AT208847B - Verfahren zur Herstellung von Glycidyläthern mehrwertiger Phenole - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glycidyläthern mehrwertiger Phenole

Info

Publication number
AT208847B
AT208847B AT20759A AT20759A AT208847B AT 208847 B AT208847 B AT 208847B AT 20759 A AT20759 A AT 20759A AT 20759 A AT20759 A AT 20759A AT 208847 B AT208847 B AT 208847B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
epichlorohydrin
glycidyl ethers
reaction mixture
production
polyhydric phenols
Prior art date
Application number
AT20759A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Koppers Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Koppers Co Inc filed Critical Koppers Co Inc
Application granted granted Critical
Publication of AT208847B publication Critical patent/AT208847B/de

Links

Landscapes

  • Epoxy Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Glycidyläthern mehrwertiger Phenole 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glycidyläthern mehrwertiger Phenole. 



   Durch Umsetzung eines mehrwertigen Phenols mit Natriumhydroxyd und einem   Überschuss   in der n für die Zahl der in dem mehrwertigen Phenol anwesenden phenolischen Hydroxylgruppen steht und mindestens 2 bedeutet, R für den dem Phenol zugrundeliegenden organischen Rest steht und M für ein Alkalimetall steht. 



   Bei der Verätherung wirkt die Anwesenheit von Wasser sehr störend und es wurden bereits Versuche unternommen, praktisch das gesamte Wasser aus der Reaktionsmischung zu entfernen. 



  Zu diesem Zweck wird das Wasser üblicherweise in Dampfform entfernt, während eine konzentrierte wässerige Lösung des Alkalihydroxyds langsam in das Reaktionsgefäss, welches eine erhitzte Lösung des mehrwertigen Phenols in einem Überschuss an Epichlorhydrin enthält, zugegeben wird. Die Dämpfe, die auf Grund des azeotropen Verhaltens der Mischung sowohl Wasser als auch Epichlorhydrin enthalten, werden in einen Kühler geleitet. Das in diesem erhaltene Kondensat wird darauf in eine Kammer geleitet, in der es sich in eine wässerige und eine Epichlorhydrin-Schicht trennt. Die wässerige Schicht wird abgeführt und das Epichlorhydrin in das Reaktionsgefäss zurückgeführt. 



   Obgleich mittels des oben beschriebenen Verfahrens sehr reine Glycidyläther mehrwertiger Phenole erhalten werden, traten beim Abtrennen des Produktes von dem gleichfalls gebildeten   Natriumchlorid Schwierigkeiten auf. Das anfallende, im Epichlorhydrin nicht lösliche Natrium-   an Epichlorhydrin können praktisch alle Oxygruppen eines mehrwertigen Phenols durch Glycidyloxygruppen ersetzt werden ; die Reaktion kann durch die folgende Formel dargestellt werden : 
 EMI1.1 
 chlorid liegt nämlich als gelatineartige Masse vor ; wird die Aufschlämmung nun zur Abtrennung des Glycidyläthers vom Salz filtriert, so verstopft das Salz die Filteröffnungen und erschwert dadurch die Gewinnung des Filtrates erheblich. 



   Mittels des erfindungsgemässen Verfahrens können hohe Ausbeuten an hochwertigem Glycidyläther mehrwertiger Phenole erhalten werden und die Glycidyläther lassen sich leicht vom Salz abtrennen, indem für die Dauer der Zugabe der einen Hälfte der Alkalihydroxydlösung (in Form einer konzentrierten wässerigen Lösung) die Reaktion zwischen mehrwertigem Phenol, Epichlorhydrin und Alkalihydroxyd unter vollständigem Rückfluss durchgeführt und erst anschliessend während der Zugabe der zweiten Hälfte der wässerigen Alkalihydroxydlösung das Wasser aus der Reaktionsmischung entfernt wird. 



