AT220621B - Verfahren zur Herstellung neuer 4-Oxo-1,2,3,4-tetrahydro-naphthalin-carbonsäureamide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 4-Oxo-1,2,3,4-tetrahydro-naphthalin-carbonsäureamide

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AT220621B
AT220621B AT535561A AT535561A AT220621B AT 220621 B AT220621 B AT 220621B AT 535561 A AT535561 A AT 535561A AT 535561 A AT535561 A AT 535561A AT 220621 B AT220621 B AT 220621B
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oxo
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new
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer   4-0xo-l, 2, 3, 4-tetrahydro-naphthalin-carbonsäure-   amide 
Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung von   4-Oxo-1, 2, 3, 4-tetrahydronaphthalin-l-carbonsäure-   amiden. 



   Die neuen Verbindungen können noch weitere Substituenten aufweisen. So kommen in 1-Stellung unsubstituierte oder substituierte Kohlenwasserstoffreste in Frage. Solche sind insbesondere niedere Alkyl-, wie Methyl-, Äthyl-, gerade oder verzweigte Propyl-, Butyl- oder Pentylreste, Alkenyl-, wie Allyl-, Cycloalkyl-, Cycloalkenyl-, wie Cyclopentyl- oder Cyclohexenylreste, Cycloalkyl-alkyl-, wie Cyclohexylmethyl-, Aryl- oder Aralkyl-, wie Phenylalkylreste, z. B. Phenyl-, Tolyl- oder Benzylreste. Als Substituenten dieser Kohlenwasserstoffreste kommen bezüglich des Alkylrestes vor allem Halogenatome, freie oder substituierte Hydroxy-,   Mercapto- oder   Aminogruppen in Frage ; Substituenten letzterer Gruppen sind besonders niedere Alkyl- oder im Falle der Aminogruppen auch Alkylenreste, wie z. B.

   Methyl, Äthyl, Propyl, Butyl,   Butylen-1, 4, Pentylen-1, 5, Hexylen-2, 5,   wobei die letzten auch durch Heteroatome wie Sauerstoff, Stickstoff oder Schwefel unterbrochen sein können, z. B. ein   3-Oxa-oder Aza-pentylen-l, 5-rest.   



  Als Substituenten der aromatischen Reste sind zu nennen : Halogenatome, wie Chlor oder Brom, freie oder substituierte Hydroxy-,   Mercapto- oder   Aminogruppen, wie niedere Alkoxy-, Alkylmercapto-, Alkyloder Dialkylaminogruppen, z. B. Methoxy-, Äthoxy-, Methylmercapto-, Methylendioxy- oder Dimethylaminogruppen, Nitro-, niedere Alkyl-, wie Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Butylgruppen, oder Halogenalkyl-, wie Trifluormethylgruppen. 



   In 2-und/oder 3-Stellung können die neuen Verbindungen Alkylreste aufweisen, z. B. Methylgruppen. 



  Ferner kann der aromatische Kern des Tetrahydronaphthalins Substituenten besitzen, vor allem die oben für die Arylreste angezeigten. 



   Die Amidgruppe in den neuen Verbindungen ist vorzugsweise unsubstituiert. Sie kann aber auch N-substituiert sein, z. B. wie die oben erwähnten Aminogruppen. Besonders kann sie z. B. eine Monooder Dialkylamid-, wie eine   Äthyl- oder   Diäthylamidgruppe, eine Alkylen-,   Aza- oder   Oxaalkylenamidgruppe, eine Mono- oder Di-Cycloalkylamidgruppe oder eine N-Alkyl-N-cycloalkylamidgruppe sein. 



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften. Vor allem zeigen sie zentraldämpfende wie sedative und antikonvulsive Eigenschaften und können dementsprechend als Heilmittel in der Human- oder Veterinärmedizin Verwendung finden. Sie können aber auch als Zwischenprodukte zur Herstellung solcher dienen. 



   Besonders wertvoll sind l-unsubstituierte oder   l-Niederalkyl-4-oxo-l, 2, 3, 4-tetrahydronaphthalin-l-   carbonsäure-amide, in denen das   Amidstickstoffatom   unsubstituiert oder mono- oder di-niederalkyliert ist, vor allem diejenigen der Formeln 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
Die neuen Tetrahydronaphthalinverbindungen werden erhalten, wenn man y-Phenyl-y-carbamylbuttersäuren oder ihre eine Oxogruppe aufweisenden reaktionsfähigen Säurederivate, vorab die Ester oder das Amid, unter Verwendung von   100% iger   Schwefelsäure als Kondensationsmittel zu l-Carbamyl-   4-oxo-l, 2, 3, 4-tetrahydronaphthalinen   ringschliesst. Die Reaktion wird in üblicher Weise, bei erhöhter oder vorzugsweise bei gewöhnlicher Temperatur aber längerer Reaktionszeit vorgenommen.

   Hiebei 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 kann natürlich die als Ausgangsstoff verwendete Buttersäure in der den Endstoffen entsprechenden Weise, insbesondere in y-Stellung weiter substituiert, z. B. alkyliert sein. 



