AT221712B - Verfahren zur Herstellung eines Östrogenerzeugnisses aus Harn - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Östrogenerzeugnisses aus Harn

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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane

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Description


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  Verfahren zur Herstellung eines Östrogenerzeugnisses aus Harn 
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   Das Ausgangsmaterial für die Herstellung des konjugierten Östrogenerzeugnisses nach dem erfindung- gemässen Verfahren ist ein aus dem Harn trächtiger Stuten erhaltenes Östrogenkonzentrat, das auf bekann- te Weise erzeugt werden kann und imAnschluss   andie   zunächst durchgeführten   Konzentrations- und   Reini- gungsprozesse in einem wässerigen Medium aufgelöst und einem Aussalzprozess unterworfen wird, in dem   die Östrogene in   verhältnismässig reiner Form ausgefällt werden, während ein merkliche Teil der Verun- reinigungen in der Flüssigkeit zurückbleibt. 



   Das   älteste   Verfahren zur anfänglichen Konzentrierung der Östrogene aus dem Harn trächtiger Stuten bestand in der selektiven Extraktion der Östrogene mit Hilfe von Aktivkohle, vorzugsweise Holzkohle,
Fullererde oder andern adsorbierenden Stoffen und durch Extraktion aus dem Adsorbens mit Hilfe eines organischen Lösungsmittels wie Pyridin, Anilin, Morpholin oder verschiedener organischer Amine und nachfolgender Konzentrierung der Extrakte durch Erhitzen und Reinigung. 



   Nach einem besseren Verfahren wird ein organisches Lösungsmittel, z. B. Butanol, zur unmittelbaren
Extraktion der im unhydrolysierten Stutenharn enthaltenen östrogenen Bestandteile benützt. Noch vorteil- hafter jedoch werden die wasserlöslichen, oralwirksamen Östrogensubstanzen aus praktisch unhydrolysier- tem Pferdeharn mit Hilfe eines praktisch wasserunlöslichen organischen Lösungsmittels, wie   z. B.   eines
Alkohols oder Ketons mit höchstens   Xo   Wasserlöslichkeit, vorzugsweise Hexanol, extrahiert. Auch andere
Lösungsmittel, wie Cyclohexanol, Methylcyclohexanol, Cyclohexanon oder Isophoron, sind verwendbar. 



   Die Östrogensubstanzen werden selektiv vom Lösungsmittel aufgenommen, wobei praktisch alles Protein- material und grosse Mengen der aliphatischen Amine und Diamine mit hohem Molekulargewicht zurück- bleiben. Dieses Verfahren liefert ein Produkt, das zwar etwa   zo   oder mehr östrogene Bestandteile ent- hält, jedoch nicht frei von wirksamen Giftstoffen ist. 



   An Stelle von Alkoholen oder Ketonen mit   begrenzter Wasserlöslichkeit   können die östrogenen Wirk- stoffe auch dadurch selektiv aus   dem Pferdeharn ausgezogen werden, dass   die Östrogene zunächst in Amin- salze umgewandelt werden und diese anschliessend mit Benzol oder einem chlorierten, aliphatischen Lö- sungsmittel extrahiert werden. Bei diesem Konzentrierungsverfahren werden die im Pferdeharn enthalte- nen Östrogene mit einem Stickstoffbasensalz zur Reaktion gebracht, wobei Östrogensalze von Alkylaminen, unsubstituierten Cycloalkylaminen, unsubstituierten monocycloaromatischen Kohlenwasserstoffaminen, p-Aminoacetophenon, Dimethylaminotoluol, Prokain, Pyridin, Aminopyridine und Mischungen hieraus gebildet werden.

   Die konjugierten Östrogene werden durch die Umformung in Aminsalze in einem organischen Lösungsmittel, beispielsweise in Benzol oder in einem niedermolekularen, flüssigen, aliphatischen Chlorkohlenwasserstoff, wie vorzugsweise Äthylendichlorid, löslich und können von den unerwünschten Harnsubstanzen abgetrennt werden. 



