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Vorrichtung zum Metallisieren von grossflächigen Gegenständen, z. B. Spiegeln, durch thermische Verdampfung des Auftragsmetalles unter Vakuum
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Metallisieren von grossflächigen Gegenständen, z. B.
Spiegeln, durch thermische Verdampfung des Auftragsmetalles unter Vakuum, wobei in einem Behälter eine Anzahl der Gegenstände gestapelt und nacheinander bedampft werden und zum Transport der Gegen- stände Schienen vorgesehen sind, an welchen die zu behandelnden Gegenstände tragenden Tragelemente mittels Rollkörpern verschiebbar hängen.
Bei einer bekannten Vorrichtung, deren um ihre Achsen drehbaren Tragelemente auf einer ringförmi- gen, längs der Behälterwand angeordneten Schiene hängend verschiebbar sind, erfolgt die Bedampfung für alle Gegenstände gleichzeitig, wobei sie während der Behandlung dauernd um die Verdampfungsrichtung geführt werden. In dieser Vorrichtung können nur kleine Gegenstände, wie z. B. Juwelierwaren, aber nicht grossflächige Platten bedampft werden.
In einer weiteren Einrichtung ähnlicher Art, die für die Metallisierung plattenförmiger Gegenstände vorgeschlagen wurde und bei der diese durch zwei synchron laufende, auf Ringschienen abgestützte Kettentriebe transportiert werden, sind nur Platten einsetzbar, deren in Richtung der Kettentriebe liegende Abmessungen relativ klein sind, wenn ein wirtschaftliches Arbeiten ge- währleistet sein soll.
Es ist aber auch schon eine Vorrichtung zur Bedampfung von Platten bekannt, in deren Behälter diese zunächst gestapelt, dann nacheinander bedampft und wieder gestapelt werden. Die Platten drehen sich um eine waagrechte Achse, u. zw. nach der Art der Blätter eines umgelegten Buches, wobei eine der Abmessungen der Platten kleiner sein muss, als die halbe Höhe bzw. der Radius des Behälters.
Die Erfindung zielt darauf ab, die Nachteile der bekannten Einrichtungen zur Bedampfung von Platten zu vermeiden und besteht im Wesen darin, dass die Vorrichtung mindestens eine Schiene aufweist, die geradlinig ausgebildet ist, und an der Schiene für die Bewegung der einzelnen an einem Schienenende gestapelten Tragelemente zum andern Schienenende Freigabe- oder Mitnahmeorgane angeordnet sind.
In dem Behälter der erfindungsgemässen Vorrichtung können Platten von im wesentlichen rechteckigen Format gestapelt werden, deren beide Abmessungen grösser sind als der Radius des Behälters. In vorteilhafter Weise ist die Einrichtung zum Transport der Platten während der Bedampfung bei der erfindunggemässen Vorrichtung äusserst einfach. Es ist im weiteren möglich, bei einer Ausführungsform der Vorrichtung in dem Behälter zwei Stapel rechteckiger Platten unterzubringen. Die erfindungsgemässe Vorrichtung gestattet innerhalb des Behälters in grosser Anzahl übereinandergelegte Gegenstände in halbkontinuierlicher Weise zu behandeln, wobei jeder Gegenstand der Reihe nach und während einer bestimmten Zeitdauer der Behandlung unterworfen wird, ohne dass er währenddessen abgedeckt wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise schematisch dargestellt. Fig. l - 4 zeigen Ansichten bzw. eine Draufsicht verschiedener Ausführungsformen der Vorrichtung und Fig. 5 und 6 eine Ansicht bzw. einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5 des Tragelementes.
Die in Fig. l in Ansicht dargestellte Vorrichtung ist in einem glockenförmigen Behälter 1 untergebracht, dessen Achse senkrecht oder waagrecht angeordnet sein kann. Mit 2 sind Metallquellen bezeichnet, die nach der Entlüftung des Behälters zur Erzeugung des notwendigen Metalldampfes beheizbar sind. Die Vorrichtung weist ein Gestell 10 mit geneigten Schienen 4 auf. Zum Tragen der zu metallisierenden
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Platten, z. B. Spiegel, sind Tragelemente 3 vorgesehen, die an den Schienen hängend angeordnet sind und zufolge ihres Gewichtes abrollen oder abrutschen können. Die Tragelemente werden mit den zu be- handelnde Gegenständen im oberen Bereich der Schienen gestapelt und durch eine Haltevorrichtung ge- halten bis der Behälter über die Vorrichtung geschoben ist und mit der Bedampfung begonnen wird.
