AT208872B - Verfahren zur Herstellung neuer 1,4-Diazacycloheptane - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 1,4-Diazacycloheptane

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AT208872B
AT208872B AT231459A AT231459A AT208872B AT 208872 B AT208872 B AT 208872B AT 231459 A AT231459 A AT 231459A AT 231459 A AT231459 A AT 231459A AT 208872 B AT208872 B AT 208872B
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  Verfahren zur Herstellung neuer 1, 4-Diazacycloheptane 
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 Alkenylrest und   R   ein Wasserstoffatom oder   R1   und R2 einen niedermolekularen Alkylrest, bzw. einen niedermolekularen Alkenylrest bedeuten, sowie von deren Additionssalzen. 



   Die   erfindungsgemä#   erhältlichen Verbindungen besitzen eine ganglienblockierende Wirkung und sind daher zur Behandlung von Hypertonie verwendbar. Unter diesen Verbindungen besitzen das   1, 2, 2, 7, 7-Pentamethyl-1, 4-diazacycloheptan'   und dessen Salze eine besonders interessante Wirksamkeit. 



   Unter dem Ausdruck   niedermolekular   sol-   len Alkyl- und Alkenylreste mit 1-3 Kohlenstoffatomen verstanden werden. 



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel I können durch Reduktion von Lactamen der allgemeinen Formel II : 
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 in der   R1   und   R :   die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, in an sich bekannter Weise hergestellt werden. Für die Durchführung der Re- duktion können die folgenden Verfahrensvarianten genannt werden : a) Einwirkung von Lithiumaluminiumhydrid in einem inerten Lösungsmittel, b) Einwirkung von Natrium in alkoholischem Medium, c) Einwirkung   von Wasserstoff 1D   Gegenwart von Kupferchromit in einem geeigneten Lösungsmittel, d) Reduktion auf elektrolytischem Wege. 



   Man kann die Verbindungen der Formel I aus den Lactamen der Formel II auch durch Umwandlung derselben in Thiolactame und anschlie- ssende Behandlung mit Wasserstoff in Gegenwart von Raney-Nickel herstellen. 



   Unter allen diesen Reduktionsmethoden ist je- 
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 se wasserfreiem Äther, zu bevorzugen.
Die Lactame der Formel II können aus Piperidonen der Formel III : 
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 durch Anwendung an sich zur Umwandlung eines cyclischen Ketons zum Lactam bekannten Arbeitsweisen hergestellt werden. Man setzt beispielsweise ein Keton der Formel III mit Stickstoffwasserstoffsäure in einem Medium von kon-   zentierter'Schwefelsäure   um oder führt eine Beckmann'sche Umlagerung des Oxims des Ketons der Formel III durch. In der Praxis ist es zu bevorzugen, das Keton der (Formel III mit Stickstoffwasserstoffsäure umzusetzen, die in situ durch Einwirkung einer Säure auf ein   Alkali. azid,   hergestellt wird. 



   Die Lactame der Formel II, in der   R. t und R   Alkyl- oder Alkenylreste   bedeuten, können durch   Alkylierung (oder Alkenylierung) der entspre- 

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 chenden nichtalkylierten (oder nichtalkenylier- ten) Derivate erhalten werden. 



   Die erfindungsgemäss erhaltenen Verbindun- gen, in welchen mindestens einer der Reste   R1   und   R   ein Wasserstoffatom bedeutet, können erforderlichenfalls nach an sich bekannten, wei- ter unten zusammengefassten Methoden alkyliert oder alkenyliert werden ; in Verbindungen, in welchen mindestens einer der Reste   R1   und R2 einen niedermolekularen Alkenylrest bedeutet, können die Alkenylreste durch Reduktion, z. B. durch katalytische Hydrierung, in Alkylreste überführt werden. 



   Die gemäss vorliegendem Verfahren hergestellten, der Formel I entsprechenden Verbindungen können gegebenenfalls in ihre Additionssalze um- gewandelt werden. 