   Im Anschluss an einen der vorerwähnten Konzentrationsprozesse werden die Östrogensubstanzen aus dem Lösungsmittel entfernt und einer erneuten Behandlung unterworfen, die ihnen durch weitere selektive Lösungsmittelextraktion anorganische Salze, riechende Phenole oder andere unerwünschte Harnsubstanzen entzieht. Im allgemeinen enthält jedoch das bei den genannten Konzentrationsverfahren gewonnene Endprodukt noch immer   viele Verunreinigungen, wie Pyrogene, Indoxyl und Kresolverbindungen,   die zwecks Erzielung eines genügend reinen und ungiftigen Erzeugnisses entfernt werden sollten, damit es ohne gefährliche Nebenwirkungen intravenös verabfolgt werden kann. 



   Das nach Durchführung der vorerwähnten   Extraktions-Konzentrationsprozesse erhaltene   teilweise gereinigte Produkt wird nunmehr erfindungsgemäss in einem wässerigen Medium aufgelöst und der Lösung sodann ein Alkalimetallsalz der Schwefel-, Phosphor-oder Salzsäure zugesetzt, um die Östrogenanteile praktisch frei von ursprünglichen Verunreinigungen zu erhalten, wonach aus dem Niederschlag die konjugierten Östrogenanteile vom Alkalimetallsalz selektiv abgetrennt werden. Es wird bei der Abtrennung so verfahren, dass der Niederschlag abfiltriert und mit einem aliphatischen Keton ausgezogen wird, das eine geringe Menge Alkohol enthält und die Östrogenkonjugate unter Ausschluss des grössten Teiles der für die Fällung benötigten anorganischen Salze selektiv löst. Schliesslich wird der Lösung Wasser zugegeben und das Produkt eingeengt.

   Hiedurch wird praktisch das ganze Lösungsmittel entfernt, und das Konzentrat bleibt in wässeriger Lösung. Dieses neuartige und höher konzentrierte Produkt kann entweder in wässeriger Form für die Herstellung eines intravenös verabreichbaren Produktes verwendet oder in wässeriger Lösung unmittelbar in eine Salbengrundlage eingemischt werden. Es kann aber auch vor der Verwendung für den gewünschten Zweck durch Trocknen im Vakuum, vorzugsweise durch Lyophilisation (Gefriertrocknung) vorbehandelt werden.

   Bei der Herstellung intravenös verabreichbarer Produkte müssen Indoxyl und Kresolverbindungen und Pyrogene entfernt und die Produkte stabilisiert werden, indem man ihnen eine Puffersubstanz zusetzt, die ein praktisch neutrales Milieu (pH-Bereich von 6,5 bis 7,5) aufrechterhält, zu welchem Zweck Alkalimetallsalze organischer oder anorganischer Säuren geeignet sind, 

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   die den vorerwähnten pH-Bereich, vorzugsweise etwas mehr nach der alkalischen Seite hin, aufrechtzuerhalten vermögen.

   Alle bekannten Puffersalze oder Puffergemische, wie beispielsweise primäres Natriumoder Kaliumphosphat zusammen mit Natrium oder Kaliumhydroxyd, sekundäres Natrium oder Kaliumphosphat oder tertiäres Natrium- oder Kaliumzitrat, sekundäres Natrium- oder Kaliumphosphat zusammen i mit Salzsäure, Schwefels ure, Zitronens ure, sekund res Natrium- oder Kaliumzitrat zusammen mit tertiärem Natrium- oder Kaliumzitrat oder an Stelle letzterer auch Natrium- oder Kaliumhydroxyd, tertiäres Natrium- oder Kaliumzitrat zusammen mit Zitronensäure, Salzsäure oder Schwefelsäure, primäres Kaliumphthalat zusammen mit Natrium- oder Kaliumhydroxyd oder sekundäres Kaliumphthalat zusammen mit Salz-oder Schwefelsäure, können verwendet werden und müssen mindestens in 1/100 molare, vorzugsweise 1/10-1/20 molarer Konzentration anwesend sein, damit eine gute Stabilität gewährleistet ist.

   Selbstverständlich bezieht sich die Angabe der molaren Konzentration entweder auf eine einzelne Puffersubstanz oder eine Kombination oder ein Gemisch mehrerer solcher Substanzen. 



  Um die Trocknung des ziemlich hygroskopischen Ostrogenkonzentrats zu ermöglichen und ausserdem einen entsprechenden Vorrat für intravenös verabreichbare Injektionen zu erhalten, mub weiterhin ein in i Blutflüssigkeit löslicher und selbstverständlich ungiftiger Träger, wie vorzugsweise Milchzucker, verwendet werden, allenfalls kann auch Traubenzucker, Galaktose, Pektin, Gelatine, Dextran, Polyvinylpyrrolidon oder ein anderer Stoff als Träger dienen. 



