AT223725B - Verfahren zur Herstellung von neuen wasserlöslichen Styrolfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen wasserlöslichen Styrolfarbstoffen

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen wasserlöslichen
Styrolfarbstoffen 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von neuen wasserlöslichen
Styrolfarbstoffen, die sich zur Verwendung in photographischem Material, insbesondere als Farbstoffe für Filter- oder Lichthofschutzschichten (Antihaloschichten) für schwarz-weisses oder   mehrfarbiges   Material eignen. 



   Bekanntlich besitzen die in der Farbphotographie verwendeten photographischen Materialien im allgemeinen eine grössere Anzahl von Schichten, welche für verschiedene Spektralbereiche sensibilisiert sind und nach Belichtung und entsprechender Nachbehandlung Teilfarbbilder in verschiedenen Farben liefern. Üblicherweise gelangen drei Schichten zur Anwendung, welche für den blauen, grünen und roten Spektralanteil des sichtbaren Lichtes empfindlich sind und nach der Verarbeitung dementsprechend ein gelbes, ein purpurfarbiges (Magenta) und ein blaugrüne (Cyan) Teilbild liefern. Um die erforderliche selektive Empfindlichkeit der einzelnen Schichten für die verschiedenen Spektralbereiche zu erreichen, werden die grün- und die   rotempfindliche   Schicht optisch sensibilisiert, wodurch ihnen jedoch die inhärente Blauempfindlichkeit nicht genommen wird.

   Um nun zu verhindern, dass diese beiden Schichten durch den blauen Lichtanteil beeinflusst werden, wird eine zusätzliche, im allgemeinen gelbe Filterschicht verwendet. 



   Die Farbstoffe für diese Gelbfilterschicht müssen nun eine grosse Anzahl sehr verschiedener und zum Teil einander widersprechender Eigenschaften aufweisen. Sie müssen zunächst einmal die erforderlichen optischen Bedingungen erfüllen, also in einem scharf abgegrenzten Spektralbereich eine möglichst gro- sse, im restlichen Bereich aber eine möglichst kleine Absorption aufweisen. Da die Filterfarbstoffe lediglich bei der Belichtung, nicht aber im fertigen Bild erforderlich sind, müssen sie eine irreversible und vollständige Ausbleichung gestatten, welche möglichst durch eines der bei der Behandlung verwendeten Bäder bewirkt wird. Die bei der Ausbleichung auftretenden Reststoffe müssen entweder leicht wasserlöslich und auswaschbar oder, falls sie im Material verbleiben, farblos sein und dürfen zu keiner nachträglichen Verfärbung fuhren.

   Sie durfen ferner nicht auf die gleichzeitig im Material anwesenden andern Stoffe, beispielsweise die Farbstoffe der farbigen Schichten, einwirken, indem sie z. B. deren Lichteständigkeit vermindern. Sie dürfen ferner keinerlei nachteilige Wirkung auf die photographischen Eigenschaften der verwendeten Schichten ausüben, dürfen also keine Desensibilisierung, Schleierbildung, Ver- änderung der Gradation, Verminderung der Lagerfähigkeit usw. hervorrufen. Diese Filterfarbstoffe sollen ferner möglichst diffusionsfest sein. Es sind also die an solche Filterfarbstoffe gestellten Anforderungen sehr verschiedener, oft geradezu entgegengesetzter Natur, wie beispielsweise die Forderung nach guter Bleichbarkeit und grosser Diffusionsechtheit. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen wasserlöslichen Styrolfarbstoffen, die insbesondere zur Verwendung in photographischem Material geeignet sind, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man p- (Dibenzylamino)-benzaldehyd oder einen beliebig substituierten p- (Dibenzylamino)-benzaldehyd in an sich bekannter Weise mit aktive Methyl-oder Methylengruppen enthaltenden Verbindungen, vorzugsweise   Pyrazolonen- (5),   umsetzt, wobei man dafür Sorge trägt, dass mindestens eine der beiden Ausgangskomponenten mindestens eine wasserlöslich machende Gruppe, vorzugsweise eine Sulfonsäuregruppe, enthält. 

