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Einstückiger, in sich geschlossener Dachrahmen
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einzusetzende, insichversteifte Verstärkungsschiene begrenzt werden kann, deren Enden zugleich als An- schluss für die Abstzützungen zu den seitlichen Dachträgern des Karosserierahmens dienen können.
In diesem Rahmenkönnenbeiseiner Herstellung alle Lochungen für die erforderlichen Einbauteile mit ausserordentlich geringen Toleranzen angebracht werden, so dass eine nachträgliche Bearbeitung bzw. Ab- stimmung nach dem Einbau in das Fahrzeug nicht mehr erforderlich ist. Dieser Rahmen kann einstückig mit einer mittleren Querversteifung versehen sein, die bei den bisherigen Rahmen unterhalb der Rahmen- profile angebracht wurde und so den Kopfraum im Fahrzeug verringerte.
Fernerhin ist es möglich, eine der Dachwölbung in beiden Richtungen angepasste Anlagefläche der
Profile des Rahmens zu schaffen, wobei diese Anlagefläche gegenüber der bisherigen Bauweise wesentlich vergrössert werden kann, so dass die Verbindung mit dem festen Fahrzeugdach einfacher herzustellen ist.
Ein solcher Dachrahmen bietet ausserdem den Vorteil, dass er mit abgerundeten Ecken ausgebildet werden kann, ohne dass hiefür, wie bisher, zusätzliche Teile angeschweisst werden müssen. Die erfindungsgemässe Ausführung ist gegenüber den aus Profileisen zusammengesetzten Rahmen, insbesondere in den Ecken, sta- biler.
Das vorzugsweise zu verwendende'L-Profil ermöglicht eine einfache Schweissverbindung mit den Kan- ten des Dachausschnittes, die nur um 900 nach unten umgebogen zu werden brauchen.
Der erfindungsgemässe Dachrahmen lässt sich leicht in kürzester Zeit in grosser Stückzahl mit sehr ge- ringen Toleranzen herstellen und sein Einbau in ein Fahrzeug erfordert nur einen Bruchteil der bisher für diese Arbeiten erforderlichen Zeit.
EinAusführungsbeispielderErfindungistnachfolgend an Hand der Zeichnungen näher erläutert, u. zw. stellen dar :
Fig. 1 schematisch die'Anordnung eines Dachrahmens im Dach eines Kraftfahrzeuges mit Schiebedach ; Fig. 2 in schaubildlicher Darstellung eine Ausführungsform eines Dachrahmens ; Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2 ; Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie G-H der Fig. 2 ; Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 2 ; Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie E-F der Fig. 2 ; Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie K-L der Fig. 2, und Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie. 1-J der Fig. 2.
In dem Dach 1 eines Kraftfahrzeuges befindet sich ein z. B. für einen starren Schiebedeckel erforderlicher Dachausschnitt 2. Zur Führung dieses Schiebedeckels, oder auch eines Faltdaches, sind an den Längsseiten des Dachausschnittes Führungsschienen anzubringen. Ausserdem muss das durch den Dachausschnitt geschwächte Dach eine Versteifung erhalten. Zu diesem Zweck wird mit dem festen Fahrzeugdach der Dachrahmen 3 verbunden. An diesem können dann auch in geeigneter Weise Führungsschienen für das Schiebedach angeordnet werden.
Dieser Dachrahmen, der in Fig. 2 schaubildlich dargestellt ist, ist nach der Erfindung mit seinen vorderen a und hinteren b Querteilen sowie den beiden Seitenteilen bzw. Rahmenlängsteilen c einstückig durch Tiefziehen, Pressen od. dgl. hergestellt. Ebenfalls einstückig mit diesem Rahmen ist eine Querversteifung bzw. ein Steg 9 verbunden, der bis etwa'zu Linie 9'reichen kann, beim dargestellten Ausführungsbeispiel jedoch den ganzen hinteren Rahmenteil ausfüllt.
Die Hinterkante des Dachausschnittes wird durch eine Verstärkungsschiene 4 festgelegt und versteift, die mit dem Rahmen z. B. durch Schweissen verbunden ist. Der Rahmen erhält vorzugsweise an den Stellen, wo diese Verstärkungsschiene befestigt werden soll, eine dem Profil dieser Verstärkungsschiene angepasste Ausnehmung oder wenigstens eine besondere Markierung. Im Falle einer durch den Rahmen hindurchgeführten Verstärkungsschiene, wie sie in Fig. l und 2 in strichpunktierten Linien angedeutet ist, ist eine Ausnehmung erforderlich, um ein gleichmässiges Aufliegen des Dachbleches auf der oberen Rahmenfläche, die von dem nach aussen ragenden Flansch 3 des Rahmenprofiles gebildet wird, und auf der Verstärkungsschiene 4 zu ermöglichen.