   Wenn man eine Verbindung der Formel I, in der   R1   einen Alkyl-oder Alkenylrest und   R   ein Wasserstoffatom bedeuten, herstellen will, soll die Alkylierung (oder Alkenylierung) mit einer Verbindung der Formel : 
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   - durchgeführt-werden, wobei die am   Stickstoffatom in 4-Stellung stehende Acylschutzgruppe   anschliessend   durch Hydrolyse entfernt wird. 



   Lactame der Formel II, in deren allgemeiner Formel   R1   ein Wasserstoffatom und   R   einen Alkyl- oder Alkenylrest bedeutet, werden durch Alkylierung (oder Alkenylierung) eines 2, 2, 7, 7-   Tetramethyl-l, 4-diazacycloheptanons- (5)   nach an sich zur Alkylierung (oder Alkenylierung) einer Gruppe-CONH bekannten Methoden erhalten. 



   Zu den üblichen, gegebenenfalls bei Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens anwendbaren   Alkylierungs- und Alkenylierungsverfah   ren zählen bekanntlich : a) Methylierung durch Ameisensäure und Formaldehyd bei erhöhter Temperatur. b) Alkylierung durch Hydrierung in Gegenwart eines gesättigten oder eine Doppelbindung aufweisenden Aldehyds in Gegenwart eines geeigneten Katalysators, wie beispielsweise Palladium auf Aktivkohle oder Raney-Nickel. c) Acylierung durch Ameisensäure oder ein Säurehalogenid in Gegenwart eines neutralisierenden Mittels und anschliessende Reduktion des erhaltenen Acylderivats, beispielsweise mittels Lithiumaluminiumhydrid in einem inerten Lösungmittel. d) Alkylierung mittels eines Allylhalogenid und   Alkenylierung mittels eines Alkenylhalogenids, wie beispielsweise Methyljodid, Allylbromid u.   dgl.

   in Gegenwart eines neutralisierenden Mittels, wie beispielsweise Kaliumcarbonat oder eines Überschusses, der zu alkylierenden Base. e) Methylierung durch Reduktion der Gruppe    > N-COOC2H5 mittels beispielsweise   Lithiumaluminiumhydrid in einem inerten Lösungsmittel. 



  Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass diese Methoden nicht alle in jedem Falle anwendbar sind. So kann beispielsweise die Alkylierung einer sekundären Aminogruppe in einer Verbindung, die eine sekundäre Aminogruppe in l-Stellung und eine tertiäre Aminogruppe in 4-Stellung enthält, nicht mittels eines Alkylhalogenids durchgeführt werden, ohne zuerst die Umwandlung der tertiären Aminogruppe zur quaternären Ammoniumgruppe zu bewirken. 



   Ausserdem kann man ein   1-Acyldiazacyclohep-   tan mittels Lithiumaluminiumhydrid nicht reduzieren, ohne dass sich gleichzeitig eine gewisse Menge an unerwünschten Nebenprodukten bilden würde. 



   Die zur Alkylierung oder Alkenylierung der   Gruppe-CO-NH-bekannten   Verfahren umfassen deren   Überführung   in das Alkaliderivat und anschliessende Umsetzung mit einem Alkyloder Alkenylhalogenid, wie beispielsweise Methyljodid oder Allylbromid. 



   Wenn die Verbindungen der allgemeinen Formel I in Form der Salze verwendet werden sollen, ist es selbstverständlich, dass man nur die physiologisch unschädlichen Anionen entsprechen- 
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Fumarate, Citrate, Tartrate und Methansulfonate, genannt. Diese Salze können durch Zugabe der
Säure zu der Base in einem Lösungsmittel herge- stellt werden. Sie können durch Umkristallisieren oder durch jedes beliebige andere bekannte Ver- fahren gereinigt werden. 



   Die zum pharmazeutischen Gebrauch bestimmten Zusammensetzungen können eine oder mehrere der Verbindungen der allgemeinen Formel I oder deren Salze zusammen mit in der Pharmazie üblicherweise verwendeten Bestandteilen enthalten. Insbesondere eignen sich die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen zur Verabreichung : auf oralem oder parenteralem Wege. 



