AT214945B - Herstellung elastischer Walzen - Google Patents

Herstellung elastischer Walzen

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AT214945B
AT214945B AT558258A AT558258A AT214945B AT 214945 B AT214945 B AT 214945B AT 558258 A AT558258 A AT 558258A AT 558258 A AT558258 A AT 558258A AT 214945 B AT214945 B AT 214945B
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polyisocyanate
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linear polyester
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  Herstellung elastischer Walzen 
Es wurde bereits vorgeschlagen, elastische Walzen herzustellen, bei welchen die Achswelle mit einem Polyurrethan, welches aus einem Polyester und einem Diisocyanat hergestellt wurde, überzogen ist. Es wurde nun gefunden, dass aus linearen Polyestern und an Stelle der Diisocyanate aus Polyisocyanaten mit einer Funktion von mehr als zwei, ausgezeichneten Walzen hergestellt werden können. 



   Vorliegende Erfindung betrifft demnach die Verwendung eines Reaktionsproduktes, das durch Umsetzung eines linearen Polyesters mit einem Polyisocyanat, das mehr als zwei Isocyanatgruppen im Molekül enthält, erhalten wird, zur Herstellung von Walzen, bei denen die zentrale Welle mit einem Polyurethanüberzug versehen ist. Bevorzugt wird die Verwendung eines Polyurethans, das durch Umsetzung eines mehr als zwei Isocyanatgruppen im Molekül aufweisenden Polyisocyanats mit einem linearen Polyester erhalten wird, der überwiegend Hydroxyl-Endgruppen hat und dessen Molekulargewicht 500-5000, vorzugsweise 800-3000 beträgt. 



   Für die Herstellung der Polyester geeignete Dicarbonsäuren sind u. a. Succinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Alkyladipinsäure, Pimelinsäure, Suberinsäure, ss-Äthylsuberinsäure, Azelainsäure und Subacinsäure. Es können Säuregemische angewandt werden, die gegebenenfalls geringere Anteile aromatischer Säuren, wie z. B. Phthalsäure, Isophthalsäure und Terephthalsäure, enthalten. 
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 lenglykol, Tetramethylenglykol, Hexamethylenglykol und Decamethylenglykol. Es können auch Gemische dieser Glykole eingesetzt werden. 



   Vorzugsweise werden solche Säuren und Glykole verwendet, dass ein bei Raumtemperatur flüssiges Produkt erhalten wird. Dies kann erreicht werden, wenn eine oder wenigstens ein Teil der verwendeten   Säure- oder   Glykolverbindung eine oder mehrere seitliche Alkylsubstituenten enthält oder wenn deren Kohlenstoffkette durch eine oder mehrere Ätherbindungen unterbrochen ist. 
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 die vorzugsweise nicht mit Isocyanat reagieren, können bei jeder geeigneten Stufe dem Gemisch zugesetzt werden. 



   Die Herstellung der erfindungsgemäss zu verwendenden Polyurethane wird durch die folgenden Beispiele, in welche die angegebenen Teile als Gewichtsteile zu verstehen sind, ohne Beschränkung auf diese Beispiele näher erläutert. 



   Beispiel l : 100 Teile eines aus Diäthylenglykol und Adipinsäure hergestellten linearen Polyesters mit einer Viskosität bei   250 C   von 116 Poise, einer Säurezahl von 2, 3 mg KOH-/g, und einer Hydroxylzahl von 40, 1 mg KOH-/g, werden durch 30 Minuten langes Erhitzen und Rühren bei   105-110  C   und bei einem Druck von 10 bis 15 mm Hg getrocknet. Nach Abkühlen auf   70'C werden 4, 5   Teile   Toluol-2, 4, 6-tri-   isocyanat zugesetzt und wird der Druck des gerührten Gemisches auf   10-15   mm Hg herabgesetzt, um alle im Gemisch gelösten oder bei der Umsetzung gebildeten Gase zu entfernen. 



  Das Rühren bei vermindertem Druck wird 5 Minuten lang unter Aufrechterhaltung der Temperatur zwischen 70 und 80  C fortgesetzt. 



