<Desc/Clms Page number 1>
Schaltungsanordnung zur Auslösung und automatischen Steuerung von Sirenen, Signal- und Meldeanlagen od. dgl.
Es sind Luftschutz- und Feuersirenen sowie Signal- und Meldeanlagen bekannt, bei welchen die elektrischen Auslösevorgänge für die Abgabe von akustischen oder optischen Signalen durch einen Federmotor, der eine Schaltwalze dreht, bewerkstelligt werden. Die Schaltwalze kann nur eine geringe unveränderliche Anzahl von Signalarten steuern, wobei diese durch einen Schalter vorgewählt werden müssen. Der Federmotor muss dabei von Hand aus aufgezogen werden.
Weiters sind Schaltungsanordnungen für die elektrische Betätigung eines Glockenspieles mit Auswahl verschiedener Tonfolgen bekannt, wobei durch einen Einstellschalter die Tonfolgen ausgewählt werden, die durch Nockenräder auf einer durch einen Motor in Bewegung gesetzten Welle abgespielt werden. Durch die Nockenräder werden Schalter ein- und ausgeschaltet, durch welche die Glockenhämmer eingeschaltet und ausgeschaltet werden. Die Einschaltung geschieht durch einen Druckknopf, der den Motor in Bewegung setzt.
Schliesslich sind auch schon Meldeanlagen bekannt, bei denen auf einer gemeinsamen Welle eine der Anzahl der Signalarten od. dgl. entsprechende Zahl von Scheiben mit Kontakten vorgesehen ist, wobei die Welle von einer gemeinsamen Antriebseinrichtung angetrieben wird.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung letztgenannter Art und hat zum Ziele, diese dahingehend auszugestalten, dass jede beliebige der mit ihr möglichen Si511aIarten durch einfachen Tastendruck in Gang gesetzt wird, automatisch abläuft und schliesslich selbsttätig wieder abgestellt wird. Es ist verständlich, dass auf diese Weise die Signalgabe mit grösster Sicherheit und, zufolge des Entfall umständlicher und Irrtümern zugänglicher Schaltmassnahmen, rasch erfolgen kann, ein Effekt, der mit den bisher bekannt gewesenen Anlagen nicht gewährleistet war.
Gemäss der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung zur Auslösung und automatischen Steuerung von Sirenen, Signal- und Meldeanlagen od. dgl., bei der auf einer von einem Motor in Umdrehung versetzten Welle eine der Zahl der Signalarten entsprechende Anzahl von Kontaktträgern vorgesehen ist, deren Kontakte zusammen mit feststehenden Kontakten Steuerschalter für die Signalarten bilden, wobei das Einschalten des Motors willkürlich erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Steuerschalter zwei Kontaktträger, ein Hilfsrelais sowie ein Druckknopf zugeordnet sind, wobei über den Druckknopf das Hilfsrelais zum Ansprechen gebracht wird, welches über einen ersten Arbeitskontakt den Motor einschaltet, dass ferner eine mit der umlaufenden Welle zusammenwirkende Nocke vorgesehen ist,
welche bei Beginn der Umdrehung einen mehrpoligen Schalter schliesst und erst nach einer vollen Umdrehung der Welle wieder öffnet, wobei ein Arbeitskontakt des mehrpoligen Schalters den Motor unmittelbar an Spannung legt und zusammen mit dem ersten Arbeitskontakt des Hilfsrelais einen Selbsthaltekreis für dasselbe bildet, dass durch einen zweiten Arbeitskontakt des Hilfsrelais ein Schaltkreis vorbereitet wird, über den bei Kontaktgabe des ersten Kontaktträgers des Steuerschalters eine Wicklung eines mit zwei gegensinnigen Wicklungen versehenen, für alle Hilfsrelais gemeinsamen Hauptrelais erregt wird, welches über einen Arbeitskontakt Spannung an die Ausgangsklemmen legt, und dass über einen dritten Arbeitskontakt des Hilfsrelais ein weiterer Stromkreis vorbereitet wird,
über den bei Kontaktgabe des zweiten Kontaktträgers des Steuerschalters die zweite Wicklung des Hauptrelais erregt wird, wodurch dieses infolge Gegenerregung abfällt.
Weitere Erfindungsmerkmale bestehen darin, dass jedem Hilfsrelais eine dessen Einschaltzustand kennzeichnende Signallampe zugeordnet ist, ferner, dass die umlaufenden Kontakte der Steuerschalter gegen- über den jeweiligen festen Kontakten in ihrer Umlaufbahn örtlich verstellbar vorgesehen sind, und schliesslich, dass die mit der umlaufenden Welle zusammenwirkende Nocke in eine entsprechende Ausnehmung
<Desc/Clms Page number 2>
eines als Scheibe oder Walze ausgebildeten Kontaktträgers eingreift.
Ein Ausführangsbeispiel der Erfindung wird nun an Hand des Schaltplanes beschrieben :
Eine beliebige Anzahl von Steuerschaltern (im Beispiel vier) SI bis SIV sind auf einer gemeinsamen Antriebswelle 3 austauschbar angeordnet. Diese Steuerschalter sind scheibenförmig gestaltet, und die eigentlichen kontaktgebenden Elemente werden je Schalter durch wenigstens einen auf der Scheibe angebrachten Kontaktstift St1, usw. und einen ortsfesten, in der Bahn des Kontaktstiftes angeordneten Gegenkontakt F F usw. gebildet. Die Kontaktstifte der Scheiben sind mit der gemeinsamen Welle 3 elektrisch verbunden
Die Antriebswelle ist gegebenenfalls über ein Untersetzungsgetriebe mit einem Motor M gekuppelt
EMI2.1
da sie bei der Umdrehung der Welle 3 nacheinander mit den festen Kontakten F in Berührung kommen.
Man kann also durch räumliche Verstellung der Kontakte St die Zeitdauer der Signalgabe einstellen, und durch Vervielfachung ihrer Anzahl je Scheibe eine mehrmalige Wiederholung der Signalgabe je Umlauf
EMI2.2
einzige ersetzt werden, wobei dann die zusammengehörigen Kontakte St bzw. F jeweils auf einer Seite derselben angeordnet sind. Die mit einer solchen Einrichtung abgebbare Anzahl der Signalarten wird, wie gesagt, durch die Anzahl der Steuerschalterpaare bestimmt und kann beliebig erweitert oder geändert wer- den.
Jedem Steuerschalterpaar SI, SI ! bzw. SIII, SIV ist ein Hilfsrelais RI bzw. RII beigegeben, ferner eine Anzeigelampe 11 bzw. 12 und eine Auslösetaste Tl bzw. TU. Allen Hilfsrelais gemeinsam ist ein Hauptrelais RO. Die Hilfsrelais besitzen neben der Erregerspule je drei Arbeitskontakte RI1-RI3 bzw. RII1-RII3, das Hauptrelais besitzt zweigegensinnigwirkende Erregerspulen 2b und 2d sowie einen Umschaltkontakt RO 1 und zwei Arbeitskontakte ROund ROs.
Eine der Steuerschalterscheiben, z. B. SI, weist am Umfang eine Ausnehmung n auf, der eine Nocke N eines zweipoligen (MS, MS) Schalters MS zugeordnet ist. Läuft die Nocke N am Umfang der Scheibe, so sind beide Schaltkontakte MS1'MSz geschlossen, fällt sie in die Ausnehmung n ein, so öffnen sie. Schliesslich enthält die Schaltung noch eine Stromquelle B und die Ausgangsklemmen Vb, die zu dem Signalgeber, z. B. einer Sirene, führen.
Die Schaltung und die Wirkungsweise der ebenerwähnten Schaltelemente sind folgendermassen:
EMI2.3
der Leitung 1 (-B)-TI-Leitung 1a-Kontakt RI3-Leitung 1b-Motor M zur Leitung 2 (+B). Dadurch läuft der Motor M an und dreht die mit ihm mechanisch verbundenen Scheiben SI bis SIV. Die sich drehende Scheibe SI drückt nun die Schaltnocke N des Motorschalters MS aus ihrer Ausnehmung und schliesst da-
EMI2.4
- Leitung Ib-Motor M zur Leitung 2 (+B). Dadurch bleibt der Motor M auch bei geöffneter Taste TI (TII usw.) eingeschaltet, bis die Schaltnocke N des Motorschalters MS wieder in die Ausnehmung I der Scheibe SI einrastet.
EMI2.5
tung 2a-Motorschalter MS2-Leitung 2 (+B).
Hat das Relais RI (oder MI usw.) angezogen, so befinden sich die Kontakte RI1.RI2(oder RII1,RII2 usw). in Bereitschaft.
Erreicht nun ein Kontaktstift St1 (oder St3 us,.,.) die Feder Fl (oder F3 usw. ), so erfolgt ein Stromfluss über die Leitung 1 (-B)-Relais R02d-Kontakt R01a-Leitung 2c-Kontakt RI1-Leitung 2b-Feder F1Kontaktstift 1 zur Leitung 2 (-B). Dadurch zieht das Relais RO an und verbleibt in Arbeitsstellung durch einen Stromfluss über die Leitung 1 (-B)-R02d-Kontakt R01b-Leitung 2a-Kontakt MS2-Leitug 2 (+B).
Da der Kontakt R01a auf R01b umgeschaltet hat, haben Kontaktschwierigkeiten zwischen den Kontaktfedem F und den Kontaktstiften St keinen Einfluss auf die weiteren Vorgänge.
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
noch vor Ablauf eines vollen Umlaufes der Scheiben SI usw.
Das Relais RO ist nunmehr bereit, einen weiteren Signalgabevorgang durchzuführen. Sind also auf den Steuerschaltern noch weitere Kontaktstifte St vorgesehen, so wiederholt sich durch deren Kontaktgabe mit den festen Kontakten F die Signalgabe, da ja der Motor die Welle 2 noch antreibt. Der Motor läuft so lange weiter, bis die Nocke N in die Ausnehmung n einfällt und der Schalter MS öffnet. Eine weitere Signalgabe ist dann nur durch neuerliche Betätigung eines Drucktasters TI oder TU möglich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Auslösung und automatischen Steuerung von Sirenen, Signal- und Meldeanlagen od. dgl., bei der auf einer von einem Motor in Umdrehung versetzten Welle eine der zahl der Signalarten entsprechende Anzahl von Kontakträgern vorgesehen ist, deren Kontakte zusammen mit feststehenden Kontakten Steuerschalter für die Signalarten bilden, wobei das Einschalten des Motors willkür- lich erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Steuerschalter (SI, SII bzw. SIII, SIV) zwei Kontakt-
EMI3.2
sammenwirkende Neck :
(N) vorgesehen ist, welche bei Beginn der Umdrehung einen mehrpoligen Schalter (MS) schliesst und erst nach einer vollen Umdrehung der Welle (3) wieder öffnet, wobei ein Arbeits-
EMI3.3
dass durch einen zweiten Arbeitskontakt (RI) des Hilfsrelais (RI) ein Schaltkreis vorbereitet wird, über den bei Kontaktgabe des ersten Kontaktträgers (SI bzw. St1, F1) des Steuerschalters eine. NickIung (2d) eines mit zwei gegensinnigen Wicklungen versehenen, für alle Hilfsrelais (RI, RII) gemeinsamen Hauptrelais (RO) erregt wird, welches über einen Arbeitskomakt (R0s) Spannung an die Ausgangsklemmen (Vb) legt, und dass
EMI3.4