AT218509B - Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Carbinolen, sowie von ihren sterisch einheitlichen Razematen und deren optisch aktiven Komponenten und/oder ihren Säureadditionssalzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Carbinolen, sowie von ihren sterisch einheitlichen Razematen und deren optisch aktiven Komponenten und/oder ihren Säureadditionssalzen

Info

Publication number
AT218509B
AT218509B AT144761A AT144761A AT218509B AT 218509 B AT218509 B AT 218509B AT 144761 A AT144761 A AT 144761A AT 144761 A AT144761 A AT 144761A AT 218509 B AT218509 B AT 218509B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
racemates
addition salts
optically active
acid addition
active components
Prior art date
Application number
AT144761A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Thomae Gmbh Dr K
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Thomae Gmbh Dr K filed Critical Thomae Gmbh Dr K
Application granted granted Critical
Publication of AT218509B publication Critical patent/AT218509B/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Carbinolen, sowie von ihren sterisch einheitlichen Razematen und deren optisch aktiven Komponenten und/oder ihren Säureadditionssalzen 
Die Erfindung betrifft die Herstellung von therapeutisch wertvollen, basisch substituierten Carbinolen der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 
In dieser Formel    bedeuten R, einen niedrigmolekularen Alkylrest ; R,   ein Wasserstoffatom, einen niedrigmolekularen Alkyl-oder Alkenylrest oder einen gegebenenfalls substituierten Aryl-oder Aralkylrest ; R und R4, die gleich oder verschieden sein können, bedeuten Wasserstoff, einen niedrigmolekularen Alkyl-   oder Alkoxyrest, Halogen oder eine tertiäre Aminogruppe ;

   R und R, die gleich oder verschieden sein können, bedeuten Wasserstoff oder einen niedrigmolekularen Alkylrest ; die Reste Rsund R6 können auch   zusammen mit dem Stickstoffatom einen Pyrrolidin-,   Piperidin-oder Morpholinring bilden ;   n bedeutet die Zahl 1 oder 2. 



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel I werden gemäss der Erfindung dadurch erhalten, dass basisch substituierte Propionsäureester der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 je einer Grignardverbindung der allgemeinen Formel und 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 worin   R,R,R und   n die obige Bedeutung haben und X ein Halogenatom darstellt, zur Reaktion gebracht werden. Bei dieser Herstellungsweise kann man die beiden Grignardverbindungen in beliebiger Reihenfolge nacheinander oder auch gleichzeitig auf den basischen Propionsäureester einwirken lassen. Die Umsetzung mit zwei Grignardverbindungen gleichzeitig stellt eine besonders günstige Verfahrensvariante dar, da auf diese Weise aus den bequem zugänglichen Propionsäureestern in einem einzigen Arbeitsgang die gewünschen Carbinole erhalten werden. 



   Die verschiedenen Varianten des Verfahrens werden in der für Grignardreaktionen üblichen Weise durchgeführt ; man arbeitet in einem wasserfreien Lösungsmittel, wie Äther, Benzol, Tetrahydrofuran oder Gemischen davon, und stellt zunächst aus den entsprechenden Halogeniden bzw. auch aus dem Gemisch der beiden Halogenide die Grignardverbindungen der allgemeinen Formel III und/oder IV her. Anschlie- ssend wird, zweckmässig unter Eiskühlung, ein basischer Propionsäureester der allgemeinen Formel II zugetropft. Die Reaktion wird gegebenenfalls durch Erwärmen auf dem Wasserbad zu Ende geführt, die Umsetzung erfolgt demnach zweckmässig bei Temperaturen von 0 bis 1000 C.

   Bei der Umsetzung mit dem basischen Propionsäureester der Formel II werden zweckmässig   1 - 3   Mol jeder   der beiden Grignardverbin-   dungen der allgemeinen Formel III und IV pro Mol Propionsäureester eingesetzt. 



   Die Aufarbeitung erfolgt in der üblichen Weise, indem das Reaktionsgemisch auf Eis gegossen, mit Säure zersetzt, das basische Carbinol aus dem Reaktionsgemisch isoliert und durch Destillation gereinigt wird ; anschliessend kann die Base gegebenenfalls in ihre Säureadditionssalze mit physiologisch verträglichen Säuren übergeführt werden. Die Basen oder ihre Salze können auf die übliche Weise, beispielsweise durch fraktionierte Kristallisation, in die beiden möglichen diastereomeren Razemate aufgetrennt werden, die ihrerseits in ihre optischen Antipoden zerlegt werden können.

   Die Zerlegung der Razemate in ihre optisch aktiven Komponenten wird auf übliche Weise durchgeführt, beispielsweise durch fraktionierte Kristallisation ihrer Salze mit   Dibenzoyl-d-Weinsäure   oder mit d-Brom-kampfersulfonsäure.'Zur Herstellung der Säureadditionssalze können beliebige physiologisch verträgliche Säuren, wie Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Citronensäure, Weinsäure, Bernsteinsäure   usw.   verwendet werden. 



   Die als Ausgangsmaterialien dienenden basischen Propionsäureester der Formel II lassen sich am einfachsten nach dem in Houben-Weyl, Band   XI/1,     S. 279   beschriebenen Verfahren durch Anlagerung von Aminen der Formel 
 EMI2.1 
 an Acrylsäureester der Formel 
 EMI2.2 
 erhalten. In den Formeln V und VI besitzen    R, P"R und R.,   die oben angeführte Bedeutung. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen stellen wertvolle Hustenmittel dar, deren Wirkungsstärke in der Grössenordnung von Codein liegt. Sie besitzen jedoch überraschenderweise keine nennenswerte analgetische Wirksamkeit und weisen die bekannten unangenehmen Nebenwirkungen von Codein nicht auf. Bemerkenswert ist, dass bereits die Razemate eine unterschiedliche Wirkungsstärke zeigen. Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. 



