtung nach vorne (Fig. 9), so dass der Manteldraht 23 in die Manteldrahtzangen 193 befördert wird (Fig. 2,3), welche ihn halten, die Backen 90,91 werden dann geöffnet und die Gleitbacke 88 gleitet zurück.
Fig. 9 stellt die mechanische Vorschubeinrichtung 192 des Manteldrahtes dar. Durch die Einwirkung der Krümmung der Nocke 94 auf die Rolle 95 des um den Bolzen 97 drehbar gelagerten Hebels 96 entsteht auf dem entgegengesetzten, durch eine schräge Anschweissung 98 beendeten Hebelende eine Schwingbe- wegung. Auf der Anschweissung 98 bewegt sich verschiebbar ein Reiter 99, den man mittels einer Schrau- be 100 umstellen kann. Die Anstossknagge, sowie auch die Schraube 100 sind Bestandteile des Hebels 101, der fest an den Bolzen 102 gelagert ist, an dem ein weiterer Hebel 103 befestigt ist. Der Hebel 103 endet in einem Auge 104 mit einer Stellschraube 105. Die Schraube 105 übt eine Schwingbewegung aus und verschiebt dabei abwechselnd die Gleitbacke 88, an der der Mechanismus für das Vorschieben des Man- teldrahtes befestigt ist.
Die Regulierung der Länge des vorgeschobenen Drahtes 23 geschieht mittels der
Schraube 100. Der Manteldraht 23 wird von einer Vorratsspule 107 abgewickelt, geht durch den elektri- schen Ofen 108 durch und dann durch die Drahtrichteinrichtung 110 in den Vorschubmechanismus 192.
Fig. 10 stellt das mechanische Zuhalten der beiden Endzuleitungsteile 171,172 dar. Durch die Einwirkung der Ungleichmässigkeit der Nocke 111 auf die Rolle 112 des um den Bolzen 114 drehbar gelagerten Hebels 113 entsteht an diesem Bolzen eine Drehbewegung, welche auf den weiteren, durch eine senkrechte Anschweissung beendeten Hebel 115 übertragen wird. Diese Anschweissung verursacht die Bewegung des Hebels 117 und der mechanischen Vorschubeinrichtung 185 mittels einer Rolle 118, welche als ein ausschwingendes zweireihige Kugellager ausgebildet ist. Die mechanische Vorschubeinrichtung 185 ist mit der Gleitbacke 119 verbunden, die in der Führung 120 gleitet. Der Hebel 117 der Vorschubeinrichtung ist drehbar um den Bolzen 121 gelagert und trägt auf seinem zweiten Ende die Beihaltungsbacken 122. Der Unterteil 123 der Vorschubeinrichtung 185 ist fest und trägt die Backe 124.
Die Backe 122 ist an den Nocken 124 mittels der Springfeder 125 angepresst. Die Lage der Rolle 112 auf der Nocke 111 entspricht den geöffneten Backen. Durch dieses System bleiben die Backen abwechselnd geöffnet und geschlossen, u. zw. bei jeder halben Umdrehung der Maschine, und beim Einklemmen besorgen sie das Vorschieben der Drähte 171,172 in die Stampfzangen 194 (Fig. 5 und 6).
Fig. 11 stellt das automatische Vorwickeln der beiden Enddrähte der Zuleitungen 171,172 dar. Es ist deswegen eingeführt, um bei dem schnellen Vorschieben das Reissen des Drahtes zu vermeiden, und die Anwendung von grossen Vorratsspulen mit reichem Drahtvorrat zu ermöglichen, wodurch der sonst oft vorkommende unnötige Austausch von Spulen vermieden wird. Der auf der Vorratsspule 126 aufgewickelte Draht geht durch das Auge 128 hindurch, welches drehbar um den Bolzen 129 gelagert ist ; die Vorratsspule ist von einem Deckel gebremst. Das Auge 128 und der Bolzen 129 beenden den Schwingarm 130, der um den Bolzen 131 schwingt. Mit dem Bolzen 131 ist der Hebel 132 fest verbunden, der an seinem Ende einen Quecksilberschalter 133 trägt.
Der Draht 171,172 geht weiter über die Rolle 134, über die Rotationsrichtvorrichtung 135 in die mechanische Vorschubeinrichtung 185 hinein (Fig. 10). Die Vorratsspule 126 sitzt auf der Nabe, welche in eine Drehbewegung gebracht werden kann, was durch das Zusammenschliessen der magnetischen Kupplung 136 geschieht, deren eine Hälfte mit konstanter Drehzahl mittels eines Keilriemens 177,178 von der Riemenscheibe aus dem Getriebegehäuse 166,167 angetrieben wird. Gegen das Mitnehmen der Nabe mit der Vorratsspule infolge der Reibung in den Lagerungen bei ausgeschalteter magnetischer Kupplung wirkt der Bremsdeckel 127 so, dass es zu keinem Drehen der Spule 126 kommt. Die Antriebswelle ist eingekapselt und die Buchse ist in einem Ständer 140 gelagert, welcher an einer isolierten Platte zwecks Abisolierung von dem Gerüst angebracht ist.
