AT214149B - Verfahren zur Herstellung ungesättigter Aluminiumharze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung ungesättigter Aluminiumharze

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AT214149B AT721259A AT721259A AT214149B AT 214149 B AT214149 B AT 214149B AT 721259 A AT721259 A AT 721259A AT 721259 A AT721259 A AT 721259A AT 214149 B AT214149 B AT 214149B
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  Verfahren zur Herstellung ungesättigter Aluminiumharze 
Es ist bekannt, stabilisierte Aluminiumalkoholate, wie sie aus Aluminiumalkoholaten durch Reaktion mit tautomer reagierenden Verbindungen wie Acetessigester erhalten werden, mit Polyolen, Mono- oder Dicarbonsäuren umzusetzen, wobei Aluminium enthaltende Harze, im   folgenden"Aluminiumharze"be-   zeichnet, gebildet werden, die autoxydativ trocknenden Bindemitteln wertvolle Eigenschaften verleihen. 



  Diese bekannten Aluminiumharze sind für Kombinationen mit Harzen, deren Endzustand durch Polymeri-   sations-bzw.   Copolymerisationsvorgänge herbeigeführt wird, wie das z. B. bei den bekannten ungesättigten Polyesterharzen der Fall ist, nur beschränkt geeignet, da sie den Polymerisationsvorgang häufig verzögern oder gar unterbinden. 



   Es wurde nun gefunden, dass erfindungsgemäss hergestellte ungesättigte Aluminiumharze in Kombination mit polymerisationsfähigen Harzen, wie insbesondere ungesättigten Polyesterharzen, wie sie beispielsweise auf der Grundlage von   Maleinsäureglykolestem   und polymerisierbaren Vinylverbindungen erhalten werden, den Polymerisationsvorgang nicht behindern, sondern an der Reaktion teilnehmen und die auspolymerisierten Harze in ihren Eigenschaften und damit in ihrer technischen Anwendbarkeit wesentlich verbessern. 



   Diese ungesättigten Aluminiumharze werden erhalten, wenn Aluminiumallylat, das mit 0,   25-   1, 5 Mol, vorzugsweise 0,   5 - 1, 5   Mol Acetessigester pro Mol Aluminium stabilisiert ist, mit ungesättigten Polyalkoholen, wie z. B. Butendiol oder Butindiol oder mit a, ss-ungesättigten Ätheralkoholen, z. B. 



    Glykol-oder Glycerinmonoallyläther,   im Molverhältnis zwischen etwa 1 : 0,25 und   l ; 2, 75, vorzugs-   weise zwischen   1 : 0, 5 - 1 : 1, 5,   bezogen auf das Alkoholat, durch Erhitzen zum Sieden umgesetzt werden. Als Ätheralkohole sind diejenigen besonders geeignet, die noch mindestens zwei freie alkoholische Hydroxylgruppen enthalten, wie z. B.   Trimethylolpropansionoallyläther,     Peniaerytbiltmono-und-dial-   lyläther, Glycerinmonoallyläther od. dgl. 



   Die Umsetzung erfolgt durch Vermischen des stabilisierten   AluminiumaUyIats   mit dem   ungesättig-   ten Polyalkohol oder Ätheralkohol, bei normaler oder wenig erhöhter Temperatur und anschliessendes Erhitzen des Gemisches zum Sieden. Zur Gewinnung des Harzes wird das Reaktionsgemisch nach erfolgter Umsetzung durch Destillation zweckmässig im Vakuum, von den flüchtigen Bestandteilen, insbesondere dem mit der Stabilisierung des Aluminiumallylats eingebrachten Lösungsmittel befreit. Je nach der Weiterverarbeitung des erhaltenen Aluminiumharzes kann jedoch auch ein Teil des Lösungsmittels darin zurückbleiben. 