Die ! Haltevorrichtung besteht aus einem jeder Schiene zugeordneten und auf einer zu den Schienen senkrecht angeordneten Welle 6 aufgekeilten Zahnrad 5, dessen Zahnlücken die Halteorgane der Tragelemente bil- den. Die Welle 6 wird durch einen nicht dargestellten Motor angetrieben, der innerhalb oder ausserhalb des Behälters stehen kann. Bei der Drehung des Zahnrades werden nacheinander die Tragelemente freige- geben und diese rollen ab und stapeln sich im unteren Schienenbereich wieder auf. So erfolgt zuerst die
Bedampfung der Fläche 3a des Gegenstandes jenes Tragelementes, das von der Haltevorrichtung gehalten wird und, wenn dieses Tragelement abgerollt ist, die Bedampfung der zweiten Fläche 3b des Gegenstan- des und der ersten Fläche 3a des nächsten freigelegten Gegenstandes.
Falls an einem Tragelement zwei
Platten Rücken an Rücken befestigt sind, so werden nur die Aussenflächen der Platten beschlagen.
Die Vorrichtung nach Fig. 2 ist in einem zylindrischen Behälter 1 mit senkrechter Achse angeordnet.
Das Gestell trägt zwei geneigte Schienen 4, so dass zwei Gruppen von Platten gestapelt werden können. Die als Haltevorrichtung vorgesehenen Zahnräder 5 sitzen auf einer Welle 6, die vom Motor 11 angetrieben wird. Es sind noch Führungen 7, 8 angeordnet, die die Tragelemente 3 im oberen und unteren Bereich der
Schienen in solchen Stellungen halten, dass die Flächen 3a, 3b der Gegenstände der Metallquelle 2 wir- kungsvoll zugewandt sind. Der Stellungswechsel bzw. das Umwenden der Tragelemente in Pfeilrichtung f wird bei ihrem Abrollen durch Ablauframpen 9 bewirkt, die an den Führungen angeordnet sind.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung hängen die Tragelemente 3 über Wälzlager an waagrech- ten Schienen 4. Sie werden mittels einer endlosen Antriebskette 12 verschoben, die über Scheiben 13 ge- führt und mit ihrem einen Trum parallel zu den Schienen verläuft. Die Kette 12 kann von aussen nach beiden Richtungen angetrieben werden und ist mit einem Stift 14 versehen, der in einer Richtung um 900 schwenkbar ist, damit die Bewegung der Kette in der einen Laufrichtung das aufgehängte Tragelement 3 mitnimmt, welches sich im Bereich des Stiftes befindet, während in der andern Laufrichtung der Kette der Stift 14 ausweicht, bis er sich wieder in einer Stellung befindet, in welcher er ein anderes Tragelement 3 mitnehmen kann.
So werden die Tragelemente 3 nacheinander von einer Seite des Behälters 1 zur andern gefördert und die Flächen 3a und 3b durch die Metallquellen 2 beschlagen.
Ein derartiger Mechanismus kann doppelt vorgesehen sein, um einerseits die Tragelemente 3 nacheinander von einer Seite des Behälters l zur andern zu schieben, damit die Gegenstände einem magnetischen Feld ausgesetzt werden, und anderseits sie in der entgegengesetzten Richtung zu fördern, um sie der Verdampfungsbehandlung auszusetzen.
Die Vorrichtung nach Fig. 4 weist wieder geneigte Schienen 4 auf, an welchen die Tragelemente 3 angehängt sind und zufolge ihres Gewichtes von einem bis zum andern Schienenende rollen. Eine Kette 15, die mit einem Ende bei 16 befestigt und deren anderes Ende auf eine Winde 17 aufwickelbar ist, hält die hängenden Tragelemente 3 im höheren Bereich der geneigten Schienen 4 mittels Stiften 18, die auf jedem Element 3 vorgesehen sind und die in die Glieder der Kette 15 eingreifen. Die Kette läuft über eine ortsfeste Umlenkscheibe 19 und über eine bewegliche Scheibe 20, die von zwei zu den Schienen 4 parallelen Schienen geführt ist. Wenn die Kette 15 aufgewickelt wird, nähert sich die bewegliche Scheibe 20 allmählich der ortsfesten Umlenkscheibe 19, wodurch nacheinander die Tragelemente 3 freigegeben werden.
Die Tragelemente können nach den Fig. 5 und 6 als Rahmen 21 ausgebildet sein, die aus zwei Querträgem 22 bestehen, die Vertiefungen 23 aufweisen, zwischen welchen zwei Rücken an Rücken in Vertiefungen 23 eingelegte Gegenstände 16 mittels Gewindespindeln 24 und Muttern 25 einzuspannen sind.
Zwischen jedem Spiegel 26 sind Keile 27 vorgesehen. Mittels eines Hakens 28 wird jeder Rahmen 21 an einen kleinen Schlitten oder an eine Rolle angehängt, die sich auf einer Schiene 3 bewegen kann. Mit diesem Rahmen wird zuerst die Fläche 26a des einen Spiegels und nach der Verschiebung die Fläche 26b des andern Spiegels der Behandlung ausgesetzt, ohne dass sie durch irgend etwas abgedeckt werden.
Es sei zum Schluss bemerkt, dass der beispielsweise dargestellte Behälter 1 jede zweckentsprechende Form aufweisen kann.
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