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   Bei den erfindungsgemäss herzustellenden Farbstoffen kann der p-Dibenzylaminobenzaldehyd in den
Benzolkernen der Benzylreste und/oder dem an die Aldehydgruppe gebundenen Phenylenrest substituiert sein. Die wasserlöslich machenden Gruppen, vorteilhafterweise   Sulfo- oder   Carboxygruppen, können so- wohl in der Aldehydkomponente als auch in der die aktive Methylengruppe enthaltenden Komponente oder auch in beiden Komponenten vorhanden sein. 



   Die erfindungsgemäss herzustellenden Farbstoffe eignen sich besonders gut zur Herstellung von Filter- schichten, insbesondere als Gelbfilterschichten, welche zwischen der blauempfindlichen und den für an- dersfarbiges Licht empfindlichen weiteren Schichten eines farbphotographischen Materials angeordnet sind. Sie eignen sich ferner zur Herstellung von Lichthofschutzschichten und können auch als Silberhalo-   genidemulsionen   beigemischte Dämpfungsfarbstoffe oder zur Anfärbung von dispergierter oder von disper- ser Phase in Paketemulsionen verwendet werden. In allen diesen Fällen können die Farbstoffe für sich al- lein oder in Kombination mit geeigneten andern Farbstoffen verwendet werden. 



   Die Farbstoffe sind diffusionsfest, gleichzeitig aber leicht und irreversibel durch die üblichen Behandlungsbäder, besonders durch alkalische sulfithaltige Bäder, bleichbar. Diese Eigenschaften werden auch nicht beeinträchtigt durch in den benachbarten Schichten verwendete Stoffe und bei deren Herstellung angewendete Verfahren. So eignen sie sich beispielsweise besonders als   Filter- oder Lichthofschutz-   schichten in Mehrschichtenmaterialien für das   Silberfarbbleichverfahren,   besonders wenn in den benachbarten Schichten diffusionsfeste Grundfarbstoffe oder solche Farbstoffe verwendet werden, welche durch Fällung mit Biguanide diffusionsfest gemacht wurden. 



   Die gute und vollständige Bleichbarkeit und die Begrenzung der optischen Absorption auf einen scharf abgegrenzten Spektralbezirk ist ein besonderer Vorzug der erfindungsgemässen Filterfarbstoffe insbesondere bei der Verwendung für Aufsichtsbilder, wo bekanntlich die Erzeugung reiner Weissen ein schwieriges Problem darstellt und wo besonders hohe Anforderungen an die spektralen Qualitäten des Filterfarbstoffes gestellt werden. 



   Alle diese Eigenschaften waren nicht vorauszusehen, da bei den bisher bekannten, für solche Zwekke verwendeten niedrigmolekularen Farbstoffen eine erhebliche Erschwerung oder sogar Unmöglichkeit zur vollständigen Ausbleichung auftritt, falls deren Diffusionsfestigkeit beispielsweise durch Fällen mit basischen   Fällungsmitteln   verbessert wurde. 



   Der bei dem erfindungsgemässen Verfahren verwendete p-Dibenzylaminobenzaldehyd lässt sich nach bekannten Verfahren herstellen, beispielsweise mit guter Ausbeute nach den Angaben von Vilsmeier und Haak (Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft 60, S. 119), welche von Dibenzylanilin ausgehen. 



   Als Reaktionskomponente mit aktiven Methylengruppen eignen sich acyclische und cyclische Verbindungen, wie beispielsweise die folgenden Verbindungen :
Malodinitril, Malonester, Malonamide, Cyanessigsäure sowie substituierte Cyanessigsäuren bzw. deren Ester und Amide,   w-Cyanacetophenon   und die entsprechenden phenylsubstituierten Derivate, Pyrazolone wie beispielsweise 1-   (2'-Chlor-4'-sulfophenyl)-3-methyl-pyrazolon- (5), 1- (2'-Methyl-4'-sul-     fophenyl)-pyrazolon- (5), l-Phenyl-pyrazolon- (5)-3-carbonsäure   sowie deren Amide und Ester, 1- (3'-Ni-   trophenyl) -pyrazolon- (5), B-Ketocarbonsäureester, Oxindole,   ferner   heterocyclische Stickstoffverbin -   dungen, welche in a-oder p-Stellung zum Heterostickstoff aktive Methylgruppen enthalten. 