   Die erfindungsgemässen ungesättigten Aluminiumharze stellen eine neue Art   von"Alukonen" (Farbe   und Lack 64, (1958) S.   174-183)   dar und können auch als"Polyallylalukone"bezeichnet werden. Sie zeigen gute Löslichkeit in Alkoholen, Ketonen, Estern, Benzolkohlenwasserstoffen und teilweise auch in   Benzinkohlenwasserstoffen.   Bei passenden Kombinationsverhältnissen sind sie mit ungesättigten Polyesterharzen und   ändern Polymerisationsharzen,   wie z. B. mit polymerisierbaren Melaminharzen verträglich, aber auch mit Nitrocellulose, plastifizierten, benzolkohlenwasserstofflöslichen Phenolharzen, mit Alkydharzen und Epoxyharzen. Ölverträglichkeit ist bei den meisten dieser Produkte nicht gegeben.

   Wie bereits erwähnt, zeigen sie insbesondere in Kombination mit ungesättigten Polyesterharzen wertvolle Eigenschaften. So kann man mit ihrer Hilfe klebfrei trocknende ungesättigte Polyesterlackharze herstellen, die die Erscheinung der"air inhibition"nicht mehr aufweisen und deren Filme sich durch hervorragende Lösungsmittelbeständigkeit und einer bemerkenswerten Oberflächenbeschaffenheit auszeichnen. Das 

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 gleiche gilt für ungesättigte Polyesterharzmassen, die als Giessharze verwendet werden, denn auch hier wird die Neigung des Klebens der der Luft ausgesetzten Stellen der   Oberflächen   verhindert und die Giessharze besitzen eine sehr gute Lösungsmittelbeständigkeit. 



   Beispiel 1: 198 Gew.-Teile Aluminiumallylat werden in 220 Gew.-Teilen Toluol gelöst. Die 
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 unter   Wärmetönung   in Reaktion tritt, und anschliessend eine Stunde unter Rückfluss verkocht. Die erhaltene stabilisierte   Aluminiumallylat1Ïsung   wird auf 500 C gekühlt, bei dieser Temperatur mit 133 Gew. Teilen Butendiol-1, 4 (1, 5 Mol) versetzt und etwa 15 Minuten unter Rückfluss verkocht.   Amchliessel1d   werden das Toluol und die flüchtigen Reaktionsprodukte,   zweckmässig   im Stickstoffstrom, zuletzt unter Vakuum, bei etwa 1500 C Ölbadtemperatur abdestilliert.

   Man erhält ein niedrigviskoses, gelbbraunes Harz mit guten Lösungseigenschaften, das die Sauerstoffempfindlichkeit von ungesättigten Polyesterharzen herabsetzt und ihre   Lösungsmittelbeständigkeit   erhöht. 



     Beispiel 2 : 198 Gew.-Teile Aluminiumallylat werden   in 220   Gew.-Teilen Tolaal gelöst.   Die Lösung wird dann nach der in Beispiel l beschriebenen Art mit 130 Gew.-Teilen Acetessigester umgesetzt und die erhaltene stabilisierte   Aluminiumallylatlösung   bei 500 C mit 124   Gew.-Teilen   Trimethylolpropandiallyläther   (1   Mol) versetzt. Die Reaktionspartner werden anschliessend 15 Minuten unter Rückfluss verkocht und daraufhin das Toluol und die flüchtigen   Reaktionsprodukte, zweckmässig   im Stickstoffstrom, zuletzt unter Vakuum, bei 1500 C Ölbadtemperatur abdestilliert. Man erhält zirka 350 Gew.-Teile eines hellgelben Weichharzes mit guten Lösungseigenschaften, Aluminium-Gehalt: zirka 7,5%. J.Z. (Hanus): zirka 188. 



