DE815882C - Verfahren zur Erzeugung von Niederschlaegen auf Metallflaechen durch Elektrolyse - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Niederschlaegen auf Metallflaechen durch ElektrolyseInfo
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
- C25D3/00—Electroplating: Baths therefor
- C25D3/02—Electroplating: Baths therefor from solutions
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- C25D3/58—Electroplating: Baths therefor from solutions of alloys containing more than 50% by weight of copper
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 4. OKTOBER 1951
W 2182 Via I 48a
durch Elektrolyse
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Niederschlägen auf Metallflächen durch Elektrolyse
unter Verwendung einer aus drei Komponenten bestehenden Legierung als Anode. Bezweckt wird die
Gewinnung von korrosionsfesten Überzügen, die ein glänzendes Aussehen besitzen.
Zur Erzeugung derartiger korrosionsfester Überzüge von reizvollem Aussehen und vorbestimmter Farbe
stehen verhältnismäßig wenige Metalle zur Verfügung. Gewisse der für den genannten Zweck in Betracht
kommenden Metalle stehen nur in geringen Mengen zur Verfügung, was praktisch auf eine weitere Verringerung
der insbesondere für industrielle Zwecke in Betracht kommenden Metalle hinausläuft; denn selbstverständlich
können hierfür nur Metalle in Betracht kommen, die in ausreichender Menge zur Verfügung
stehen. Die Erfindung bezweckt die Durchführung der Elektrolyse mit Metallen, die es in verhältnismäßigem
Überschuß gibt.
Es ist in der Fachwelt bereits bekannt, daß es bisher ao nicht gelang, durch Elektrolyse einen glänzenden
Metallüberzug zu gewinnen, der allen Anforderungen in bezug auf Korrosionsfestigkeit, Preis, Widerstandsfähigkeit
gegen Abnutzung oder Abschaben, Glanz und Farbe der Oberfläche genügt. Einige Metalle, wie z. B.
Chrom, bieten bei Verwendung als Überzug keine ausreichende Korrosionsfestigkeit, so daß es erforderlich
ist, Schutzüberzüge, wie Nickelniederschläge oder Kupferniederschläge zwischen dem Chromüberzug auf
dem Grundkörper (Metall) anzubringen. Andere Me-
taue neigen dazu, rasch zu trüben oder zu oxydieren und sind daher für viele Zwecke ungeeignet. Bei wieder
anderen Metallen ist deren Verwendung infolge der hohen Kosten unwirtschaftlich.
Es wurden schon Legierungen aus drei Komponenten zur Erzeugung von Niederschlägen durch Elektrolyse
verwendet; indessen ist das Plattieren mit derartigen, aus drei oder mehr Komponenten bestehenden Legierungen
sehr schwierig. Abgesehen davon, daß die
ίο gesetzmäßige Beherrschung der Beschaffenheit des
Elektrolyten große Schwierigkeiten bereitet, wirken sich Änderungen in der Spannung und in der Stromstärke
pro Flächeneinheit der Anode oder Kathode unverhältnismäßig stark auf die Endresultate aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, nach welchem das Plattieren mit
einer aus drei Komponenten zusammengesetzten Legierung leicht kontrolliert und gesteuert werden kann.
Die aus drei Komponenten zusammengesetzte Legierung wird direkt von den aus dieser Legierung bestehenden
Anoden niedergeschlagen, wodurch sich eine erhebliche Minderung der Kosten des Plattierungsverfahrens
ergibt. Dabei sind sowohl bezüglich des Elektrolyten, wie auch der übrigen Verfahrensbedingungen
Variationen in weiten Grenzen möglich, ohne daß eine nachteilige Rückwirkung auf die Endprodukte
entstehen würde.
Von besonderer Wichtigkeit ist, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugte Niederschläge
oder Überzüge sich durch hohen Glanz, gutes Aussehen, Widerstandsfähigkeit gegen Abnutzung oder Abschaben
und höchste Korrosionsfestigkeit auszeichnen, und zwar ohne Verwendung weiterer zusätzlicher Schutzüberzüge.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden glänzende, silberartige Überzüge von den aus einer Legierung
bestehenden Anoden gewonnen.
