AT216097B - Verfahren zur Herstellung einer Glühlampe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Glühlampe

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  Verfahren zur Herstellung einer Glühlampe 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Glühlampe, deren freier Raum im Sockel mit einer isolierenden Schaummasse ausgefüllt ist, indem ein schaumbildendes Gemisch in den Sockel eingeführt wird, das während des Kittvorgangs bei höherer Temperatur Schaum bildet. 



   Glühlampen, deren freier Raum im Sockel mit einer isolierenden Schaummasse ausgefüllt ist, sind an sich bekannt. 



   Das schaumbildende Gemisch kann z. B. aus einem Gemisch eines Novolaks, Hexamethylentetramin und einem oder mehrerer Füllmittel, wie z. B. Calciumcarbonat, Holzmehl, Gips und andern, die Schaumbildung fördernden und isolierenden Materialien bestehen. 



   Es war bisher üblich, das schaumbildende Gemisch In den Sockel in der Weise einzuspritzen, dass die ganze Innenoberfläche des Sockels mit einer dünnen Schicht des Gemisches überzogen war. 



   Dieses Verfahren hat jedoch verschiedene Nachteile. 



   Es lässt sich   z. B.   die in den Sockel einzuführende Menge des schaumbildenden Gemisches schwer genau dosieren. Wird eine zu kleine Menge des Gemisches eingeführt, so ist die Isolierwirkung nicht optimal. 



  Wird zuviel eingeführt, so tritt während der Schaumbildung ein Teil der Schaummasse durch die Öffnungen im Sockel nach aussen und   erschwert das Festlöten der Stromzuführungsdrähte am Sockel,   welche Drähte durch diese Öffnungen nach aussen vorstehen. 



   In der Praxis war es notwendig, jeden Sockel nach dem Kittvorgang einer Reinigung zu unterwerfen, bevor die Stromzuführungsdrähte festgelötet werden konnten. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass diese Nachteile verhütet und weiter unten zu erörternde Vorteile erzielt werden können, wenn gemäss der Erfindung das schaumbildende Gemisch in Form eines Hohlzylinders in den Sockel eingeführt wird. 



   Die Bemessung des Zylinders ist einerseits von der in den Sockel   einzuführenden   Menge schaumbildenden Gemisches abhängig und anderseits wird der Durchmesser des Zylinders derart gewählt, dass er mit dem Metallsockel eine möglichst grosse   Berührungsfläche   hat und somit, möglichst genau hineingeht, so dass beim Kittvorgang eine gute Wärmeübertragung gesichert wird. 



   Es leuchtet ein, dass bei diesem Verfahren die Menge schaumbildenden Gemisches pro Lampe mit bedeutend grösserer Genauigkeit konstant gehalten werden kann als bei dem üblichen Spritzverfahren. Ein weiterer Vorteil ist der, dass   Entmischung verhütet wird,   die sonst in dem schaumbildenden Gemisch während des Transports u. dgl. auftreten kann, da das Gemisch aus Bestandteilen mitungleichem spezifischem Gewicht und verschiedener Korngrösse zusammengesetzt ist. 



   Überraschenderweise hat es   sich ausserdem ergeben, dass bei Anwendung eines solchen   Zylinders eine bedeutend grössere Menge des schaumbildenden Gemisches, sogar mehr als das Zweifache der Menge beim Spritzverfahren, pro Sockel benutzt werden kann, ohne dass die Masse während des Kittvorganges durch die Sockelöffnungen zur Durchführung der Stromzuführungsdrähte aus dem Sockel austritt. 



   Eine solche grössere Menge des schaumbildenden Gemisches pro Sockel erhöht die Anzahl gasgefüllter Zellen in dem endgültigen Schaum im Sockel, wodurch eine bessere elektrische Isolierung erzielt wird. 



   An Hand beiliegender Figuren wird eine Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung näher erläutert. 



