AT226794B - Schutzeinrichtung gegen Kollektorüberschläge bzw. Rundfeuer bei mit veränderlicher Spannung gespeisten Motoren, insbesondere Wechselstromtraktionsmotoren - Google Patents

Schutzeinrichtung gegen Kollektorüberschläge bzw. Rundfeuer bei mit veränderlicher Spannung gespeisten Motoren, insbesondere Wechselstromtraktionsmotoren

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AT226794B
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Franz Dipl Ing Patteisky
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Elin Union Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Schutzeinrichtung gegen Kollektorüberschläge bzw. Rundfeuer bei mit veränderlicher Spannung gespeisten Motoren, insbesondere
Wechselstromtraktionsmotoren   Bei Speisung von Kollektormaschinen   mit stark schwankenden Betriebsspannungen besteht die Gefahr, dass gelegentlich die Betriebsspannung Werte erreicht,   bei denen die Motoren durch Überschläge an den  
Kollektoren bzw. durch Rundfeuer gefährdet sind. Diese Gefahr besteht besonders bei Wechselstrom-Trieb- fahrzeugen, deren Motoren uber einen mit   sekundär-oder   primärseitigen Anzapfungen versehenen Regel- transformator aus einer Fahrleitung gespeist werden. Die Fahrleitung kann nämlich je nach dem Belastung- zustand des Fahrleitungsnetzes und je nach der Entfernung vom nächstliegenden Speisepunkt bzw. Unter- werk ihren Nennwert (z.

   B. 15 kV) um Werte bis zu +   200/0   und mehr übersteigen. Ist am Regeltransformator zwecks rascher Fahrt eine hohe oder die   höchste Spannungsstufe   eingestellt und überschreitet zugleich die Fahrdrahtspannung ihren Nennwert zufällig sehr beträchtlich, so ergibt sich eine entsprechend überhöhte Motorspannung, die eben zu Überschlägen bzw. Rundfeuer führen kann. Diese Gefahr ist natürlich besonders gross, wenn die Motoren bereits bei ihrer Nennspannung spannungsmässig gut ausgenützt sind, wie dies gewöhnlich bei elektrischen Hochleistungslokomotiven der Fall ist. 



   Um Überschlägen vorzubeugen, hat man deshalb bisher dem Fahrzeugführer vorgeschrieben, die hohen bzw. höchsten Fahrstufen nicht zu benützen, wenn die Fahrdrahtspannung ihren Nennwert beträchtlich überschreitet. Die Einhaltung einer solchen Vorschrift ist jedoch   z. B.   bei Nachtfahrten oder bei sonstiger Ablenkung der Aufmerksamkeit des Fahrzeugführers zweifelhaft. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Schutzeinrichtung gegen Kollektorüberschläge bzw. Rundfeuer bei mit veränderlicher Spannung gespeisten Motoren, insbesondere Wechselstrom-Traktionsmotoren, mit dem   besonderen Merkmal, dass   durch ein in Abhängigkeit von der Netzspannung (Fahrdrahtspannung) gespeiste, etwa an derMotorspannung selbst liegendes Relais od. dgl., welches eine akustische bzw.

   optische Wameinrichtung oder eine zwangsläufig wirksame   Einrichtung betätigt, die Benützung   höherer oder der höchsten Fahrstufe verboten oder verhindert wird, sofeme eine solche Stufe beim vorhandenen Wert der Netzspannung (Fahrdrahtspannung), gegebenenfalls unter Mitberücksichtigung des von der jeweiligen Stromentnahme abhängigen, in den vorgeschalteten Teilen der Anlage (des Fahrzeuges) auftretenden Spannungsabfalles, zu Kollektorüberschlägen führen könnte. Der Spannungsabfall im Fahrzeug ist natürlich voll mitberücksichtigt, wenn das überwachende Relais (Spannungsrelais bzw. Spannungswächter) unmittelbar an den Motorklemmen liegt. Gänzlich unberücksichtigt bliebe er bei unmittelbarer Überwachung der Fahrdrahtspannung.

   In diesem Falle könnte die Schutzeinrichtung unter Umständen ansprechen, obwohl die Motorspannung wegen eines durch hohe Stromaufnahme bedingten, im Fahrzeug auftretenden starken Spannungsabfalles den kritischen Wert nicht erreicht. Eine erfindungsgemässe Schutzeinrichtung könnte allenfalls auch so gebaut sein, dass sie im Ansprechfall selbsttätig über Zwischenglieder die Rückstellung des   Stufenschal-     ters   auf niedrigere Fahrstufen herbeiführt, oder etwa so, dass sie den Motor ganz abschaltet. Dies wird aber im allgemeinen nicht erwünscht sein. 



