<Desc/Clms Page number 1>
Zapfsäule
Bei bekannten Zapfsäulen ist zumeist an einer Seitenwand, u. zw. an der sogenannten Schaltplatte, der Zapfschlauch angebracht, der in etwa mittlerer Höhe an den dort angebrachten Zapfschlauchstutzen der Zapfsäule angeschlossen und am andern Ende mit dem Zapfventil in einer am oberen Teil der Zapf- säule angebrachten Einrichtung zur Aufnahme des Zapfventils eingehängt ist. Dort kann das Zapfventil zum Betanken von Fahrzeugen u. dgl. entnommen werden. Der Zapfschlauch. selbst soll, wenn er nicht benützt wird, in ein oder mehreren Windungen aufgeschlossen an der Seitenwand hängen und im aufge- hängten Zustand möglichst nicht die Erde berühren.
Er soll zugleich über die Breite der Zapfsäule in den von den zu betankenden Fahrzeugen befahrenen Raum nicht oder nur wenig, jedenfalls nicht unbeabsich- tigt weit hineinragen, um zu verhindern, dass Fahrzeuge, z. B. mit ihren Stossstangen, den Schlauch mitreissen. Bei bekannten Zapfsäulen wird jedoch der letztere Nachteil häufig beobachtet. Tatsächlich ge- langt oder verbleibt der Schlauch in Ruhestellung nicht in einer vorgeschriebenen Sollage.
Bei den be- kannten Zapfsäulen sind die Anschlussstutzen für den Zapfschlauch zumeist in mittlerer Höhe der Säule und die mit Schaltvorrichtung kombinierte Einrichtung zur Aufnahme des Zapfventils auf vertikale bzw. horizontale Achsen orientiert, wodurch, wie erst die Erfindung erkannt hat, nachteilige Kräfte auf den in Ruhestellung im wesentlichen ringförmigen Schlauch ausgeübt werden, die bedingen, dass der Schlauch nicht in der vorgeschriebenenSollage verbleibt, so dass die oben erwähnten Nachteile entstehen.
Letztere Nachteile bestehen insbesondere auch dann, wenn der Zapfschlauch etwa mittig, mit einer von einer Feder belasteten, ein-und ausfahrbarenRück-und Aufzugsvorrichtung versehen ist, die den Schlauch immer wieder an die Säule heranzieht, aber das Ein-und Ausfahren des Schlauches zulässt. Derartige Massnahmen hat man bisher, insbesondere bei Zapfsäulen niedriger Bauart ergriffen, um zu verhindern, dass der Schlauch auf den Boden hängt. Gerade hier wurden jedoch die erwähnten Nachteile beobachtet. Das bei bekannten Zapfsäulen verwirklicht mechanische System, das der aufgehängte Zapfschlauch darstellt, ist nicht bestimmt.
Infolge Wandreibung, Reibung und Verhaken der einzelnen Schlauchwindungen miteinander und Biegekräften ist eine wohldefinierteSollage des Schlauches daher nicht erreichbar, wobeizu berücksichtigen ist, dass unter dem im Schlauch gestauten Druck der abzugebenden Flüssigkeit der an sich schon sehr biegesteife Schlauch ein oft unterschiedliches Biegeverhalten zeigt und durchaus nicht biegespannungsfrei ist. Man hat zur Vermeidung dieser Nachteile vorgeschlagen, auf dem Zapfsäulengehäuse galgenartig verschwenkbare Rückstellvorrichtungen vorzusehen, welche einerseits den Schlauch von derWindusgderZapfsäule abhalten und darüberhinaus eine Rückstellkraft auf den Schlauch ausüben. Nicht unerhebliche Federkräfte sind dafür erforderlich.
Nichtsdestoweniger lassen sich die beschriebenen Nachteile auch durch diese bekannte Anordnung nicht beseitigen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Zapfsäule mit an einer Seitenwand angebrachtem Zapfschlauch, der einerseits an einen Zapfschlauchstutzen angeschlossen, anderseits mit dem Zapfventil in eine Einrichtung zur Aufnahme des Zapfventils einhängbar ist, so auszubilden, dass der Schlauch, der ringförmig aufgeschlossen wird, in einer genau vorgebbaren Sollage verbleibt, wenn er in Ruhestellung eingehängt ist.
