AT163982B - Blitzlichtlampe - Google Patents

Blitzlichtlampe

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AT163982B
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  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

Description


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  Blitzlichtlampe 
Die Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf Blitzlichtlampen und im besonderen auf eine photographischen Zwecken dienende Blitzlicht- lampe solcher Art, bei welcher in einer ge- schlossenen, lichtdurchlässigen Glashülle ge- eignete Mittel für die Erzeugung eines Blitzes von aktinischem Licht bei Zündung der Lampe angeordnet sind. 



   Gegenwärtig besteht das üblicherweise in
Blitzlichtlampen angewendete, verbrennbare Material entweder aus einer Menge einer extrem dünnen
Metallfolie oder einer Menge eines extrem dünnen
Metalldrahtes aus Aluminium oder Magnesium oder aus Legierungen dieser Metalle. Dieses Material verbrennt, wenn es in Sauerstoff oder in einer Sauerstoff enthaltenden Atmosphäre entzündet wird, sehr rasch unter Ausstrahlung einer beträchtlichen Menge von aktinischem Licht. 



  Obgleich beide Arten des Materials sich sehr zufriedenstellend erwiesen haben, erfordert die Herstellung der Folie in Blättern von der erforderlichen Feinheit und gleichmässigen Dicke grosse Sorgfalt. Schwankungen in der Stärke der Blätter ergeben Schwankungen der Verbrennungszeit und in der Dauer sowie der Menge der aktinischen Strahlung der einzelnen Lampen. Ausserdem ist die Handhabung solcher dünner Folien und ihre Einsetzung in die Lampen verhältnismässig schwierig und erfordert sorgfältige manuelle Arbeiten. Dies, zusammen mit den verhältnismässig hohen Kosten dünner Folien, macht solche Folienblitzlichtlampen sehr kostspielig.

   In gleicher Weise muss der gegenwärtig in Blitzlichtlampen verwendete Draht einen verwickelten und verhältnismässig teuren Drahtziehprozess durchmachen, um in der für den Gebrauch in Blitzlichtlampen notwendigen Gestalt oder Feinheit gezogen zu werden. Überdies muss besondere Sorgfalt beim Einbringen des Drahtes in die Birne angewandt werden, um eine gleichmässige Verteilung des Drahtes in den einzelnen Lampen und demgemäss eine einheitliche Leistung zu sichern. Aus den vorstehenden Gründen sind Drahtblitzlichtlampen ebenso wie Folienblitzlichtlampen verhältnismässig teuer. 



   Es sind auch bereits Metallpulver, die durch elektrische Drähte oder durch eine explosible Ladung entzündet werden, in geschlossenen 
Gefässen mit Sauerstoffüllung benutzt worden. 



   Insbesondere ist es in diesem Zusammenhang bekannt, Metallpulver in zerstäubter Form zu verbrennen. Die Zerstäubung wird durch An- ordnung eines explosiblen Zünders unterhalb des Metallpulvers oder im Metallpulver erreicht, wobei die Explosivladung um einen Zünddraht herum angebracht sein und an ihrer Aussenseite das in einem Metallnetz od. dgl. befindliche
Metallpulver tragen kann. Bei solchen An- ordnungen entsteht im Innern der Birne ein beträchtlicher Druck. Bei einer anderen be- kannten Ausführungsform von Blitzlichtlampen für photographische Zwecke, bei der ein Pulvergemisch verwendet wird, wird die oxydierbare
Oberfläche der Mischung durch Verpressen des
Gemisches mit einem Bindemittel zu einem zusammenhängenden Körper vermindert. Auf diese Weise wird der Abbrand des Blitzlichtpulvers derart verlangsamt, dass der Behälter dem entstehenden Druck widerstehen kann.