Die Figur, darstellend einen Querschnitt durch eine der Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
dienende Apparatur, erläutert die Erfindung.
Gemäß derselben wird eine aus drei Komponenten, nämlich aus Kupfer, Zinn und Zink zusammengesetzte
Legierung auf metallischen Grundkörpern elektrolytisch niedergeschlagen; das Resultat ist ein glänzender,
silbrig aussehender Überzug, ähnlich einem solchen aus Chrom oder Silber. Dabei können die Arbeitsbedingungen
in verhältnismäßig weiten Grenzen variiert werden, ohne daß das Resultat nachteilig beeinträchtigt
wird.
Es ist schon vorgeschlagen worden, Kupfer, Zinn und Zink als Legierung unter Verwendung unlöslicher
Anoden aus einem Bad bzw. Elektrolyten niederzuschlagen, das bzw. der geeignete Salze dieser Metalle
enthält. Die Bereitung des Metalles in der Form von Salzen und der Umstand, daß die Salze eine wesentlich
geringere Menge von niedergeschlagenem Metall ergeben als dem Salzgewicht entspricht, machen die Kosten
der bisher bekannten Verfahren unerträglich hoch. Ein weiterer Nachteil der bisherigen Verfahren besteht
darin, daß das Bad mit fortschreitender Plattierung sich kontinuierlich ändert, wobei sich ein Überschuß
an Anionen des Metallsalzes gegenüber den Metallkationen einstellt. Die Folge davon ist, daß der Niederschlag
ungleichförmig wird. Dies aber bedeutet, daß die bisher bekannten Verfahren nicht voll befriedigen
konnten und außerdem unwirtschaftlich waren.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Legierung besteht aus 50 bis 75% Kupfer,
15 bis 30% Zinn und 5 bis 2o°/0 Zink. Von diesen Verhältnissen
kann in bestimmten Fällen geringfügig abgewichen werden. Die Anwesenheit kleiner Mengen
anderer Metalle oder von Unreinheiten ist, wie sich gezeigt hat, ohne schädlichen Einfluß auf das Endresultat.
Besonders gute Resultate werden gewonnen, wenn die Zusammensetzung 55 bis 65°/,, Kupfer, 20
bis 30% Zink und 8 bis 20°/0 Zinn enthält. Der Zinnanteil
der Anode kann um 2 bis 3% höher sein als in der niedergeschlagenen Legierung, weil ein kleiner Teil
des Zinnes außerhalb des Elektrolyten niedergeschlagen wird. Die Herstellung der Anoden aus der aus drei
Komponenten zusammengesetzten Legierung geschieht üblicherweise durch Schmelzen der erforderlichen
Kupfermenge in einem Schmelztiegel, zusammen mit der vorbestimmten Menge von Zinn und Zink, die kurz
vor dem Gießen der Schmelze in geeignete Anoden zugegeben wird. Es kann als Ausgangsschmelze Messing
von geeigneter Zusammensetzung verwendet und Zinn zur Erzeugung der aus drei Komponenten bestehenden
Legierung zugegeben werden. Der Guß der Anoden erfolgt in permanenten Formen oder auch in Sandformen.
Während des Gießprozesses werden an die Anode Trägerhaken aus leitendem Metall, z. B. Stahl,
angegossen, die dazu dienen, die Anode in der Apparatur zu halten. Man kann aber auch einen leitenden
Anodenrahmen oder -halter verwenden, der die in Körper geeigneter Form, z. B. Kugelform, gegossene
Legierung aufnimmt.
Gemäß der Figur besteht das Gerät 10 aus einem Tank oder Behälter 12 aus Holz oder anderem chemisch
widerstandsfähigem Material, der den Elektrolyten 14 aufnimmt. Zweckmäßig wird eine (nicht gezeichnete)
Heizquelle vorgesehen, da die Betriebstemperatur normalerweise über den Raumtemperaturen liegt. Der
Elektrolyt 14 besteht beispielsweise aus folgenden Bestandteilen:
Freies Cyanid 14,17 bis 141,75 g pro 3,79 Z
Kupfer 5,670 - 14,17 g - 3,79 I
Zink 1,417 - 5,670 g - 3,79 I
Zinn 2,835 - 14,17 g - 3,79 /
Natriumcarbonat 56,70 - 340,20 g - 3,79 I Natriumhydroxyd ungefähr 7,08 bis 22,68 g pro 3,79 I. Ph Wert 12 bis 13.
