DE153995C - - Google Patents

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/10Dispersions; Emulsions

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  • Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)

Description

f &CH*H/Li/iH' W
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand dieser Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung feinster haltbarer Emulsionen von untermikroskopisch bis mikroskopisch kleinen Metallteilchen durch deren elektrische Zerstäubung in geschmolzenen Fetten und dergl. und Erstarrenlassen der erhaltenen Massen zu einer Creme, Salbe, Gallerte.
Bisher konnten die Metalle Quecksilber,
ίο Kupfer, Nickel als Kolloide erhalten werden, indem man den Lichtbogen unter ganz reinem Wasser zwischen Drähten übergehen ließ, welche das zu zerstäubende Metall als feinen Überzug trugen. Zur Darstellung der Quecksilberkolloide wurden Amalgame, zur Darstellung der anderen Kolloide elektrolytisch hergestellte Überzüge benutzt.
Alle diese Metallkolloide sind nur in ganz reinem Wasser ' zu erhalten, die geringsten Spuren eines Elektrolyten fällen sie aus (die Kolloide oder Sole koagulieren). Aber auch wenn man die Verunreinigungen des Wassers ausschließt, so sind Quecksilber-, Kupfer-, Nickel- und Kadmiumkolloide sehr unbeständig. Sie fallen nach wenigen Tagen aus. Diesen gegenüber werden nach der vorliegenden Erfindung Kolloide von Quecksilber, Silber, Kupfer, Zink und dergl. in beständiger Form, auch als sehr konzentrierte Suspensionen erhalten, die stabil bleiben, ohne daß man den Umweg machen muß, die zu zerstäubenden Metalle erst durch Darstellung feiner Überzüge oder Amalgame zu verteilen.
Zu diesem Ziele führte die Wahl richtiger Versuchsbedingungen (Stromdichte und Spannung) und hauptsächlich der Ersatz des Wassers durch geschmolzene Fette, Vaselin, Lanolin, Schweinefett, Talg, Unschlitt und dergl., die beim Abkühlen entweder zu einer festen oder breiigen Masse erstarren. Hierdurch kann das Kolloid in viel größerer Konzentration erhalten werden, als es in wässerigen Lösungen möglich ist; es wird vermöge der Eigenschaft des Mediums zu erstarren, gänzlich unveränderlich und stabil. Die Darstellung feinster Quecksilberemulsionen gestaltet sich demnach folgendermaßen: Das metallische Quecksilber bildet" den negativen Pol, ein Eisendraht den positiven. Man erzeugt den elektrischen Lichtbogen zwischen diesen Elektroden im gewählten Medium, z. B. geschmolzenem Vaselin, und läßt ihn so lange währen, bis die gewünschte Quecksilberkonzentration 'erzielt ist. Vom Quecksilber gehen dabei braune bis schwarze Wolken aus, die sich im Medium verteilen. Bei kleinen Stromdichten (deren Maß sich nach der gewählten Spannung zu richten hat) ist das Metall so fein verteilt, daß es mikroskopisch nicht mehr .sichtbar ist; wählt man größere Stromdichten, so werden die Teilchen eben unter dem Mikroskope sichtbar (sind aber noch 1000 bis 10000 mal kleiner als die feinsten Teilchen der bisher bekannten Quecksilbersalben). Um den Prozeß zu beschleunigen, kann man die Zahl der Elek-
troden beliebig vermehren. Die durch den Lichtbogen erzeugte Wärme kann dazu benutzt werden, frisches Fett und dergl. zu schmelzen, das oben eingetragen wird, während unten flüssige Quecksilberemulsion abgelassen wird. Zur Ausgleichung der Konzentration empfiehlt es sich, die Emulsion durchzurühren, während sie beim Abkühlen erstarrt. Während des Prozesses kann man