   Keine dieser vorbekannten Ausführungen mit Metallpulver hat jedoch zu einer erfolgreichen Lösung der gestellten Aufgaben geführt ; Lampen dieser Art wirken für viele Zwecke zu langsam und brechen leicht zufolge des während der Verbrennung entwickelten hohen Druckes.
Ferner ist es auch bekannt, für photographische Zwecke aktinisches Licht durch eine Gasreaktion zwischen verschiedenen Gasen oder durch Zersetzung eines Gases zu erzeugen. In Blitzlichtlampen dieser Type wurden brennbare Mischunggen aus fein verteiltem Metall, einer Sauerstoff entwickelnden Substanz und einem Bindemittel verwendet, um die Reaktion einzuleiten, wobei die Mischung auf einem elektrisch erhitzbaren Draht angeordnet war.

   Das aktinische Licht wird in diesen Fällen zum überwiegenden Teil oder ausschliesslich durch die Gasreaktion erzeugt, aber nicht im nennenswerten Masse durch die verbrennbare Mischung. Ähnliche brennbare Mischungen wurden auf Drähten als Anlaufoder Zündmischungen für Lampen verwendet, die Metallfolien oder feine Metalldrähte enthalten.
Nach einer anderen bekannten Anordnung werden verbrennbare Materialien für die Erzeugung von aktinischem Licht auf eine lose Füllung von Drähten aufgebracht, Drähte, die 

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 in Zickzackform auf hakenförmigen Enden von Haltedrähten oder auf einem Drahtnetzschirm und gleichzeitig auf einem zusätzlichen, gesonderten Heizdraht angeordnet sind, der den überzogenen Drähten oder dem Netz benachbart ist.

   Diese Lampen werden verblitzt, indem man einen elektrischen Strom durch den Draht gehen 
 EMI2.1 
 flamme den benachbarten überzogenen Draht- oder Netzaufbau entzündet. Blitzlichtlampen der letztgenannten Art weisen viele der Nachteile von Folien-oder Drahtlampen auf, indem die
Menge und Verteilung des brennbaren Materials und demgemäss die aktinische Wirkung der
Lampe schwer zu regeln sind. Überdies erfordert die Montierung der Drähte oder Netze eine sorgfältige Arbeitsweise und ist daher kostspielig. 



   Ein Zweck der vorliegenden Erfindung ist die
Schaffung von Blitzlichtlampen, die verhältnis- mässig billig und in den Blitzlichtcharakteristiken gleichmässig sind. 



   Ein anderer Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung von Blitzlichtlampen, die eine für die maschinelle Herstellung geeignete Kon- struktion besitzen, so dass Handarbeit vermieden und die Herstellungskosten solcher Lampen ver- mindert werden. 



   Die Blitzlichtlampe gemäss der Erfindung besteht aus einer geschlossenen Glashülle und einem darin angebrachten, an unbrennbaren
Trägern, die sich in das Gefäss erstrecken, befestigten Draht, wobei die Träger im Abstand von den Wandungen des Gefässes angeordnet sind. Der Draht steht mit einer brennbaren Mischung aus fein verteiltem, leicht brennbarem Metallpulver, einem sauerstoffabgebenden Material und einem Bindemittel in Berührung. Gemäss der Erfindung sind die dem Draht benachbarten Enden der Träger mit einem Überzug aus der brennbaren Mischung in Form einer festen, in sich zusammenhängenden Perle versehen, wobei die Menge der brennbaren Mischung ausreicht, um im wesentlichen die einzige Quelle der aktinischen Strahlung zu bilden, welche die Lampe bei Erhitzen des Drahtes erzeugt.

   Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind der Draht und der Überzug auf den Trägern des Drahtes im wesentlichen im Zentrum der Lampe angeordnet. 



   Weitere Zwecke und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsformen und aus der Zeichnung. 



   Fig. 1 stellt die Vorderansicht einer Blitzlichtlampe gemäss der Erfindung dar, Fig. 2 ist eine Vorderansicht einer geänderten Ausführungsform der Blitzlichtlampe gemäss der Erfindung. 