   Die erfindungsgemässe Schutzeinrichtung wird zweckmässig erst bei Übergang auf höhere Fahrstufen eingeschaltet, da sie bei den unteren Fahrstufen, in denen sie auch bei höchster Fahrdrahtspannung nicht zum Ansprechen kommen kann, nur unnötig an Spannung liegen würde. Sie wird dabei zweckmässig selbsttätig bei Erreichen jener Fahrstufe eingeschaltet, bei welcher im Falle höchstmöglicher Fahrdrahtspannung die Gefahr von Überschlägen gerade beginnt bzw. gerade noch vermieden ist. 

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   Um das Halteverhältnis eines im Sinne der Erfindung die Motorspannung überwachenden Relais un- schädlich zu machen,   d. h.   um zu verhindern, dass die   Schutzeinrichttmgdauemd   im Ansprechzustand verbleibt, weil die Motorspannung zwar beträchtlich unter die Ansprechspannung, aber nicht bis auf die
Abfallspannung des Relais gesunken ist, kann man gemäss einem weiteren Erfindungsgedanken die Anord- nung so treffen, dass die Schutzeinrichtung bzw. die Relaisspule in den Zwischenstellungen zwischen den
Spannungsstufen des   Transformatoistufenschalters   abgeschaltet ist. Das Relais fällt dann, wenn es ange- sprochen hat, bei Betätigung des Stufenschalters auf jeden Fall ab und spricht nur dann wieder an, wenn die Motorspannung in der neuen Stufenstellung ebenfalls über dem kritischen Wert liegt.

   Bei den weniger hohen Stufen kann, wie bereits oben angegeben, das Anlegen der Relaisspule an die Motorspannung überhaupt unterbleiben. 



   Es sei noch erwähnt, dass es schon bekannt ist (vgl.   z. B.   die deutsche Patentschrift Nr. 887372, Seite 2, Zeilen 8ff), Bremsüberschläge bei Traktionsmotoren durch Spannungswächter zu vermeiden. 



  Ist   die Bremsspannunggrösser   als ein bestimmter Grenzwert, so soll das Fortschalten auf die nächste BremsStufe verhindert werden. 



     PATENTANSPRÜCHE   : l. Schutzeinrichtung gegen Kollektorüberschläge bzw. Rundfeuer bei mit veränderlicher Spannung gespeisten Motoren, insbesondere Wechselstrom-Traktionsmotoren, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein in Abhängigkeit von der Netzspannung (Fahrdrahtspannung) gespeistes, etwa an der Motorspannung selbst liegendes Relais od. dgl., welches eine akustische bzw.

   optische Warneinrichtung oder eine zwangläufig wirksame Einrichtung betätigt, die Benützung höherer oder der höchsten Fahrstufe verboten oder verhindert wird, soferne eine solche Stufe beim vorhandenen Wert der Neztspannung (Fahrdrahtspannung),   gegebenenfalls unter Mitberücksichtigung des   von der jeweiligen Stromentnahme abhängigen, in den vorgeschalteten Teilen der Anlage (des Fahrzeuges) auftretenden Spannungsabfalles, zu Kollektorüberschlägen führen könnte.

Claims (1)

  1. 2. Schützeinrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass sie erst in den oberen Fahrstufen, denen gewöhnlich die höchsten Speisespannungen für die Motoren zugeordnet sind, selbsttätig an Spannung zu liegen kommt.
    3. Schutzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie ab jener Fahrstufe an Spannung zu liegen kommt, in welcher die Motorspannung bei höchstmöglicher Fahrdrahtspannung einen für Kollektorüberschläge bzw. Rundfeuer kritischen Wert erreicht.
    4. Schutzeinrichtung nach Anspruch l, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie, um das Halteverhältnis, d. h. den Unterschied zwischen Ansprechspannung und Abfallspannung des die Motorspannung überwachenden Relais oder sonstigen Organes unschädlich zu machen, in den Zwischenstellungen des zur Spannungsänderung dienenden Transformatorstufenschalters spannungslos wird, so dass sie, falls sie angesprochen hatte, bei Betätigung des Stufenschalters sicher abfällt und nur dann wieder anspricht, wenn die Motorspannung in der neuen Stufenstellung ebenfalls über dem kritischen Wert liegt.
AT296861A 1961-04-14 1961-04-14 Schutzeinrichtung gegen Kollektorüberschläge bzw. Rundfeuer bei mit veränderlicher Spannung gespeisten Motoren, insbesondere Wechselstromtraktionsmotoren AT226794B (de)

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