Bei einer Verkleinerung der Drahtlänge zwischen der Spule 126 und der Rolle 134 geht der Arm 130 in eine steilere Lage über, gleichzeitig kommt es zum Umfliessen des Quecksilbers in dem Schalter 133, so dass sich seine Kontakte schliessen, was dann das Zusammenschliessen der magnetischen Kupplung zur Folge hat und die
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Spule 126 dreht sich in der durch den Pfeil angedeuteten Richtung so weit, bis die Drahtvorratslänge durch den Ausschlag des Armes 130 anwächst, welcher durch sein eigenes Gewicht auf den Draht derart drückt, bis das Qeucksilber in dem Schalter 133 umfliesst und die Kontakte trennt und dadurch auch gleichzeitig die magnetische Kupplung 136 trennt. Die Bremsscheibe 127 bremst die Spule 126 ab. Die Wicklung der
Kupplungsspule 136 ist mit 24V/0, 8 A dimensioniert.
Der Gleichstrom ist durch einen Selengleichrich- ter 142 aus einem Transformator 143 versorgt.
Die Fig. 12 stellt das Ausschlagen des Schneideziehsteins 79 für den Manteldraht 24 in der Pfeilrich- tung dar, was zu einem sicheren Einführen des Manteldrahtes 23 in die Vorschubzangen 193 erforderlich ist (Fig. 2, 3). Nach dem Abschneiden des Manteldrahtes trennt die Nocke 155 die Kontakte 156, der An- ker des Elektromagneten fällt ab und das abgefederte Schneidemesser 78 drückt auf den Ziehstein 79, der in der Buchse befestigt ist, welche um den Bolzen 159 schwingt. Das andere Ende der Buchse wirkt auf den Stift 160 ein, welcher auf den Schwinghebel 161 mit der Anstossknagge 162 drückt. Beim Ver- schieben des Manteldrahtes 23 drückt das Schneidemesser 78 auf den Ziehstein 79 und hält ihn in der La- ge in der Richtung nach unten.
Nach der Beendigung der Vorschuboperation schaltet die Nocke 155 den
Elektromagnet 157 ein und dieserüberwindet die Abfederung des Messers 78 und lenkt den Führungsstein 79 in der Richtung nach oben bis auf die Anstossknagge ab und legt dadurch den Manteldraht in die prismati- sche Ausnehmung im oberen Teil 13 der Manteldrahtzangen 193 (Fig. 3).
Fig. 13 stellt das Schaltungsschema für Schweissen mit Niederspannung dar. In der Lage 145 des Kon- taktschalters werden mittels des Nockenschalters 144 dieArbeits-Schweisskondensatoren 146 geladen. Die- se Kondensatoren können mit den Schaltern 147 kombiniert werden. Als Speisequelle für das Aufladen der Kondensatoren 146 ist ein harter Germaniumgleichrichter vorhanden, der kontinuierlich im Bereich von 0 - 400 V regulierbar ist. In dem Augenblick des Einstampfens der Enddrähte der Zuleitungen 171,
172 auf den Manteldraht 23 schliessen sich die Kontakte in die Lage 150, das Gitter des Thyratrons 151 wird von der negativen Vorspannung frei und durch das Thyratronverläuft eine Entladung, deren Grösse durch die Kapazität und Spannung der Kondensatoren 146 gegeben ist.
Ein Strom verläuft durch den Schweisstransformator, an dessen Sekundärwicklung ein Niederspannungs-Schweissimpuls induziert wird.
Halbleiterthyratrons, welche im Falle des Ablebens der Kathode nicht vernichtet werden, sind zu diesem
Zweck vorteilhafter als Thyratrons mit Quecksilberdampf. Der Widerstand 153 bildet an sich die Spannung zum Umschalten der Kontakte in die Lage 150 und schützt dadurch die Gittervorspannungsquelle vor Beschädigung. Dieses Niederspannungssystem ist vom Standpunkt der Betriebssicherheit am besten geeignet.
Die beschriebene Ausführung ist als. Beispielsausführung anzusehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Kondensator-Schweissautomat für mehrteilige Zuleitungen für Glühlampen u. a. Lichtquellen der mit mechanischer Betätigung aller Arbeitsteile, mit zwei Getriebegehäusen zum Antrieb der Mechanismen, für das Vorschieben der beiden Enddrähte der mehrteiligen Zuleitungen und gleichzeitig mit einem Nockenweg und einer Schaltvorrichtung zum Umschalten der Arbeitskondensatoren ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitskondensatoren (146) über eine durch Kurbelscheiben (180) betätigte Schaltvorrichtung (144, 145, 150) vom Ladevorgang auf den Entladevorgang umschaltbar sind, wobei diese Kurbelscheiben (180) auf den Ausgangswellen (179) der zum Antrieb des Mechanismus zum Vorschieben der Enddrähte der Zuleitungen (171,172) bestimmten Getriebegehäuse (166,167) sitzen und Pleuelstangen (181) tragen,
die mit Gleitbacken (119) gekoppelt sind, welche in einer Führung (120) einfallen, wobei an den Gleitbacken mechanische Zubringer (185) für die beiden Enddrähte der Zuleitung (171,172) und der Mechanismus zum Abschneiden der zusammengeschweissten Zuleitungen befestigt sind, wobei die Kurbelscheiben (180) mit einer Einrichtung zur Hubänderung versehen sind.