  Die Fig. 3 bis 5 sind schaubildliche Ansichten von Tragkonstruktionen verschiedener anderer Ausführungsformen der Erfindung ; hiebei sind die Fig. 3 bis 5 in vergrössertem Massstab dargestellt. 



   Die in Fig. 1 der Zeichnung dargestellte Blitzlichtlampe besteht aus einer geschlossenen 
Glashülle oder Birne   10,   die ein Füsschen 11 und ein Paar üblicher Einführungsdrähte 12, 13 besitzt, die sich durch das Füsschen 11 erstrecken und mit   ihren-äusseren   Enden mit den Polen der üblichen Lampenfassung 14 verbunden sind. 



   Die Birne ist an ihrer äusseren oder inneren
Fläche, zweckmässig an beiden Flächen, mit einem Überzug aus geeignetem lichtdurchlässigem Firnis oder Lack versehen, um die Gefahr des Zerspringens der Birne beim Aufflammen des Blitzlichtes auf das kleinste Mass herabzudrücken und sie im wesentlichen splittersicher zu machen. 



  Die inneren Enden der Einführungsdrähte   12,   13 sind zu geraden, parallelen Teilen 15, 16 geformt, die mehr oder minder in der Mitte der Birne liegen und verhältnismässig knapp nebeneinander verlaufen. An den inneren Enden sind die Einführungsdrähte   12, 13   durch einen dünnen Draht 17 überbrückt, der das   Zündmittel   der Blitzlichtlampe bildet. 



   Die das aktinische Licht erzeugenden Mittel bestehen gemäss der Erfindung aus einer Menge eines geeigneten verbrennbaren, lichtabgebenden Materiales   M,   das an den nebeneinanderliegenden Teilen 15, 16 der Einführungsdrähte 12, 13 befestigt ist und den Draht 17 zur Gänze einschliesst. Beim Durchgang eines elektrischen Stromes durch den Draht 17 wird das lichtabgebende Material 18 entzündet und emittiert einen Blitz von aktinischem Licht. Das lichtabgebende Material wird an den Einführungdrahtteilen   15, 16   in Form einer zähen Paste angebracht, welche nach dem Trocknen eine feste, in sich zusammenhängende Perle oder einen Überzug an den Drähten ergibt.

   Das lichtabgebende Material besteht aus einem Gemisch von einem leicht verbrennlichen Metallpulver (oder Pulvern) und einem oder mehreren Oxydationsmitteln in Pulverform, die miteinander durch ein geeignetes Binde-oder Klebemittel verbunden sind, wie dies später beschrieben ist. Das pulverförmige Material ist dabei als Masse einzig und allein durch den Binder zusammengehalten, so dass für diesen Zweck keine besonderen Mittel zur Umhüllung oder Aufnahme erforderlich sind. 
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   Obgleich die eine einzige grosse Perle auf- weisende Bauart gemäss Fig. 1 vollkommen befriedigt insoferne, als sie die Herstellung eines für photographische Zwecke ausreichenden Lichtblitzes betrifft, ist nichtsdestoweniger eine der in den Fig. 2-5 gezeigten Bauweisen vor- zuziehen, bei welchen das verbrennbare Material in Form eines Überzuges oder einer kleinen
Perle an jedem von mehreren Tragdrähten vorgesehen ist. Mit einer solchen Bauweise wird eine grössere Gleichförmigkeit in der Leistung der einzelnen Lampen erhalten, um so mehr, als die stärkere Verteilung des abbrennbaren Mate- rials die Verbrennung desselben regelt. Auch wird das Licht des Blitzes nach allen Richtungen einheitlicher verteilt. 