  Das Gemisch wird sodann in eine Form eingebracht und zur Aushärtung 3 Stunden lang auf   110  C   erhitzt, wonach man ein blasenfreies gummiartiges Produkt mit einer Shorehärte von 
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   Beispiel 2 : 60 Teile eines aus Diäthylenglykol und Adipinsäure hergestellten linearen Polyesters mit einer Säurezahl von   1,     4 mg KOH-jg und   einer Hydroxylzahl von 56, 8 mg KOH-/g werden durch 30 Minuten langes Erhitzen bei 130  C und einem Druck von 15 mm Hg getrocknet. Nach Abkühlen auf   700 C   wird eine Lösung von 8, 7 Teilen eines polymeren,   23, 9%   NCOGruppen enthaltenden Polyisocyanats in 16 Teilen Methyläthylketon zugesetzt. Der Druck über dem Gemisch wird auf 15 mm Hg herabgesetzt und das Gemisch 5 Minuten lang gerüht, während welcher Zeit die Temperatur vorerst auf   400 C   absinkt und sodann durch Wärmezufuhr wieder auf   60" C   gebracht wird. Das Gemisch wird hierauf in eine Form gegossen und 16 Stunden lang auf 110  C erhitzt.

   Man erhält ein gummiartiges Produkt mit einer Shorehärte von 20 . 



   Das in diesem Beispiel verwendete Polyisocyanat wurde durch Erhitzen eines 65 : 35-Gemisches von 2, 4- und   2, 6-Tolylendiisocyanaten   in Gegenwart von Natriummethoxyd bei 120   C bis zum Feststoff erhalten. 



   Beispiel 3 : 100 Teile eines aus Pentamethylenglykol, Adipinsäure und Glutarsäure hergestellten linearen Polyesters mit einer Viskosität von 107 Poise, einer Säurezahl von   0, 8m g KOH-/g   und einer Hydroxylzahl von 45, 5 mg KOH-/g werden durch 30 Minuten langes Erhitzen und Rühren bei   105-110    C und bei einem Druck von 10 bis 15 mm Hg getrocknet. Nach Abkühlen auf 70   C werden 5, 0 Teile   Toluol-2, 4, 6-   triisocyanat zugesetzt und wird der Druck über dem gerührten Gemisch auf   10-15   mm Hg herabgesetzt, um alle im Gemisch gelösten oder bei der Umsetzung gebildeten Gase zu entfernen. 



  Das Rühren bei vermindertem Druck wird 15 Minuten lang unter Aufrechterhaltung der Temperatur zwischen 70 und   800 C fortgesetzt.   



  Das Gemisch wird sodann in eine Form eingebracht und 3 Stunden lang zur Aushärtung auf 
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 keit gegen in Drucktinten enthaltenen Lösungsmitteln erhalten. 



   Beispiel 4 : 100 Teile eines aus Pentamethylenglykol, Adipinsäure, Glutarsäure und Succinsäure hergestellten linearen Polyesters mit einer Säurezahl von 0, 3 mg KOH-/g und einer Hydroxylzahl von 81, 7mg KOH-/g werden durch   30 Minu-   ten langes Erhitzen und Rühren bei   105-110  C   und bei einem Druck von 10 bis 15 mm Hg getrocknet. Nach Abkühlen auf 70  C werden 10, 5 Teile   Toluol-2, 4, 6-triisocyanat   zugesetzt und wird der Druck über dem gerührten Gemisch auf   10-15   mm Hg herabgesetzt, um alle Gase zu entfernen. Das Rühren wird 5 Minuten lang fortgesetzt, während welcher Zeit die Temperatur zwischen 70 und 80  C bleibt. Das Gemisch wird sodann in eine Form geschüttet und 3 Stunden lang zur   Aushärtung auf 1100 C   erhitzt.

   Es wird ein gummiartiges Produkt mit einer Shorehärte von   52   und   guter Lösungsmittelbeständigkeit erhalten. 