  Die intravenös verabreichbare Zusammensetzung ist besonders vorteilhaft als blutstillendes Mittel, beispielsweise zur Behandlung von funktionellen Uterusblutungen oder zur allgemeinen Steuerung übermässiger Blutungen verwendbar. Bei funktionellen Uterusblutungen besteht die übliche Behandlung entweder in der Anwendung der Curretage, wo eine schnelle Blutstillung erforderlich ist, oder im Einnehmen von Östrogenkonjugaten, wo keine Notumstände vorliegen. Im letztgenannten Falle wird die Blutung innerhalb von zwei bis fünf Tagen unter Kontrolle gebracht. 



  Bei Verwendung des nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Östrogenerzeugnisses ist das intravenös verabreichbare Präparat wesentlich wirksamer, und die Blutstillung findet bereits innerhalb von zwei bis acht Stunden statt. 



  Das intravenös verabreichbare Präparat ist weiterhin auch bei der Behandlung von Arteriosklerosevon Wert, wobei bereits eine wöchentliche intravenöse Verabreichung von etwa 0, 1 mg pro kg Körpergewicht die Cholesterin-Metabolie auf den Normalzustand zurückbringt und Störungen im Verhältnis zwischen Phosphorlipiden und Cholesterin und im Verhältnis zwischen a und 8 Lipoprotein beseitigt. Für solche Krankheiten sind synthetische Östrogene unwirksam, während oral oder parenteral eingeführte Östrogene in solcher Menge angewendet werden müssten, dass sich ihre Verwendung wegen der auftretenden Nebeneffekte verbietet. 



  Das hochgereinigte Östrogenerzeugnis kann weiterhin bei geeigneter Pufferung in Salbengrundlagen für die lokale Behandlung von Acne vulgaris verwendet werden, insbesondere deshalb, weil es keine grö- sseren Anteile an unerwünschten Harnstoff-Feststoffen und insbesondere keine niedrigmolekularen Phenole und Kresole enthält und somit weitgehend geruchlos ist. Als Salbengrundlage kann z. B. Glycerinmonostearat, Cetylalkohol, Glycerin, Walrat, Methylstearat, Methyl-p-hydroxybenzoat und p-Chlor-m-kresol verwendet werden. Ein typisches Gemisch für eine normale Kaltcreme besteht aus einer Glycerin-Titandioxyd-Suspension mit hydratisiertem Magnesium-Aluminium-Silikat, Glycerinmonostearat, Cetylalkohol, Bienenwachs, Walrat, Methylstearat, schwerem Mineralöl, Propylenglykolmonostearat, Natriumlaurylsulfat, Natriumbenzoat und Methyl- p-hydroxybenzoat. 



  Ein anderes, örtlich wirksames Präparat, jedoch in flüssiger Form, enthält Alkohol, Glycerin und eine Puffersubstanz, die einen praktisch neutralen, vorzugsweise leicht nach der alkalischen Seite verschobenen pH-Wert garantiert. 



  Ausser für die vorbeschriebenen Zwecke kann das nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Östrogenerzeugnis auch in Tablettenform als oral verabreichbares Medikament für die Behandlung des Menopausen-Syndrons verwendet werden. Es werden das Östrogenerzeugnis, eine Puffersubstanz und eine   
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 des konjugierten Östrogens (ausgedrückt als   3-Natriumsulfatester   des Östrons), welche Dosierung in praktisch allen Fällen eine merkliche Befreiung von den allgemeinen, autonomen, emotionellen und mentalen Störungen des Menopausen-Syndrons bringt, gepresst. Tabletten, die das erfindungsgemäss gewonnene Produkt enthalten, haben weniger Nebenwirkungen, wie beispielsweise Übelkeit, zur Folge, als die bekannten Substanzen. 



   Durch die nachfolgenden Beispiele wird die Erfindung ohne Beschränkung hierauf näher erläutert. 