   Bezugnehmend auf Fig. 2 besteht die dort dargestellte abgeänderte Ausführungsform der
Blitzlichtlampe aus einer eiförmigen Birne 19 mit verhältnismässig kurzem Halsteil 20, der von einem daran befestigten Sockel 21 vollkommen umschlossen und armiert ist. In der Birne ist eine Tragkonstruktion ähnlich jener der Lampe gemäss Fig. 1 vorgesehen, jedoch mit dem Unter- schiede, dass das abbrennbare, lichtabgebende
Material nicht die Form einer einzigen, die nebeneinanderliegenden Drahttelle 15, 16 und den Draht 17 umschliessenden Perle, sondern die
Form eines ausgebreiteteren Überzuges oder einer gesonderten Perle 22 an jedem dieser
Drahtteile 15, 16 aufweist und die Enden des
Drahtes 17 umgibt, an welchen dieser an den
Einführungsdrähten befestigt ist.

   Eine solche
Bauweise gewährleistet in besserer Weise die vollkommene Verbrennung und maximale Inten- sität des lichtabgebenden Materiales und ergibt eine grössere Gleichförmigkeit der Blitzcharakteri- stiken der einzelnen Lampen. 



   Die Ausführungsform gemäss Fig. 3 ist ähnlich der in Fig. 2 dargestellten, nur sind die Ein- führungsdrähte 12, 13 mit einem zusätzlichen
L-förmigen Drahthalter 23 versehen, der mit seinem einen Ende an den bezüglichen Ein- führungsdraht angeschweisst oder in anderer
Weise in einem Abstand vom inneren Ende dieser
Einführungsdrähte befestigt ist und dessen freie, aufrechtstehende Armteile 24 einen Überzug oder eine Perle 22 aus dem abbrennbaren Material gleich dem an den Einführungsdrahtteilen 15, 16 angeordneten besitzen. Die L-förmigen Draht- träger 23 sind mit ihren freien Armteilen 24 aufrechtstehend angeordnet, so dass sie sich im wesentlichen parallel zu den Teilen 15, 16 der
Einführungsdrähte und in gleicher Ausdehnung mit diesen erstrecken.

   Ausserdem sind sie zweckmässig so angeordnet, dass die aufrechtstehenden Armteile oder Zinken 24 und die nebeneinanderliegenden inneren Endteile 15, 16 der Einführungsdrähte im wesentlichen im gleichen Abstand voneinander liegen ; daher sind die besagten Armteile 24 und die inneren Endteile 15, 16 der Einführungsdrähte in quadratischer Lage angeordnet, d. h. sie bilden vier Kanten eines Würfels. Vermittels der zusätzlichen Halterdrähte 23, welche zusammen mit den inneren Endteilen 15, 16 der Einführungsdrähte eine Art von nicht verbrennbarem Drahtrahmenwerk oder Trageinrichtung für das abbrennbare Material 22 bilden, kann dieses in grösserer Menge in die Lampe eingebracht werden, ohne die Masse oder Dicke der Perle oder des Überzuges ungebührlich vergrössern zu müssen.

   Die grössere Menge an abbrennbarem Material ergibt eine grössere Lichtausbeute, während die Aufteilung desselben in verhältnismässig kleine Perlen oder Überzüge 22 eine vollkommene Verbrennung gewährleistet und demgemäss sowohl die maximale Lichtausbeute aus dem abbrennbaren Material als auch Übereinstimmung der Charakteristiken der einzelnen Lampen sichert. 



   In der Ausführungsform gemäss Fig. 4 ist der Grundgedanke der Bauweise von Fig. 3 noch weiter ausgebaut durch die Ausstattung jedes Einführungsdrahtes   12,   13 mit einem zusätzlichen 
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 zusammen mit den nebeneinanderliegenden inneren Enden 15, 16 der Einführungsdrähte   12, 13   eine nicht brennbare Drahtstützenkonstruktion für das durch ein Bindemittel zusammengehaltene lichtabgebende Material in Form einer Gruppe von sechs getrennten Zinken oder Stielen. 



  Wie in Fig. 3 sind auch hier die zusätzlichen Drahthalter an den Einführungsdrähten   12, 13   an einem von deren inneren Enden entferntliegenden Punkt durch Schweissung oder auf andere Weise befestigt und zweckmässig so angeordnet, dass die aufrechtstehenden Zinken symmetrisch um die Teile 15, 16 der Einführungsdrähte liegen. Dadurch können die aufrechtstehenden Zinken   26,   welche die äussere Gruppe von   Trägern   für das abbrennbare, lichtabgebende Material bilden, entweder im Quadrat oder im Rechteck um die innere Gruppe von Zinken angeordnet sein, welche von den inneren Endteilen 15, 16 der Einführungsdrähte gebildet wird.