Die Erfindung besteht darin, dass der Zapfschlauchanschlussstutzen und die Einrichtung zur Aufnahme des Zapfventils in Richtung der durch den im wesentlichen ringförmig aufgeschlossenen Schlauch vor-
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfsch1auchansch1ussstutzendas angeschlossene Schlauchende schräg nach unten in Richtung einer Tangente an denZ apfschlauchkreis orientiert, wogegendieZapfventilaufhängung das Zapfventil schräg nach oben, ebenfalls in Richtung einer Tangente an den Z apfschlauchkreis, hält.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind vor allem darin zu sehen, dass infolge der beschrie- benen, in bezug auf den Zapfschlauchkreis des aufgeschlossenen, in Ruhestellung befindlichen Zapf- schlauches im wesentlichen tangential orientierten Einrichtung zum Einhängen der Zapfpistole sowie des Zapfschlauchanschlussstutzens nachteilige und eine fixierte Sollage verhindernde Kräfte auf den aufge- schlossenen Schlauch nicht mehr ausgeübt werden. Der Schlauch verbleibt also in der Lage, die für ihn vorbestimmt ist, wodurch verhindert wird, dass unbeabsichtigt Schlauchteile in den von Fahrzeugen befah- renen Weg hineinragen und mitgerissen werden.
Darüber hinaus erreicht die Erfindung auch eine scho- nende Behandlung des Schlauches, da unnötige Biegebeanspruchungen oder gar Knickbeanspruchungen mit Sicherheit vermieden werden.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert ; es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Frontansicht einer erfindungsgemässen Zapfsäule.
Die dargestellte Zapfsäule 1 besitzt an einer Gehäuseseitenwand einen Zapfschlauch Z, der einerseits an einenZapfschlauchstutzen 3 angeschlossen, anderseits mit demZapfventil4 in eine Einrichtung 5 zur Aufnahme des Zapfventils4 einhängbar ist. In dieser Seitenwand der Zapfsäule ist ausserdem das Schauglas 6 und die Kurbel 7 für die Rückstellung desZähl-bzw. Rechenwerkes vorgesehen, dessen Eichschild 8 in der Fig. 2 erkennbar ist. DerZ apfschlauchluchstutzen 3, der von einer Kappe 3a überdeckt ist und mit der Kappe vereinigt sein kann, sowie die Einrichtung 5 zur Aufnahme des Zapfventils 4 sind im Winkel zur Horizontalen bzw. zur Vertikalen angeordnet.
Die Winkel sind derart orientiert, dass sie im wesentlichen in Richtung der durch den kreisförmig aufgeschlossenen Schlauch 2 vorgegebenen natürlichen Orientierung des Schlauches weisen. So orientiertderZapfschlauchansch1uss 3das angeschlosseneSchlauchende schräg nach unten in Richtung einer Tangente an den durch den aufgeschlossenen Zapfschlauch 2 gebildeten Kreis, wo- gegen dieZapfventilaufhängung 5, das Zapfventil 4 ebenfalls Im wesentlichen in Richtung einer Tangente an den erwähnten Zapfschlauchkreis, u. zw. schräg nach oben hält.
Mittig ist einrück-uni Aufzugsvorrichtung 9 vorgesehen, die schellenartig den Schlauch 2 umfasst, wobei an die Schelle 9a ein Zugmittel 9b angeschlossen ist, das über eine Öffnung 9c in das Innere der Zapfsäule 1 geführt ist, wo dieses Zugmittel 9b von einer federbelasteten Spule aufgespult wird, u. zw. dergestalt, dass es durch eine Zugkraft auf den Zapfschlauch 2 beim Betanken. eines Fahrzeuges ausfahrbar und beim Nachlassen dieser Zugkraft wieder einfahrbar ist.
PATENTANSPRÜCHE :
L Zapfsäule mit an einer Seitenwand angebrachtem Zapfschlauch, der einerseits an einen Zapfschlauchstutzen angeschlossen, anderseits mit dem Zapfventil in eine Einrichtung zur Aufnahme des Zapfventils einhängbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfschlauchanschlussstutzen und die Einrichtung zur Aufnahme des Zapfventils in Richtung der durch den im wesentlichen ringförmig aufgeschlossenen Schlauch vorgegebenen Orientierung des Schlauches angeordnet sind.