   Beispiel 3: 198 Gew.-Teile Aluminiumallylat werden in 220 Gew. -Teilen Toluol gelöst. Die Lösung wird dann nach der in Beispiel 1 beschriebenen Art mit 130   Gew.-Teilen Acetessigester   umge- 
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 thritdiallyläther   (1   Mol) versetzt. Die Reaktionspartner werden anschliessend 15 Minuten unter Rückfluss verkocht und daraufhin das Toluol und die flüchtigen Reaktionsprodukte, zweckmässig im Stickstoffstrom, zuletzt unter Vakuum, bei   150    C Ölbadtemperatur abdestilliert. Man erhält zirka 340 Gew.-Teile eines hellgelben Weichharzes mit guten Lösungseigenschaften. Aluminium-Gehalt: zirka 7,4%; J.Z. (Hanus): zirka 210. 



     Beispiel 4 : 128 Gew.-Teile Aluminiumallylat   werden in 220   Gew.-Teilen   Toluol gelöst. Die Lösung wird dann nach der in Beispiel 1 beschriebenen Art mit 130 Gew.-Teilen Acetessigester umgesetzt und die erhaltene stabilisierte   Aluminiumallylatlösung   bei 500 C mit 176 Gew.-Teilen Pentaerythritmonoallyläther   (1   Mol) versetzt. Die Reaktionspartner werden anschliessend 15 Minuten unter Rückfluss verkocht und daraufhin das Toluol und die   flüchtigen   Reaktionsprodukte, zweckmässig imStickstoffstrom, zuletzt unter Vakuum, bei 1500 C   Ölbadtemperatur abdestilliert.   Man erhält zirka 300 Gew.Teile eines hellgelben Weichharzes mit guten Lösungseigenschaften. Aluminium-Gehalt : zirka   7, 8le ;   J.

   Z.   (Hanus) : zirka   190. 



   Beispiel 5 : 198   Gew.-Teile Aluminiumallylat werden   in 220 Gew.-Teilen Toluol gelöst. Die 
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 lsetzt und die erhaltene stabilisierte   Aluminiumallylatlösung   bei 500 C mit 256 Gew.-Teilen Pentaerythrittriallyläther   (1   Mol) versetzt. Die Reaktionspartner werden anschliessend 15 Minuten unter Rückfluss verkocht und daraufhin das Toluol und die flüchtigen Reaktionsprodukte, zweckmässig im Stickstoffstrom, zuletzt unter Vakuum, bei 1500 C Ölbadtemperatur abdestilliert. Man   erhält   zirka 400 Gew.-Teile eines hellgelben Weichharzes mit guten Lösungseigenschaften. Aluminium-Gehalt : zirka 7,   0% ; J.   Z. (Hanus) : zirka 225. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung ungesättigter Aluminiumharze, dadurch gekennzeichnet, dass Aluminiumallylat, das in bekannter Weise mit   0,     25 - 1,   5 Mol Acetessigester pro Mol Aluminium stabilisiert ist, mit noch mindestens eine freie alkoholische Hydroxylgruppe enthaltenden ungesättigten Polyalkoholen oder Ätheralkoholen, vorzugsweise solchen   Ätheralkoholen,   die noch zwei oder mehr alkoholische Hydroxylgruppen enthalten,   im Molverhältnis   zwischen etwa 1 : 0, 25 und 1   : 2. 75,   bezogen auf das Aluminium im Alkoholat, durch Erhitzen zum Sieden umgesetzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Aluminiumallylat, das in bekannter Weise mit 0, 5 - 1. 5 Mol Acetessigester pro Mol Aluminium stabilisiert ist, mit noch mindestens eine freie alkoholische Hydroxylgruppe enthaltenden ungesättigten Polyalkoholen oder Ätheralkoholen, vor- <Desc/Clms Page number 3> zugsweise solchen Ätheralkoholen, die noch zwei oder mehr alkoholische Hydroxylgruppen enthalten, im Molverhältnis zwischen etwa 1 : 0,5 und l : l, 5 bezogen auf das Aluminium im Alhoholat, durch Erhitzen zum Sieden umgesetzt werden.
AT721259A 1959-02-19 1959-10-05 Verfahren zur Herstellung ungesättigter Aluminiumharze AT214149B (de)

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