   Die zur Verabreichung auf oralem Wege bestimmten festen Mittel können in Form von Comprimetten, Pillen, Pulvern oder Granalien vorliegen. Das oder die erfindungsgemäss   er'hält- 1   lichen Produkte sind in diesen Mitteln mit mindestens einem inerten Verdünnungsmittel vermischt, wie beispielsweise Calciumcarbonat, Stärke, Alginsäure oder Lactose. Die Zubereitung können ausserdem Substanzen, wie Gleitmittel,) z. B. Magnesiumstearat, enthalten. 



   Die zur Verabreichung auf oralem Wege bestimmen flüssigen Zusammensetzungen umfassen Emulsionen, Lösungen, Suspensionen, Sirupe und   Elixiere, bei   deren   ! Herstellung in. der Pharmazie 1   

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 beispielsweise Wasser oder Paraffinöl, verwendet werden. Ausserdem kann man Hilfsmittel, wie Netzmittel, Suspensionsstabilisatoren oder Parfums, zusetzen. 



   Zu den für orale Verabreichung bestimmten Mitteln gehören auch Kapseln, beispielsweise auf Gelatine-Basis, die einen oder mehrere der erfindungsgemäss erhältlichen Wirkstoffe, gegebenenfalls mit Bindemitteln, enthalten. 



   Die Präparte zur parenteralen Verabreichung sind wässerige oder nichtwässerige sterile   Lö-   sungen, ebenfalls sterilisierte Suspensionen oder Emulsionen. 



   Als nichtwässeriges Lösungsmittel oder Suspensionsmedium kann man Verbindungen, wie Propylenglykol, Polyäthylenglykol, pflanzliche Ole, z. B. Olivenöl, oder injizierbare organische Ester, wie   Äthyloleat,   verwenden. Die Zusammensetzungen können auch Netzmittel oder Emulgiermittel, sowie Suspensionsstabilisatoren, enthalten. Die Sterilisation kann man durch Filtrieren durch ein Sterilisierfilter, durch Einbringen von sterilisierenden Mitteln, durch Bestrahlung oder auch durch Erhitzen durchführen. Die Präparate zur parenteralen Verabreichung können auch in Form von löslichen, sterilen, festen Zusammensetzungen vorliegen, die man unmittelbar vor dem Gebrauch in einem sterilen, geeigneten injizierbaren Medium löst. 



   Der Gehalt an Wirksubstanz in den Zubereitungen kann je nach den Verabreichungsarten ziemlich variiert werden. Im allgemeinen enthalten die Mittel mindestens   0, 025 Gew.-0/o   Wirksubstanz, im Falle der Zusammensetzungen für orale Verabreichung. 



   Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu   beschränken :   
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 l :Rühren in ein Gemisch von 13, 5 g Lithiumaluminiumhydrid und   500ml   wasserfreiem Other, das bei Siedetemperatur gehalten wird, gegossen. Man erhitzt hierauf noch   41/2   Stunden unter Rückfluss und zersetzt dann den   überschuss   an Lithiumaluminiumhydrid durch tropfenweise aufeinanderfolgende Zugabe von 12, 5 ml Wasser, 12, 5 ml   15-"/piger   Natronlauge (Gewicht je Volumen) und schliesslich 39 ml Wasser. Man trennt die ätherische Schicht ab, trocknet und entfernt das Lösungsmittel.

   Den Rückstand unterwirft man dann einer fraktionierten Destillation, wobei man 11, 6 g   !, 2, 7, 7-Tetramethyl-1, 4-diazacycloheptan   in Form 
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   ungefänbten GsBei s piel 2 : 34 g 2, 2, 7, 7-Tetramethyl-l, 4-dia-    zacycloheptanon- (5) setzt man in Anteilen innerhalb von 30 Minuten zu 24, 1 g einer   90/o-Ig"n   (Gewicht je Volumen) wässerigen Ameisensäurelösung, die durch Abkühlen in Eis auf 100 C gehalten wird, zu. Die Lösung wird dann auf 650 C erhitzt und mit   21,   6 ml einer   400/o-igen   (Gewicht je Volumen) wässerigen   Formaldehydlösung   versetzt. 



