AT225190B - Verfahren zur Herstellung neuer 5-Nitrofuran-Derivate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 5-Nitrofuran-Derivate

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AT225190B AT123762A AT123762A AT225190B AT 225190 B AT225190 B AT 225190B AT 123762 A AT123762 A AT 123762A AT 123762 A AT123762 A AT 123762A AT 225190 B AT225190 B AT 225190B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer 5-Nitrofuran-Derivate 5-Nitrofuran-Derivate der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 in welcher R Wasserstoff oder einen Alkylrest vorstellt, sind bislang in der Literatur nicht beschrieben. Es wurde gefunden, dass diese Verbindungen hervorragende bakteriostatische Eigenschaften aufweisen ; im Vergleich zu bekannten Nitrofuran-Derivaten ergibt sich insbesondere eine verbesserte Wirksamkeit gegenüber Staphylococcus aureus, Escherichia coli, Pseudomonas aeruginosa, Proteus vulgaris, sowie auch Mycobacterium tuberculosis. 



   Die Herstellung der neuen 5-Nitrofuran-Derivate erfolgt in an sich bekannter Weise, vorzugsweise indem man 5-Nitrofurfurol mit Alkyl-pyridinen kondensiert. Man kann aber auch-in Umkehrung dieser Reaktion-die entsprechenden Pyridinaldehyde oder-ketone mit 5-Nitro-2-methyl-furan zur Kondensation bringen. Ferner ist es möglich, bei diesen Kondensationen metallorganische Derivate einzusetzen, indem man z. B. 5-Nitrofurfurol mit Pyridylalkyl-magnesiumhalogeniden oder umgekehrt Pyridin-aldehyde bzw. -ketone mit Grignardverbindungen von 5-Nitro-2-halogenmethylfuranen umsetzt und anschliessend dehydratisiert. 



   Die neuen Nitrofuryl-pyridyl-äthylene können in an sich bekannter Weise in ihre quartären Ammoniumsalze oder in die N-Oxyde übergeführt werden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist somit dadurch gekennzeichnet, dass man 5-Nitrofuran-Verbindungen der Formel : 
 EMI1.2 
 mit Pyridin-Derivaten der Formel : 
 EMI1.3 
 wobei R die oben angegebene Bedeutung hat und jeweils einer der beiden Reste X und Y ein Sauerstoffatom bedeutet, während der andere Wasserstoff oder eine metallorganische Gruppierung bedeutet, kondensiert, worauf man die erhaltenen Verbindungen gewünschtenfalls in ihre quartären Ammoniumsalze oder in die N-Oxyde überführt. 



     Beispiel l : l- (5-Nitro-2-furyl)-2- (x-pyridyl)-äthylen. 91, 8   g Essigsäureanhydrid und 41, 8 g    < x-Picolin   werden mit 63, 45 g 5-Nitrofurfurol zwei Stunden auf 160  C erhitzt. Nach Verdampfen des Acetanhydrids und des gebildeten Eisessigs im Vakuum wird der schwarze Rückstand mit Natriumbicarbonatlösung neutralisiert. Man saugt das Ungelöste ab, extrahiert den Filterrückstand wiederholt mit überschüssiger verdünnter Salzsäure, saugt erneut vom Ungelösten ab, kocht das Filtrat kurz mit Tierkohle auf und neutralisiert die erkalteten vereinigten Filtrate mit Natriumbicarbonat. Auf diese Weise erhält man eine Fällung, welche abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet wird. 



     Ausbeute : 29, 3 g l- (5-Nitro-2-füryl)-2- ( (x-pyridyl)-äthylen vom   Fp. 175-177  C. Zur weiteren Reinigung kocht man das Kristallisat erschöpfend mit Benzol aus, filtriert heiss vom Ungelösten ab und lässt nach Einengen des Filtrats kristallisieren ; Fp.   178-180  C.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Durch Erhitzen der Äthylenverbindung mit Methyljodid in Dimethylformamid erhält man das Methojodid des   l- (5-Nitro-2-furyl)-2- ( < x-pyridyl)-athylens   vom Fp.   2330 C.   