   Beispiel 5 : 100 Teile eines aus Diäthylenglykol und Adipinsäure hergestellten linearen Polyesters mit einer Säurezahl von 4, 8 mg KOH-/g, einer Hydroxylzahl von 110, 5 mg KOH-/g und einer Viskosität bei   25  C   von 22 Poise werden durch 30 Minuten langes Erhitzen und Rühren bei   105-110  C   und bei einem Druck von
10 bis 15 mm Hg getrocknet. Nach Abkühlen auf 70   C werden 50 Teile des durch Umsetzung von 48 Teilen Tolylendiisocyanat mit 12 Teilen Trimethylolpropan hergestellten Polyisocyanats zugesetzt und wird der Druck über dem gerührten
Gemisch auf   10-15   mm Hg vermindert, um alle
Gase zu entfernen.

   Das Rühren wird 15 Minuten lang fortgesetzt, während welcher Zeit die Temperatur zwischen 70 und   80 0 C liegt.   Das Gemisch wird sodann in eine Form gegossen und zur Aushärtung 3 Stunden lang auf 110  C erhitzt. 



  Es wird ein gummiartiges Produkt mit einer
Shorehärte von   20  und   guter Lösungsmittelbeständigkeit erhalten. 



   Beispiel   6 : 100   Teile eines aus Diäthylenglykol und Adipinsäure hergestellten linearen Polyesters mit einer Säurezahl von 4, 8 mg KOH-/g, einer Hydroxylzahl von 110, 5 g KOH-/g und einer Viskosität bei   25  C   von 22 Poise werden durch 30 Minuten langes Erhitzen und Rühren bei   105-110  C   und bei einem Druck von
10 bis 15 mm Hg getrocknet. Nach Abkühlen auf 70  C werden 40 Teile Tolylendiisocyanat (65 : 35-Gemisch der 2, 4- und 2, 6-Isomeren) und
10 Teile Trimethylolpropan zugesetzt und wird der Druck über dem gerührten Gemisch auf
10-15 mm Hg vermindert, bis die Gasent- 

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 wicklung aufhört. Das Gemisch wird sodann in eine Form gegossen und 3 Stunden lang zur Aushärtung auf   1100 C   erhitzt.

   Es wird eine gummiartige Walze mit einer Shorehärte von   50  und   guter Lösungsmittelbeständigkeit erhalten. 



    PATENTANSPRÜCHE :      l.   Verwendung eines Reaktionsproduktes, das durch Umsetzung eines linearen Polyesters mit einem Polyisocyanat, das mehr als zwei Isocyanatgruppen im Molekül enthält, erhalten wird, zur Herstellung von Walzen, bei denen die zentrale Welle mit einem Polyurethanüberzug versehen ist.

Claims (1)

  1. 2. Verwendung eines Reaktionsproduktes nach Anspruch 1, das durch Umsetzung eines Polyisocyanats, das mehr als zwei Isocyanatgruppen im Molekül enthält, mit einem linearen Polyester erhalten wird, der überwiegend Hydroxyl-Endgruppen hat und dessen Molekulargewicht 500 bis 5000, vorzugsweise 800-3000 beträgt, zur Herstellung von Walzen, bei denen die zentrale Welle mit einem Polyurethanüberzug versehen ist.
    3. Verwendung eines Reaktionsproduktes nach Anspruch 1 oder 2, das durch Umsetzung eines linearen Polyesters mit einem Polyisocyanat mit mehr als zwei Isocyanatgruppen im Molekül, u. zw. mit nicht mehr Polyisocyanat als der äquivalenten Menge an Polyester entspricht, erhalten wird, zur Herstellung elastischer Walzen, bei denen die zentrale Welle mit einem Polyurethanüberzug versehen ist.
    4. Verwendung eines Reaktionsproduktes nach Anspruch 1 oder 2, das durch Umsetzung eines linearen Polyesters mit 0, 5-1, 0 Äquivalent Polyisocyanat, das mehr als zwei Isocyanatgruppen im Molekül enthält, pro Äquivalent Polyester erhalten wird, zur Herstellung elastischer Walzen, bei denen die zentrale Welle mit einem Polyurethanüberzug versehen ist.
AT558258A 1957-08-09 1958-08-08 Herstellung elastischer Walzen AT214945B (de)

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