   Man erhitzt das Ganze 17 Stunden unter Rückfluss, giesst dann 139 ml 2n-Salzsäure ein und entfernt alle flüchtigen Anteile im Vakuum. Den sirupösen Rückstand löst man wieder in Wasser und macht ihn nach Extraktion mit   Ather   mit Natronlauge alkalisch. Die in Freiheit gesetzte Base extrahiert man mit Äther und gewinnt aus 
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 wasserfreiem Äther setzt man in 15 Minuten zu einem Gemisch von 7, 07 g Lithiumaluminiumhy- drid in einem Liter wasserfreiem Äther, das auf
Siedetemperatur gehalten wird, unter Rühren zu.
Man erihtzt dann noch 4 Stunden unter Rück- fluss, zersetzt den   Überschuss   an Lithiumalumini- umhydrid durch aufeinanderfolgende Zugabe von
6, 55 ml Wasser,   6, 55   ml   150/o-ige   Natronlauge (Gewicht je Volumen) und   20, 7 ml   Wasser,

   trennt die ätherische Schicht ab, trocknet und entfernt den Äther. Durch Destillation des Rückstands erhält man   12,   3 g 1, 2, 2, 7, 7-Pentamethyl-1, 4-dia- zacycloheptan in Form einer farblosen Flüssigkeit vom   Kp13     =   102 bis   1030 C.   



   Das als Ausgangsprodukt verwendete 1, 2, 2, 7, 7Pentamethyl 4- diazacycloheptanon- (5) kann auch hergestellt werden, indem man eine Lösung von 85 g 2, 2, 7, 7-Tetramethyl-1, 4-diazacycloheptanon- (5) in einem Liter wasserfreiem   Ather   mit 41 ml Methyljodid und 207 g wasserfreiem Kaliumcarbonat umsetzt, wobei das Gemisch unter Rühren 21 Stunden unter Rückflussbedingungen gehalten wird. Dann filtriert man das Gemisch, engt die Lösung auf   300 ml   ein und kühlt ab. 



  Das rohe   1, 2, 2, 7, 7-Pentamethyl-1,   4-diazacycloheptanon- (5) kristallisiert aus. Es wird aus Aceton umkristallisiert und schmilzt dann bei 145-   148oC.   



   Man kann das als Ausgangsprodukt verwendete1,2,2,7,7-Pentamethyl-1,4-diazacyclobeptanon auch auf folgendem Wege erhalten : 50 g   2, 2, 6, 6-     Tetramethyl-piperidon- < (4) werden   in 51, 8 g wasserfreiem Methyljodid gelöst und die Lösung wird 38 Stunden auf   50 C   gehalten. Dann setzt man 200 ml trockenen Äther zu und trennt den gebildeten festen Niederschlag durch Filtrieren t ab. Das Filtrat dampft man ein, wobei 1, 2, 2, 6, 6-   Pentamethylplperidon- (4) zurückbleibt,   das ohne weitere Reinigung in 200 ml wasserfreiem Chlo- 

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   roform   gelöst wird. In diese, in Eis gekühlte Lösung, bringt man unter Rühren langsam 160 ml konzentrierte Schwefelsäure ein.

   Nach Abtren-   nen   des Chloroforms versetzt man die im Eisbad   gekühlte.     Schwefelsänrelosung   unter Rühren innerhalb von 2 Stunden in Anteilen mit 13 g Natriumazid. Man rührt dann 2 Stunden, giesst das Reaktionsgemisch in Eis, macht alkalisch und extrahiert kontinuierlich mit Chloroform. Nach Verdampfen des Chloroforms und Umkristalli- 
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    2, 2, 7, 7-Pen-144 his 147OC.    