    Bei spi e I 1 : 1-Phenyl-2, 3-dimethyl-4-dimethylamino-butanol- (2) :   
Zu einer Grignardlösung, die aus 35, 5 g Methyljodid (25/100 Mol), 42,8 g Eenzylbromid (25/100 Mol) und 13 g Magnesiumspänen in 200 ml Äther hergestellt ist, tropft man unter Rühren und Eiskühlung innerhalb 20 Minuten   29 g ss-Dimethylamino-a-methyl-propionsäuremethylester   in 50 ml Äther. Nach einstündigem Erhitzen unter   Rückfluss   wird das Grignardierungsprodukt mit einer Mischung von Eis und konzentrierter Salzsäure zerlegt und die abgetrennte Ätherphase verworfen. Die mit Ammoniak auf einen alkalischen pH-Wert eingestellte wässerige Lösung wird erschöpfend ausgeäthert, die vereinigten Ätherauszüge getrocknet und das   Lösungsmittel   abgedampft.

   Zur Reinigung destilliert man die zurückbleibende 
 EMI2.3 
 gelb gefärbtes Öl. 



     Beispiel 2 : 1-Phenyl-2-methyl-4-diäthylamino-butanol- (2)   :
In der gleichen Weise wie in Beispiel 1 beschrieben wird   eine Grignardlösung   aus 35,5 g Methyljodid 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
 EMI4.3 
 
 EMI4.4 
 
 EMI4.5 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. EMI4.6 <Desc/Clms Page number 5> und EMI5.1 worin R, R, R und n die obige Bedeutung haben und X ein Halogenatom darstellt, gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge umgesetzt werden und die erhaltenen Verbindungen gegebenenfalls in ihre sterisch einheitlichen Razemate bzw. letztere in ihre optisch aktiven Komponenten zerlegt und/oder in Säureadditionssalze übergeführt werden.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung bei Temperaturen zwischen 0 und 1000 C in wasserfreien organischen Lösungsmitteln vorgenommen wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation zunächst unter Eiskühlung begonnen und anschliessend bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei der Siedetemperatur des verwendeten Lösungsmittels, zu Ende geführt wird.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel Äther, Benzol, Tetrahydrofuran oder Gemische davon verwendet werden.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass pro Mol basischen Propionsäureesters je 1 - 3 Mole der beiden Grignardverbindungen eingesetzt werden.
AT144761A 1959-05-21 1960-03-09 Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Carbinolen, sowie von ihren sterisch einheitlichen Razematen und deren optisch aktiven Komponenten und/oder ihren Säureadditionssalzen AT218509B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE218509X 1959-05-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT218509B true AT218509B (de) 1961-12-11

Family

ID=5831347

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT144761A AT218509B (de) 1959-05-21 1960-03-09 Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Carbinolen, sowie von ihren sterisch einheitlichen Razematen und deren optisch aktiven Komponenten und/oder ihren Säureadditionssalzen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT218509B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1144279B (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Aryl-3-hydroxypyrrolidinen und deren Salzen
DE1021846B (de) Verfahren zur Herstellung von ª‡,ª‡-Diphenyl-ª‰-(tert. -amino)-propanolen
AT218509B (de) Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Carbinolen, sowie von ihren sterisch einheitlichen Razematen und deren optisch aktiven Komponenten und/oder ihren Säureadditionssalzen
DE1001261C2 (de) Verfahren zur Herstellung von basischen Estern endocyclisch substituierter Mandelsaeuren und ihren Salzen
DD243277A5 (de) Verfahren zur herstellung neuer 3-phenyl-2-propenamin-derivate
DE2462967C2 (de) Derivate des 3-Amino-5-methyl-2-phenyl-pyrrols, deren Salze und diese enthaltende pharmazeutische Zubereitung
AT218506B (de) Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Carbinolen, sowie von ihren sterisch einheitlichen Razematen und deren optisch aktiven Komponenten und/oder ihren Säureadditionssalzen
CH396942A (de) Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Carbinole
DE1044809B (de) Verfahren zur Herstellung von basischen Estern
DE1163821B (de) Verfahren zur Herstellung von blutbildend wirkenden Ferrocenderivaten
AT210891B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Methylpiperidylpentanol-estern
DE1468167B2 (de) Basische ester bicyclischer dicarbonsaeuren, ihre saeureadditionssalze und bisquaternaeren ammoniumverbindungen, sowie verfahren zur herstellung derselben
DE716579C (de) Verfahren zur Herstellung von Esteramiden der Mandelsaeure
DE950550C (de) Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Phenylcycloalkenylpropanolen
DE966534C (de) Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Pyridinverbindungen
AT213884B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 3-Phenyl-3-pyrrolidinol-Verbindungen
DE192035C (de)
AT238186B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Pyrrolidinverbindungen
DE2513952C2 (de) Verfahren zur herstellung von monochlorbenzoesaeuren
DE1568253C (de) N substituierte 1,2 Diphenyl 2 acyloxy 3 amino methyl butene
AT210415B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrrolidinderivaten
AT304576B (de) Verfahren zur herstellung von neuen organoborverbindungen
AT224125B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Thioxanthen-Derivaten
AT222104B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Cyclobutanderivaten
AT202125B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen α-Mercapto-Säureamiden