   Weiter sind die äusseren Zinken 26 zweckmässig so angeordnet, dass jede im wesentlichen im gleichen Abstand von den angrenzenden inneren Zinken oder Einführungsdrahtteilen   15   oder 16 liegt und dass die Paare von Zinken 26 an jeder Drahtstütze 25 mindestens so weit voneinander entfernt sind, als die nebeneinander-   liegenden Drahtteile 15, 16. Sowohl die Zinken 26   als auch die inneren Endteile 15, 16 der Einführungsdrähte sind mit je einer verhältnismässig kleinen Perle oder einem kurzen Überzug 22 aus durch ein Bindemittel zusammengehaltenem, abbrennbarem, lichtabgebendem Material versehen.

   Die Verwendung von sechs Drahtstützen an Stelle der vier nach Fig. 3 ermöglicht die Anordnung einer noch grösseren Menge von lichtabgebendem Material innerhalb der Birne und deren Verteilung in verhältnismässig kleinen Massen, so dass deren vollkommene Verbrennung gesichert wird. 



   Nach der   Ausführungsform   gemäss Fig. 5 sind die inneren Enden der Einführungsdrähte 12, 

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   13,   statt dass sie sich, wie bei den bisherigen Ausführungsformen, gerade nach innen vom Füsschen 11 weg erstrecken, zu parallelen Haken 27 abgebogen, deren freie Enden 28 im wesentlichen quer zur Längsachse des Füsschens 11 verlaufen. Jedes der freien Enden oder Zinken 28 ist mit einer verhältnismässig kleinen Perle oder einem Überzug 22 aus lichtabgebendem Material ausgestattet. Bei einer solchen Bauweise werden sich nach Zündung der Lampe von dem lichtabgebendem Material etwa loslösende Teile in der Längsrichtung der Lampenbime fortgeschleudert und müssen einen grösseren Weg durchwandern, bevor sie die Wand der Birne erreichen.

   Demzufolge besteht eine grössere Wahrscheinlichkeit, dass diese Materialteile verbrannt sind, bevor sie die Birnenwand erreichen, so dass die Möglichkeit des Zerspringens des Glases durch Berührung mit den heissen Metall- teilchen auf ein Minimum herabgesetzt wird. 



   Die Ausführungsformen der Erfindung gemäss den Fig. 1-5 eignen sich insoferne besonders gut für die maschinelle Herstellung, als das verbrennbare, lichtabgebende Material durch
Umkehren und Eintauchen des Traggerüstes in eine Paste aus solchem Material besonders leicht auf dieses aufgebracht werden kann. 



   Durch Regelung der Konsistenz dieses Materiales und der Eintauchtiefe des Gerüstes wird eine gleiche Menge von abbrennbarem pastenförmigem
Material auf die einzelnen Gerüstteile aufgebracht und in der Form von Überzügen oder Perlen gleichmässig verteilt. Demzufolge werden gleiche
Charakteristiken des Blitzes der einzelnen Lampen erzielt. 



   Obwohl die Fig. 3 und 4 bevorzugte Anord- nungen von Drahtträgerzinken für das abbrenn- bare Material zeigen, sind auch andere Anord- nungen möglich. So können eine Mehrzahl von   Drahtträgem   oder Zinken um die Ein-   führungsdrahtteile   15, 16 in der Form eines
Kreises oder in einer anderen gewünschten
Konfiguration angeordnet sein. Die einzige
Bedingung besteht nur darin, dass die Zinken nicht so nahe beieinander und neben den Ein- führungsdrahtteilen   15,   16 stehen, dass sich zwischen ihnen eine Überbrückung aus abbrenn- barem Pastenmaterial ergibt, wenn das Gestell aus der Eintauchmasse herausgezogen wird. 