    Beispiel 3 :   Ein Gemisch von 17 g 2, 2, 7, 7-Tetramethyl-1,4-diazacycloheptanon-(5) und 100 ml Allylbromid wird 24 Stunden unter Rückfluss erhitzt. Dann setzt man wasserfreien Äther zu und trennt den gebildeten Niederschlag durch Filtrieren ab. Das Filtrat wird zur Entfernung des Lösungsmittels destilliert und der Rückstand 
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 wasserfreiem Äther und giesst die erhaltene Lö-   sung dann tropfenweise in ein unter Sieden ge- haltenes Gemisch von 0, 76 g Lithiumaluminium-   hydrid und 50 ml wasserfreiem Äther unter Rühren ein. Man erhitzt dann noch   41/2   Stunden zum Sieden, kühlt ab und behandelt nacheinander mit 0, 71 ml Wasser, 0,71ml 15%iger Natronlauge (Gewicht je Volumen) und 2,24ml Wasser.

   Nach Abtrennen der ätherischen Lösung, Trocknen, Verdampfen des Lösungsmittels und Destillieren des öligen Rückstands erhält man 1-Allyl-2,2,7,7- 
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    4-diazacycloheptan inBeispiele :   Man versetzt 18 g einer durch Albkühlen mit Eis auf 100 C gehaltenen wässerigen,   90%-gen   Ameisensäurelösung {Gewicht je Volumen) unter Rühren in Anteilen innerhalb von 30 Minuten mit   11, 65   g   2, 2, 7, 7-Tetramethyl-l, 4-   diazacycloheptan. Die so erhaltene Lösung bringt man dann auf 650 C, setzt 16,   1ml 40 /o-ige   Natronlauge (Gewicht je Volumen) zu und erhitzt 17 Stunden unter Rückfluss. Dann versetzt man mit 103 ml   2n-'Salzsäure   und entfernt alle flüchtigen Produkte im Vakuum.

   Den sirupösen Rückstand löst man in 200 ml Wasser und macht nach Extraktion mit Äther die wässerige Lösung mit Natronlauge alkalisch. Die in Freiheit gesetzte Base extrahiert man mit Äther und erhält aus dieser Lösung nach Entfernen des Lösungsmittels und Destillation 7, 55 g 1,2,2,4,7,7-Hexamethyl- 
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 ten, wässerigen, 98%-igen Ameisensäurelösung setzt man unter Rühren in Anteilen 25 g 2, 2, 7, 7-   Tetramethyl-l, 4-diazacycloheptan zu.   Dann er- 
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100"Ckuum. Den Rückstand löst man in 50 ml Wasser, macht mit 50 ml   50%-figer   Natronlauge (Gewicht je Volumen) alkalisch und extrahiert 5 Stunden kontinuierlich mit Ather.

   Nach Trocknen der
Atherlösung entfernt man das Lösungsmittel und destilliert den öligen Rückstand im Vakuum.
Man erhält so 4-Formyl-2,2,7,7-tetramethyl01,40 diazacycloheptan in Form einer ungefärbten Flüs- sigkeit vom   Kpe   =   137 bis 138    C, die nach und nach zu einer weissen Festsubstanz vom F. = 55 bis   580 C kristallisiert.   



   Man erhitzt ein Gemisch von 19, 9 g 4-Formyl-
2,2,7,7- tetramethyl-1,4- diazacycloheptan und
5, 9 g Allylbromid 16 Stunden unter Rückfluss. 



   Dann fügt man 100 ml wasserfreien Ather zu. 



   Den gebildeten Niederschlag entfernt man durch
Filtrieren, dampft das Filtrat ein und fraktioniert den öligen Rückstand. Man erhält so l-Allyl-4-   formyl-2, 2, 7, 7-tetramethyl-1, 4-   diazacycloheptan vom Kp10 = 156 bis 166 C. 



