AT21607B - Verfahren zur Herstellung feinster Emulsionen von Quecksilber oder sich ähnlich verhaltenden Metallen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung feinster Emulsionen von Quecksilber oder sich ähnlich verhaltenden Metallen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung feinster Emulsionen von Quecksilber oder sich ähnlich verhaltenden Metallen. 
 EMI1.1 
 



   Bisher konnten die Metalle Quecksilber, Kupfer, Nickel als Kolloide erhalten werden, indem man unter ganz reinem Wasser den Lichtbogen zwischen Drähten übergehen liess, die das zu zerstäubende Metall als feinen'Überzug trugen. Zur Darstellung der Quecksilber- 
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 Überzüge benützt. 



   Alle diese Metallkolloide sind nur in ganz reinem Wasser zu erhalten, die geringsten Spuren eines Elektrolyten fällen sin aus (die Kolloide oder Sole koagulieren). Aber auch wenn man die Verunreinigungen des Wassers ausschliesst, sind Quecksilber-, Kupfer-, Nickelund I (admiumkolloide sehr unbeständig und fallen nach kurzer Zeit aus. Diesen gegenüber werden nach vorliegender Erfindung Kolloide von Quecksilber, Silber, Kupfer, Zink, Eisen etc.   in beständiger   Form und sehr konzentrierte Suspensionen, die stabil bleiben. erhalten, ohne zu dem Umwege, die zu zerstaubenden Metalle erst durch Darstellung feiner   Überzüge   oder   Amalgame zu   verteilen, greifen zu müssen. 



   Zu diesem Ziele führte die Wahl richtiger Versuchsbedingungen (Stromdichte und Spannung) und hauptsächlich der Ersatz des Mediums Wasser durch geschmolzene Fette. 



  \'aselin, Lanolin, Schweinefett, Talg. Unschlitt etc., die beim Abkühlen entweder zu einer festen oder breiigen Masse erstarren.   Hiedurch   kann das Kolloid in viel grösserer   lion-     zentration erhalten   werden, als es in wässerigen Lösungen möglich ist und wird vermöge der Eigenschaft des Mediums, zu erstarren, gänzlich   unveränderlich   und stabil. Die Darstellung von feinsten   Quecksilberemulsionen   gestaltet sich demnach folgendermassen : Das metallische Quecksilber bildet den negativen Pol, ein Eisendraht den positiven. Man erzeugt den   elektrischen Lichtbogen zwischen   diesen Elektroden im gewählten Medium, z.

   B. ge-   schmolzenem Vaselin   und lässt ihn solange währen, bis die gewünschte Quecksilberkonzentration 
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 Fett verteilen. Bei kleinen Stromdichten (deren Ausmass sich nach der gewählten Spannung zu richten hat), ist das Metall so fein verteilt, dass es mikroskopisch nicht mehr sichtbar ist ; wählt,   man grössere Stromdichten, so werden die   Teilchen eben unter dem   Mikroskope   
 EMI1.4 
 es sich, die Emulsion durchzurühren, während sie beim Abkühlen erstarrt.

   Während des Prozesses kann man die Menge des schon zerstäubten Quecksilbers jederzeit kontrollieren, 1, durch Messung der   Volumabnahme   des   ursprünglich   zugeführten Quecksilbers, 2. durch Bestimmung des spezifischen Gewichtes (Temperatur dazu abzulesen und Bestimmung etwa durch ein Aremeter), 3. kann man die zerstäubte   Menge bestimmen, wenn man   die durchgegangene Strommenge kennt. (1 g Quecksilber entspricht rund zwÖlf   Ampèreminuten.)   

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Es bietet keine   Sohwierigkoit,     Queckaitberemulsionon   auf diese    Weise''herzustellen,     die r) bis 80/o des MetalleB enthalten.

   Gröbere Teilchen, die bei sorgfältiger Bereitung niemals entstehen, können leicht entfernt werden, wenn man die Schmelze vor dem Er-   starren einige Zeit stehen   lässt,   wobei sie sich absetzen, oder dieselbe durch Watte oder dg !   nitriert.   



   Die erstarrte Emulsion kann durch Zusammenschmelzen mit frischem Fett beliebig verdünnt werden. Auch sind auf diese Weise alle Arten Mischungen zu erhalten. Der   Stromdurchgang übt   keine nennenswerte chemische Wirkung auf die Fette aus. Erst nach längerer Zeit scheidet sich auf der Eisenanode etwas Kohlenstoff aus und es entweichen geringe Mengen ungesättigter Kohlenwasserstoffe. Auf die Beschaffenheit der Emulsion bleibt dies ohne allen   Einfluss   und kann durch die Abkühlung beim Eintragen frischen, ungeschmolzenen Fettes oder eventuell sogar durch andere Kühlung stark herabgedrückt worden und bleibt praktisch ganz unbedeutend.

   Da alle diese Zerstäubungen haltbare Präparate liefern, in denen das Quecksilber viel feiner verteilt ist, als durch irgendwelche mechanische Hilfsmittel zu erreichen ist, bietet diese Methode eine besonders geeignete Darstellungsweise aller Arten von Quecksilbersalben ; in gelatine-oder eiweisshaltigen etc. 



  Lösungen ist es als Medikament für subkutane Injektionen zu verwenden. 



   Diese Vielseitigkeit wird noch durch den Umstand begünstigt, dass es leicht gelingt, selbst hoch konzentrierte Quecksilberemulsionen auf diese Weise herzustellen, die in flüssigem Zustande leicht zu verdünnen sind oder anderen Gemischen beigefügt werden können. Die einzelnen   Metall- (Quecksilber-) Tröpfchen   sind so fein, dass sie nur mit den besten Mikroskopen eben noch sichtbar sind, grössere Quecksilbertröpfchen sind niemals enthalten. Die Resorption erfolgt daher besonders schnell und vollständig, die Präparate sind effektiver als alle bisher gebräuchlichen, dies bedingt also eine Ersparnis an Metall oder Quecksilber, ein Vorteil, der durch die einfache oder schnelle und billige Herstellungsweise, die leichte Dosierbarkeit etc. etc. nur noch erhöht wird. 



   PATENTANSPRÜCHE :   1.   Verfahren zur Herstellung feinster, unbeschränkt haltbarer Emulsionen von   Queck-   silber, besonders zu pharmazeutischen Zwecken, darin bestehend, dass man den elektrischen
Lichtbogen zwischen einer Anode von Eisen, Platin oder dgl. und einer Kathode von metallischem Quecksilber in Fett oder ähnlichen Stoffen übersetzen lässt.

Claims (1)

  1. 2. Eine Abänderung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle des Quecksilbers Metalle der Zink-, Kupfer-, Aluminium-, Eisen-, Zinn-oder Bleigruppe etc. verwendet werden.
AT21607D 1903-06-24 1903-06-24 Verfahren zur Herstellung feinster Emulsionen von Quecksilber oder sich ähnlich verhaltenden Metallen. AT21607B (de)

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