<Desc/Clms Page number 1>
Rundbau-Rechenmaschine
Die Erfindung betrifft eine Handbetätigung ermöglichende Rechenmaschinen gemäss Patent Nr. 210172, vorzugsweise Rundbau-Rechenmaschinen mit einer eine Stufenverzahnung sowie eine zugehörige Komple- mentärverzahnung aufweisenden Staffelwalze und mit um diese im Kreise angeordneten Einstell-, Übertra- gungs- und Zählwerksgliedern.
Nach dem Stammpatent sind Rechenmaschinen dieser Art mit einem motorischen. insbesondere elek- tromotorischen Antrieb der Rechenmaschinen-Hauptwelle versehen.
Die Erfindung erstrebt eine zusätzliche, vorteilhafte Ausgestaltung derartiger motorisch angetriebener
Rechenmaschinen, u. zw. auf Grund der Erkenntnis, dass insbesondere bei Antrieb durch Elektromotoren die
Umdrehungen der Staffelwalze so schnell aufeinander folgen, dass das Ohr diese Aufeinanderfolge nicht mehr überwachen kann, womit die Gefahr einer zu späten Betätigung des Handschalters entsteht, mittels dessen der Motor ein-und ausgeschaltet wird, der zum Antrieb der Rechenmaschinen-Hauptwelle dient.
Ausgehend von dieser Erke11lltnis kennzeichnen sich Rundbau- Rechenmaschinen nach Patent Ni. 210172. die eine Handbetätigung ermöglichen, erfindungsgemäss durch Anordnung eines die Zahl der Umdrehungen des Antriebsmotors vorbestimmenden Wählorganes. Diesem können die verschiedensten Ausbildungen gegeben werden.
Eine besonders einfache Ausbildung desselben kennzeichnet sich in weiterer Durchführung des Erfindungsgedankens durch Anordnung einer den Handschalter für den Antriebsmotor der Rechenmaschine in der Betätigungsstellung haltenden Sperrvorrichtung, die ihn zur Durchführung seiner selbsttätigen Rllckfilhrbewegung in die Ausschaltstellung freigibt, sobald das vorzugsweise als Wählscheibe ausgeführte Wählorgan unter dem Einfluss der Umdrehungen des Antriebsmotors in seine Nullstellung zurückgeschaltet ist und hiebei die Sperrvorrichtung in die Freigabestellung für den Handschalter bringt. Vorteilhaft ist mit der Wählscheibe eine Anzeigevorrichtung für die vorgewählte Zahl der Umdrehungen des Antriebsmotors verbunden, vorzugsweise in Form einer am Umfang eine Zahlenskala tragenden Trommel.
Bei einer derartigen Ausbildung der Rechenmaschine ist weiter Rücksicht darauf zu nehmen, dass die Staffelwalze mittels des Handschalters, bevor er in die Endstellung gelangt, in der er die Auslösung einer die Staffelwalzennullstellung sichernden Einrichtung, die Freigabe einer Bremse und die Betätigung von Kontakten im Motorstromkreis in vorbestimmter Reihenfolge vornimmt, in die jeweils beabsichtigte Additions- oder Subtraktionsstellung gebracht wird. Derartige Massnahmen sind bereits im Patent Nr. 210172 vorgeschlagen worden, sie haben aber den Nachteil, dass die Rechenmaschinen-Hauptwelle hiebei etwas abgebremst wird.