   Fig. l zeigt eine Draufsicht auf einen gepressten Zylinder aus schaumbildendem Gemisch, Fig. 2 einen 

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 Schnitt längs der Linie II-II durch diesen Zylinder, Fig. 3 einen Schnitt längs einer Ebene durch die Achse eines Gehäuses für einen Bajonettsockel mit einem Zylinder aus einem schaumbildenden Gemisch und Fig.'4 einen gleichen Schnitt wie Fig. 3 durch eine Glühlampe in dem Zustand vor dem Kittvorgang. 



   Der zylindrische Körper der Fig. 1 und 2 kann z. B. aus einem Gemisch von 5 Gew.-Teilen Novolak, 1   Gew.-Teil Hexamethylentetramin,   8   Gew.-Teilen   Dolomit und 0,5   Gew.-Teilen Holzmehl bestehen.   



  Das Ganze wird gemischt und in die Form nach den Fig. 1 und 2 gepresst. 



   Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch einen Lampensockel, der aus einer Metallhülse 1 besteht, an der zwei Ansätze 2 befestigt sind, von denen in der Figur einer dargestellt ist und durch welche der Sockel in einer entsprechenden Fassung befestigt werden kann. Der Sockel hat weiters einen Boden 3 aus einem nicht-leitenden Material, z. B. Glas, in dem zwei Öffnungen für die Stromzuführungsdrähte vorgesehen sind, wobei auf der Aussenseite dieses Bodens zwei Metallplatten 4 entsprechend angebracht sind. 



   Ein Zylinder 5 aus einem schaumbildenden Gemisch wird in den Sockel eingeführt, worauf der Kolben auf den Sockel gebracht wird. 



   Fig. 4 zeigt diesen Zustand. Bezugsziffer 6 bezeichnet den teilweise im Schnitt dargestellten Kolben. 



  Die Ziffern 1-5 bezeichnen die gleichen Teile wie in Fig. 3. Mit 7 sind die zwei Stromzuführungsdrähte bezeichnet, welche durch den Boden des Sockels durch zwei ausgesparte Öffnungen vorstehen, die einen grösseren Durchmesser als diese Drähte haben. Nach dem Festkitten des Sockels am Kolben, wozu bei 8 Kittbrei angebracht ist, werden die Enden der Stromzuführungsdrähte an den Metallplattten 4 festgelötet. 



   Der Kittvorgang erfolgt bei höherer Temperatur   (z. B. 2000   C), wodurch im gleichen Vorgang die Kittverbindung hergestellt wird und das schaumbildende Gemisch eine Schaummasse bildet, welche den ganzen freien Raum ausfüllt. Es ergab sich, dass ein Sockel, der bei dem üblichen Verfahren maximal 400 mg des schaumbildenden Gemisches enthalten konnte, gemäss der Erfindung mit 1000 mg des schaumbildenden Gemisches gefüllt werden konnte, ohne dass die Schaummasse aus den Öffnungen für die Stromzuführungsdrähte im Sockel bei 4 heraustritt. 



   Das Verfahren nach der Erfindung kann bei jedem Sockeltyp, wie z. B. Bajonettsockeln, Schraubengewindesockeln usw., durchgeführt werden. 



   Es hat sich gezeigt, dass sich ein Bogen im Sockel beim Durchbrennen des Glühfadens von Glühlampen, deren Sockel mit einer isolierenden Schaummasse nach der Erfindung ausgefüllt ist, nicht bilden kann. 



   Die zylindrischen Körper können durch übliche Verfahren aus einem schaumbildenden Gemisch, z. B. durch Pressen, hergestellt werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung einer Glühlampe, deren freier Raum im Sockel mit einer isolierenden Schaummasse ausgefüllt ist, indem ein schaumbildendes Gemisch in den Sockel eingeführt wird, das während des Kittvorganges bei höherer Temperatur Schaum bildet, dadurch gekennzeichnet, dass das schaumbildende Gemisch in Form eines Hohlzylinders in den Sockel eingeführt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder einen solchen Aussendurchmesser hat, dass er genau passend in den Sockel hineingeht.
AT265560A 1959-04-10 1960-04-07 Verfahren zur Herstellung einer Glühlampe AT216097B (de)

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