   Die Zusammensetzung des brennbaren, pasten- förmigen Materials für die Perle 18 oder die Überzüge 22 kann wechseln, um bei Zündung ein Blitzlicht von gewünschtem Charakter zu erhalten. Eine Zusammensetzung, welche im besonderen für die Lampe gemäss Fig. 1 geeignet ist, besteht aus einer Mischung von 2 g Zirkonium- metallpulver und   3   g Kalziumperoxydpulver, die durch Zugabe von Leimwasser zu einer dicken
Paste angemacht und in Form einer Perle auf die Drahtteile 15, 16 in der bereits beschriebenen
Weise, z. B. durch Eintauchen, aufgebracht werden. Die trockene Perle wird dann in eine
Mischung getaucht, die aus 1   Aluminium-   pulver (hinreichend fein, um durch ein Sieb von 100 Maschen [U. S.

   Standard], entsprechend einer Maschenöffnung von 0-149   mm,   hindurchzugehen) und 2 g Kalziumperoxydpulver besteht und mit Hilfe einer Lösung von Nitrozellulose, z. B. einer etwa 4% igen Lösung von Nitrozellulose in Amylazetat, in Pastenform gebracht ist. Zur Verfestigung dieser zusammengesetzten Perle wird dann ein Lacküberzug vorgesehen. 



  Die Verwendung von Kalziumperoxyd als Oxydationsmittel führt beim Entzünden der Lampe zur Bildung eines weissen Oxydes an der Lampen-   bime-zum Unterschied   von dunkler gefärbten Oxyden, die entstehen, wenn gewisse andere bekannte Oxydationspulver verwendet werden. 



  Auf diese Weise wird die Neigung der Verbrennungsprodukte, das beim Aufflammen entstehende aktinische Licht zu verdecken, auf ein Mindestmass beschränkt. 



   Um eine   sogenannte"schnelle"Lampe,   d. i. eine Lampe, in welcher die Dauer des Blitzes verhältnismässig kurz ist, zu erhalten, hat sich folgende Zusammensetzung als besonders geeignet erwiesen :   3g   Zirkoniummetallpulver, 1 g Magnesiummetallpulver von der Feinheit von 325 Maschen (U. S. Standard), entsprechend einem Sieb mit der Maschenöffnung von   0-044 mm,   1 g chemisch reines   NÅatriumchloratpulver   von der Feinheit von 200 Maschen (U. S. Standard), entsprechend einem Sieb mit der Maschen- öffnung von 0-074 mm, und   1 g   chemisch reines Kaliumperchloratpulver von der Feinheit von 300 Maschen (U. S.

   Standard), entsprechend einem Sieb mit der Maschenöffnung von   0-047 MM,   innig gemischt und durch Zusatz von ungefähr 2 cm3 einer etwa 4% igen Lösung von Nitrozellulose in Amylazetat in Pastenform gebracht. 



  Die totale Lichtausbeute einer Lampe mit einem Glaskolben gemäss der in Fig. 2 gezeigten Art ist, wenn die Lampe mit einer einzigen Perle von ungefähr 50 bis 60 mg aus brennbarer Paste gemäss der vorstehenden Zusammensetzung und einer Füllung mit Sauerstoff von ungefähr   500 mm Quecksilbersäule   Druck versehen ist, ungefähr 5000 Lumen-Sekunden. Die Spitze des Lichtblitzes einer solchen Lampe wird ungefähr   1 Tausendstel SekundennachSchliessung   des Stromes durch den Draht erreicht, während die effektive Dauer ungefähr 10 Tausendstel Sekunden beträgt. 