   6 g der letztgenannten Verbindung werden 16
Stunden mit   60 ml   n-Salzsäure unter Rückflussbedingungen. behandelt. Nach Abkühlen macht man die Lösung durch Zugabe von Natronlauge stark alkalisch und isoliert das Produkt durch Extraktion mit Äther. Nach Trocknen der Lösung entfernt man das Lösungsmittel, destilliert den öligen Rückstand und erhält so l-Allyl- 2,2,7,7-tetramethyl-1,4- diazacycloheptan vom Kp10=102bis125 C. 



    Beispiel 6 :   Man   setzt 4, Formyl-2, 2, 7, 7-tetra-     methyl-l, 4-diazacycloheptan   mit Athyljodid um, hydrolisiert das Produkt anschliessend, wie in Beispiel 5 beschrieben, und erhält so l-Athyl-2, 2, 7,7-tetramethyl-1,4-diazacycloheptan in Form eines ungefärbten Ols. 



    Beispiel 7 :   Eine Lösung von   4,     24g l-Äthyl-  
4-formyl-2,2,7,7-tetramethyl-1,4-diazacycloheptan, das, wie in Beispiel 6 beschrieben, hergestellt wurde, in 200 ml wasserfreiem Äther giesst man langsam unter   Rühren   in ein Gemisch von 0, 76 g Lithiumaluminiumhydrid und 50 ml wasserfreiem Äther.   Da. s   Gemisch wird 6 Stunden unter Ruckfluss erhitzt, dann abgekühlt und nacheinander mit 0,71 ml Wasser, 0,71 ml   15'0/o-iger   Natronlauge (Gewicht je Volumen) und   2, 24ml Wasser   behandelt. Man trennt die   Xtherlösung   ab, trocknet, verdampft das Lösungsmittel und destilliert den Rückstand.

   Man erhält so l-Athyl-2, 2, 7, 7pentamethyl-l, 4-diazacycloheptan in Form ein : s   ung, efärhten öls.    
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 einem Druck von   21 kg/cm2 ibei 90"C in   Gegenwart von Raney-Nickel. Anschliessend trennt man den Katalysator durch Filtrieren ab und   be-   handelt das Filtrat mit einem schwachen Oberschuss an Jodwasserstoffsäure. Man entfernt das 

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 Lösungsmittel im Vakuum und erhält nach Umkristallisieren aus Isopropanol und Äther das 1Propyl-2,2,7,7-tetramethyl-1,4-diazacycloheptandihydrojodid in Form einer cremefarbigen Festsubstanz. 



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung neuer 1, 4-Diazacycloheptane der allgemeinen Formel   I :   
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 in der   R1   ein Wasserstoffatom, einen niedermolekularen Alkylrest oder einen niedermolekularen Alkenylrest und   R2   ein Wasserstoffatom oder   R1   und   R   jeweils einen niedermolekularen Alkylrest oder niedermolekularen Alkenylrest bedeuten, sowie von deren Additionssalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Carbonylgruppe einer Verbindung der allgemeinen Formel II :

   
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 in der   R. t und H   die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, reduziert, die erhaltenen Verbindungen, in welchen mindestens einer der Reste   R1   und   R2   ein Wasserstoffatom bedeutet, erfor-   derlichenfalls alikyliert   oder alkenyliert, gewünschtenfalls Alkenylreste erhaltener Verbindungen, in welchen mindestens einer der Reste   R1   und R2 einen niedermolekularen Alkenylrest bedeutet, durch Reduktion in Alkylreste überführt und gegebenenfalls die so erhaltenen Verbindungen in ihre Additionssalze umwandelt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion des Lac- tams der Formel II mit Lithiumaluminiumhydrid in einem inerten Lösungsmittel durchführt.
AT231459A 1958-03-24 1959-03-24 Verfahren zur Herstellung neuer 1,4-Diazacycloheptane AT208872B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4207228A (en) * 1977-09-21 1980-06-10 The B. F. Goodrich Company UV-Light-stabilized compositions containing substituted 1,5-diazacycloalkanes, novel compounds and synthesis thereof
US4316025A (en) * 1979-04-13 1982-02-16 Chimosa Chimica Organica S.P.A. Piperidine compounds

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