Einstückig mit dem Dachrahmensind ausserdem Rahmenträger oder zumindest Ansatzflansche 5 (s. Fig. l) zur Verbindung mit den Pfosten der Karosserie bzw. den Dachträgern ausgebildet. Diese Rahmenträger stützen den Rahmen und insbesondere den frei unter dem Dach liegenden hinteren Rahmenteil, der mit geräuschdämpfendem Material, z. B. Textilstreifen 16 (s. Fig. 6 und 7) versehen ist.
Dar erfindungsgemässe Rahmen selbst weist im allgemeinen ein1. -förmiges Profil 6'auf, an dessen unteren, nach innen ragenden Flansch eine nach oben ragende Wand 7'anschliesst, an die ein weiteres mit seinem unteren Flansch zur Dachöffnung weisenden-L-förmiges Profil 7 anschliesst, an dem an den Rahmenlängsteilen c je eine Führungsschiene 8 für das Schiebedach befestigt ist. Die Führungsschiene 8 wirdinbeliebigergeeigneter Weise mit dem-L-förmigen Profil 7 verbunden, beispielsweise durch Schrauben, für die inf-förmigen Profil an vorbestimmten Stellen Löcher 17 vorgesehen sind.
Der Raum zwischendem Steg 6 des L-förmigen Profils 6'und der Wand 7 dient der Abführung des zwischen dem Schie-
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bedach und dem festen Fahrzeugdach eintretenden Regenwassers. Diese Wasserabführung war bei den bis- her verwendeten Profilen von vorne bis hinten durchgehend gleichförmig profiliert, da diese Profilleisten aus Gründen der billigen Herstellungsmöglichkeiten entweder gewalzt oder im Strangpressverfahren herge- stellt wurden. Bei dem Dachrahmen nach der Erfindung kann diese Wasserabführung (Regenrinne) beliebig geformt, beispielsweise in der Mitte des Dachrahmens besonders flach gehalten werden und sich nach dem vorderen und hinteren Ende des Dachrahmens zusätzlich nach aussen vertiefen, etwa in der Form, wie dies in den Fig. 5-7 dargestellt ist.
Auf diese Weise wird ein über das Mass der Rahmenwölbung hinausgehen- des Gefälle erzielt, ohne den freien Raum im Fahrzeug wesentlich zu beschränken.
Ein weitererRaumgewinn entsteht dadurch, dass die mittlere Querversteifung bzw. der Steg 9, 9' mit dem Dachrahmen selbst einstückig verbunden ist.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind alle Ecken des Dachrahmens abgerundet, wodurch eine bessere Kräf- te aufnahme gewährleistet ist.
Eine hinter der Querversteifung bzw. dem Steg 9, 9' liegende Aussparung 10 in dem Rahmen wurde bisher nach dem Einbau des Rahmens in das Fahrzeugdach von innen mit Pappe, Blech od. dgl. verklei- det, da sich in diesem unmittelbar unter dem Dach befindlichen Raum die durch die Dachöffnung ein- tretende Luft verfängt. Mitgeführte Feuchtigkeit kann dabei leicht Verwerfungen dieser Verkleidung bzw. unschöne Regenflecke in der Innenverkleidung des Fahrzeuges verursachen. Dabei verursacht die Montage der Verkleidung mittels Schrauben, Nieten oder Punktschweissung einen erheblichen Zeitaufwand.
Da in dem erfindungsgemässen Rahmenhinter dem Dachausschnitt keine Arbeiten mehr nach dem Ein- bau vorgenommen werden müssen (z. B. Befestigen der Führungsschienen oder des Dachantriebs), kann diese Aussparung 10 bei dem erfindungsgemässen Dachrahmen auch wegfallen und verleiht dem Rahmen und damit dem Fahrzeugdach nach Art der Schalenbauweise ein zusätzliches Mass an Festigkeit, schafft einen wasserdichten Abschluss hinter dem Dachausschnitt und ermöglicht ferner ein einfaches Befestigen der Innenverkleidung (Ausspannung od. dgl.) des Kraftfahrzeuges.