   Um einen Lichtblitz mit der Spitze von ungefähr 20 Tausendstel Sekunden nach Schliessung des Stromes durch die Lampe zu erhalten, ist folgende Zusammensetzung besonders zweck- 
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 Kalziumperoxydpulver und   1   chemisch reines Kaliumperchloratpulver, innig vermischt und durch Zusatz von ungefähr 3 cm3 einer etwa 4% igen Lösung von Nitrozellulose in Amylazetat in Pastenform gebracht.

   Blitzlichtlampen von der in Fig. 4 gezeigten Art mit ungefähr 70 mg abbrennbarem Pastenmaterial der vor-   stehenden Zusammensetzung und einer Füllung mit Sauerstoff unter einem Druck von ungefähr   

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500 mm Quecksilbersäule ergeben eine Blitzlichtspitze in ungefähr   19l   Tausendstel Sekunden nach Schliessung des Lampenstromes und eine totale Lichtausbeute von ungefähr 6900 Lumen-
Sekunden und eine effektive Dauer von ungefähr
12 Tausendstel Sekunden. 



   Für die Herstellung eines Blitzlichtes mit einer Spitze von längerer Dauer kann folgende Zusammensetzung verwendet werden :   1. 5g   chemisch reines Kaliumperchloratpulver von der Feinheit von 325 Maschen (U. S. Standard), entsprechend einem Sieb mit der Maschen- öffnung von 0-044 mm, 1-5 g chemisch reines Natriumchloratpulver von der Feinheit von 200 Maschen (U. S. Standard), entsprechend einem Sieb mit der Maschenöffnung von 0-074   MM,   und   3, 6 g Magnesiummetallpulver   von der Feinheit von 325 Maschen (U. S. Standard), entsprechend einem Sieb mit der Maschenöffnung von   0-044 mm,   durch Zusatz von ungefähr 2 cm3 einer etwa   4% eigen   Lösung von Nitrozellulose in Amylazetat in Pastenform gebracht.

   Angenähert 50 bis 60 mg dieses Materiales, angeordnet in einer Blitzlichtlampe von der in Fig. 2 gezeigten Bauart und mit einer Füllung von Sauerstoff unter einem Druck von ungefähr 500 mm Hg, ergeben ein Blitzlicht von ungefähr 5600 Lumen-Sekunden mit einer ausgedehnten Spitze von ungefähr 25 Tausendstel Sekunden Dauer. 



   Die Farbe des aktinischen Lichtes, das vom lichtabgebenden Material ausgestrahlt wird, und demgemäss seine photographische Wirkung, kann durch Anwendung verschiedener chemischer Substanzen in den Überzügen oder Perlen aus lichtabgebendem Material eingestellt werden, u. zw. entweder durch Einbringung solcher
Substanzen in die Mischung, aus welcher die Perlen oder Überzüge hergestellt werden, oder durch Anwendung solcher Substanzen auf den Perlen oder Überzügen. Solche Substanzen können z. B. Salze des Strontiums, Kalziums, Natriums oder Kaliums u. dgl. sein. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Blitzlichtlampe mit einer geschlossenen Glashülle und einem darin angebrachten, an unbrennbaren   Trägern   befestigten Draht, wobei die Träger im Abstand von den Wandungen des Gefässes angeordnet sind und der Draht mit einer brennbaren Mischung, die aus fein verteiltem, leicht verbrennbarem Metallpulver, einem Sauerstoff abgebenden Material und einem Bindemittel zusammengesetzt ist, in Berührung steht, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Draht benachbarten Enden der Träger einen Überzug aus der brennbaren Mischung in Form einer festen, in sich zusammenhängenden Perle aufweisen und die Menge der brennbaren Mischung ausreicht, um im wesentlichen die einzige Quelle der bei Erhitzung des Drahtes von der Lampe erzeugten aktinischen Strahlung zu bilden.

Claims (1)

  1. 2. Blitzlichtlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger an den dem Draht nahen Enden mit parallelen, nicht verbrennbaren Armen versehen sind und mindestens ein Teil des Überzuges auf diesen Armen aufgebracht ist.
AT163982D 1940-04-08 1947-02-06 Blitzlichtlampe AT163982B (de)

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