ίο die Menge des schon zerstäubten Quecksilbers jederzeit feststellen, und zwar durch Messung der Volumenabnahme des ursprünglich zugeführten Quecksilbers oder durch Bestimmung des spezifischen Gewichtes (Temperatur dazu abzulesen und Bestimmung etwa durch ein Aräometer). Schließlich kann man die zerstäubte Menge bestimmen, wenn man die durchgegangene Strommenge kennt. (1 g Quecksilber entspricht rund 12 Ampereminuten.)
Es bietet keine Schwierigkeit, Quecksilberemulsionen auf diese Weise herzustellen, die 5 bis 50 Prozent des Metalles enthalten. Gröbere Teilchen, die bei sorgfältiger Bereitung niemals entstehen (das sind solche, die noch immer kleiner sind als die feinsten Teilchen der bisher bekannten Salben), können leicht entfernt werden, wenn man die Schmelze vor dem Erstarren einige Zeit stehen läßt, wobei sich die gröberen Teilchen absetzen. Man kann sie auch durch Watte oder dergl. abfiltrieren.
Die erstarrte Emulsion kann durch Zusammenschmelzen mit frischem Fett beliebig verdünnt werden, auch sind auf diese Weise alle Arten Mischungen zu erhalten.
Der Stromdurchgang übt keine nennenswerte chemische Einwirkung auf die Fette aus. Ei-St nach längerer Zeit setzt sich auf der Eisenanode etwas Kohlenstoff ab, während geringe Mengen ungesättigter Kohlenwasserstoffe entweichen. Auf die Beschaffenheit der Emulsion bleibt dies ohne allen Einfluß'. Die Zersetzung kann durch die Abkühlung beim Eintragen frischen, ungeschmolzenen Fettes oder event, sogar durch andere Kühlung stark herabgedrückt werden und bleibt praktisch ganz unbedeutend. Da diese Zerstäubungen haltbare Präparate liefern, worin das Quecksilber viel feiner verteilt ist, als es durch irgendwelche mechanische Hilfsmittel zu erreichen ist, bietet diese Methode eine besonders geeignete Darstellungsweise aller Arten Quecksilbersalben; in gelatine- oder eiweißhaltigen Lösungen ist es z. B. als Medikament für subkutane Injektionen zu verwenden.
Diese Vielseitigkeit wird noch durch den Umstand begünstigt, daß es leicht gelingt, selbst hoch konzentrierte Quecksilberemulsionen auf diese Weise herzustellen, die im flüssigen Zustande leicht zu verdünnen sind oder anderen Gemischen beigefügt werden können. Die einzelnen Metall- (Quecksilber-) Tröpfchen sind so fein, daß sic nur mit den besten Mikroskopen eben noch sichtbar sind'; größere· Quecksilbertröpfchen sind nicht vorhanden. Die Resorption erfolgt daher 'besonders schnell und vollständig. DieyPräparate sind deshalb wirksamer als alle/bisher gebräuchlichen. Dadurch wird wieder/im eine Ersparnis an Metall oder Quecksilber/bedingt, ein Vorteil, der durch die einfache^, schnelle und billige Herstcllungsweise und die leichte Dosierbarkcit nur noch erhöht wird. ■
Die Zerstäubungen können mit 100 Volt Spannung und etwa 1 Ampere pro Lichtbogen vorgenommen werden. Es empfiehlt sich, einen Spitzenkamm als Anode zu wählen, weil dann von jeder Spitze ein Lichtbogen ausgeht und eine viel schnellere Zerstäubung erreicht wird; dann regelt sich die anzuwendende Stromstärke nach der Zahl der Spitzen und kann um so größer gewählt werden, je weiter die Spitzen voneinander abstehen; in der Regel kann rtind 1 Ampere pro Spitze genommen werden. Die Zerstäubung kann auch mit höherer Spannung vorgenommen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung feinster, unbeschränkt haltbarer Emulsionen von Quecksilber oder sich ähnlich verhaltenden Metallen, besonders zu pharmazeutischen Zwecken, darin bestehend, daß man den elektrischen Lichtbogen von einer Anode aus Eisen, Platin oder dergl. zu einer Kathode aus metallischem Quecksilber oder einem sich ähnlich verhaltenden Metalle in einem Medium übertreten läßt, welches beim Durchgange des Lichtbogens flüssig ist und beim Abkühlen erstarrt.
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