  Durch die geringe Menge Wasser in der Reaktionsmischung bildet das Natriumchlorid Kristalle, die so gross sind, dass das Produkt leicht abfiltriert werden kann. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann in einem Rührkessel durchgeführt werden, welcher eine mit einem Ventil versehene Einlassöffnung für die wässerige Hydroxydlösung, eine Heizvorrichtung, eine Dampfablassöffnung, eine Kon-   densationsvorrichtung für die Dämpfe, eine Trennkammer zur Aufnahme des Kondensates   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
B.Reaktionsmischung praktisch wasserfrei ist. Die
Reaktionsmischung wird dann abgekühlt und filtriert und das Filtrat wird anschliessend destil- liert, um das nicht umgesetzte Epichlorhydrin zu entfernen. 



   Die nachfolgenden Beispiele dienen zur Er- läuterung des   erfindungsgemässen   Verfahrens.
Beispiel   l : Es   wurden 244 g Epichlorhydrin und 48 g Resorcin in ein Reaktionsgefäss gegeben, das mit (einer Heizvorrichtung, einem Thermo- meter, einer mechanischen Rührvorrichtung, einer Tropfvorrichtung und einem Kühler, der eine Kammer zum Sammeln und Abtrennen des
Kondensates besass, an welcher eine Leitung zur
Rückführung der Epichlorhydrinschicht in das
Reaktionsgefäss und eine Leitung zum Abführen der oberen Wasserschicht angebracht war, ver- sehen war. Die Mischung wurde auf 107  C erhitzt, warauf mittels der Tropfvorrichtung
35, 2 g einer   74%igen Natriumhydroxydlösung   zugegeben wurden.

   Die Zugabe der Lauge dauerte etwa 40 Minuten, während welcher Zeit das Wasser abgeführt und das Epichlorhydrin in die Reaktionsmischung zurückgeführt wurde. 



   Danach wurde die Reaktionsmischung weitere
50 Minuten erhitzt. Nach Ablauf dieser Zeit wurde kein Wasser mehr aus der Reaktionsmischung entfernt und die Reaktionsmischung wurde dann abgekühlt. Versuche, die Mischung zu filtrieren, schlugen jedoch fehl. Das Produkt war eine viskose Aufschlämmung, die die Filter- öffnungen rasch verstopfte. Ein Teil des Produktes wurde mit Benzol verdünnt und ein Teil filtriert.

   Das erhaltene Natriumchlorid wurde gesiebt und ergab die folgende Analyse : 
5% auf Sieb mit lichter Maschen- weite von 0, 25 mm 13% auf Sieb mit lichter Maschen- weite von 0, 18 mm 19% auf Sieb mit lichter Maschen- weite von 0,15 mm 28% auf Sieb mit lichter Maschen- weite von 0, 10 mm 35% durch Sieb mit lichter Maschen- weite von 0, 10 mm
Beispiel 2 : Das Verfahren des Beispieles   l J   wurde wiederholt, indem 244 g Epichlorhydrin 48 g Resorcin und 25, 2 g Natriumhydroxyd in 
 EMI2.2 
 100 g Resorcin zugegeben. Während etwa 21 Minuten, in denen die erste Hälfte der Lauge zugegeben wurde, wurde ein ständiger Rückfluss im Reaktionsgefäss aufrechterhalten.

   Während der anschliessenden Zugabe der restlichen   Lauge, 1   die weitere 21 Minuten in Anspruch nahm, wurde der Kühler mit der Trennvorrichtung verbunden und die Epichlorhydrinschicht in das Reaktionsgefäss zurückgeführt. Danach wurde die Mischung weitere 49 Minuten erhitzt, worauf kein Wasser   1 :     mehr aus der Reaktionsmischung abgeschieden wurde. Das Produkt wurde abfiltriert und das   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Filtrat trat leicht durch das Filtermedium.