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Weise konserviert worden war, werden mit 182   l   Hexanol ausgezogen. Der extrahierte Harn wird entfernt und verworfen und der Hexanolauszug mit 18,2   l   eiger, wässeriger Natronlauge ausgewaschen und im
Vakuum auf   9, 11 eingeengt. Als nächstes werdendem   Hexanolauszug 2 Vol.-Einheiten, d. h. etwa   18, 21  
Hexan zugegeben. Die so erhaltene Alkohol-Kohlenwasserstoffmischung wird einmal mit 2, 3 1 und zwei- mal mit 1, 15 1 Wasser ausgewaschen, wobei der Östrogenwirkstoff in die Wasserlösung übergeht. Die
Hexan-Hexanolfraktion wird verworfen und das rohe, wässerige Konzentrat wird auf einen pH-Wert zwi- schen 7,0 und 7,5 eingestellt.

   Schliesslich wird Kieselgur zugegeben und die Mischung im Vakuum ge- trocknet. 



   Die getrocknete Substanz wird nunmehr in Methanol aufgelöst, im Vakuum auf ein Volumen von etwa
6 bis 10   l   eingeengt und in die 15fache   Vol.-Menge   Aceton eingegossen. Die sich ergebende Fällung wird abfiltriert und mit einer Mischung aus   97% ;   Aceton und   sue   Methanol ausgewaschen. Die Waschflüssigkeit wird dem Filtrat zugefügt, das nunmehr im Vakuum auf ein geringes Volumen eingeengt und zwecks Ent- fernung der organischen Lösungsmittel mit 10   l   Wasser versetzt und weiter eingeengt wird. 



   Das Konzentrat wird auf   10 - 121   mit Wasser aufgefüllt und der pH-Wert der Lösung mit Salzsäure auf etwa 5,0 eingestellt. Diese saure Lösung wird schnell einmal mit 1/4 Vol. -Einheit Benzol und ein zweites Mal mit 1/4   Vol.-Einheit   Äther ausgewaschen. Die Waschflüssigkeiten werden verworfen. Dann wird erneut Wasser zugegeben und die Lösung mit einer   Natriumhydroxydlösung   neutralisiert und auf einen pH-Wert von etwa 7,5 eingestellt. Dann wird das Produkt destilliert, um das organische Lösungsmittel zu entfernen und es auf etwa   10-12 l   eines wässerigen, teilweise gereinigten Konzentrates einzuengen. 



   Diesem wässerigen Konzentrat werden nunmehr zwei Vol.-Einheiten, d. h. 20-24   l   gesättigte Natriumchloridlösung zugegeben, die den Wirkstoff ausfällen. Nach Beigabe einer Filtrierhilfe, beispielsweise Kieselgur, wird die Östrogenfällung durch Abfiltrieren vom wässerigen Medium abgetrennt und mit einer Mischung aus   9'lo   Aceton und 3% Methanol extrahiert. Dann wird der   Lösung   Wasser zugesetzt und die Mischung im Vakuum auf etwa 11,5 1 Wasser, welches frei von organischem Lösungsmittel ist und die konjugierten Östrogene in gereinigter Form enthält, eingeengt. Der pH-Wert der Lösung wird auf 7,0 bis 7,5 eingestellt. 



   Beispiel 2: Etwa 455   l   geeignet konservierter Harn von trächtigen Stuten werden mit 40   l Athy-   lendichlorid, das 1   Gew.-% Dicyclohexylaminacetat   enthält, extrahiert. Der erhaltene Lösungsmittelauszug wird dreimal mit 4, 5 1 und einmal mit 2, 3 1 einer 21oigen, wässerigen Natriumhydroxydlösung gewaschen. Der dabei erhaltene, wässerig alkalische Auszug wird mit einer kleinen Menge Äthylendichlorid gewaschen. Das verbrauchte, chlorierte Lösungsmittel und die Waschflüssigkeit werden entfernt. 



  Die wässerige Lösung wird auf einen pH-Wert von   7,   5 eingestellt und im Vakuum bis zur Trockne eingedampft. Der so erhaltene   Trockenkuphen   wird dann gemäss vorangehendem Beispiel weiterbehandelt. 



   Wird eine höhere Reinheit von etwa 90 bis   95%   oder darüber gefordert, so wird das mit Hilfe der vorstehend beschriebenen Prozesse hergestellte Erzeugnis im Vakuum getrocknet und in Benzol aufgelöst, das einen minimalen Prozentsatz Alkohol enthält. Die so erhaltene Lösung wird durch eine mit aktivierter Tonerde gefüllte Säule geschickt, in der die Östrogenwirkstoffe zurückgehalten werden. Das Herauslösen erfolgt mit Hilfe der vorerwähnten Mischung, die vorzugsweise aus einem aromatischen Kohlenwasserstoff, beispielsweise Benzol und einem niederen aliphatischen Alkohol mit   1-4   Kohlenstoffatomen besteht, wobei der Alkohol bis zu etwa   10-50 Vol.-%   in der Mischung enthalten ist.

   Das Eluat wird im Vakuum eingeengt und das Konzentrat in Wasser aufgenommen und durch Zusatz einer Puffersubstanz auf einen pH-Wert von etwa 7,5 eingestellt. 



   Beispiel 3 : Zur Herstellung eines intravenös verabreichbaren Präparates wird ein nach den vorangehenden Beispielen 1 und 2 hergestelltes, gereinigtes, flüssiges Konzentrat, das frei von Pyrogenen, Indoxyl und Kresolverbindungen ist, mit einer Puffersubstanz und einem Träger vereinigt. 
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 250 g Milchzucker in   41   Wasser aufgelöst worden ist. Diese wässerige Lösung wird mit doppelt destilliertem Wasser auf 20 1 aufgefüllt und in ihrem pH-Wert je nach Bedarf mit Hilfe von   5% niger   Salzsäure oder Natronlauge auf 7, 2-7, 4 eingestellt. Daraufhin wird die gepufferte Lösung durch ein Bakterienfilter filtriert, steril in Ampullen abgefüllt und lyophilisiert. Nach Verdünnen mittels pyrogenfreie, doppeldestilliertem Wasser stellt dieses Erzeugnis ein wirksames, intravenös verabreichbares Medikament dar. 



     Beispiel 4 :   Zur Herstellung eines lokal anwendbaren Mittels zur Behandlung von Acne   vulgaris   werden   2. 5 I   Östrogenkonjugat mit 50 mg/cm3 Östrogen (als   3-Natriumsulfatesterdes   Östrons ausgedrückt) mit 97 kg einer normalen Salbengrundlage vermengt, die mit so viel roter Farbe vermischt worden ist, 

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 dass das Erzeugnis fleischfarben wird. Daraufhin wird das Gemisch mit Wasser auf 100 kg Salbe verdünnt, die steril in Töpfe oder Tuben gefüllt wird und etwa 1, 25 mg Östrogenkonjugat pro g Salbe enthält. 



   Beispiel 5 : Ein ebenfalls für die Behandlung von Acne vulgaris geeignetes, lokal wirkendes, flüssiges Medikament wird hergestellt, indem man das gereinigte, flilssige Östrogenkonzentrat, das 93, 75 g Östrogenkonjugat (ausgedrückt als 3-Natriumsulfatester des Östrons) enthält, mit 50 1 Glycerin und 2,8 kg Natriumzitrat vereinigt. Daraufhin wird so viel   99% iger Äthylalkohol   zugegeben, dass die Alkohol-Ge- 
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   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung eines hochwirksamen und von giftigen Verunreinigungen praktisch freien konjugierten Östrogenerzeugnisses aus dem Harn trächtiger Stuten, bei dem zwecks Erzielung eines Östrogenkonzentrates eine wesentliche Menge der östrogenen Substanzen aus dem   Stutenharn   mit Hilfe selektiver Extraktionsmittel extrahiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Östrogenkonzentrat in einem wässerigen Medium aufgelöst und dieser Lösung ein Alkalimetallsalz der Schwefel-, Phosphor- oder Salzsäure zugesetzt wird, um die Östrogenanteile praktisch frei von ursprunglich im Konzentrat enthaltenen, giftigen Verunreinigungen auszufällen, wonach aus dem Niederschlag die konjugierten Östrogenanteile vom Alkalimetallsalz selektiv abgetrennt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das im Niederschlag enthaltene Alkalimetallsalz mit Hilfe eines die Östrogene selektiv extrahierenden, organischen Lösungsmittel selektiv von den Östrogenkomponenten getrennt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Wasser zum Lösungsmittelauszug zugesetzt und das Lösungsmittel von der östrogenen Komponente durch Abdestillieren des Wasser-Lösungsmit- telgemisches entfernt wird.
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