   Die gute Diffusionsfestigkeit und die gleichzeitig vorhandene leichte Bleichbarkeit der nach dem. erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Farbstoffe ist unerwartet, da beispielsweise ähnliche Farbstoffe, welche durch Kondensation von   p-Diäthylaminobenzaldehyd   oder   p-Dimethylaminobenzaldehyd   mit   1- (2'-Chlor-5'-sulfophenyl) -3-methyl-pyrazolon- (5)   erhalten werden, zwar eine ausgezeichnete Bleichbarkeit in den üblichen sulfithaitigen Entwicklern aufweisen, gleichzeitig jedoch so wenig diffusionsecht sind, dass ihre Verwendung für Filterschichten praktisch nicht in Frage kommt. 



   Beispiel   1 :   a) Herstellung : 
 EMI2.1 
 

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 b) Anwendung :
2 g des oben beschriebenen Gelbfilterfarbstoffes werden in 136 ml Wasser gelöst. Ausserdem werden 12 g Gelatinepulver in 150 ml Wasser gelöst und bei   35 C   mit der Farbstofflösung vermischt. Nach Zugabe von 18 ml einer   8% igen Saponinlösung   wird diese Lösung nach einem der bekannten Verfahren vergossen. 



   Die dabei erhaltene gelborange gefärbte Schicht bleicht in den bekannten   Metol-Hydrochinon-Ent-   wicklerlösungen innerhalb 1/2 Minute restlos und zeigt auch bei längerer Lagerung keine Verfärbung. 



     Beispiel 2 : 30   g p-Dibenzylaminobenzaldehyd vom Fp.   89-90 C   werden in 150 ml Tetrachlorkohlenstoff gelöst. Dazu werden 7, 25 ml Chlorsulfonsäure bei   20 C   zugetropft und anschliessend zirka 1/2 Stunde auf   600C   erwärmt. Dabei scheidet sich eine dunkle harzige Masse ab. Der Tetrachlorkohlenstoff wird vom Reaktionsgut abdekantiert und die verbleibenden Anteile Lösungsmittel durch Evakuieren entfernt (zirka 1/2 Stunde). Nun wird das Reaktionsgut durch Zugabe von Eis zersetzt und anschliessend mit   NH,   alkalisch gestellt. Dabei geht das grüne flockige Reaktionsgut in eine gelb broncierende honigartige Masse über. Nun wird 1/2 Stunde auf   70 - 800e   erwärmt und anschliessend filtriert. Der RUckstand löst sich in destilliertem Wasser. 



   Zu 1, 3 g Barbitursäure, in 20 ml   dest.   Wasser gelöst, werden 3 g des wie oben angegeben hergestellten   sulfieten   p-Dibenzylaminobenzaldehyds, in 50 ml dest. Wasser gelöst, rasch zugegeben und auf dem Wasserbad zirka 1/2 Stunde erhitzt. Dabei bildet sich ein dunkelgelber Farbstoff. Nach zirka 1/2 Stunde scheidet sich ein gelber Niederschlag ab, welcher auf der Nutsche leicht abfiltriert werden kann. 



   Der als Filtrat erhaltene intensiv gelb gefärbte Farbstoff wird mit Gelatine vergossen. Die damit hergestellten Schichten werden von alkalischen, sulfithaltigen photographischen Entwicklern klar gebleicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen wasserlöslichen Styrolfarbstoffen, die insbesondere zur Verwendung in photographischem Material geeignet sind, dadurch gekennzeichnet, dass man p- (Dibenzylamino)-benzaldehyd oder einen beliebig substituierten p- (Dibenzylamino)-benzaldehyd in an sich bekannter Weise mit aktive Methyl- oder Methylengruppen enthaltenden Verbindungen, vorzugsweise Pyrazolonen- (5), umsetzt, wobei man dafür Sorge trägt, dass mindestens eine der beiden Ausgangskomponenten mindestens eine wasserlöslich machende Gruppe, vorzugsweise eine Sulfonsäuregruppe, enthält.
AT53160A 1959-01-26 1960-01-25 Verfahren zur Herstellung von neuen wasserlöslichen Styrolfarbstoffen AT223725B (de)

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