   Setzt man eine Chloroformlösung der Äthylenverbindung bei Raumtemperatur mit Benzopersäure um, so erhält man das N-Oxyd des   1- (5-Nitro-2-furyl)-2- (u.-pyridyl)-äthylens   vom Fp.   233-235  C.   



   Beispiel 2   : 1-(5-Nitro-2-furyl)-2-(&gamma;-pyridyl)-äthylen.   61 g Essigsäureanhydrid und 28 g y-Picolin erhitzt man mit 42, 2 g 5-Nitrofurfurol zwei Stunden auf 100  C, dann dampft man im Vakuum zur Trockne ein und extrahiert den Rückstand erschöpfend mit überschüssiger verdünnter Salzsäure. Nach Abtrennen vom Ungelösten neutralisiert man die vereinigten Filtrate mit Natriumbicarbonat, filtriert die entstandene Fällung ab und wäscht sie mit Wasser. Ausbeute : 26, 1 g   (=     40, 3%   d. Th.) 1- (5-Nitro-2-   furyl)-2- (Y-pyridyl)-äthylen   vom Fp.   155-159  C.   Das trockene Kristallisat extrahiert man nun mit heissem Benzol, trennt vom Ungelösten ab und lässt das eingeengte Filtrat kristallisieren.

   Auf diese Weise erhält man 13, 5 g Kristalle, die nach Umkristallisation aus Isopropanol und Acetonitril bei   167-168  C   schmelzen. Durch Aufarbeitung der Mutterlaugen lassen sich weitere 3 g vom Fp.   164-166  C   gewinnen. 



   Durch Oxydation dieser Verbindung mit Benzopersäure bei Raumtemperatur erhält man das N-Oxyd des   1-(5-Nitro-2-furyl)-2-(&gamma;-pyridyl)-äthylens   vom Fp.   223-225  C.   



   Beispiel   3 : 1- (5-Nitro-2-furyl)-2- (y-pyridyl)-propylen-1.   16 g y-Äthylpyridin in 30, 6 g Acetanhydrid werden mit 21, 2 g 5-Nitrofurfurol zwei Stunden auf 100   C erhitzt. Anschliessend dampft man im Vakuum zur Trockne ein, behandelt den Rückstand erschöpfend mit überschüssiger verdünnter Salzsäure, trennt vom Ungelösten ab und neutralisiert das Filtrat mit Natriumbicarbonat. Das hiebei   ausgefällte Material wird abgesaugt und mit Wasser nachgewaschen. Der getrocknete Rückstand (20, 2 g) liefert nach erschöpfender Extraktion mit kochendem Benzol, Abtrennen vom ungelösten Anteil und   Verdampfen im Vakuum   15,   5   g 1-(5-Nitro-2-furyl)-2-(&gamma;-pyridyl)-propylen-1,   welches, aus Dioxan umkristallisiert, bei 154-1560 C schmilzt. 



   Beispiel 4 : N-Oxyd des   1-(5-Nitro-2-furyl)-2-(&gamma;-pyridyl)-propylens-(1).   Durch Oxydation einer Chloroformlösung der gemäss Beispiel 3 hergestellten Verbindung mit Benzopersäure bei Raumtemperatur erhält man das N-Oxyd vom Fp.   202-203   C.   
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. l- (5-Nitro-2-iuryl)-2- ( < x-pyridyl)-propylen- (l).PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung neuer 5-Nitrofuran-Derivate der allgemeinen Formel : EMI2.2 in welcher R Wasserstoff oder einen Alkylrest vorstellt, sowie deren quartären Ammoniumsalzen und N-Oxyden, dadurch gekennzeichnet, dass man 5-Nitrofuranverbindungen der Formel : EMI2.3 mit Pyridin-Derivaten der Formel : EMI2.4 wobei R die oben angegebene Bedeutung hat und jeweils einer der beiden Reste X und Y ein Sauerstoffatom bedeutet, während der andere Wasserstoff oder eine metallorganische Gruppierung bedeutet, kondensiert, worauf man die erhaltenen Verbindungen gewünschtenfalls in ihre quartären Ammoniumsalze oder in die N-Oxyde überführt.
AT123762A 1961-03-21 1962-02-14 Verfahren zur Herstellung neuer 5-Nitrofuran-Derivate AT225190B (de)

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