Um das zu vermeiden, ist gemäss vorliegender Erfindung ein Teil des Handschalters als Zahnstange ausgebildet, in die das Antriebsritzel eines Getriebes eingreift, das mit einem vorzugsweise als Verlängerung eines Ritzelzahnes ausgebildeten Daumen in eine zweckmässig durch Schrägflächen begrenzte Ausnehmung der Maschinen-Hauptwelle derart eingreift, dass nach Umschaltung der Rechenma- schine auf die jeweils gewünschte Additions-oder Subtraktionsstellung der Staffelwalze Daumen, Getrie- be und damit der Handschalter freigegeben werden, so dass mittels Durchführung der Schaltbewegung des Handschalters Auslösung der die Staffelwalzennullstellung sichernden Einrichtung, Freigabe der Bremse und Betätigung der Kontakte im Motorstromkreis durchgeführt werden können.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
wegt, so nehmen die Rastschlitze 112 ihrerseits an dieser Bewegung teil. In der Endstellung des Hand- schalters 1 (oberer oder unterer Anschlag der Staffelwalze) liegt einer der Rastschlitze 112, unabhängig von der jeweiligen Bewegungsrichtung nach oben oder unten, vor der Rastklinke 20, so dass diese nun- mehr unter dem Einfluss der Zugfeder 25 in den Rastschlitz 112 hineingeschwenkt wird. Durch die gleiche
Bewegung des Handschalters nach oben oder unten ist die Rolle 2, die mit der Schwenkklinke 3 verbun- den ist, auf der Schrägfläche 121 aufgelaufen, wobei der von der Nullpufferscheibe 5 herrührende, starke
Federdruck überwunden und letztere in Fig. l nach rechts bewegt worden war.
Die Schwenkklinke 3 steht also in Richtung entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn unter Federdruck, wodurch die Rolle 2 in jeder Be- tätigungsstellung des Handschalters 1 stetig an die Schrägfläche 121 gedrückt ist, so dass durch Auftreten einer senkrecht gerichteten Kraftkomponente der Handschalter 1 in seine Ausgangsstellung zurückgedrückt wird, sofern er durch die Rastklinke 20 nicht daran gehindert ist. Der Handschalter 1 ist jedoch daran ge- hindert, solange sich der vordere Teil 201 der Rastklinke 20 in einem Rastschlitz 112 befindet. Bei dieser
Lage der Rastklinke 20 in einem Rastschlitz 112 ist der motorische Antrieb der Rechenmaschine in Tätig- keit. Somit dreht sich auch das Zahnrad 23, welches die gleiche Umdrehungszahl wie die Staffelwalze hat.
Mit dem Zahnrad 23 bewegt sich der Bolzen 22, der dadurch bei jeder Umdrehung mit einem Schalt- zahn 142 der Wählscheibe 14 in Eingriff kommt und somit letztere um einen bestimmten, der Teilung der auf der Nummernrolle aufgebrachten bzw. der Rasten entsprechenden Winkel verdreht. Bei der dritten
Schaltung des Bolzens 22 auf den Schaltzahn 142 (im Zahlenbeispiel "3" ist es die letzte Schaltung) kommt der Mitnehmer 19 in die Lage, in der er in den Rücksprung 202 der Rastklinke 20 einläuft und letztere durch Verdrehung im Uhrzeigersinn um die Achse 21 aus dem jeweiligen Rastschlitz 112 des
Handschalters 1 herausdrückt. Dadurch wird der Handschalter 1 frei und er springt selbsttätig in seine Aus- gangslage (Ausschaltstellung) zurück, womit die in Patent Nr. 2101' ; 2 beschriebenen Funktionen zur Ausser- betriebsetzung der Maschine eingeleitet werden.
Zu diesen gehört auch die Abbremsung der umlaufenden
Teile der Maschine. Diese Bremseinrichtung ist bei 26,27 und 18 zu erkennen. Durch die letzte Schal- tung des Bolzens 22 gerät der Raststift 18 in die letzte, tiefste Rastsenkung 151, welche die Aufgabe hat, die Rastklinke 20 über den Mitnehmer 19 entgegen dem Federzug der Feder 25 in der ausgeklinkten Lage zu halten.
Es liegt im Wesen der Erfindung, dass sie in gegenüber dem Ausführungsbeispiel mannigfach abge- wandelter Weise verwirklicht werden kann, da es nur darauf ankommt, den Antriebsmotor nach einer wahlbaren Zahl von Umdrehungen stillzusetzen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rechenmaschine nach Patent Nr. 210172 mit von Hand umspannbarem Maschinenkörper, gekennzeichnet durch Anordnung eines die Zahl der Umdrehungen des Antriebsmotors der Rechenmaschine vorbestimmenden Wählorganes.