Kupfer 5,670 - 14,17 g - 3,79 I
Zink 1,417 - 5,670 g - 3,79 I
Zinn 2,835 - 14,17 g - 3,79 /
Natriumcarbonat 56,70 - 340,20 g - 3,79 I Natriumhydroxyd ungefähr 7,08 bis 22,68 g pro 3,79 I. Ph Wert 12 bis 13.
Wenn die Zusammensetzung in diesen Grenzen gehalten wird, ergibt die Plattierung durchaus befriedigende
Resultate. Um einen Elektrolyten der obigen Zusammensetzung zu erhalten, werden folgende Chemikalien
in den angegebenen Mengen auf 1000 Teile Wasser zugegeben.
Kupfercyanid 2 bis 5 Teile,
Natriumcyanid 10 - 80 - ,120
Zinkcyanid 1 - 6 - ,
N atriumstannat 3/4 - 4 - ,
Natriumcarbonat 50 - 90 - .
In manchen Fällen hat es sich gezeigt, daß noch bessere Resultate erzielt werden, wenn Kaliumthiocyanat
in der Größenordnung von 0,1 Gewichtsprozent
des Bades zugegeben wird. Zink kann als Zinksulfat beigegeben werden. Andere Zink-, Zinn- und Kupfersalze,
die in einer Cyanidlösung löslich sind, können ebenfalls verwendet werden. An Stelle von Natriumsalzen
können Kaliumsalze Verwendung finden. Der Elektrolyt wird gewonnen durch Auflösung der fein
pulverisierten Salze in der entsprechenden Menge von Wasser. Die Lösung wird vor Einführung in den
Tank 12 gefiltert.
ίο Die in der oben beschriebenen Weise erzeugten
Anoden i8 werden an Stäben i6 aufgehängt. An einem weiteren Stab 20 hängt ein Kathodenträger 22. Beim
Plattieren kleiner Gegenstände, wie sie in der Figur gezeigt und mit 24 bezeichnet sind, wird eine Vielzahl
von hakenartigen Trägergliedern 26 verwendet, von denen nur ein Teil metallisch ist zur Erzeugung des
elektrischen Stromzuflusses. Der übrige Teil des Kathodenträgers ist mit einem geeigneten elektrisch
isolierenden Stoff überzogen, um Stromverluste zu verhindern. Werden die zu plattierenden Gegenstände
24 auf die Trägerhaken 26 aufgesetzt, so stehen sie in elektrisch leitender Verbindung mit den metallischen
Teilen des Trägers. Handelt es sich um die Plattierung von Gegenständen ausreichender Größe, so werden dieselben
direkt an dem Kathodenstab 20 mittels geeigneter Haken o. dgl. aufgehängt.
Der Elektrolyt tritt in intensive Reaktion mit dem Metall der Anoden 18 und bewirkt, daß der Metallgehalt
sich der Konzentrationsgrenze, wie sie in der ersten Rubrik angegeben ist, nähert. Demzufolge kann es
unter besonderen Umständen notwendig sein, eine oder mehrere, verhältnismäßig unlösliche Stahl- oder
Kohleanoden in Verbindung mit einer Anzahl von Anoden 18 der angegebenen Legierung zu verwenden.
Befriedigende Resultate werden erzielt, wenn i5°/o der
gesamten Anodenfläche aus Anodenlegierung bestehen. Beim Niederschlag einer Legierung, die zusammengesetzt
ist aus 55 bis 65% Kupfer, 20 bis 30% Zinn und 8 bis 2o°/0 Zink, zur Gewinnung eines weißen
silberartigen Niederschlages, wird die Spannung zwischen Anode und Kathode in den Grenzen von 3 bis
5 Volt gehalten, wobei die Anoden und die Kathoden die bei der Plattierung übliche Entfernung voneinander
haben. Höhere Spannung ist notwendig, wenn die Anoden und Kathoden in größerer Entfernung als der
üblichen voneinander stehen.
Ein glänzenderer Niederschlag wird erhalten, wenn man 14,17 bis 56,7 g pro 3,79 / eines Alkalithiocyanats
dem Elektrolyten beigibt. Kalium- oder Natriumthiocyanat sind Beispiele für solche den Glanz steigernde
Mittel. Natriumthiocyanat wird dem Elektrolyten beispielsweise in Mengen von 0,01 bis i°/0 und
höher zugegeben. In manchen Fällen hat sich die Zugabe einer komplexen Verbindung oder einer zur
Komplexbildung geeigneten Verbindung, wie Natronweinstein oder Zitronensäure, als vorteilhaft erwiesen.
Die Erzeugung des Niederschlages aus der drei Komponenten enthaltenden Legierung wird durch derartige
den Glanz steigernde Zusätze sowie durch die Beigabe von die Narben- oder Porenbildung verhindernden
Mitteln zu dem Elektrolyten bedeutend verbessert.
Die Zugabe von Betainen macht den Überzug besonders widerstandsfähig und wirkt außerdem der Bildung
von Poren oder Narben entgegen. Betaine umfassen im allgemeinen die N-Trialkyl-Derivate der Aminosäuren.
Für die Zwecke der Erfindung ergeben solche Betaine die besten Resultate, wenn sie mindestens ein
nichtcyklisches Kohlenwasserstoffradikal mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen enthalten; beispielsweise Trimethyl-C-Decyl-Alpha-Betain.
Dieses hat folgende Formel :
C10H21
H,
22
(CH3)3 N — CH — C = 0
Die praktisch für den Erfindungszweck in Betracht kommenden Betaine sind sehr zahlreiche. Nachstehend
sind Beispiele der allgemeinen Klasse aufgeführt.
Trimethyl-C-Decyl-Alpha-Betain,
Trimethyl-C-Cethyl-Alpha-Betain,
Trimethyl-C-Cethyl-Gamma-Betain, Dimethyl, Beta-Hydroxyäthyl-C-Cethyl-Alpha-Betain,
Methyl-di-Beta-Hydroxyäthyl-C-Cethyl-Alpha-Betain,
Trimethyl-C-Lauryl-Alpha-Betain, Trimethyl-C-Lauryl-Gamma-Betain,
Trimethyl-C-Stearyl-Alpha-Betain, Dimethyl-N-Stenyl-Alpha-Betain,
Dimethyl-N- Stenyl-C-Methyl-Alpha-Betain,
Methyl-N-Distenyl-Alpha-Betain,
Dimethyl-N-Stenyl-C-Cethyl-Beta-Betain,
Dimethyl-N-Decyl-Beta-Hydroxy-Gamma-Betain, Dimethyl-N-Heptadecyl-Alpha-Betain,
Dimethyl-N-Octadecyl-C-Methyl-Alpha-Betain,
Dimethyl-N-Octadecyl-Beta-Betain,
Dimethyl-N-Octadecyl-Beta-Hydroxy-Gamma-Betain.
Das Verhältnis des verwendeten Betains zur Erzie-
lung guter Resultate ist = 0,28 bis 28,35 g Pro 3-79 I
des Elektrolyten.
Von Zeit zu Zeit sollen kleine Mengen Betain zugegeben werden, um Verluste auszugleichen.
In manchen Fällen wurden zusätzlich zu dem Thiocyanat und den Betainen Natriumdisulfat, Trinatriumphosphat
und Natriumsulfat mit gutem Erfolg beigegeben, um einen glänzenden, elektrolytischen Überzug
zu erhalten. Im allgemeinen vertragen sich die Betaine und Thiocyanat vollkommen mit den verschiedenen
Zusätzen und den Zusammensetzungen des Bades und sind gegenüber diesen beständig. Das Bad
bzw. der Elektrolyt wird zweckmäßig bei einem ρκ-Wert von zwischen 11 bis 13 verwendet.
Das Verfahren wird bei einer Temperatur von 60 bis 71,11° C durchgeführt über einen weiten Ampere-Bereich
pro Flächeneinheit. Man erhält in kurzer Zeit Überzüge von 0,00025 bis 0,0013 crn Dicke. Für die
meisten Zwecke haben Überzüge dieser Stärke ausreichende Deckkraft und Korrosionsfestigkeit. Es
lassen sich aber auch dickere Überzüge in Stärke von 0,0025 bis 0,005 cm un<i noch dickere erzeugen.
Von Zeit zu Zeit wird der Elektrolyt zum Zwecke der Beseitigung von Unreinheiten gefiltert, um ihn in
gutem Zustand zu erhalten, für den Fall, daß das Zusatzmittel sich zersetzt.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren niedergeschlagene
Legierung wird an Glanz und Reflexionsfähigkeit nur von Silber übertroffen. Versuche haben
ergeben, daß die Reflexionsfähigkeit annähernd 85O/O
jener von frisch plattiertem Silber ist. Der Vorteil eines Niederschlages, der aus drei Komponenten legiert
ist, gegenüber einem Silberniederschlag besteht jedoch darin, daß die Legierung ihre Reflexionsfähigkeit nur
langsam verliert, während Silber unter normalen Umständen rasch trüb wird.
Die Korrosionsfestigkeit des aus drei Komponenten legierten Niederschlages ist jener von Nickel, Zinn,
Chrom und Silber überlegen, wenn diese Metalle auf Kupfer oder Kupferlegierungen niedergeschlagen werden.
Beispielsweise geht ein Nickel- oder Kupferniederschlag von 0,0013 cm Dicke im Salzsprühnebel nach
weniger als 100 Stunden verloren. Hingegen übersteht ein aus drei Komponenten legierter Niederschlag von
0,0005 cm Dicke auf Kupfer einen Salzsprühversuch bei 200 Stunden Dauer ohne erkennbare Korrosion.
Es gibt nur wenige für die Elektrolyse zur Erzeugung von Niederschlagen geeignete Metalle, welche die Korrosionsfestigkeit
eines aus drei Komponenten im Sinne der Erfindung legierten Niederschlages besitzen.
Ein weiterer Vorteil des Niederschlages, der erfindungsgemäß aus einer Legierung von drei Komponenten
besteht, ist, besonders beim Plattieren von Kupfer, der, daß die Legierung leicht und wirksam mit verzinnten
Teilen verlötet werden kann. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig bei der Herstellung von
Instrumenten und Meßgeräten und anderen elektrischen Apparaten, bei denen Kontakte und andere Teile zusammengelötet
werden müssen. Die Legierung ist unmagnetisch und daher für den Instrumentenbau besonders geeignet.
Die erfindungsgemäß aus drei Komponenten zusammengesetzte Legierung kann auf eine Reihe von
Metallen als Grundkörper niedergeschlagen werden. Stahl kann direkt plattiert werden. In manchen Fällen
wird es zweckmäßig sein, Stahl zuerst mit Kupfer zu plattieren und dann erst den glänzenden Niederschlag
einer Legierung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung zu erzeugen.
Härteversuche haben ergeben, daß der erfindungsgemäße Niederschlag härter und widerstandsfähiger gegen Abnutzung und Abschaben ist, als durch Niederschlag erzeugte Überzüge aus Nickel, Zinn oder Silber. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäß als Elektrolyt verwendeten Zusammensetzung gegenüber
Härteversuche haben ergeben, daß der erfindungsgemäße Niederschlag härter und widerstandsfähiger gegen Abnutzung und Abschaben ist, als durch Niederschlag erzeugte Überzüge aus Nickel, Zinn oder Silber. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäß als Elektrolyt verwendeten Zusammensetzung gegenüber
den bisher zur Erzeugung glänzender Überzüge dienenden Bädern liegt in dem hohen Auftragsvermögen des
Elektrolyten, aus welchem die aus drei Komponenten zusammengesetzte Legierung niedergeschlagen wird.
Unter Auftragsvermögen versteht man das Maß der relativen Eignung des Elektrolyten, Metall gleichförmig
auf einer ungleichmäßigen Kathode niederzuschlagen. Das Auftragsvermögen einer erfindungsgemäßen
Elektrolytzusammensetzung ist größer als das einer Nickel-, Zinn-, Silber- oder Chromlösung.
Aus diesem Grunde brauchen Überzüge aus einer erfindungsgemäß aus drei Komponenten zusammengesetzten
Legierung nur etwa 1Z5 der Dicke von Nickel-,
Zinn- oder Silberniederschlägen zu besitzen, um einen guten Schutz und ausreichende Korrosionsfestigkeit
der metallischen Oberflächen zu gewährleisten.
Claims (9)
1. Verfahren zur Erzeugung von Niederschlägen auf Metallflächen durch Elektrolyse mit einer aus
drei Komponenten bestehenden Legierung als Anode, gekennzeichnet durch Verwendung einer
aus 50 bis 700Zo Kupfer, 15 bis 300Z0 Zinn und 5 bis
2O°/0 Zink zusammengesetzten Anodenlegierung in
einem Kupfercyanid, Zinkcyanid und Zinncyanid enthaltenden Elektrolyten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis der Komponenten der Anodenlegierung 55 bis 65% Kupfer, 20 bis 30°/,,
Zinn und 8 bis 20% Zink beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt zusammengesetzt
ist aus 14,17 bis 141,75 g freiem Cyanid
pro 3,7g /, 5,670 bis 14,17 g Kupfer pro 3,79 I,
1,417 bis 5,670 g Zinn pro 3,79 I, 2,835 bis 14,17 g
Zink pro 3,79 Z und 56,70 bis 340,20 g eines Alkalicarbonats pro 3,79 /.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Elektrolyt Alkalithiocyanat enthält.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil des Alkalithiocyanats von
14,70 bis 56,70 g pro 3,79 / beträgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt
die Bildung von Narben oder Poren verhindernde und den Glanz erhöhende Zusätze enthält.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Narben- oder Porenbildung
verhindernden und den Glanz erhöhenden Zusatzmittel zusammengesetzt sind aus 0,28 bis 28,35 g
pro 3,79 Z eines Betains, das mindestens ein nichtcyklisches
Kohlenwasserstoffradikal mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen enthält.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt auf einem pn-Wert
von 11 bis 13 gehalten wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Strom von 3 bis
5 Volt Spannung zwischen Anode und Kathode bei normalem Abstand derselben gearbeitet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1659 9.51
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US266111XA | 1942-09-15 | 1942-09-15 | |
| US81242XA | 1942-12-08 | 1942-12-08 | |
| US61243XA | 1943-12-06 | 1943-12-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE815882C true DE815882C (de) | 1951-10-04 |
Family
ID=27358044
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW2182A Expired DE815882C (de) | 1942-09-15 | 1950-05-24 | Verfahren zur Erzeugung von Niederschlaegen auf Metallflaechen durch Elektrolyse |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH266111A (de) |
| DE (1) | DE815882C (de) |
| FR (1) | FR916609A (de) |
| NL (1) | NL64052C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1059737B (de) * | 1951-11-27 | 1959-06-18 | Silvercrown Ltd | Verfahren und Bad zur elektrolytischen Abscheidung von Kupfer-Zinn-UEberzuegen |
| WO2015039152A1 (de) | 2013-09-18 | 2015-03-26 | Ing.W.Garhöfer Gesellschaft M.B.H. | Abscheidung von cu, sn, zn-beschichtungen auf metallischen substraten |
-
0
- NL NL64052D patent/NL64052C/xx active
-
1945
- 1945-09-29 CH CH266111D patent/CH266111A/de unknown
- 1945-10-29 FR FR916609D patent/FR916609A/fr not_active Expired
-
1950
- 1950-05-24 DE DEW2182A patent/DE815882C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1059737B (de) * | 1951-11-27 | 1959-06-18 | Silvercrown Ltd | Verfahren und Bad zur elektrolytischen Abscheidung von Kupfer-Zinn-UEberzuegen |
| WO2015039152A1 (de) | 2013-09-18 | 2015-03-26 | Ing.W.Garhöfer Gesellschaft M.B.H. | Abscheidung von cu, sn, zn-beschichtungen auf metallischen substraten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH266111A (de) | 1950-01-15 |
| FR916609A (fr) | 1946-12-11 |
| NL64052C (de) |
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