Ein Dachrahmen zur Verwendung bei einem Faltdach enthält keine Querversteifung bzw. Steg 9, 9' und keine Verstärkungsschiene 4, sondern kann statt dessen mit einer verkürzten Füllung im Bereich der bisher üblichen Aussparung 10 versehen sein, die die Faltenlagen bei geöffnetem Dach von innen her abdeckt.
Alle für den Einbau des Schiebedaches, des Dachantriebs und der Dachverriegelung erforderlichen Lochungen des Rahmens können serienmässig und mit ausserordentlich geringen Toleranzen angebracht werden. In Fig. 2 ist der Übersichtlichkeit halber nur ein für die Dachverriegelung vorgesehener Schlitz 11 an der Vorderseite des Dachrahmens dargestellt. Ferner sind Lochungen 12 für die Wasserabführung vorgesehen, an die Abführungsleitungen 13 angeschlossen werden können, z. B. durch Verschweissen.
Die mittlere Querversteifung bzw. der Steg 9, 9' kann mit der Versteifung dienenden Sicken 14 versehen sein.
Der Dachrahmen braucht nicht durchgehend gleiches Profil aufzuweisen, sondern kann in Anpassung an die Erfordernisse auf verschiedenen Seiten oder abschnittweise unterschiedliches Profil besitzen. So ist es z. B. nicht erforderlich, dass das-L-förmige Profil 7 entlang dem hinteren Querteil b des Dachrahmens verläuft, der keiner besonderen Verstärkung bedarf.
Der Rahmen 3 kann z. B. durch Punktschweissen mit dem Fahrzeugdach 1 verbunden werden. Die den Dachausschnitt umgrenzende Dachkante 15 wird beispielsweise, wie in Fig. 6 gezeigt, so nach innen umgebördelt, dass sie gegen das Profil 6'des Dachrahmens 3 anliegt, und kann dann durch Punktschweissen mit dem Rahmen verbunden werden. Da bei einem einstückig gefertigen Rahmen im Gegensatz zu den bis- her üblichen zusammengeschweissten Rahmen praktisch keine Massabweichungen auftreten können, entstehen auch masshaltige Dachausschnitte, so dass die Luftspalte zwischen Schiebedach und Dachausschnitt auf ein Minimum gebracht werden können.
Ein einstückig durch Tiefziehen bzw. Pressen ausgebildeter Dachrahmen ist der Dachwölbung eines Kraftfahrzeuges in beiden Richtungen angepasst. Da die Wölbungsradien stets gross sind, beispielsweise zwischen 1 und 8 m liegen, kann ein solcher Rahmen, der für eine bestimmte Dachwölbung geform t ist, ohne Schwierigkeit zusätzlich so verformt werden, dass er einer andern abweichenden Dachwölbung angepasst ist. Hiedurchist eine Herstellung in grossen Serien möglich, wobei für einen Normalrahmen nur ein Pres- werkzeug erforderlich ist, während'Wesentlich einfachere Preys- odeur Biegewerkzeuge eine Änderung der Wölbung zur genauen Anpassung an die Dachformen verschiedener Fahrzeugtypen durch eine Nachformung des Rahmens gestatten.
Um ein grösseres Mass an nachträglicher Verformbarkeit zu ermöglichen, können gegebenenfalls Profilstege des Rahmens in Abständen geschlitzt sein. Der nachverformte Rahmen kann dann durch mit den geschlitzten Profilstege n zu verbindende Versteifungen, z. B. durch Schweissen, auf die neue
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Form festgelegt werden. Durch diese Massnahme wird die Festigkeit des Dachrahmens praktisch nicht be- einträchtigt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einstückiger, insichgeschlossenerDachrahmen, insbesondere für Kraftfahrzeuge mit einem Schie- bedach, wobei die Seitenteile des Dachrahmens ein mit einem oberen Flansch nach aussen weisendes 1. - Pro- filhaben, an dessen unterem Flansch eine nach aufwärts ragende Wand anschliesst, dadurch gekennzeich- net, dass an die Wand (7') ein weiteres zur Dachöffnung weisendes'L-förmiges Profil (7) angeschlossen ist, ändern an den Rahmenlängsteilen (c) je eine Führungsschiene (8) für das Schiebedach befestigt ist, wobei vorzugsweise die inbekannter Weise zwischen dem Steg (6) des-förmigen Rahmenprofiles (6') und an der
Wand (7')
gebildete Regenrinne über die Längserstreckung des Rahmens unterschiedliche Tiefe aufweist und in Richtung zu Wasserableitungen 13 abfällt.