DE392290C - Verfahren zur elektrolytischen Darstellung von Chromaten und Bichromaten der Alkalien - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Darstellung von Chromaten und Bichromaten der Alkalien

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DE392290C
DE392290C DEJ22504D DEJ0022504D DE392290C DE 392290 C DE392290 C DE 392290C DE J22504 D DEJ22504 D DE J22504D DE J0022504 D DEJ0022504 D DE J0022504D DE 392290 C DE392290 C DE 392290C
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alkali
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electric current
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chromates
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ADOLPHE JOUVE und ANDRE HELBRO
HYDRO ELEK QUE METALLURG DU PA
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ADOLPHE JOUVE und ANDRE HELBRO
HYDRO ELEK QUE METALLURG DU PA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G37/00Compounds of chromium
    • C01G37/14Chromates; Bichromates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur elektrolytischen Darstellung von Chromaten und Bichromaten der Alkalien Die bisher gebräuchlichen Verfahren der Herstellung von Alkalichromaten durch Einwirkung des elektrischen Stromes auf metallisches Chrom oder eine Chromlegierung unter Anwendung eines Diaphragmas und in Gegenwart eines Alkalisalzes einer Mineralsäure als Elektrolyt haben den Nachteil, daß sie schlechte Ausbeuten liefern.
  • Bei diesen Verfahren entsteht die Chromsäure unter. gleichzeitigem Freiwerden der ein die Alkalien gebundenen Mineralsäuren, welche iin `"erlauf des Verfahrens durch zeitweise Zugabe eines Alkali- oder Erclalkalihydroxv_des neutralisiert werden müssen, wobei auch das mit dem Chrom gegebenenfalls legierte Metaii gefällt wird.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren wird eine Chromlegierung, z. B. Chromeisen, in Gegenwart einer Lösung eines Alkalikarhonats, also eines eine flüchtige Säure enthaltenden Alkali--,alzes, als I?lelarolvt der unmittelbaren Einwirkung des elektrischen Stromes ohne Anwendung eines Diaphragnias unterworfen. Dahei findet eine dauernde Neutralisation der sich bildenden Chromsäure unter sofortiger Cberführung der letzteren in beständiges Alkalichromat statt. Ein besonderer Vorteil cles Verfahrens liegt darin, daß die bei der Reaktion frei werdende Kohlensäure infolge ihrer Flüchtigkeit sofort zum großen Teil entweicht. Die nicht entweichenden Mengen der Kohlensäure «-erden durch das während der Elektrolyse des Chromeisens sich bildende Eisenoxyd gebunden. Die Säure des Elektrolysesalzes kann nicht frei auftreten, bzw. die abgetrennte Kohlensäure kann kaum Acidität hervorrufen. Dabei sind besondere Zusätze von N eutralisationsmitteln, z. B. von Alkali- oder Erclalkalihydroxyden, wie sie bei dem bekannten Verfahren erforderlich sind, vollkommen überflüssig. Infolge des Wegfalls derartiger N; eatralisierungsmittel werden bei dem vorliegenden Verfahren auch andere unangenehme \ebenerscheinungen der bisherigen Arbeitsweise, z. B. die nachträgliche Abscheidung eines unlöslichen Niederschlages, wie z. B. von schwefelsaurem Calcium, vermieden, welcher sich bei dem bekannten Verfahren durch die Neutralisation der in dem Elektrolyten freigemachten Säure mittels Kalkes bildet. Da der benutzte Elektrolyt während der ganzen Operation alkalisch bleibt, so kann keine Spur von Acidität auftreten, was die umgestörte Fällung von Eisenonyd zur Folge hat, welches seinerseits ebenfalls noch neutralisierend wirkt. Auf jeden Fall werden nach dein vorliegenden Verfahren reinere Chromat- hzw. Bicliromatlösungen gewonnen als nach dein bekannten Verfahren.
  • Abgesehen davon, claß durch den Wegfall des Diaphragmas finit einem elektrischen Widerstand nicht zu rechnen ist, kann auch eine rasche \"erschlannnung durch das I?isenoxtd nicht eintreten, welches sonst die Zwi-#:chenrättnie des Diaphragmas verstopfen und bei öfterein Gebrauch wegen der außerordentlich schwierigen Reinigung den Apparat bald unbrauchbar machen würde. Außerdem ist ,lie Bildung von Chroniaten des Aluminiums Lind des Calcitnns durch Zersetzung der Diaphragmainasse, welche gewöhnlich Aluniiniunitin(1 Calciumsilikate enthält, ausgeschlossen.
  • Da das vorliegende Verfahren eine kontinuierliche Etlelctrolvse Sowie eine fortschreitende Konzentration der Chromatlösung in den einzelnen Behältern ermöglicht, stellt es einen wesentlichen, technischen sowie wirtschaftlichen Fortschritt dar.
  • Die Praxis hat gezeigt, daß auch, nachdem alles Alkalikarbonat in Chroniat übergeführt ist, die Eiektrolvse trotzdem noch regelmäßig verläuft, weil dann das gebildete Chromat genau so, wie vorher das Karbonat, als Elektrolyt wirkt. Ein zweites Molekül des Chroms befindet sich also in Lösung und (las neutrale Chromat verwandelt sich allmählich vollkoniinen in Bichromat. Es ist ferner festgestellt worden, daß bei der Darstellung des Bichroinats die Konzentration der entstandenen Bichroinatlösung zwar keinerlei Einfluß auf den Verlauf der Elektrolvse. wohl aller auf die Bildung dieses Salzes iiat. I:s ist auch nötig,--ifalls möglich, die Konzentration der Salziösung so zu steigern, (laß das Bichromat beim Abkühlen der Lösung auskristallisiert. Man kann z. B. Lösungen mit 7o bis 8o Prozent Bichromat gewinnen.
  • Legt man dagegen das Hauptgewicht auf die Gewinnung von Chromat, so treibt man die Elektrolvse bis zur Bildung von Bichroinat und führt dieses durch \eatralisation der konzentrierten Bichromatlösung mittels Alkalikarbonats in (las neutrale Chromat Tiber. Man braucht dabei auf die Menge der anzuwendenden Soda nicht besonders Bedacht zti nehmen, weil ein Sodaüberschuß sich in der sehr konzentrierten Alkalichromatlösung nicht löst.
  • Ausführungsbeispiele: i. Konstanten.
  • (?in Behälter, enthaltend: 2 Anoden von 30 ein >< 6o ein X 5 cm, 4 Bleikathoden.
  • Zusammensetzung der Anoden: Cr . . . . _ . . . 6i,7 Prozent, Fe . . . . . . . . 33,1 -S; -f- C .... 5,2 -Oberfläche der Elektroden: 4 ein X 30 cm X 66 ein .. - 0,792 qni.
    Hüssigkeit: Anfänglicher Karüonatgehalt:
    r(19,3 9 auf 1 1.
    111balt: 3041.
    2. Arbeitsbedingungen.
    Stundenzahl
    Mittlere
    Mittlere
    Stun
    Amperezahl Voltzahl
    z. 38 800 7.27
    2. 201/4 729 6.6
    3. z91/2 80o 6.35
    4. 231; 2 800 6.14
    5. 221/4 786 5.6o
    6. 22 314 785 6.27
    7. 183/4 1140 7.27
    8. 23/, 1443 10.20
    9. 141/2 804 6.3o
    10. 20 1015 6.57
    11. 221/q 111(-) 8.0o
    12. 3 700 1375
    Die Arbeitsabschnitte betreffen von Nr.3 his 4 einschließlich die Bildung von Chr#> inaten, von Nr. 4 bis 7 einschließlich die Überführung des Chromats in Bichromat.
  • Bei den Versuchen, insl;esondere bei \r.7. wurde eine vollständige Umwandlung (fes Chromats in Bichromat festbestellt.
  • Die Elektroly se wurde unterbrochen, um die Flüssigkeit zu filtrieren, und 301 wurden zurückbehalten, um sie zwecks Kristallisation einzudampfen.
  • Die Abschnitte 7 bis 12 betreffen die in -dem. Rest der Flüssigkeit fortgesetzte Bildung von Bichroniat.
  • Die Behandlung wurde nach dein Absclinitt 12 abgebrochen. Der Behälter enthielt noch :nigefähr 140 1 Brei. Im flüssigen Teil desselben wurden durch Titration auf 11 577 Bichrornat mit 2 --\Iol. Wasser nachgewiesen. Beien Erkalten kristallisiert es aus der Lösung aus.
  • Wie aus vorstehenden Angaben ersichtlich ist, ermöglicht das neue Verfahren die unmittelbare Gewinnung von Alkalicbromaten in einer einzigen Operation durch ElektrolYse von Chromeisen o. (1-l. in Gegenwart eine alkalischen Elektrolyten, vorzugsweise einer konzentrierten Lösung eines Alkalikarbonats, wobei die Konzentration während der Elektrolyse durch wiederholte Zugabe des Alkalikarbonats gesteigert werden kann, bis die Lösung nach der t@berführung des Chroinats in Bichromat einen solchen Sättigungsgrad erreicht hat, daß bei ihrem Abkühlen das Salz auskristallisiert. In der Praxis ist es jedoch nicht nötig, die Konzentration bis zur Kristallisation zu treiben, um vorher das gel:il(iete lisenoxv(1 abzuscheiden und durch Filtration o. dgl. zu trennen. Es genügt alsdann eine schwache Konzentration durch Erwärmen, um die Kristallisation oder sogar die Erstarrung der ganzen Masse herbeizuführen.
  • Die erhaltenen Produkte, Bichromate oder gegebenenfalls neutrale Chromate, sind vollkommen frei von Eisen und Alkalisalzen wie den Karbonaten.
  • Als Elektrolvt kann man statt der Alkalikarbonate zwar auch die Sulfate, Chloride oder andere lösliche Salze der Alkalien verwenden, jedoch geht in diesem Falle das Eisen, welches an die Säure des Elektrolvtsalzes gebunden ist, mit den Chromaten bzw. Bichromaten in Lösung, von welchem es nur schwer vollkommen getrennt werden kann.
  • Die zur Ausführung des Verfahrens dienende Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Reihe von Gefäßen nebst einer entsprechenden Anzahl der zugehörigen Elektrodenpaare, von denen die Anoden aus gegossenem Chromeisen und die Kathoden belspielsweise aus Blei bestehen. Die Elektrolytlösung fließt, während sie der Einwirkung des elektrischen Stromes unterliegt, von einem Gefäß zum andern. Bei der erheblichen Stromstärke (etwa einige Hundert Ampere pro Quadratmeter), welche bei dem vorliegenden \"erfahren angewendet werden kann, erwärmt :ich die Elektrolytlösung rasch, so daß der Prozeß auch in der Wärme vorgenommen werden kann.
  • Obgleich das gebildete Eisenoxyd die Elektrolyse in keiner Weise beeinflußt, ist es doch zweckmäßig, eine zu starke Anhäufung des in großen Mengen .ausgeschiedenen Eisenoxyds dadurch zu verhindern, daß man es während des Prozesses von Zeit zu Zeit entfernt, indem man die Flüssigkeit -umrührt und alsdann filtriert oder zentrifugiert und sie hierauf in die Gefäße wieder zurückgibt.
  • Anstatt die Anoden aus im elektrischen Ofen gegossenem Chromeisen herzustellen, kann man ein Chromerz unter Zusatz von Kohle und einem Bindemittel, z. B. Teer, brikettieren und die Briketts auf eine zur völligen oder teilweisen Reduktion des Chromoxydes ausreichende Temperatur erhitzen. Bei dieser Reduktion, welche in der Glühhitze, ohne daß die Masse zum Schmelzen kommt, stattfindet, wird ein Konglomerat erhalten, welches als Anode verwendet werden kann.
  • Zur Elektrolvse kann an Stelle von Gleichstrom auch Wechselstrom benutzt werden, vorausgesetzt, daß die angewendete Stromdichte ganz außerordentlich erhöht wird. Man kann auf diese N'\'eise alle Vorteile des Wechselstromes ausnutzen.
  • Die Praxis hat gezeigt, daß besonders gute Ergebnisse erzielt werden, wenn man für die 1,lektrolyse Chromeisen verwendet, welches mindestens 4o bis 5o Prozent Chrom enthält. Oberhalb dieses Prozentgehaltes wird das Chromeisen nicht angegriffen und zeigt sich indifferent gegenüber der Einwirkung des elektrischen Stromes.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur elektrolytischen Darstellung von Chromaten und Bichromaten der Alkalien, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Chroinlegierting, z. B. Chromeisen, ohne Anwendung eines Diaphragmas in Gegenwart einer Lösung eines eine flüchtige Säure enthaltenden Alkalisalzes, vorzugsweise eines Alkalikarbonats, als Elektrolyt der Einwirkung des elektrischen Stromes, zweckmäßig eines solchen von hoher Dichte, unterwirft.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man nach dem völligen Verschwinden des Alkalikarbonats die Einwirkung des elektrischen Stromes unter Benutzung des gebildeten Alkalichromats als Elektrolyten fortsetzt, bis das gebildete Chromat in Bichromat übergeführt ist, worauf dieses gegebenenfalls durch Zusatz z. B. eines Alkalikarbonats, in neutrales Chromat umgewandelt werden kann.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einwirkung des elektrischen Stromes bis zur Entstehung. hehr konzentrierter, dem Kristalli#;ationspunkt nahekommender Lösungen fortgesetzt wird.
  4. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Wechselstrom von hoher Dichte verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen i bis -, dadurch gekennzeichnet, daß Anoden angewendet werden, welche aus einem durch Reduktion eines Chromerzes in glühendem Zustande gewonnenen Agglomerat bestehen.
  6. 6. Verfahren nach Ansprüchen i bis .5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Elektrolyse Chromeisen mit einem Mindestgehalt von 40 his :15 Prozent Chrom verwendet wird.
DEJ22504D 1921-03-17 1922-03-16 Verfahren zur elektrolytischen Darstellung von Chromaten und Bichromaten der Alkalien Expired DE392290C (de)

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DE (1) DE392290C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1009605B (de) * 1955-09-19 1957-06-06 Dr Anton Delyannis Verfahren zur elektrolytischen Umsetzung von Alkalichromaten zu Alkalibichromaten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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