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder lassen sich nach an sich bekannten Methoden gewinnen. Vorzugs- weise verwendet man solche Ausgangsstoffe, dass die oben als besonders wertvoll geschilderten Endstoffe   ;   erhalten werden. 



   Die neuen Verbindungen können z. B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden. Diese enthalten die genannten Verbindungen in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Appli- kation geeigneten pharmazeutischen organischen oder anorganischen Trägermaterial. Für dasselbe kommen solche Stoffe in Frage, die mit den beschriebenen Verbindungen nicht reagieren, wie z. B. Wasser, Gelatine,
Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Benzylalkohole, Gummi, Polyalkylenglykole,
Cholesterin oder andere bekannte Arzneimittelträger. Die pharmazeutischen Präparate können z. B. als
Tabletten, Dragees oder in flüssiger Form als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen vorliegen. Gege- benenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-,
Netz- oder Emulgiermittel.

   Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten. Die   Präparate werden nach üblichen Methoden gewonnen. Sie enthalten z.   B.   etwa 5-60% an aktiver Substanz   oder 50-200 mg pro Dosierungseinheit. 



   Die Erfindung wird in dem nachfolgenden Beispiel näher beschrieben. Die Temperaturen sind in
Celsiusgraden angegeben. 



   Beispiel :   11, 75 g (0, 05   Mol)   y-Phenyl-y-carbamylcapronsäure   werden unter Eiskühlung langsam in 40 cm3
100%ige Schwefelsäure eingetragen. Die so erhaltene Lösung wird 110 Stunden unter Watteverschluss bei   250 stehen   gelassen. Hierauf giesst man die klare, hellbraune Lösung auf 150 g Eis und extrahiert mit
Chloroform. Das anfallende Öl wird aus Isopropanol umkristallisiert und liefert das   l-Äthyl-4-oxo-1, 2, 3, 4-     tetrahydronaphthalin-l-carbonsäureamid   der Formel 
 EMI2.1 
 vom F.   149-150 .   



   Die als Ausgangsstoff verwendete y-Phenyl-y-carbamyl-capronsäure wird durch Verseifen der entsprechenden Nitril-Säure mit verdünntem Alkali hergestellt ; sie schmilzt bei 153 . 



   In analoger Weise kann man aus den entsprechend   substituierteny-Phenyl-y-carbamylbuttersäurendie   folgenden Verbindungen erhalten : a)   l-Methyl-4-oxo-I, 2, 3, 4-tetrahydronaphtbalin-l-carbonsäureamid,   F.   192-193    (aus wässerigem Äthanol). b)   1- (n-Propyl) -4-oxo-1, 2, 3, 4-tetrahydronaphthalin-1-carbonsäureamid ;   F.   137-138'aus   (wässe- rigem Äthanol). c)   l- (n-Butyl)-4-oxo-l, 2, 3, 4-tetrahydronaphthalin-l-carbonsäureamid ;   F.   118-119    (nach Subli- 
 EMI2.2 
 e) 4-Oxo-1,2,3,4-Tetrahydronaphthalin-1-carbonsäureamid; F. 85 . f) 4-Oxo-1,2,3,4-tetrahydronaphthalin-1-carbonsäurediäthylamid;

   F. 96 . g)   4-Oxo-13, 4-tetrahydronaphthalin-l-carbonsäureisopropylamid ;   F. 156 . 
 EMI2.3 
 äther). k) 1-Isopropyl-4-oxo-1,2,3,4-tetrahydronaphthalin-1-carbonsäureamid; F.   156 o.   



   1) 1-Äthyl-4-oxo 7-methoxy-1,2,3,4-tetrahydronaphthalin-1-carbonsäureamid; F. 160   (aus Essig- ester/Äther). m) 1-Äthyl-3-methyl-4-oxo-1,2,3,4-tetrahydronaphthalin-1-carbonsäureamid; F. 192  (aus Äthanol). 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung neuer 4-Oxo-1,2,3,4-tetrahydronaphthalincarbonsäureamide der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 EMI3.2 EMI3.3 EMI3.4 freie oder substituierte Hydroxy-, Amino- oder Mercaptogruppen bzw. der hydroaromatische Kern durch weitere niedere Alkylreste substituiert sein können, dadurch gekennzeichnet, dass man y-Phenyl-y-carbamylbuttersäuren oder ihre eine Oxogruppe aufweisenden reaktionsfähigen Säurederivate unter Verwendung von 100% iger Schweielsäure als Kondensationsmittel zu I-Carbamyl-4-oxo-I, 2, 3, 4-tetrahydronaphthalinen ringschliesst.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man Ester oder Amide von y-Phenyl-ycarbamyl-buttersäuren zur Ringschlussreaktion verwendet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man von y-Phenyl-y-carbamyly-alkylbuttersäuren bzw. deren eine Oxogruppe enthaltenden reaktionsfähigen Säurederivaten ausgeht.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man von y-Phenyl-y-carbamylcapronsäure bzw. deren eine Oxogruppe enthaltenden reaktionsfähigen Säurederivaten ausgeht.
AT535561A 1960-08-30 1960-11-11 Verfahren zur Herstellung neuer 4-Oxo-1,2,3,4-tetrahydro-naphthalin-carbonsäureamide AT220621B (de)

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