   Das Salz auf dem Filter wurde wie folgt analysiert : 36% auf Sieb mit lichter Maschen- weite von 0, 25 mm   10%   auf Sieb mit lichter Maschen- weite von 0, 18 mm 16% auf Sieb mit lichter Maschen- weite von 0, 15 mm   21%   auf Sieb mit lichter Maschen- weite von 0, 10 mm   7%   durch Sieb mit lichter Maschen- weite von 0, 10 mm
Das Produkt wurde zur Entfernung des überschüssigen Epichlorhydrin destilliert und der Rückstand bestand zu 97, 9% aus Resorcindiglycidyläther, der einen Oxiransauerstoffgehalt von   12, 2%   und eine Viskosität von 320 Centipoise bei   250 C   aufwies.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Glycidyläthern mehrwertiger Phenole durch Reaktion eines mehrwertigen Phenols mit Epichlorhydrin und einem Alkalihydroxyd, dadurch gekennzeichnet, dass einer erhitzten Lösung des mehrwertigen Phenols in einem Überschuss an Epichlorhydrin zunächst nur die Hälfte des Moläquivalentes der konzentrierten wässerigen Lösung des Alkalihydroxyds zugegeben und dabei unter vollständigem Rückfluss gearbeitet wird und erst anschliessend die andere Hälfte des Moläquivalentes der konzentrierten wässerigen Alkalihydroxydlösung zugegeben wird, wobei nunmehr Wasserdampf und Epichlorhydrin aus der Reaktionsmischung abdestilliert werden, das Wasser aus den Dämpfen entfernt und das Epichlorhydrin in die Reaktionsmischung zurückgeführt wird.
AT20759A 1958-01-13 1959-01-12 Verfahren zur Herstellung von Glycidyläthern mehrwertiger Phenole AT208847B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US208847XA 1958-01-13 1958-01-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT208847B true AT208847B (de) 1960-04-25

Family

ID=21801115

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT20759A AT208847B (de) 1958-01-13 1959-01-12 Verfahren zur Herstellung von Glycidyläthern mehrwertiger Phenole

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT208847B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2523696B2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von flüssigen Diglycidyiäthern zweiwertiger Phenole
DE1795446A1 (de) Perfluoralkylsubstituierte Triazine und Verfahren zu deren Herstellung
DE1468849A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,3-Diamino-tricyclo-(3.3.1.1?)-decanen
DE2431192A1 (de) Verfahren zur herstellung von 3-0, 0-diaethyldithiophosphorylmethyl-6-chlorbenzoxazolon
AT208847B (de) Verfahren zur Herstellung von Glycidyläthern mehrwertiger Phenole
DE1259345B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Polyglycerinaethern von Alkylphenolen
DE1112528B (de) Verfahren zur Herstellung von Glycidylaethern mehrwertiger Phenole
DE694992C (de) Verfahren zur Herstellung niederer aliphatischer primaerer Oxyalkylamine
DE1570013B1 (de) 1,4-Bis-(phenoxyacetyl)-piperazinderivate und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE823589C (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylencarbinolverbindungen
DE862005C (de) Verfahren zur Herstellung von Propin-(1)-dimethyl-(3, 3)-ol-(3)
DE900933C (de) Verfahren zur Herstellung von o-Oxyarylcarbonsaeure-ª‰ -naphthylamiden
DE590432C (de) Verfahren zur Herstellung von Additionsverbindungen der unterchlorigen oder unterbroigen Saeure mit organischen Verbindungen
DE895454C (de) Verfahren zur Herstellung von ª‰-Dimethylaminoaethyl-benzhydrylaether
AT285175B (de) Verfahren zur Herstellung von pulver- oder perlförmigen Kondensationsprodukten aus 2-wertigen phenolischen Verbindungen mit Epihalogenhydrinen
DE744959C (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Alkoxy-4-oxybenzaldehyden
AT159619B (de) Verfahren zur Herstellung von halogenhaltigen Oxyalkyläthern.
DE903210C (de) Verfahren zur Abtrennung von Kohlenwasserstoffen aus deren Gemischen mit hochmolekularen sauerstoffhaltigen Verbindungen
DE735324C (de) Verfahren zur Herstellung von Phenolen
DE860636C (de) Verfahren zur Herstellung von Acrylazid
DE1149343B (de) Verfahren zur Herstellung partieller Glycidaether mehrwertiger Alkohole
DE1029820B (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher stabiler Kondensations-produkte aus Harnstoff, Thioharnstoff oder ihren Derivaten und Formaldehyd
CH194876A (de) Verfahren zur Herstellung von 2(3&#39;,5&#39;-Dijod-2&#39;-B-oxäthyl-4&#39;-oxypheny)- 6-jodchinolin-4-carbonsäure.
DE1245376B (de) Verfahren zur Herstellung phosphorhaltiger Diole
DE1643163A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyhydroxyalkylpolyphosphaten